Wenn man einen beliebigen Sportfan fragt, einen idealen Spieler zusammenzustellen, dann wird das Ergebnis vermutlich eine Körpergröße von mehr als 1,80 m beinhalten. Schließlich wollen wir, dass unsere Sporthelden auch optisch eine gute Figur machen. Doch wie genau wirkt sich die Größe auf die Leistung aus? Sind große Leute bessere Athleten? Oder haben kleine Leute an der ein oder anderen Stelle einen Vorteil? Wer gerne Sportwetten auf Einzelleistungen, wie etwa Tenniswetten bei Betway abschließt, für den sind diese Überlegungen besonders relevant.
Körpergröße und Sport
Durch eine hohe Körpergröße können Athleten verschiedentlich eine unterschiedliche Wirkung erzielen. So bedeuten längere Gliedmaßen oftmals schlicht und ergreifend eine höhere Reichweite. Das macht sich bei Ballsportarten durchaus bemerkbar, kann aber auch bei physischen Kontaktsportarten eine Rolle spielen. Durch eine hohe Körpergröße ist es zum Beispiel auch so, dass man eine bessere Hebelwirkung erzielen kann. Das wird beim Gewichtheben relevant, ebenso wie beim Rudern oder anderen Sportarten mit langen Ziehwegen. An mancher Stelle kann eine hohe Körpergröße aber auch hinderlich sein. Schließlich benötigen große Spieler mehr Platz und sind oftmals nicht ganz so beweglich wie die kleineren Kollegen. Je nach Sportart kann sich das also stark unterscheiden.
Fußball
Im Fußball geht man oft davon aus, dass eine hohe Körpergröße einen Vorteil bedeutet. Denn schließlich können große Spieler höher springen und kommen so besser an den Ball. Es überrascht aber, dass viele der besten Spieler gar nicht mal so groß sind. Lionel Messi zum Beispiel, der allgemein hin als der beste Fußballer der Welt gilt, ist mit 1,70 Metern so ziemlich im unteren Durchschnitt. Das hat viel damit zu tun, dass beim Fußball Explosivität, Laufgeschwindigkeit und Wendigkeit eine Rolle spielen. Wenn die Gliedmaßen zu lang sind, dann kann das unter Umständen sogar ein wenig hinderlich sein, vor allem im Angriff.
Tennis
Wenn es um den Sport am Netz geht, dann ist Körpergröße auf jeden Fall ein Vorteil. Man erhöht damit nämlich die Reichweite um einen signifikanten Teil. Das zwingt den Gegner zu einem riskanteren Spiel, was ihn zu Fehlern verleiten kann. Besonders das Spiel nahe am Netz kann bei einer hohen Körpergröße sehr bedrohlich sein. Auch beim Aufschlag macht sich die Größe bezahlt. Denn durch den verlängerten Arm kann man den Ball in einem steileren Winkel spielen. Außerdem erhöht sich die Schlagkraft durch den verlängerten Hebelweg. Auf der anderen Seite sind große Spieler gezwungen, wesentlich präziser zu spielen.
Boxen und MMA
Bei den Kampfsportarten ist Größe Trumpf. Generell schneiden die langen Kämpfer besser ab als die kurzen. Denn Reichweite kann bei Schlägen und Tritten eine große Rolle spielen. Auf der anderen Seite haben die langen Kämpfer oftmals das Nachsehen, wenn es um den Ringkampf geht. Denn hier ist es einfacher, bei einem großen Gegner den Schwerpunkt zu unterlaufen, was eine hohe Kontrolle ermöglicht. Die allergrößten Kämpfer sind also nicht unbedingt immer die besten. Der bislang größte Kämpfer in der UFC, der Holländer Stefan Struwe, erreicht eine beeindruckende Größe von 2,13 Metern. Seine Karriere war zwar erfolgreich, konnte aber nicht über das Mittelmaß hinauskommen.
Handball
Für den Handball ist die Körpergröße ein unschätzbarer Vorteil. Mit langen Armen kann man dem Ball beim Wurf wesentlich mehr Wucht verleihen. Das macht es einfacher, den Ball ins Tor zu befördern, da die Gegenmannschaft oftmals nicht nachkommt. Im Zweikampf fällt es auch leichter, sich an der 7-Meter-Linie durchzusetzen. Auch macht es die Größe leichter, über das gegnerische Team hinwegzuspielen. Die Kürze des Feldes erlaubt mit langen Beinen auch ein schnelles Überqueren. Beim Handball kann man also auf jeden Fall sagen, dass lange Gliedmaßen ein Vorteil sind. Besonders im Sturm und im Tor ist eine hohe Körpergröße ein wirklicher Pluspunkt.
Tischtennis
Die kleine Version von Tennis funktioniert ein wenig anders als der große Bruder. Hier spielt die Körperkraft und die Hebelwirkung eine geringere Rolle. Stattdessen müssen sich die Spieler möglichst schnell bewegen können und von einer Seite des Tisches zur anderen kommen. Außerdem ist es mit kurzen Gliedmaßen oft einfacher, die Position des Schlägers zu verändern. Über die Jahre sind die Spieler allerdings auch gewachsen und heute haben die Topspieler Körpergrößen zwischen 1,75 und 1,80 Metern. Natürlich passt man sich generell an das Umfeld an, das gegenwärtig in der jeweiligen Sportart vorherrscht. Die eher kleineren Spieler sind aber keineswegs chancenlos und können mit Wendigkeit einen echten Vorteil erspielen.














1 Kommentar
Manchmal sind Sportreporter und Journalisten unfreiwillig komisch.
„Sascha Zverev hat alles gegeben, aber heute war Diego Schwarzman eine Nummer zu groß.“
(Schwarzman maß <1.70m. Mit Absatz und viel Sand unter den Sohlen.)