Strava Strava
Laufschuhe

ASICS Metaspeed Edge Test: Zu neuen Bestzeiten mit dem Laufschuh für hohe Schrittfrequenzen

Mit der Metaspeed-Serie hat sich ASICS noch intensiver mit dem Laufstil von schnellen Läufern beschäftigt und aus den wissenschaftlichen Analysen zwei neue Laufschuhe entwickelt. Die Haupterkenntnis der Studien des ASICS Institute of Sport Science war, daß die meisten Laufschuhe für schnelle Läufer für die sogenannten Strider optimiert sind, also für Läufer, die mit einer großen Schrittlänge und einer etwas geringeren Schrittfrequenz laufen.

Laufschuhe für Strider sind aber für den anderen Läufertyp, die Cadence-Läufer, nicht optimal. Denn Cadence-Läufer erreichen das Tempo eher über eine hohe Schrittfrequenz bei einer kürzeren Schrittlänge. Durch die Schrittlänge verändern sich die Winkel beim Landen und Abstossen in den nächsten Schritt natürlich entscheidend und somit sind auch die Anforderungen an den Laufschuh für beide Läufertypen deutlich anders.

Zudem sind auch die Methoden, um noch schneller zu werden, für beide Laufstile unterschiedlich. Während der Strider eher versuchen wird, die Schrittfrequenz zu erhöhen, entsteht der Geschwindigkeitsgewinn beim Cadence-Läufer über eine Vergrößerung der Schrittlänge.
Als Ergebnis hat ASICS den Metaspeed Sky für Strider vorgestellt und mit dem Metaspeed Edge auch einen superschnellen Laufschuh für Cadence-Läufer, zu denen auch ich gehöre. In meinen Trainingsläufen habe ich eine Schrittfrequenz von bis zu 180 Schritten pro Minute und in schnelleren Rennen sogar bis an die 190S/min. Ich war also extrem gespannt, wie sich der neue ASICS Metaspeed Edge läuft und wie er sich auf die Laufzeiten auswirkt.

ASICS Metaspeed Edge im Test. Erfahrungen aus dem Marathontraining

Was gleich als erstes beim ASICS Metaspeed Edge auffällt, ist das Gewicht. Mit gerade einmal 187 Gramm ist der ASICS Metaspeed Edge ein absolutes Fliegengewicht unter den schnellen Carbon-Laufschuhen. Erreicht wird dieses Gewicht unter anderem durch ein superleichtes und superdünnes Obermaterial, daß mit seiner streifenartigen Webstruktur trotzdem eine gute Festigkeit und guten Halt für den Fuß bietet, aber eben trotzdem extrem dünn und atmungsaktiv ist. Auch die Fersenkappe ist quasi nicht vorhanden, sondern lediglich das verstärkte Obermaterial und eine innenliegende Polsterung sorgen hier für den Halt an der Ferse. Auch die Zunge und die Dämpfung am Knöchel sind auf das Wesentliche reduziert. Trotzdem ist der Schuh nicht unbequem und fühlt sich in der Passform sehr gut an, gerade weil er im Vorderfußbereich etwas breiter ist als andere Rennschuhe. Er fällt aber in der Länge relativ klein aus, weshalb man auch eine halbe Größe mehr wählen könnte, als bei anderen Modellen. Für mich passt er gerade mit der Marathonschnürung optimal und sitzt wie eine zweite Haut am Fuß und fühlt sich auch durch das geringe Gewicht richtig toll an.

Das wirklich Spannende beim ASICS Metaspeed Edge ist aber die Sohlenkonstruktion. Denn hier trifft der FF Blast Turbo Dämpfungsschaum auf eine durchgängige Carbon-Platte, die unter dem gesamten Fuß platziert ist. Abgerundet wird dieses Setup dann von der ASICSGRIP Außensohle aus Gummi, die für einen exzellenten Grip auf Asphalt sorgt. Mit der Rocker-Konstruktion, bei der Laufschuh besonders im Vorderfußbereich schon vorgebogen ist, soll zusätzlich das Abrollverhalten optimiert werden.

Gerade im Vergleich zu den anderen Carbon-Laufschuhen und auch zum ASICS Metaspeed Sky fällt auf, daß der ASICS Metaspeed Edge viel weniger gedämpft ist und dadurch eine bessere Stabilität und ein besseres Bodengefühl ermöglicht. Mit etwa 33mm an der Ferse und 25mm Materialstärke im Zehenbereich und seinen 8mm Sprengung, ist er deutlich flacher als die meisten anderen Carbon-Laufschuhe. Der ASICS Metaspeed Edge fühlt sich dadurch viel mehr, wie ein klassischer Laufschuh an und greift im übrigen auch deutlich weniger agressiv in den Laufstil ein, als andere Carbon-Schuhe. Gleichzeitig ist aber auch der Vorwärtsdruck, der über die Carbon-Platte kommt, geringer als bei anderen Schuhen.

Durch die insgesamt flachere und stabilere Konstruktion fühlt sich der ASICS Metaspeed Edge viel straffer und direkter an und lässt sich sehr gut kontrollieren. Bei anderen Schuhen fühlt sich die starke Dämpfung teilweise etwas schwammig an oder die Carbon-Platte greift sehr stark in den Laufstil ein. Beim ASICS Metaspeed Edge liegt hier die Kontrolle eindeutig mehr beim Läufer.

Was mir beim ASICS Metaspeed Edge vor allem auffällt ist, wie gut man in den Flow und seinen Laufrhytmus kommt. Gerade bei schnellerem Tempo und einer Pace von 5min/km und schneller merkt man, wie gut der Schuh auf die schnellen, kurzen Schritte angepasst ist. Dein Einfluss auf meine Schrittlänge konnte ich noch nicht direkt messen, aber in Studien wurde belegt, daß sich die Schrittanzahl beim Marathon um etwa 2,6% senken lässt. Für mich spüre ich eher eine Temposteigerung durch das optimale Abrollverhalten, kurze Bodenkontaktzeiten und den sehr effizienten Laufrhytmus und ich bin schon gespannt, den ASICS Metaspeed Edge mal auf der Halbmarathondistanz mit maximalem Tempo zu testen.

Ob der ASICS Metaspeed Edge auch über die volle Marathondistanz mithalten kann, wird sich zeigen. Viele Läufer bevorzugen ja auf der vollen Distanz dann doch wieder stärker gedämpfte Modelle oder einen Carbon-Laufschuh mit einer agressiveren Carbon-Platte. Aber ich werde meinen Testbericht hierzu noch einmal aktualisieren, wenn ich noch mehr verschiedene Wettkämpfe im ASICS Metaspeed Edge gelaufen bin.

Fazit und Testurteil zu den Erfahrungen mit dem ASICS Metaspeed Edge im Test

Beim ASICS Metaspeed Edge gilt mehr denn je, daß der Laufschuh zum Läufer passen muss. Gerade Läufer, die eher mit kurzer Schrittlänge und schneller Schrittfrequenz unterwegs sind und schnelle, eher direkte Laufschuh bevorzugen, werden vom ASICS Metaspeed Edge begeistert sein. Der Schuh erlaubt einen unglaublich effizienten und runden Laufstil und macht durch sein geringes Gewicht, das sanfte Eingreifen der Carbon-Platte und den guten Grip und die Rocker-Konstruktion richtig Lust auf Geschwindigkeit. Gerade für Asphaltrennen im Bereich von 10km bis zum Halbmarathon sollte der ASICS Metaspeed Edge ein absoluter Bestzeitkandidat sein.
Wer aber den großen bombastischen Auftritt mit viel Krawall sucht, sollte sich eher am ASICS Metaspeed Sky oder den anderen stark gedämpften Schuhen mit noch stärkerer Carbon-Platte versuchen. Für mich und meinen Laufstil ist der sanftere, subtilere Support den mir der ASICS Metaspeed Edge bietet hingegen optimal, da ich den Schuh kontrollieren möchte und nicht, daß mir ein Schuh einen Laufstil aufzwängt, wie es bei anderen Carbon-Modellen vorkommen kann.
Vor der Entscheidung, ob ASICS Metaspeed Edge oder ASICS Metaspeed Sky sollte man also mal in eine Trainingdaten schauen oder eine Videoanalyse des Laufstils machen. Denn das Anprobieren im Laden kann trügerisch sein, da das wirkliche Potential der Schuhe nur mit dem passenden Laufstil nutzbar gemacht werden kann.

ASICS Metaspeed Edge kaufen
Den ASICS Metaspeed Edge gibt es als Modell für Damen und Herren und bisher nur in einer Farbgebung. Da das Design sehr ählich ist, kann man ihn leicht mit dem ASICS Metaspeed Sky verwechseln. Dieser hat aber eine deutlich dickere Sohle als der ASICS Metaspeed Edge. Beide Laufschuhe sind für jeweils 250€ direkt bei ASICS zu finden oder bei den gängigen Laufshops. Einen aktuellen Überblick über die Marktpreise bietet der Preisvergleich weiter unten.

* Werbung | PR-Sample

Das könnte dir auch gefallen

Keine Kommentare

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Bekannt aus: