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Yogalehrer Ausbildung – Alles was man über die Yoga Ausbildung wissen muss

Yogalehrer werden – Das ist der Weg durch die Yoga Ausbildung bis zur anerkannten Yoga-Lehrerin

Die indische Lehre Yoga vereint körperliche und geistige Übungen. Bereits seit einigen Jahrzehnten wird sie ebenfalls bei uns im Westen praktiziert, sodass Yogalehrer laufend gefragt sind. Wir verraten euch, was ihr alles über die besondere Ausbildung wissen müsst.

Beruf und Tätigkeit von Yogalehrer und Yogatrainerin: Was macht ein Yogalehrer?

Da es sich bei Yoga nicht nur um Entspannungsübungen, sondern auch um eine körperliche Aktivität handelt, benötigen vor allem Anfänger eine Ansprechperson. Ob ihr als Yogatrainer oder Yogalehrer tätig werdet, bleibt euch überlassen. Letztendlich handelt es sich um denselben Beruf, welcher lediglich unter zwei Begriffen geführt wird.

Als Yogalehrer oder Yogalehrerin unterricht ihr die unterschiedlichen Lehren des Yoga. Historisch betrachtet existieren verschiedene Formen. Jene, welche wir in Europa praktizieren, wurde hierbei ab Mitte des 19. Jahrhundert erfunden. In der Regel leitet ihr Einzelpersonen oder Gruppen bei den abwechselnden Übungen an. Euch liegt ein bestimmtes Schema vor, welches die jeweiligen Stunden bestimmen.

Jedem Trainer steht es frei, seinen persönlichen Lieblingsyogastil zu unterrichten. Somit könnt ihr Fachpersonen in den körperlichen Übungen bzw. Asanas werden, euch auf Atemübungen bzw. Pranayama konzentrieren, Gesänge bzw. Mantras praktizieren oder euren Schwerpunkt auf Meditationen setzen.

Dauer der Yogalehrer Ausbildung: Wie lange dauert die Ausbildung?

Wie lang exakt die Ausbildung zum Yogalehrer dauert, lässt sich nicht genau sagen, da es von verschiedenen Faktoren abhängt. Vielmehr bezieht sich die Ausbildungszeit auf die Ausprägung eurer gewählten Yogarichtung. Die Längen kennen nahezu keine Grenzen und hängen wesentlich von eurem Yoga-Weg sowie eurer gewünschten Zielgruppe ab. Crashkurse bzw. Grundausbildungen könnt ihr häufig bereits innerhalb einer Woche erfolgreich abschließen. Je nach Anbieter müsst ihr allerginst teilweise bis zu einem Jahr rechnen, bis ihr als Yogatrainer praktizieren dürft.

Neben der Zielgruppe und dem Yoga-Stil ist die Abhaltung der Kurseinheiten ausschlaggebend für die Ausbildungsdauer. Intensivkurse weisen meist nur wenige Einheiten auf, welche innerhalb von einer Woche abgearbeitet werden. Wollt ihr jedoch eine nebenberufliche Variante belegen, müsst ihr mit einigen Wochen bis Monaten rechnen. Eine solide Ausbildung dauert durchschnittlich rund 200 Einheiten, wobei manche Institute sogar Modelle mit bis zu 720 Unterrichtseinheiten anbieten.

Die wichtigsten Kosten: Wie teuer ist eine Yogalehrer Ausbildung?

Yoga-Ausbildungen sind ein kostspieliges Unterfangen. Je nach Anbieter müsst ihr mit einer Gebühr von bis zu 10.000 Euro rechnen. Ein eintägiger Workshop für Interessenten hingegen kann nur 200 Euro betragen. Wesentliche Kostenunterschiede zeigen sich in der Art und Dauer der Ausbildung. Je kürzer sie ist, desto billiger. Ein intensives Training, welches ihr für ein Jahr oder länger belegt, kommt auf mehrere Tausend Euro.

Welchen Umfang die Kosten abdecken, solltet ihr gut im Vorfeld abklären. Bei manchen Anbietern bezahlt ihr sämtliches Ausbildungsmaterial, die Prüfungsgebühr sowie die Zertifikate. Andere wiederum locken zwar mit einem günstigen Preis. Damit ihr allerdings zertifizierter Yogalehrer bzw. zertifizierte Yogalehrerin werdet, müsst ihr die Prüfungskosten zusätzlich begleichen.

Ob ihr beim gewählten Institut alles auf einmal zahlen müsst, findet ihr in der Regel in den Informationsmaterialien. Einige Anbieter ermöglichen allen Interessenten eine Ratenzahlung. Bevor ihr aber zur Prüfung antretet, müsst ihr den gesamten Kurs bezahlt haben. Förderungen könnt ihr bei Bedarf beantragen. Fragt am besten das ausgewählte Institut, welche Möglichkeiten hierzu bestehen.

Vorraussetzungen und Alter für die Yogalehrer-Ausbildung

Grundsätzlich kann jeder Interessent Yogatrainer werden. Die Ausbildung für Teenager ist jedoch bei vielen Instituten ausgeschlossen, da sie sich meist an Erwachsene richtet. Je nach Anbieter könnt ihr aber bereits ab einem Alter von 16 Jahren an Kursen teilnehmen. Auch hier solltet ihr am besten beim Institut nachfragen, ob es sich um einen Ausbildungslehrgang oder eher um einen Hobbykurs handelt.

Gleichzeitig kann es sein, dass der Anbieter verlangt, dass ihr mindestens 25 Jahre alt seid, bevor ihr zum Kurs zugelassen werdet. Interessiert ihr euch erst im Alter für Yoga, ist dies häufig ebenso kein Problem. Manche Lehrgänge eignen sich sogar für Personen mit 50 oder 60 Jahren. Voraussetzung hierzu ist eine körperliche Fitness. Da die gesamte Ausbildung äußerst intensiv und anspruchsvoll ist, solltet ihr immer einen gewissen Grad an Belastbarkeit mitbringen.

Die wichtigsten persönlichen Voraussetzungen

Nicht jede Person ist geeignet zum Yogalehrer oder zur Yogalehrerin. Aus diesem Grund legt fast jeder Anbieter bestimmte Voraussetzungen für die Aufnahme in den Lehrgang fest.

Zunächst solltet ihr bereits Yoga praktizieren, um Trainer werden zu können. Neulinge oder Interessenten werden nicht zugelassen, da die Lehrgänge Wissen voraussetzen. Ihr solltet Yoga „gelebt“ haben, um die Lehren weitergeben zu können. Häufig findet ihr somit die Voraussetzung, mindestens ein bis zwei Jahre aktiv Yoga ausgeübt zu haben.

Zudem benötigt ihr ein grundlegendes Verständnis im Bereich der pädagogischen und didaktischen Kenntnisse. Diese erleichtern euch wesentlich das Lehren. Manche Kurse richten sich speziell an Interessenten in diesem Gebiet, wobei dies nicht immer zur herkömmlichen Yogaausbildung gehören. Notwendiges Fachwissen könnt ihr allerdings leicht in speziellen Kursen erwerben.

Ebenfalls wichtig für euch ist ausreichend Geduld. Intensive Ausbildungen mit einer Dauer von einem Jahr oder länger sind nicht nur kostenintensiv, sondern verlangen auch viel Zeit von euch. Besonders nebenberufliche Lehrgänge können an euren Nerven zerren. Schafft ihr es nicht, Beruf und Ausbildung zu vereinbaren, solltet ihr nach Intensivkursen Ausschau halten oder Möglichkeiten zur Berufs- bzw. Ausbildungsförderung suchen.

Gehalt und Verdienstmöglichkeiten für Yogalehrer: Was verdient man als Yogalehrer?

Der Beruf des Yogalehrers bzw. der Yogalehrerin ist in Deutschland nicht geschützt. Somit existiert keine Bezahlung nach Festtarif. Somit kann es durchaus passieren, dass ihr vor eurem Durchbruch nur nebenberuflich praktizieren könnt. Manche Lehrer verdienen in ihrer Anfangsphase deutlich weniger als in ihrem bisherigen Beruf, sodass durchaus finanziell schwierige Zeiten auf euch zukommen können.

Wie genau ihr Yoga lehrt, bleibt euch überlassen. Manche zertifizierte Trainer machen sich selbstständig und eröffnen ein eigenes Studio oder bieten anderweitig Kurse an. Dieses Vorhaben setzt wiederum ein gewisses Startkapital, Unternehmenskenntnisse und einen bereits vorhandenen Kundenstamm voraus.

Der Großteil der frisch ausgebildeten Lehrer beginnt hingegen in einem Fitnessstudio oder einem kleinen Yogastudio. Meist liegt euer Verdienst zwischen 25 und 30 Euro pro Einheit, wobei diese durchschnittlich 90 Minuten umfasst. Folglich fällt euer Stundenlohn äußerst gering aus, da ihr noch Steuern zahlen müsst. Auch Kosten für Fahrt, Vorbereitung, Weiterbildung oder Materialien müsst ihr mit eurem Verdienst decken. Als Selbstständiger ohne eine andere Festanstellung sollet ihr ergänzend über eine Haftpflicht-, Kranken- und Rentenversicherung nachdenken.

Damit ihr als Trainer bekannt werdet, müsst ihr außerdem in Werbung investieren. Zwar sind Laufkundschaft und Mundpropaganda eine gute und gleichzeitige kostengünstige Werbemethode. Um euren Kundenstamm auf- oder auszubauen, benötigt es jedoch viel mehr. Eine Webseite, Social Media-Auftritte inklusive Werbung, Flyer oder Inserate helfen euch, Bekanntheit zu erlangen. Dennoch sind sie besonders für Berufseinsteiger häufig eine große, teure Investition. Überlegt euch also schon vor Ausbildungsbeginn gut, wie ihr euch und eure Marke bekannt macht und Geld verdient.

Wie macht man die Yoga-Ausbildung? Wo wird die Ausbildung zur Yogalehrerin angeboten?

In ganz Europa werden inzwischen Ausbildungskurse für Yogalehrer angeboten. Somit besteht nahezu in jedem größeren Ort die Möglichkeit, an passenden Lehrgängen teilzunehmen. Um an einen seriösen Anbieter zu gelangen, solltet ihr euch somit zunächst in eurer Stadt umhören. Verschiedenste Erwachsenenbildungseinrichtungen sowie Yogastudios führen die Ausbildung, wobei oft sogar Schnupperkurse oder Infoabende geboten werden. Wann genau die Einheiten oder Events stattfindet, seht ihr meist sofort auf der Webseite. Da die Veranstaltungen kostenlos sind, erhaltet ihr ohne großes Risiko einen ersten intensiven Einblick in die Welt der Yogatrainer.

Ergänzend solltet ihr im Internet suchen, welche Institute in eurer Region passende Ausbildungen führen. Manche von ihnen besitzen in ganz Deutschland ein eigenes Studio, bei welchen ihr verschiedenste Kurse belegen könnt. Die Vielfalt an Angeboten hilft euch nicht nur, nahe gelegene Einrichtungen zu finden. Gleichzeitig bekommt ihr die Dauer, Kosten und Ausbildungsziele in den Informationsmaterialien. Dadurch gelingt es euch leicht, haupt- und nebenberuflich euren Traum vom Yogalehrer wahr werden zu lassen.

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