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Die 7 besten Filme & Dokumentation über Laufen, Marathon und Motivation im Laufsport

Der Laufsport eignet sich bestens für die große Leinwand. Schließlich erzählt er Geschichten von Sieg und Niederlage, spielt in der Schönheit der Natur oder in beeindruckenden Städten und ist oft eng verwoben mit der Persönlichkeit des Sportlers selbst. Aus den großen Laufsport Dokumentationen und Spielfilmen über das Laufen kann man also als Läufer nicht nur spannende Einblicke und Inspirationen in den Trainingsalltag und die Wettkampfstrategie bekommen, sondern auch Motivation daraus ziehen, wie andere Athleten mit besonderen Herausforderungen, Verletzungen oder Niederlagen umgehen.

Doch was sind eigentlich die besten Filme über das Laufen, die Du dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest?

1. Sein letztes Rennen (2013)
Wenn von Dieter Hallervorden die Rede ist, denken die meisten Menschen wohl nicht zuerst an Sport. In „Sein letztes Rennen“ beweist der Comedian aber, dass manchmal auch ungewöhnliche Kombinationen bestens zusammenpassen. So spielt Hallervorden in diesem Film den Rentner Paul Averhoff, dem alles zu entgleiten scheint. Zu Beginn zieht der Protagonist gezwungenermaßen gemeinsam mit seiner Frau ins Altersheim, damit er sie weiter pflegen kann. Hier wird der ehemalige Olympiasieger im Laufen mit einem Umfeld und einer Behandlung konfrontiert, die ihn entsetzt. Eine Flucht aus dem Altersheim kommt aufgrund seiner Beziehung aber dennoch nicht in Frage.
Auf der Suche nach einem Ausweg kommt Paul Averhoff aber eine Idee: So will er noch einmal für einen Marathon trainieren und seinen letzten Marathon absolvieren. Bei „Sein letztes Rennen“ wird dich Dieter Hallervorden so einige Male zum Lachen bringen. Gleichzeitig schlägt der Film bisweilen melancholische Töne an und beleuchtet, wie der alternde Körper mit dem Laufen umgehen kann.
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2. Forrest Gump (1994)
Viele von euch haben Forrest Gump wahrscheinlich schon gesehen und doch nicht auf dieser Liste vermutet. Was er dennoch hier zu suchen hat? In Forrest Gump begibt sich der Protagonist auf einen dreijährigen Lauf quer durch die USA, der ihn all die Ereignisse der Vergangenheit vergessen lassen soll. Dabei ist sich Forrest selbst eigentlich nicht einmal genau im Klaren darüber, warum er eigentlich mit dem Laufen beginnt.
Als Zuschauer ahnst du aber, dass ihn die Kriegserlebnisse und der Tod seiner Mutter nicht loslassen und er nach einem Weg sucht, dieser Trauer zu entkommen. Was folgt ist ein Stück Filmgeschichte, bei dem Forrest gemeinsam mit seiner Anhängerschaft durch die USA und am Ende Monument Valley läuft. Forrest Gump zeigt damit eindrucksvoll die wunderbare Einfachheit und Kraft des Laufens auf und wie es uns helfen kann, zu uns selbst zurückzufinden.
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3. City of McFarland (2015)
Dem Sport wohnt eine unglaubliche soziale Kraft inne. Das gilt natürlich auch für das Laufen. Schließlich hören wir regelmäßig von Athleten aus ärmlichen Verhältnissen, die es mit Disziplin und Talent an die Weltspitze schaffen. Eine solche Geschichte erzählt auch City of McFarland, das in seiner zweistündigen Laufzeit die Erlebnisse des Sportlehrers Jim White erzählt.
Anfangs zieht er in die namensgebende Kleinstadt in Kalifornien, um dort an der lokalen High School zu arbeiten. Diese wird auch durch viele lateinamerikanische Feldarbeiter besucht, bei denen Jim bald ein großes Lauftalent entdeckt. Er entschließt sich deshalb dazu, ein Laufteam an seiner Schule aufzubauen, das bald schon an nationalen Wettbewerben teilnimmt. Jetzt wirst du dir natürlich denken, dass eine solche Geschichte bereits unzählige Male im Film erzählt wurde. Und das stimmt auch. Trotzdem schafft es City of McFarland den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen.
Das liegt wohl einerseits an Kevin Costner, der Jim White glaubhaft verkörpert. Andererseits überzeugt das Setting, das Deutschlandradio Kultur als „glaubhaft“ und „erstaunlich intelligent“ bezeichnete.
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4. 1 Mile to You (2017)
Als Läufer kennst du wahrscheinlich das Gefühl des Runner’s High, das vor allem bei Langstrecken dafür sorgt, dass du gefühlt ewig so weitermachen könntest und euphorisch über die Laufstrecke gleitest. Eben dieses Läuferhoch steht auch im Zentrum des Films 1 Mile to You, wenngleich die Gründe ungewöhnliche sind.
Kevin, gespielt von Graham Rogers, und seine Freundin sind beide begeisterte Läufer und besuchen noch die Schule. Durch einen tragischen Unfall stirbt jedoch seine Freundin, was Kevin in eine tiefe Sinnkrise stürzt. Im Versuch, das Geschehene zu verarbeiten, flüchtet er sich in den Laufsport und sehnt sich dabei immer nach dem Moment des Runner’s High, den er so oft gemeinsam mit seiner Freundin erlebte.
All diese Läufe bringen ihn aber nicht nur der Vergangenheit, sondern auch der Zukunft näher. 1 Mile to You ist wohl nicht für jeden Läufer interessant. Wenn du dir aber gerne romantische Dramen ansiehst und in deinem Training auch das Runner’s High jagst, ist 1 Mile to You definitiv eine Empfehlung.
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5. Free to Run (2016)
Laufen ist heute ein gewöhnlicher Breitensport. Schließlich schaut euch keiner komisch an, wenn ihr beispielsweise um 7 Uhr am Morgen in Funktionskleidung durch eine Innenstadt rennt oder mal für zwei Stunden im Wald verschwindet, um einen Waldweg entlangzulaufen. Das war nicht immer so. So galten Läufer in den 60er und 70er Jahren als absolute Exoten. Und das ist noch beschönigend ausgedrückt.
Hier beginnt auch der Dokumentarfilm Free to Run, der euch mit originalem Bildmaterial die moderne Geschichte des Laufens erzählt. Vor allem die Älteren unter euch dürften sich dann schnell in die Anfangszeit der eigenen Laufkarriere zurückversetzt fühlen. Doch auch jüngere Zuschauer lernen hier, dass es beispielsweise für Frauen in manchen Ländern verboten war, an Marathons teilzunehmen und welche Legenden des Sports sich dennoch über dieses Verbot hinwegsetzten.
Zudem versteht es der Regisseur Pierre Morath hervorragend, die Laufgeschichte nicht mit einem überzogenen Pathos zu überziehen. Stattdessen lässt er die Bilder und Emotionen des Sports für sich sprechen.
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6. The Athlete (2009)
Spätestens seit dem neuen inoffiziellen Marathonweltrekord von Eliud Kipchoge 2019 ist ein Streit über den Einsatz von Laufschuhen entbrannt. Schließlich scheinen bestimmte Schuhtypen die Laufleistung zu steigern, was wiederum äußerst bedenklich bei Wettkämpfen ist. Dass es auch anders geht, beweist das Filmdrama The Athlete, das auf wahren Begebenheiten beruht. Es erzählt die Geschichte des äthiopischen Läufers Abebe Bikila, der in seiner Heimat als Schafshirte arbeitet. Aufgrund seiner Leidenschaft für das Laufen entscheidet sich Abebe, am Marathon der olympischen Spiele 1960 in Rom teilzunehmen. Leider reicht das Geld gerade einmal für die Anreise, weshalb der bis dahin absolut unbekannte Läufer barfuß antritt.
Was folgt ist eine der unglaublichsten Geschichten, die der Laufsport jemals geschrieben hat. Wie du dir nun denken kannst, gewinnt Abebe den Marathon barfuß und startet eine einmalige Karriere. Bei der Erzählung seiner Geschichte setzte der Regisseur Davey Frankel einerseits auf authentisches Filmmaterial. Andererseits wurden Schlüsselszenen auch mit Rasselas Lakew authentisch nachgestellt. Das Ergebnis ist ein packendes Filmerlebnis, das du dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest.
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7. I Want to Run (2012)
Jeder von euch, der schon einmal einen Marathon gelaufen ist, weiß um die Länge und Anstrengung dieser Herausforderung. Doch egal, ob du bereits die 42 Kilometer abgespult hast, aktuell dafür trainierst oder nur davon träumst, jeden Tag einen Marathon zu laufen dürfte ziemlich unvorstellbar sein.
Genau das machen aber die Athleten im Dokumentarfilm I Want to Run, das die weltbesten Langstreckenläufer beim Transeuropalauf verfolgt. Dieser verlief vom Süden Italiens bis in den Norden Norwegens und war in 64 Tagesetappen aufgeteilt. Die durchschnittliche Tagesleistung belief sich dabei auf – und halte dich bitte jetzt fest – auf rund 70 km am Tag. In den zwei Monaten liefen die Sportler demnach am Tag weiter, als viele von uns in der Woche zurücklegen. Der Lauf wird dabei aus der Perspektive verschiedener Läufer verfolgt, darunter auch die deutsche Lauflegende Achim Heukemes.
Im Laufe des Films erfährst du, wie die Athleten mit der unglaublichen physischen und psychischen Belastung umgingen und wer es am Ende trotz aller Anstrengung ins Ziel schaffte. Der Transeuropalauf fand bisher von 2003 bis 2012 nur drei Mal statt. Es sind jedoch bereits weitere Veranstaltungen in der Zukunft geplant. Falls du also wissen willst, wie ein Mensch diese Belastung bewältigen kann, dann gibt dir I Want to Run die Antwort.
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Ich hoffe Ihr habt eine inspirierende Zeit mit diesen Filmen über das Laufen. Mich persönlich hat vor allem Free to Run extrem beeindruckt und auch für zusätzliche, magische Momente gesorgt, als ich das erste mal in New York durch den Central Park gelaufen bin und den New York Marathon gefinisht habe. Fehlen noch Filme, die Euch stark bewegt haben? Dann lasst bitte einen Kommentar da, mit Euren weiteren Empfehlungen!

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4 Kommentare

  • Antworten Marko 31. März 2020 um 16:48

    Danke für die Filmliste! Sehr gut ist auch “Unbreakable: Western States 100”, der seit kurzem auch frei auf YouTube zugänglich ist (eventuell nur vorübergehend): https://www.youtube.com/watch?v=zy1as6CTYXI

  • Antworten Andreas Wagner 6. April 2020 um 08:42

    Prima, danke für die Auflistung der Filme, ich habe bis dato nur sein letztes Rennen angeschaut der ist sehr zu empfehlen, vor allem ist er auch witzig.

    Weiter so
    Gruß Andreas

    • Antworten Daniel 6. April 2020 um 19:06

      Hey Andreas, das hört man doch gern! Den Film finde ich auch toll, aber am meisten hat mich Free to Run inspiriert. Alles Gute für Dich, Daniel

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