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So wird der erste Firmenlauf für alle ein Erfolg

Firmenläufe werden von Jahr zu Jahr beliebter. Sie sorgen für sportliche Bewegung, fördern den Teamgeist und bewirken, dass alle – vom Chef bis zum Azubi – für einen Moment auf dem gleichen Level stehen. Lesen Sie hier, wie man sich auf dieses Event vorbereitet, was vermieden werden sollte und mit welcher Motivation jeder als Sieger aus dem Firmenlauf hervorgeht.

Den ganzen Menschen kennenlernen und die Gemeinschaft stärken

Es ist wie in einer Ehe – gemeinsame Erlebnisse verbinden. Wer tagsüber miteinander arbeitet, lernt seine Kollegen von einer bestimmten Seite kennen. Weihnachtsfeiern, Jubiläen oder Wochenendseminare gewähren einen größeren Einblick in die Persönlichkeit des Menschen und festigen das berufliche Miteinander. Je mehr man den anderen außerhalb des Jobs erlebt, desto besser kann man ihn verstehen. Erst durch den privaten Kontakt wird das Bild des anderen Menschen klarer. Viele Reaktionen lassen sich anders einordnen und oft sind Veranstaltungen dieser Art dafür verantwortlich, dass Freundschaften entstehen.

Die Vorbereitungen für einen Firmenlauf sorgen dafür, dass sich das Zusammengehörigkeitsgefühl vertieft. Wenn beachtet wird, dass es nicht um Konkurrenz geht, wächst das Team fester zusammen. Jeder hilft jedem, die ausgewählte Strecke zu bewältigen. Es geht darum, gemeinsam das Ziel zu erreichen. Anders als im beruflichen Alltag muss sich hier die Gemeinschaft agieren.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Verbesserte Gesundheit durch Trainingseffekt
  • Förderung der Identifikation mit der Firma
  • Stressabbau
  • Öffentliche Präsentation der Firma
  • Zusammenkommen ohne Hierarchien
  • Freude an gemeinsamen Unternehmungen

Den Firmenlauf richtig vorbereiten

Der Termin für den Firmenlauf steht, doch was kommt jetzt? Den Tag abwarten und losrennen? Natürlich muss vom Chef keine Trainingsgruppe initiiert werden, trotzdem ist vorbereitendes Training notwendig. Wer wenig Sport in der Woche macht, muss sein Ausdauerlevel aufbauen. Wer regelmäßig für entsprechende Bewegung sorgt, braucht vielleicht zusätzliche Muskelmasse. Jeder steht mit seiner sportlichen Karriere an einem anderen Punkt und muss sich auf den Lauf individuell vorbereiten. Dabei können sich Mitarbeiter zu Teams zusammenschließen und gemeinsam Kraft- und Ausdauertrainings absolvieren.

In jedem Fall muss Kondition aufgebaut werden, um fünf bis acht Kilometer zu laufen. Diese Distanzen sind bei einem Marathon üblich und sollten nicht von Ungeübten gelaufen werden. Erfolgt eine Anmeldung zu einem Firmenlauf, sollte genügend Zeit vorhanden sein, um den Körper fit zu machen und vorzubereiten. Außerdem muss die Möglichkeit bestehen, dass jeder Teilnehmer seine eigene Distanz wählen kann.

Einen Trainingsplan erstellen

Ob im Fitnessstudio oder in den heimischen vier Wänden – jeder Mensch hat seine Vorlieben, wenn es um Sport und Training geht. Menschen, die gerne in Studios trainieren, können sich zusammenschließen und die Vorbereitungszeit gemeinsam nutzen. Wer sich mit einem Sportstudio nicht anfreunden kann, sucht sich Gleichgesinnte der Firma, um einen gemeinsamen Trainingsplan auszuarbeiten. Im Team macht Sport mehr Spaß und der „innere Schweinehund“ lässt sich leichter überwinden, wenn es Zeit für die Sporteinheit ist.

Vielleicht ist es möglich, in den Pausenzeiten am Arbeitsplatz zu trainieren und einen angrenzenden Park oder Wald zum Laufen zu nutzen. In Vorbereitung auf den Firmenlauf müssen keine sportlichen Wunder vollbracht werden. Jeder kann in seinem Tempo auf das Ziel zusteuern. Was zählt, sind Kondition und Ausdauer. Diese lassen sich in den Pausen auch mit Seilspringen, leichtem Krafttraining oder auf dem Laufband trainieren. Wer sich um das physische Wohl seiner Mitarbeiter kümmert, schafft in der Firma ohnehin einen Raum für sportliche Betätigung. Dieser lässt sich zeitlich gestaffelt nutzen, um sich auf den Marathon vorzubereiten.

Die Organisation – damit alles wie am Schnürchen klappt

Steht das Vorbereitungsprogramm, muss auch der komplette Tag organisiert werden. Findet der Firmenlauf vor Ort statt oder liegt die Laufstrecke außerhalb der Stadt? Wird individuell angereist oder ein Bus für alle Teilnehmer organisiert? Treffen sich die Mitarbeiter nach dem Lauf? Gibt es anschließend ein gemeinsames Essen? Wird eine Rückfahrt organisiert oder lässt sich jeder individuell abholen? Diese Dinge müssen im Vorfeld abgesprochen und jedem mitgeteilt werden, damit der Tag geplant werden kann.

Busse und Helfer müssen rechtzeitig organisiert und gebucht werden. Damit sich das Team gut versorgt fühlt, sollten an der Laufstrecke Helfer aufgestellt werden, die für Wasser und Proteinriegel sorgen. Jeder Mitarbeiter wird solche Gesten zu schätzen wissen und sich dadurch als Teil des Ganzen fühlen. Auf diese Weise können auch Mitarbeiter zum Einsatz kommen, die alters- oder krankheitsbedingt nicht am Firmenlauf teilnehmen können. Werden sie mit einer Aufgabe am Straßenrand betraut, fühlen auch sie sich als wertvoller Teil des Teams.

Das richtige Outfit für das Gemeinschaftsgefühl

Einheitliche Trikots stärken das Gemeinschaftsgefühl. Jeder Teilnehmer kann auf diese Weise schon aus der Entfernung erkennen, dass er beim Lauf einen Teamkollegen in seiner Nähe hat oder die Helfer des Teams am Straßenrand stehen. Im großen Feld aller Läufer hat Kleidung einen psychologischen Effekt. Jeder, der das gleiche Shirt trägt, gehört zur Familie. Deshalb muss das Outfit, dessen Kosten vom Arbeitgeber übernommen werden sollten, auch entsprechend gestaltet sein.

Gleichzeitig steht jeder Firma mit den Trikots eine Werbefläche zur Verfügung. Ob diese firmenorientiert genutzt wird oder ob eine inhaltliche Botschaft ihren Platz bekommt, das ist von den Vorlieben abhängig. Wichtig ist nur, dass sich jeder mit dem Aufdruck identifizieren kann. Deshalb sollte im Vorfeld eine Umfrage mit Entwürfen gestartet werden. Jeder darf darüber abstimmen, mit welcher Botschaft er beim Firmenlauf auftreten möchte. Dementsprechend können die Shirts mitgestaltet werden. Sollte die Entscheidung zugunsten mehrerer Aufdrucke fallen, zeugt es von Respekt gegenüber den Mitarbeitern, wenn verschiedene Wunschmotive auf die Shirts gedruckt werden. In diesem Fall kann man sich auf gleiche Farben und Logos einigen, das Motiv oder der Schriftzug können verschieden sein. Wichtig ist, dass ein gleicher Stil zum Tragen kommt.

Diese Fehler sollten vermieden werden

1.    Kurzfristige Ankündigung

Das Mitarbeiterteam wenige Wochen vor einem Firmenlauf auf die Teilnehmerliste zu setzen, ist unrealistisch und für das Betriebsklima schädigend. Solches Handeln verursacht zuerst Widerstand bei den Kollegen, weil viele Mitarbeiter einen kurzfristigen Starttermin aus persönlichen Gründen nicht realisieren können. Geht es um Kinder, Familie, Nebenjobs oder langfristig geplante Urlaubstage, sind kurzfristige Termine oft nicht zu koordinieren. Deshalb ist es ratsam, den Firmenlauf im Voraus zu planen und sich einen Überblick über mögliche Termine zu verschaffen.

Vier oder acht Wochen Training reichen nicht aus, um mehrere Kilometer Laufstrecke bewältigen zu können. Obwohl es nicht um den Sieg geht, sollte ein halbes Jahr Vorbereitungszeit in jedem Fall gegeben sein. Jeder Kollege muss seinen Gesundheitszustand selbst einschätzen und festlegen, welche Lauflänge er sich zutraut. Diese muss ausprobiert werden, um abschätzen zu können, was möglich ist und was noch trainiert werden muss. Zur Steigerung der Kondition braucht der Mensch Zeit. Außerdem müssen die verschiedenen Alter der Kollegen berücksichtigt werden. Die Vorbereitungsmöglichkeiten sollten ausreichend und individuell sein.

2.    Falscher Ehrgeiz

Erfolgt eine Terminangabe zu kurzfristig, sollte keine Anmeldung abgegeben werden. Hier darf sich niemand von falschem Ehrgeiz blenden lassen. Im kommenden Jahr gibt es wieder einen Marathon und mit einer langen Vorbereitungsphase ergeben sich bessere Resultate. Die Vorbereitungen für einen Firmenlauf beginnen im Kopf des Menschen. Je weniger Zeit zur Verfügung steht, desto mehr Stress wird erzeugt. Wer nicht genügend Zeit bekommt, im Vorfeld alle notwendigen Dinge zu regeln, bringt einem Projekt bewusst oder unbewusst Widerstand entgegen.

In diesem Punkt geht es um die Frage, welchen Blick die Chefetage auf ihre Mitarbeiter hat. Werden diese als Potenzial gesehen, das die eigenen Vorstellungen umsetzt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Kündigungen kommen. Ist man sich als Chef hingegen bewusst, dass Mitarbeiter als betriebliche Familie gesehen und behandelt werden müssen, wird ein Team von Mitarbeitern auch rücksichtsvoll behandelt. Dazu gehört auch ausreichend zeitlicher Vorlauf, wenn es um einen Firmenlauf geht.

Erfolgt dieser in jedem Jahr, ist der zeitliche Rahmen vorgegeben und jeder Mitarbeiter ist auf dieses Projekt eingestellt. Diese Regelmäßigkeit schenkt Sicherheit, sodass sich niemand überrollt fühlt. Werden neue Mitarbeiter eingestellt, sollten diese die Wahl haben, ob sie im selben Jahr am Firmenlauf teilnehmen oder beim ersten Lauf als betreuende Person auftreten wollen. Nicht jeder Neueinsteiger ist von der Idee eines Marathons begeistert und braucht Zeit, sich auf den Gedanken einzustellen.

Der Individualität Raum geben

Laufen gilt zwar als Volkssport, doch nicht jeder kann sich dafür erwärmen. Faktoren wie das Alter, Grunderkrankungen oder das Körpergewicht können die sportliche Leistungsfähigkeit senken. Für diese Menschen sind Ankündigungen eines Sportfestes oder eines Firmenlaufes ein rotes Tuch. Mit etwas Verhandlungsgeschick und Überzeugungsarbeit kann jeder Unternehmenschef an dieser Stelle ansetzen und das betriebliche Klima verbessern. Ein Fitnessraum, in dem täglich sportliche Einheiten absolviert werden können, trainiert die Kondition auf einfache Weise. Besonders im Büroalltag sollte die Möglichkeit geschaffen werden, den Körper während der Arbeitszeiten kurzzeitig zu bewegen, um Muskel- und Gelenkerkrankungen vorzubeugen.

Wird der sportliche Aspekt in den Betriebsalltag integriert, stellt sich zunehmend mehr Bereitschaft ein, an einem Firmenlauf teilzunehmen. Wer gesundheitlich dazu nicht in der Lage ist, sollte die Teilnehmer am Ziel in Empfang nehmen und sich um diese kümmern. Auch das festigt das Gefühl, ein Team zu sein und in diesem einen konkreten Platz zu haben.

Sich in der Gruppe geborgen fühlen

Menschen arbeiten am besten zusammen, wenn sie einander vertrauen. Dazu muss jeder die eigenen Grenzen, Stärken und Schwächen kennen. Die Vorbereitung auf einen Firmenlauf ist eine Zeit, in der sich Menschen nahekommen können. Hierarchische Strukturen fallen weg und auch ein Chef, der sonst distanziert und im Anzug auftritt, wird plötzlich als Mensch erlebt. Betriebliche Strukturen verlangen Ebenen und unterschiedliche Positionen. Schaffen es Menschen, diese auszufüllen, ohne sich mit diesen zu identifizieren, wachsen Vertrauen und Zusammenhalt.

Die Vorbereitung auf einen Firmenlauf schafft die Bedingungen, die notwendig sind, um menschlich zusammenzurücken. Jeder Mitarbeiter zeigt Fähigkeiten und Charakterzüge, die in der Routine des beruflichen Alltags verborgen bleiben. All das hilft dem Verständnis, Menschen aus einem anderen Blickwinkel zu erleben.

Neben dem gesundheitlichen Aspekt und einem geschlossenen Auftreten für die Firma sorgen sportliche Gruppenaktivitäten für den zwischenmenschlichen Zusammenhalt. Je besser sich alle Mitarbeiter verstehen, desto loyaler verhalten sie sich dem Unternehmen gegenüber. Jeder Mensch möchte anerkannt und respektiert werden. Je intensiver dieses Sicherheitsgefühl zufriedengestellt wird, desto mehr werden sich alle Mitarbeiter engagieren. Gemeinsame Aktivitäten wie ein Firmenlauf stellen dann den Höhepunkt dieses Zusammenwachsens dar und sind Ausdruck für den Reife- und Entwicklungsprozess in einem Unternehmen.

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