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Die Auswirkungen der aktuellen Krise auf den Profifußball

Nichts beschäftigt uns derzeit mehr als die anhaltende Pandemie. Glücklicherweise ist die Situation in Deutschland überschaubarer, als es beispielsweise in Brasilien oder den USA der Fall ist. Nichtsdestotrotz befinden wir uns derzeit inmitten einer Krise und müssen infolgedessen mit den Auswirkungen leben. Diese Auswirkungen erfassen sämtliche Bereiche unserer Gesellschaft. Darunter auch den Sport beziehungsweise Profisport. Allen voran gilt es hier natürlich den Profifußball zu nennen. Schließlich ist Fußball in Deutschland und vielen anderen Ländern Europas die Sportart Nummer Eins. Fakt ist, dass sich der Fußball infolge der aktuellen Krise verändert hat. Es gibt sowohl kurzfristige als auch langfristige Folgen.

Deutliche Veränderungen am Transfermarkt

Die größten Auswirkungen sind am Transfermarkt zu beobachten. Dadurch, dass selbst der Profifußball lange Zeit nicht praktiziert wurde, sind die Umsätze der Vereine stark zurückgegangen. Sogar einige Clubs der Bundesliga sind dadurch in Existenznöte geraten. Da inzwischen Geisterspiele erlaubt sind, hat sich die Situation deutlich gebessert. Trotz dessen haben diese Umsatzrückgänge ihre Spuren hinterlassen. In einem Artikel von betway ist klar zu sehen, dass der Marktwert der Spieler zurückgegangen ist. Transfers in astronomischer Höhe wie es letzten Sommer beispielsweise bei Griezmann (120 Millionen) und Joao Felix (126 Millionen) der Fall war, sind diesen Sommer eher unwahrscheinlich. Gerade bei Clubs mit beschränkten finanziellen Mitteln sollten wir nicht mit der Verpflichtung von irgendwelchen Stars rechnen. Und selbst wenn, nur für einen Preis, der zuvor nicht möglich gewesen wäre. Sogar der Marktwert von Superstars wie Kylian Mbappé, Neymar und Mohamed Salah ist um etwa 20% gesunken.

Kritik kommt sowohl von Fans als auch Spielern

Durch die Auswirkungen der Krise hat sich auch die Haltung zum Profifußball verändert. Allerdings nicht nur bei den Fans, sondern auch bei den Spielern. Erst kürzlich hat beispielsweise Thomas Müller vom FC Bayern München geäußert, dass er mit der Transferpolitik des FC Bayern nicht zufrieden ist. Schließlich werden den Spielern aufgrund der Krise die Gehälter gekürzt, teure Transfers stehen aber nach wie vor in Diskussion. Zugegebenermaßen ist das ein Aspekt, der aufzeigt, dass die Kommerzialisierung im Fußball gewisse Ausmaße angenommen hat. Auch die Spieler sind sich dessen bewusst und die Lage ist in einigen Vereinen angespannt. Auf der anderen Seite zeigen sich viele Spieler kulant. Gerade bei finanziell schwächeren Clubs gibt es relativ wenige missmutige Äußerungen. Bei solchen ist allerdings auch nicht zu erwarten, dass es während des nächsten Transferfensters zu teuren Verpflichtungen kommen wird.

Die Fans sind vor allem aufgrund der Kommerzialisierung sauer. Viele sind der Ansicht, dass die Strippenzieher beim Fußball die Pandemie sowie die Fans nicht ernst genug nehmen. Es geht lediglich um Gewinne. Dies könnte sich in Zukunft jedoch ändern. Die Veränderungen am Transfermarkt könnten noch weit größere Folgen haben. Es ist durchaus denkbar, dass die Kommerzialisierung stärker diskutiert wird. Schließlich hat die Krise einige Schwächen des Systems aufgezeigt. Das ist ein Aspekt, den Vereinsbosse nicht ignorieren dürfen. Ob sich das zugunsten der Fans entwickelt, lässt sich bisweilen noch nicht sagen. Allerdings gibt es viel was dafür spricht, dass der Profifußball am Ende sogar von der Krise profitiert.

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