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Gesundheit

Was ist eigentlich Blutkrebs. Symptome, Behandlung und wie ich Leben spenden kann!

Was ist Blutkrebs?

Die verschiedenen Arten von Krebs gehören zweifellos zu den Krankheiten, mit denen man auf keinen Fall leichtfertig umgehen sollte. In der Öffentlichkeit hört man immer wieder, wie zahlreiche Menschen, darunter auch berühmte Persönlichkeiten, den Kampf gegen eine der vielen verschiedenen Varianten von Krebs verlieren, weshalb man in der Regel sehr froh darüber sein kann, wenn einem selbst eine solche Krebserkrankung erspart bleibt.
Die verschiedenen Arten von Krebs betreffen jeweils unterschiedliche Körperregionen – gut erkennbar an ihren Namen. Während zum Beispiel Darmkrebs vor allem die Darmzellen angreift, betrifft Bauchspeicheldrüsenkrebs in erster Linie den Bereich der Bauchspeicheldrüse.

Eine weitere und vor allem sehr gefährliche Art von Krebs beschreibt diverse Krankheiten, die das blutbildende System des Menschen angreifen. Sämtliche dieser Krankheiten werden auch als Blutkrebs bezeichnet, und unter dem medizinischen Begriff Leukämie zusammengefasst. Weitere interessante Details zu Blutkrebs, sowie die Geschichte eines Betroffenen können in diesem Artikel nachgelesen werden.

Definition – was ist Leukämie?

Krebs greift bekanntermaßen die gesunden Zellen eines Körpers an – abhängig davon, um was für eine Art Krebs es sich handelt. Von Blutkrebs ist dann die Rede, wenn in der menschlichen Blutbahn sogenannte Leukämien auftauchen. Diese Leukämien entstehen dann, wenn sich weiße Blutzellen nicht richtig entwickeln können, und sich anschließend im Blut unkontrolliert vermehren. Derartig entwickelte Blutzellen werden auch als Leukozyten bezeichnet. Je weiter die Leukämie voranschreitet, desto mehr können diese funktionslosen Leukozyten die gesunden roten und weißen Blutzellen, sowie auch die Blutplättchen, verdrängen.

Blutzellen entwickeln sich phasenweise. Mit jeder Entwicklungsphase entsteht allerdings zunächst eine unreife Vorläuferzelle. Alle Varianten von weißen Blutzellen reifen jeweils aus einer entsprechenden Vorläuferzelle heran. Und während jeder dieser Entwicklungsphasen oder auch Reifephasen kann die Reifung von solchen Blutzellen gestört werden, was eben bei einer Leukämie-Erkrankung passiert. Das ist auch der Grund, warum es unterschiedliche Leukämie-Varianten gibt. Je nachdem, ab welcher Phase die Entwicklung von Blutzellen gestört wird, ergibt sich daraus eine andere Art von Leukämie.

Symptome von Leukämie

Bei den Symptomen muss man zunächst einmal grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Formen von Blutkrebs unterscheiden. Auf der einen Seite gibt es die akute Leukämie, bei der sich die dazugehörigen Symptome relativ schnell und plötzlich bemerkbar machen. Auf der anderen Seite gibt es die chronische Leukämie, bei der die Symptome der Krankheit nur langsam und schleichend erkennbar werden.

Akute Leukämie

Zu einer akuten Leukämie zählt unter anderem die akute, lymphatische Leukämie (ALL), sowie die akute myeloische Leukämie (AML). Dabei können unter anderem die folgenden Symptome auftreten:

– Müdigkeit
– Eine verringerte Leistungsfähigkeit
– Schmerzende Gelenke und Knochen
– Kontinuierliches Fieber

Während dem Krankheitsverlauf einer akuten Leukämie erzeugt der Körper immer mehr weiße Blutkörperchen, die weder reif, noch funktionsfähig sind. Diese unbrauchbaren weißen Blutkörperchen verdrängen die gesunden Blutzellen auf Dauer immer mehr, wodurch wiederum weitere Leukämie-Symptome entstehen können. Sollte beispielsweise im Lauf der Zeit durch zu wenig rote Blutkörperchen eine Blutarmut auftreten, dann können sowohl Schwindel, als auch Blässe, Luftnot und Herzrasen auf eine solche Blutarmut hindeuten.
Bei einer akuten Leukämie führt ein solcher Blutplättchen-Mangel häufig zu einer größeren Blutungsneigung. Betroffene berichten dabei häufiger von Erscheinungen wie Zahnfleisch- oder Nasenbluten. Darüber hinaus brauchen sämtliche blutende Verletzungen deutlich länger, bis das Bluten aufhört. Hämatome, also blaue Flecken, treten zudem spürbar öfter auf, und die Betroffenen leiden häufig an mehreren roten Hauteinblutungen (Petechien).

Des Weiteren führt eine akute Leukämie meistens auch zu einer deutlichen Schwächung des Immunsystems, weshalb Betroffene deutlich häufiger an Infektionen erkranken, oder mit schlecht abheilenden Entzündungen zu kämpfen haben. Dies entsteht durch den Mangel an intakten weißen Blutkörperchen im Körper, die eben für die Infektabwehr zuständig sind. Zu den weiteren Blutkrebs-Symptomen zählen unter anderem Hautausschläge, Zahnfleischwucherung und geschwollene Lymphknoten.

Chronische Leukämie

Wie bereits erläutert, fängt eine chronische Leukämie recht schleichend an. Es kann sogar sein, dass bei Betroffenen über Jahre hinweg keine Symptome erkannt werden, und dass die Patienten auch während dieser Zeit über keine Beschwerden klagen. Oft ist erstmal nur von Müdigkeit und verringerter Leistungsfähigkeit die Rede, was jedoch zunächst nicht als Leukämie-Symptom erkannt wird. Das ist auch der Grund, warum Betroffene am Anfang ihres Leidenswegs erstmal nicht zum Arzt gehen.
Erst im weiteren Krankheitsverlauf, wenn die Leukämie ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hat, treten typische Symptome einer akuten Leukämie auf. Bei der chronischen Variante von Blutkrebs gibt es insgesamt drei Phasen. Und mit jeder Phase wird die Krebserkrankung immer aggressiver. Im Folgenden sind die einzelnen Phasen, sowie die dazugehörigen Symptome aufgeführt:

Chronische Phase:
Dieser Stand der Krankheit zeichnet sich zum einen durch eine vergrößerte Milz, und zum anderen durch eine zu hohe Zahl von weißen Blutkörperchen aus, was auch als Leukozytose bezeichnet wird. Eine vergrößerte Milz führt häufig zu einem drückenden Gefühl im linken Oberbauch. Des Weiteren kommen auch Symptome wie eine verringerte Leistungsfähigkeit hinzu.

Akzelerationphase (Übergangsphase):
Die Leukozyten werden immer mehr, während zur gleichen Zeit die roten Blutkörperchen und Blutplättchen deutlich weniger werden. Klassische Symptome während dieser Phase sind Herzrasen, Nasenbluten und Hautblässe. Was währenddessen ebenfalls häufiger vorkommt, sind Fieber und Nachtschweiß. Außerdem vergrößert sich neben der Milz häufig auch noch die Leber.

Blastenkrise (Blastenschub):
Dies ist die letzte Krankheitsphase. Dabei gibt das Knochenmark sehr große Mengen von Blutzellen ab, welche in diesem Moment jedoch lediglich die unreife Vorstufe von gesunden Blutzellen erreicht haben. Daraus entstehen wiederum Symptome, die denen von einer akuten Leukämie sehr ähnlich sind. In der Regel dauert es nicht allzu lange, bis Patienten, die dieses Stadium einer chronischen Leukämie erreicht haben, auch versterben.

Rüdiger braucht Hilfe! Wie Du Blutkrebserkrankten helfen kannst.

Das die Diagnose Blutkrebs jeden unvermittelt treffen kann, zeigt das Beipiel von Triathleten, Läufer und Rennradsportler Rüdiger. Rüdiger gehört zweifellos zu der Sorte Mensch, die sich mit großer Hilfsbereitschaft und Engagement für andere Menschen einsetzt – sei es als Freund, als Kollege, oder als liebevoller Familienvater. Bedauerlicherweise sind es häufig genau diese Menschen, die in ihrem Leben oft mit unschönen Schicksalsschlägen zu kämpfen haben. Eine ärztliche Untersuchung hatte Ende November 2021 nämlich ergeben, dass Rüdiger an Blutkrebs leidet. Nun braucht er Hilfe!

Bei Rüdiger handelt es sich um einen sehr aktiven und unternehmungslustigen Menschen. Er geht gerne Laufen, fährt viel Fahrrad und schwimmt regelmäßig. Wenn er mal nicht sportlich aktiv ist, verbringt er den Großteil seiner Freizeit mit seiner Familie. Inzwischen sorgt jedoch der Blutkrebs seit einiger Zeit dafür, dass er nichts von alledem wirklich machen kann. Seit Rüdigers Diagnose kämpft der Familienvater in erster Linie ums Überleben. Damit er den Krebs besiegen kann, ist er auf eine Stammzellspende angewiesen. Erst dann, sobald er eine solche Spende erhalten hat, wird er wieder angemessen mit seinen Kindern spielen und Sport treiben können.

Rüdiger ist für viele seiner Mitmenschen eine ganz besondere und sehr wichtige Person. Zusammen mit der DKMS organisieren seine Familie und Freunde daher eine Online-Aktion, bei der sich praktisch jeder registrieren kann, der Rüdiger mit einer Stammzellenspende unterstützen will. Je mehr Leute sich unter diesem Link registrieren, desto größer sind Rüdigers Chancen auf eine Heilung – und damit auf ein zweites Leben.

Mitzuhelfen ist eigentlich ganz einfach. Natürlich sind Geldspenden gern gesehen, um die Arbeit der DKMS zu unterstützen, aber vor allem müssen passende Stammzellenspender gefunden werden. Aber keine Sorge, denn man verpflichtet sich erstmal zu nichts. Zunächst registriert man sich als Spender und bekommt dann kostenlos ein Abstrichset nach Hause geschickt. Mit dem Stäbchen einen Abstrich nehmen und zurück an die DKMS senden. Nun wird das Stammzellenprofil mit möglichen Empfängern in der Datenbank abgeglichen. Sollte es einen Treffer geben, so kann man dann immer noch entscheiden, ob man wirklich spenden will oder nicht.
Bei gesunden Spendern ist eine Stammzellenspende ohnehin nur äußerst selten mit Komplikationen verbunden und man hat keine Beeinträchtigungen als Spender – kann aber ein Leben retten. Mehr über den Ablauf der Registrierung und einer möglichen Spende erfährst Du hier.

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