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Browserverlauf: Was ich im Januar 22 noch so gelesen habe

Bevor es hier gleich abdriftet, sage ich schon mal sorry. Denn irgendwie ist meine Leseliste an Themen, die mich im Januar abseits vom Laufen interessiert haben, ganz schön deprimierend geworden. Aber keine Sorge – mir geht es gut.

Und deshalb starten wir am besten mit dem kleinen Lichtblick, bevor es dann in meine Inferno-Themensammlung an empfehlenswerten Beiträgen in anderen Blogs geht. Denn bei Patrick habe ich diesen Beitrag über Blogs und das Bloggen gefunden und ich freue mich immer über alle, die eisern am Bloggen festhalten, während die Welt sich subjektiv empfunden nur noch um TikTok-Tänze und Instagram-Gedöns dreht.

Was mich im Januar besonders interessiert hat, war das ganze Drama in der Sportszene, wo sich anscheinend alle gegenseitig verklagen. Hat auch irgendwas von Pandemie, so wie das um sich greift.

Jedenfalls verklagt Nike Lululemon oder besser gesagt Mirror, daß Fitnessspiegel-Startup, welches Lululemon vor ein paar Jahren übernommen hat. Da ging bestimmt auch VAHA, dem deutschen Startup mit identischem Konzept, ein kalter Schauer über den Rücken. Aber keine Sorge, denn wer einsteckt, kann auch austeilen. Und so verklagt Lululemon wiederum Peloton, weil deren Peloton Apparel Kollektion, anscheinend zu ähnlich zu den Lululemon Kollektionen ist, die früher mit Peloton-Aufdruck versehen, im Peloton Shop verkauft wurden. Rosenkrieg nennt man sowas wohl in der Ehe.
Nike hingegen findet nicht nur Lululemon blöd, sondern auch Primeknit von adidas, daß wohl zu ähnlich zu Flyknit von Nike sei. Vielleicht ist mir das jetzt nur mal so massiv aufgefallen und lief sonst unter dem Radar ab, aber die Rechtsabteilungen haben wohl gerade die Ärmel nach oben gekrämpelt.

Aber auch bei Journalisten muss man sich manchmal nach der Verantwortung fragen, die man doch auch trägt. Zunehmend kann man beobachten, daß nicht nur Personen erst hochgejubelt und dran brachial niedergeschrieben werden, um dem Klickreiz und der Sensationsgier neues Futter zu liefern, sondern Selbiges auch bei Unternehmen häufiger stattfindet.

So geschehen bei Peloton, die ganz klar einer der Pandemie-Gewinner waren und ein unglaubliches Hyperwachstum durch die geschlossenen Fitnessstudios erlebt haben. Es kam sogar zu wochenlangen, teils monatelangen Wartephasen bis die bestellten Bikes und Laufbänder ausgeliefert werden konnten. Scheinbar sind nun nicht nur Investoren überrascht, daß dieser Corona-Turbo nicht ewig anhält und man zu einer normalen, soliden Wachstumsrate zurückkehrt – sondern auch Peloton selbt. Wohin also mit all den eilig, zusätzlich aufgebauten Produktionskapazitäten, den zusätzlichen Mitarbeitern und Shops, die man brauchte um die Welle des Hypes zu reiten? Ja, es erfordert eine Korrektur und eine Anpassung an die neuen Marktgegebenheiten. Wenn Medien nun aber den baldigen Untergang herbeischreiben, bei einem Unternehmen, daß im letzten Jahr vier Mrd. Dollar Umsatz gemacht hat, ist schon deutlich geschäftsschädigend und sachlich auch nicht begründbar. Wie John Foley, der Peloton CEO, in einem Brief schreibt, hatte man gerade einen neuen Rekord mit fast 3 Millonen absolvierten Workouts an einem Tag erreicht – die Community ist also aktiv wie nie zuvor und wächst weiter – nur eben ohne den Corona-Turbo. Aber das klickt sich natürlich nicht so gut, wie „Peloton ist am Ende, bald ist alles aus und ihr habt nur noch wertlosen Metallschrott Zuhause stehen“.

Da der Unternehmenswert nun börslich entsprechend gefallen ist, wird ja auch gerade spekuliert, ob Peloton nicht ein spannender Übernahmekandidat für Apple sein könnte. Und nach Apple Fitness+ und der Nike Apple Watch könnte das sogar ein ganz verlockender Gedanke sein. Zudem würde Apple das aus der Portokasse bezahlen können.

Doch kommen wir mal zurück zu meinen anderen Themen. Denn was gibt es Schöneres, als Krankheiten zu googeln? Oder alltägliche Updates, wer denn nun eigentlich, wann wo wie auf Corona getestet werden muss. Spannend finde ich übrigens dieses Projekt, daß Antibiotika mal einfach erklärt.

Was für mich und meine Trainingsplanung aber am Interessantesten war, ist diese Studie, die erklärt, wie ein Kaloriendefizit die Heilung bei einer Erkältung beeinträchtigt. Angesichts von Grippe und Omnicron habe ich meine Diät daher erstmal weiter in den Frühling verschoben und freue mich, daß ich kaum Intoleranzen und Unverträglichkeiten habe. Wie es sich damit lebt, beschreibt Steffi in ihrem Blog.

Ansonsten steht uns ja im TV wieder Einiges an Großereignissen ins Haus. Wo man beispielsweise überall die Winterspiele schauen kann, steht hier, aber viel interessanter ist dieser Bericht, der sich damit auseinander setzt, was eigentlich mit den olympischen Bauwerken passiert, wenn der globale Sportzirkus abreist. Und in Peking einfach Platz gemacht wird, wo Platz gebraucht wird, ist in Berlin ein Ausbau der Alten Försterei weiterhin unplanbar, wie „Textilvergehen“ berichtet.

Mit schon überraschend wenig Medienrummel ist ja auch gerade wieder GNTM gestartet. Noch inklusiver und trotzdem genauso langweilig wie immer. Auch wenn zu Beginn ein sorgsam ausgewählter Inclusivity-Mix an den Start geht, gewinnen nachher doch die Modelmaße. Spannend zu sehen, was passiert, wenn Topmodelsieger 2021 plötzlich 20kg zunimmt. Da waren mir die alten Folgen von vor 10 Jahren wenigstens ehrlich.

Aber man muss ja nicht einschalten, denn meine kleine Neuentdeckung ist dieser Blog, der mich fortan mit neuen Tipps zu Serien bei Netflix und Co. versorgen wird. Weckt mich einfach auf, wenn der Frühling da ist!

Und wenn es einem doch alles zu blöd wird, dann schnappt man sich einfach seinen Fluchtrucksack und macht das, was man eben damit macht. Warum es aber wirklich keine blöde Idee ist, so einen Rucksack zu haben und was alles hineingehört, erklärt uns Natalie.

Kommt gut durch den Februar und wir lesen uns dann im März. Dann hoffentlich wieder mit mehr positiven Beiträgen!

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4 Kommentare

  • Antworten [email protected] 4. Februar 2022 um 21:44

    Wieder einmal ein kurzweiliger Überblick, danke dafür.

    • Antworten Daniel 4. Februar 2022 um 22:08

      Danke Annemarie. Hab gleich mal geschaut, wo Ihr gerade wieder steckt. :-)
      LG, Daniel

  • Antworten Lukas 5. Februar 2022 um 10:23

    Danke für das kurzweilige Update!

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