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USWE Pace 2 Trailrunningrucksack im Test. Tanzt der “No Dancing Monkey” Rucksack wirklich nicht?

Gerade bei den Trailrunning-Rucksäcken und Trinkrucksäcken gibt es einige Klassiker, die man eigentlich bei fast jedem Trailrunning-Event sieht. Dabei gibt es einige richtig spannende Alternativen zu den Klassikern von Salomon, Dynafit und Nathan. Und genau diese schwedische Alternative habe ich mir mit dem USWE Pace 2 für meinen Trailrunning-Bergtrip besorgt und ausprobiert.

USWE Pace 2 im Test. Erfahrungen vom Trailrunning.

Was beim USWE als erstes auffällt, ist die Farbe weiss. Und dadurch sticht der kleine 2 Liter Rucksack auch gleich aus der Masse hervor. Das wirklich Spannende ist aber der kleine Aufnäher am Schultergurt: “No Dancing Monkey”. Denn das ist der Slogan der schwedischen Marke, die mit einer speziellen Gurttechnik dafür sorgen wollen, daß Sportrucksäcke eben nicht wie ein kleiner Affe auf dem Rücken herumtanzen. Gerade beim Trailrunning nervt das nicht nur, sondern führt relativ schnell zu gemeinen Reibestellen, die besonders bei Mehrtagesrennen fies werden können.

Was mir beim USWE Pace 2 richtig gut gefällt, ist das feste, etwa 2mm hohe Netzgewebe, aus dem das komplette Grundgerüst der Weste besteht. Dabei sind zwei Lagen dieses wabenartigen Materials mit einer etwa 1mm hohen Luftschicht quasi übereinander gestapelt und ergeben ein festes, ultraleichtes und wahnsinning atmungsakives Konstrukt, daß zudem perfekt für das Feuchtigkeitsmanagement ist.

Für die Transportkapazität sind dann vorn zwei Fächer auf den Trägergurten angebracht und hinten ein größeres Reißverschlussfach am unteren Rücken. Dafür wurde auch ein sehr leichtes Meshgewebe verwendet, sodass der Rucksack extrem leicht ist. Die Taschen auf der Vorderseite fassen zwei 500ml Softflasks von Hydrapak, die mit zwei etwa 10cm langen Trinkschläuchen kommen und beim Laufen gut erreichbar sind. Vor diesen Trinktaschen liegen dann die 2 aufgesetzten Taschen, in die beispielsweise Riegel, Gels oder das Telefon verstaut werden können – die aber ohne Reißverschluss auskommen, dafür aber relativ groß sind und viel Platz bieten.
Wie viel Volumen man tatsächlich nutzen kann, hängt aber auch ein wenig davon ab, wie voll die darunterliegenden Softflasks sind. Grundsätzlich funktioniert dieses System aber sehr gut, nur daß das Telefon manchmal ein wenig wandert und dann tiefer in der Tasche steckt. Der Eingriff ist aber leicht zu öffen, sodass man trotzdem immer schnell an die Sachen kommt. Trotzdem gefallen mir separate Telefontaschen auf Maß, immer noch etwas besser. Diese Sorgen aber für etwas mehr Gewicht.

Geschlossen wird der Rucksack dann mit einem großen, runden Clip-Verschluss, der absolut praktisch und überraschend beqem ist. Man bekommt den USWE Pace 2 dadurch in Sekundenbruchteilen vom Rücken und auch wieder fest auf den Rücken, da auch das Grundgewebe mehr Stabilität hat, als andere Rucksäcke.

Ein echt schönes System sind die beiden Mesheinsätze mit darüberliegendem Gummizugystem an den Seiten des Rucksacks. Denn damit kann man die Weite und damit auch die Passform des Rucksacks in Echtzeit anpassen. Bei mir starte ich mit vollem Equipment und vollen Softflasks beispielsweise in der weitesten Einstellung, damit der Rucksack bequem und ruckelfest sitzt und kann dann auf beiden Seiten immer wieder während des Laufens ein bisschen fester ziehen, sobald der Rucksack leerer wird und damit lockerer sitzt.

Zum Rückenfach lässt sich nicht viel sagen, außer das es einen seitlichen Eingriff mit Reißverschluss hat und das komplette Mesh der Taschen nicht wasserfest ist – wie bei den meisten Rucksäcken. Aber erfahrene Trailrunner haben sowieso meist ihre Wechselsachen in kleinen Frühstücksbeuteln, damit sie gegen Regen und Schweiss gesichert sind.

Auch eine kleine Pfeife ist schon am Rucksack montiert, um die Ausrüstungsanforderungen bei Rennen zu erfüllen. Über zwei Gummizüge lassen sich diagonal über die Vorderseite auch Trailrunningstöcke befestigen, aber das habe ich auf meinen Trainingsläufen noch nicht ausprobiert.

Testergebnis und Fazit zum USWE Pace 2 Trailrunningrucksack.

Der USWE Pace 2 ist unheimlich leicht und atmungsaktiv und hat eine höhere Stabilität als andere Rucksäcke, die im wahrsten Sinne des Wortes irgendwann wie ein nasser Sack vom Körper hängen. Die Softflasks mit den langen Trinkaufsätzen sitzen in einer angenehmen Position und die Fächer bieten genügend Stauraum für ein kürzeres Rennen mit Mindestausrüstung und sollten Verpflegung, Notfallausrüstung und Wechselsachen fassen, wenn man sich ein wenig zusammenreisst. Theoretisch passen sogar noch die Trailrunning-Stöcke mit an den Rucksack.
Die Passform gefällt mit sehr gut, wobei sie sich sehr leicht nachjustieren lässt und am besten ist, wenn die Softflasks nicht randvoll gefüllt sind. Insgesamt macht der USWE Pace 2 nach meinem Test und nach meinen Erfahrungen also einen sehr guten Eindruck und ist optimal für kürzere Rennen und Trainingsläufe geeignet. Ich benutze ihn daher jetzt auch häufig in der Stadt bei meinen langen Läufen im Marathontraining, da er durch die Wabenstruktur einfach auch ohne zusätzliches Gepäck sehr angenehm als reiner Trinkrucksack funktioniert.

USWE Pace 2 kaufen
Den USWE Pace bekommt man zur offiziellen Preisempfehlung von 139,95€ direkt bei USWE im Online-Shop oder bei verschiedenen Bergsporthändlern und online. Da der Rucksack gerade erst neu auf den Markt gekommen ist, dürften die Preise erst einmal stabil bleiben. Wer ein wenig Geduld hat, findet aber bestimmt bald den ein oder anderen Sonderpreis dafür. Die aktuellen Preise zeigt der Preisvergleich:

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