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Balance Board – Die 4 besten Übungen für Einsteiger im Wackelbrett Ratgeber

In einer Zeit, in der Sport- und Freizeiteinrichtungen geschlossen haben, wird das Training zu Hause immer beliebter. Die vielen verschiedenen Ideen und Heimtrainier überrennen sich momentan selber im Internet. Doch wir stellen dir das Balance Board vor und zeigen, warum es den anderen Fitnesstrends allen etwas voraus hat und auch dauerhaft gute Trainingsanreize gerade für Ausdauersportler bieten kann.

Wie funktioniert Balance Board und was ist eigentlich ein Wackelbrett?

Ein Balance Board ist ein Sportgerät, welches ursprünglich von Physiotherapeuten und Surfern zum Training des Gleichgewichtssinns verwendet wurde. Mit der Zeit haben auch andere Sportler das Potential der Bretter erkannt und weitere Übungen für den Muskelaufbau entwickelt. In Deutschland wird das Balance Board häufig auch als Wackelbrett bezeichnet.

Es gibt zwar viele verschiedene Varianten, doch das Grundprinzip des Balance Boards ist immer dasselbe. Es besteht aus einem Brett, welches auf einer Halbkugel oder auf einer Rolle balanciert. Diese Halbkugel oder Rolle kann entweder fest unter dem Brett montiert oder lose sein.
Ziel ist es, auf dem Brett zu stehen und es waagerecht zum Boden zu halten, ohne auf einer Seite zu kippen. Wer das meistert, kann Bewegungen und Fitnessübungen ausprobieren.

Was bringt ein Balance Board und was kann ich damit trainieren?

Wenn du surfst oder ähnlichen Wassersport betreibst, dies zur Zeit aber nicht ausüben kannst, ist ein Balance Board der optimale Ersatz für dein Training. Es simuliert zwar nicht exakt die Wellenbewegungen, doch es fordert Balance und erhöht die Stabilität ungemein. Schon alleine das Brett mit seinem Körpergewicht waagerecht zum Boden zu halten, stärkt den Gleichgewichtssinn und die Rumpfmuskulatur. Auf diese Weise kann es als perfekte Vorbereitung für das weitere Training im Wasser dienen.

Darüber hinaus setzen Physiotherapeuten gerne die einfachsten Modelle der Balance Boards für Rehabilitationstraining ein. Hast du einen Unfall erlitten oder bist aus anderen Gründen körperlich eingeschränkt, kann dir das Balance Board helfen. Durch das Training darauf, kannst du deine Kondition verbessern, einzelne Muskelpartien erneut aufbauen und ein besseres Körpergefühl erlangen.

Doch auch für andere Hobbysportler hat das Balance Board Einiges zu bieten. Die Kombination aus Fitnessübungen, während die Balance gehalten muss, gibt dem Training einen deutlich verbesserten Effekt. Um sowohl das Board, als auch deinen Körper aufrecht zu halten, musst du deinen ganzen Körper anspannen und auch die kleinsten Muskeln die zur Stabilisierung des Körpers benötigt werden, werden automatisch mit trainiert. Die Muskulatur in den Beinen wird abwechselnd kontrahiert, je nachdem zu welcher Seite sich das Board neigt. Die Bauchmuskulatur ist essentiell für einen geraden Stand und für das Gleichgewicht und auch die Wirbelsäule und der Rücken sollten aufrecht und angespannt sein, um einen festen Stand zu garantieren.

Somit ist schon der ganze Körper am arbeiten und verbrennt auf diese Weise zusätzliche Kalorien, während man die üblichen Fitnessübungen macht, da beim normalen Training hauptsächlich die großen Muskelgruppen trainiert werden – beim Balance Board aber auch die Stützmuskulatur. Das bedeutet, du kannst auf einem Balance Board deinen Körper auf den Sport vorbereiten, nach einer Verletzung wieder stärken und generellen Muskelaufbau betreiben.
Das Training mit dem Balance Board eignet sich also für alle Sportarten, bei denen der Körper über eine gute Stabilität verfügen muss. Gerade für Trailrunning oder Ultrarunning ist das Training mit dem Wackelbrett ideal, weil der Körper durch dieses Krafttraining für Läufer gezielt darauf vorbereitet wird, Unebenheiten und unwegsames Gelände zu meistern. So können Verletzungen durch Umknicken oder Stürze vermieden werden.

Die besten 4 Balance Board Übungen

Bevor du mit Fitnessübungen auf dem Balance Board startest, solltest du einen stabilen und sicheren Stand lernen. Dazu ist es hilfreich, wenn du dich zunächst an einem Gegenstand oder der Schulter eines Freundes abstützt. Sobald du ein Gefühl für das Brett entwickelt hast, kannst du ohne Hilfestellung dein Gleichgewicht halten. Fühlst du dich sicher genug, ist es Zeit, mit den folgenden Übungen zu starten.

1. Kniebeugen

Die klassische Kniebeuge ist eine gute Übung für Anfänger. Sie stärkt die Waden, die Oberschenkel und den Po. Auf diese Weise sorgt sie für Kraft im Unterkörper. Sie eignet sich hervorragend für Surfer, da sie beim Aufrichten auf dem Surfbrett einen ähnlichen Bewegungsablauf machen. Außerdem stehen Surfer die meiste Zeit mit gebeugten Knien, weswegen sie viel Kraft in den Oberschenkeln benötigen.

Für diese Übung stellst du dich breitbeinig auf das Brett und versuchst, dieses waagerecht zu halten. Daraufhin gehst du in die Knie, bis deine Unter- und Oberschenkel sich ungefähr im 90° Winkel befinden. Aus dieser Position richtest du dich wieder auf und wiederholst diese Übung einige Male. Die Durchführung auf dem Balance Board trainiert zusätzlich zu der normalen Kniebeuge die äußeren Unterschenkel und die Bauchmuskulatur.

2. Liegestütze

Um Liegestütze auf dem Balance Board auszuführen, stellst du das Brett seitlich vor dich. Nun kannst du die Hände rechts und links, circa schulterbreit auseinander, auf das Brett stellen. Die Rolle befindet sich nun zwischen deinen Händen. Die Beine streckst du nach hinten aus, so dass du nur noch mit den Zehen auf dem Boden stehst und nun lässt du deinen Oberkörper herab und drückst ihn wieder hoch.
Dabei ist darauf zu achten, stets die Bauchmuskeln anzuspannen und den Rücken gerade zu halten. Die Wirbelsäule soll nicht nach unten durchhängen und der Po sollte nicht in die Luft gestreckt werden.

Durch die Bewegung des Boards trainierst du einige andere Stellen der Brustmuskulatur, als mit üblichen Liegestützen. Anfänger können die Liegestütze zunächst auf den Knien üben und sich mit der Zeit steigern.

3. Ausfallschritte

Wer die Po- und Oberschenkelmuskulatur stärken möchte, sollte Ausfallschritte auf dem Balance Board ausprobieren.
Zu diesem Zweck stellst du dich ungefähr zwei Schrittlängen von dem Brett entfernt auf. Nun steigst du mit einem Bein nach vorne und stellst den Fuß auf das Balance Board. Dieses Knie sollte sich in einem 90° befinden. Das Knie des anderen Beins legst du nicht auf dem Boden ab, sondern hältst es weniger Zentimeter über dem Boden in der Luft. Daraufhin kannst du dich wieder aufrichten und die Übung nach einigen Wiederholungen auf der anderen Seite durchführen.

4. Vor und zurück surfen

Nicht nur für Surfer, sondern als generelle Sportübung macht das „Surfen“ Spaß, trainiert den gesamten Körper und fördert die Balance.
Du stellst dich breitbeinig auf das Balance Board und bringst es in eine waagerechte Position. Nachdem du einen sicheren Stand gewonnen hast, kannst du versuchen, das Brett über die Rolle hin- und herzuschieben, ohne dass es auf den Boden kippt. Das erfordert Übung und du solltest es an einem Ort machen, an dem du ein wenig Platz hast.

Balance Board kaufen – Verschiedene Wackelbrett Typen im Vergleich

Wenn du dich im Internet von der Vielzahl an verschiedenen Balance Boards überfordert fühlst, kann dir unsere kompakte Zusammenfassung der Modelle bei der Auswahl helfen.

1. Therapiekreisel für Anfänger

Das Einsteigermodell zeichnet sich durch einen günstigen Preis und gute Handbarkeit aus. Es besteht aus einem Brett, welches direkt auf einer Halbkugel montiert ist. Das macht es zu Beginn leichter, sein Gleichgewicht zu halten. Vor allem wenn du deine Kondition wiedergewinnen oder deinen Muskelapparat nach einer Verletzung wieder stärken möchtest, ist der Therapiekreisel zu empfehlen.

2. Balance Domes

Diese Variante ist wie eine Kuppel geformt. Die Unterseite ist fest und eben, während obenauf ein aufblasbares Kissen eine Halbkugel formt. Auf diese Weise verspricht es vor allem Abwechslung und Steigerungsmöglichkeit, da es von beiden Seiten genutzt werden kann. So kannst du auf der Halbkugel zum Beispiel auf einem Bein stehen und Gleichgewichtsübungen machen. Umgekehrt kannst du es mit der Kuppelseite nach unten auf den Boden legen, die Hände auf die Außenseite stellen und Liegestütze machen. Für alle, die etwas fortgeschrittener sind und gerne experimentieren, lohnt sich dieses Board.

3. Balance Board mit Rolle

Der Klassiker, der auch gerne im Surfcamp verwendet wird, besteht aus einem Brett, welches auf einer Rolle balanciert. Es wird eher Profis und Fortgeschrittenen empfohlen, da es einen besonders guten Gleichgewichtssinn und Körperbeherrschung voraussetzt. Doch wer dies einmal meistert, wird das Brett zu schätzen wissen. Es trainiert den gesamten Körper auf spaßige Weise und kann vor allem während der momentanen Situation vielen Surfern als Ausgleich dienen.

Balance Board kaufen – Worauf muss achten?

Haben dich die Balance Boards überzeugt, gibt es noch einige Faktoren, die du für den Kauf abwägen solltest. Dazu zählen der Schwierigkeitsgrad, das Material und die Oberfläche.

Den Schwierigkeitsgrad wählst du entsprechend deiner sportlichen Aktivität und deinem generellen Können. Bist du Surfer, fährst Skateboard, Ski oder Ähnliches, kannst du ohne Bedenken direkt zum Balance Board mit Rolle greifen. Doch wenn du gerade erst mit dem Training beginnst, empfehlen wir dir, einen Therapiekreisel oder Balance Dome zu kaufen. Auf diese Weise verringerst du die Verletzungsgefahr. Darüber hinaus sind diese beiden Variante sehr günstig zu bekommen. Das bedeutet, du kannst sie ohne Bedenken als erstes kaufen und nach den ersten Fortschritten ein Brett mit Rolle hinzukaufen.

Das Material entscheidet maßgeblich über die Langlebigkeit und Stabilität der Bretter. Meist findet man sie aus Kunststoff oder Holz, wobei Holz oft etwas teurer, jedoch auch stabiler ist. Hast du vor, das Brett häufig zu benutzen und gibt es in deinem Haushalt weitere Personen, die darauf trainieren wollen, ist ein Holzbrett eindeutig empfehlenswerter. Außderdem solltest Du darauf achten, daß Du wie hier beim Wahu Wackelbrett gleich Brett und Rolle im Set kaufst. Denn mit dem Brett kannst Du ohne die passende Rolle relativ wenig anfangen.

Bei der Oberfläche ist auf jeden Fall auf etwas Rutschfestes zu achten. Sei es eine angeraute Oberfläche, Noppen oder Rillen. Dies garantiert einen besseren Halt und verringert die Verletzungsgefahr. Darüber hinaus kann so eine Oberfläche beim Barfuß-Training die Fußunterseite massieren und gibt somit einen zusätzlichen gesundheitlichen Effekt.

Fazit zum Training mit dem Balance Board
Ob Surfer, Läufer oder Sport-Anfänger, ein Balance Board ist für alle Menschen und alle Zwecke geeignet. Es kann kleinen Kindern Spaß machen und Athleten beim Muskelaufbau und beim Balancetraining helfen. Balance Boards sind preisgünstig und passen in jede Ecke. Sie können drinnen und draußen verwendet werden und sind somit ein hervorragendes Trainingsgerät, um von zu Hause aus Sport zu machen.

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