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Was macht eigentlich Beat Feuz? Der Olympiasieger als TV-Experte und Markenbotschafter

Beat Feuz

Im Februar 2026 begleitete Beat Feuz die Olympischen Winterspiele von Milano Cortina als Experte des Schweizer Fernsehens SRF. Vier Jahre zuvor hatte er in Peking selbst Olympiagold in der Abfahrt gewonnen. Diesmal ging der Titel in Bormio an seinen Landsmann Franjo von Allmen. Seit seinem Rücktritt im Januar 2023 ist Feuz dem Skisport in zwei Rollen verbunden geblieben: als Stimme im Fernsehen und als Botschafter mehrerer Marken.

Vom Starthaus ans Mikrofon

Seit der Saison 2023/24 arbeitet Feuz für SRF als Ski-Experte und Co-Kommentator. Er ordnet Rennen ein und erklärt, wo Zeit gewonnen oder verloren wurde.

Dazu kommen Kamerafahrten. An der Weltmeisterschaft 2025 in Saalbach fuhr er vor der Abfahrt mit der Kamera über die Piste und zeigte die Schlüsselstellen. Im Januar 2026 lief seine Kamerafahrt über die Lauberhornabfahrt in Wengen wenige Minuten vor dem Rennen live im Fernsehen. So sehen Zuschauer eine Strecke aus der Sicht von jemandem, der sie aus seiner aktiven Zeit kennt.

Titel, Siege und lange Pausen

Feuz stammt aus Schangnau im Emmental. Seine grössten Erfolge feierte er in der Abfahrt. 2017 wurde er in St. Moritz Weltmeister. In den Saisons 2017/18 bis 2020/21 gewann er viermal in Folge den Abfahrtsweltcup. 2018 holte er in Pyeongchang Olympiasilber im Super-G und Bronze in der Abfahrt, 2022 folgte in Peking das Gold. Insgesamt gewann er 16 Weltcuprennen.

Dazwischen lagen lange Pausen. Nach einem Kreuzbandriss und einer Meniskusverletzung verpasste er die Saisons 2007/08 und 2008/09 komplett. 2012/13 fiel er wegen einer Knieverletzung erneut einen ganzen Winter aus. Er kam jedes Mal zurück. Sein Motto beschreibt er auf seiner Website mit «Leben am Limit»: «Grenzen ausreizen und Risiko waren jahrelang meine Leidenschaft im Skisport.»

Den Entschluss zum Rücktritt fasste er Ende 2022. «Im Dezember 2022 sagte mir mein Gefühl: die körperlichen Grenzen sind erreicht», schreibt er. Er fuhr noch einmal die Klassiker in Wengen und Kitzbühel. Am 21. Januar 2023 bestritt er auf der Streif sein letztes Weltcuprennen, nach 16 Jahren im Weltcup.

Welche Marken Beat Feuz heute begleitet

Auf seiner Website schreibt Feuz, dass eine so lange Karriere ohne Familie, Sponsoren und Verband kaum denkbar gewesen wäre. Heute ist er als Botschafter für mehrere Marken tätig.

Die Übersicht über Beat Feuz als Markenbotschafter nennt fünf Partner: den Schweizer Sportfachhändler OCHSNER SPORT, den Skihersteller HEAD, die Bankengruppe Raiffeisen, den Mobilfunkanbieter spusu und Hansesun, einen Anbieter von Solaranlagen und Stromspeichern.

Bei HEAD und OCHSNER SPORT liegt der Bezug zum Skisport nahe. Die übrigen drei Partner kommen aus Finanzen, Mobilfunk und Energie. Die Bandbreite zeigt, dass ein Olympiasieger auch nach dem Rücktritt für Unternehmen ausserhalb des Sports interessant bleibt.

Mehr als drei Jahre nach seinem letzten Rennen ist Beat Feuz damit weiter Teil des Skisports: im Winter als Experte am Mikrofon, das ganze Jahr als Gesicht mehrerer Marken.

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