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Gesundheit

Richtig duschen gehen! Wie oft, wie lange und was machen die Meisten falsch?

Schon während des Trainings freuen sich die meisten Sportler auf die erfrischende Dusche danach. Doch auch beim duschen gehen gibt es Fehler, die wir machen können. Sie schaden uns, unserer Gesundheit, dem Wohlbefinden, aber letztlich auch der Umwelt. Das Duschen nach dem Sport ist aber besonders wichtig, denn die über Schweiß ausgeschiedenen Stoffwechselprodukte müssen abgewaschen werden. Was es dabei zu beachten gilt, haben wir in diesem Artikel einmal aufgeschrieben.

Die 12 häufigsten Fehler beim duschen gehen!

1. Das Duschzubehör nicht reinigen
Unter der Dusche verwenden viele Menschen Schwämme, Waschlappen, Seifensäckchen oder Bürsten. Sie sollten nach dem Duschen richtig getrocknet werden. Wer einen Waschlappen nicht richtig trocknet, also ordentlich aufhängt, riskiert, dass sich darin Keime und Bakterien einnisten. Diese lieben nämlich feuchte Umgebungen und vermehren sich darin. Deshalb solltest du Schwamm, Tuch oder Waschlappen ordentlich auswaschen und an der Luft trocknen. Natürlich solltest du regelmäßig wechseln und in der Waschmaschine waschen.
Das gilt natürlich auch für Handtücher. Wenn Du noch keinen hast, dann solltest Du Dir dringend einen Handtuchhalter kaufen. Denn damit sind die Handtücher nicht nur schnell griffbereit, wenn Du aus der Dusche kommst, sondern sie können auf einem Handtuchhalter auch gut trocknen und sind damit schnell wieder einsatzbereit.

2. Verschwendung von Duschgel oder Seife 
Auch nach dem Sport reicht es, nur die Körperstellen einzuseifen, die Gerüche und Fett produzieren. Duschgel oder Seife lösen Fette auf der Haut. Auf den Beinen und Armen entstehen keine Fette. Es reicht in diesen Bereichen aus, sie mit Wasser abzuspülen. Auf Armen und Beinen trocknen Pflegeprodukte die Haut eher aus. Ein weiterer Aspekt ist der Umweltschutz. In Duschgels und Seifen sind Chemikalien enthalten, die ins Abwasser gelangen. Je weniger du verwendest, desto mehr schonst du die Umwelt und übrigens auch deinen Geldbeutel. Waschen solltest du aber den Leistenbereich, den Intimbereich und die Achseln. Hier wird besonders viel Schweiß produziert.

3. Die Füße haben Pflege verdient
Viele Menschen vergessen beim Duschen ihre Füße, getreu dem Motto: „Sie stehen ja sowieso im Wasser“. Die Füße tragen dich aber den ganzen Tag und bringen beim Sport Höchstleistung. Sie haben also auch besondere Pflege verdient. Zum einen, produzieren Füße viel Schweiß, zum anderen können sie dreckig sein, wenn man barfuß unterwegs ist. Gepflegte Füße sind gerade im Sommer wichtig, deshalb sollte man sie auch etwas waschen. 

4. Zu warm und zu häufig duschen
Eine Dusche ist erfrischend. Viele Menschen duschen gerne mehrmals am Tag, insbesondere im Sommer. Neben dem höheren Wasser- und Energieverbrauch ist das viele Duschen aber auch für dein größtes Organ ein Problem: die Haut. Duschgel und Seife greifen den natürlichen Säureschutzmantel deiner Haut an und trocknen sie aus. Das hat zur Folge, dass die Haut spannt und juckt, weil sie sehr trocken ist. Trockene Haut ist für Infektionen deutlich anfälliger als normal gepflegte Haus. Durch Infektionen können Juckreiz, Rötungen und im schlimmsten Fall Ekzeme entstehen. Im Normalfall reicht es, zweimal pro Woche unter der Dusche zu stehen, denn Gesicht, Achselhöhlen und Intimbereich können trotzdem mit einem Waschlappen gereinigt werden. Wem das genügt, der sollte lieber etwas kürzer duschen und darauf achten, dass das Wasser nicht zu heiß ist. 

5. Viel zu lange duschen
Auf die Haut rieselndes Wasser entspannt. Viele duschen deshalb gerne und vor allem lange. Lang ist aber nicht immer gut. Das Duschen entzieht der Haut viel Feuchtigkeit, wodurch die Haut austrocknet. Die Haut ist ein empfindliches Organ. Manche Menschen vertragen tägliche Duschen besser, bei anderen macht sich ein langes Stehen unter der Dusche durch Spannungen und Juckreiz schnell bemerkbar. Außerdem steigt dein Wasserverbrauch. Es ist also nicht nur besser für deine Haut, wenn du nicht zu lange duschst, du sparst damit auch bares Geld. 

6. Bei jeder Dusche die Haare waschen
Ständiges Haarewaschen zerstört die natürliche Feuchtigkeits-Balance unserer Kopfhaut. Auch die Ölproduktion wird gestört, wenn wir täglich unsere Haare waschen. Nachweislich schädlich ist tägliches Haarewaschen zwar nicht, aber es ist auch nicht besonders gut, denn Haare und Kopfhaut trocknen bei täglichem Haarewaschen leichter auch. In der Regel reicht es deshalb, die Haare beim Duschen ein- bis zweimal in der Woche zu waschen. Wer seine Haare zu oft wäscht, kann als Folge besonders fettige Haare bekommen, weil die Ölproduktion gestört ist. Aber keine Sorge: Wenn du das Haarewaschen reduzierst, kann sich deine Kopfhaut auch wieder normalisieren. Auch hier spielt der Umweltschutz eine Rolle. Wer seine Haare nicht täglich wäscht, spart Shampoo und Wasser. Beides schont die Umwelt und den eigenen Geldbeutel. Je mehr Wasser erhitzt wird, desto teurer wird es.

7. Im Hochsommer kalt duschen
Bei Temperaturen von über 30 Grad sehnen wir uns alle nach einer erfrischenden Dusche. Ist es draußen sehr heiß, ist eine kalte Dusche nicht empfehlenswert. Sie senkt unsere Körpertemperatur rapide ab, was eine Gegenreaktion auslöst, um die Wärme zu halten. Das heißt, wir schwitzen mehr als vorher. Der Körper reagiert, um die normale Körpertemperatur von 36 bis 37 Grad zu halten beziehungsweise wieder zu erreichen. Besser ist es deshalb, lauwarmes Wasser zum Duschen zu verwenden. Das spart auch Energiekosten, weil das Wasser nicht komplett erhitzt werden muss. Übrigens wird aus demselben Grund auch empfohlen, bei großer Hitze keine eiskalten Getränke zu trinken. Auch hier reagiert der Körper mit einer Gegenreaktion: Er heizt sich wieder auf, wir schwitzen mehr. Beim Duschen gilt grundsätzlich: Weniger ist mehr. 

8. Wasser verschwenden
Viele Menschen lassen beim Duschen ihr Wasser die ganze Zeit laufen. Das ist aber pure Ressourcenverschwendung und kostet auch bares Geld. Besser ist es, sich zunächst abzuduschen und dann den Wasserhahn abzudrehen. Beim einshampoonieren und einseifen muss das Wasser nicht laufen. Zum Abspülen kann der Duschhahn natürlich wieder aufgedreht werden. Insgesamt lässt sich viel Wasser sparen, wenn man das Wasser zwischendrin einfach schnell abstellt. 

9. Nur warm duschen benötigt viel Energie
Das Erhitzen von Wasser benötigt viel Energie. Je nachdem, wie das Wasser in deiner Wohnung oder deinem Haus erhitzt wird, kann das hohe Gas- oder Stromkosten verursachen. Angesichts der Energiekrise und des Klimawandels ist es empfehlenswert, nicht zu heiß zu duschen. Kältere Wassertemperaturen sparen nicht nur Energie, sondern regen auch den Kreislauf an. Außerdem strafft kälteres Wasser die obere Hautschicht und stärkt das Immunsystem. Zu heißes Duschen kann deine Haut verletzen, im schlimmsten Fall zu Verbrennungen führen. Die ideale Wassertemperatur beim Duschen liegt zwischen 32 und 38 Grad Celsius. 

10. Zu viel Mikroplastik in der Dusche
In vielen Duschgelen oder Duschseifen sind Konservierungsstoffe, Duftstoffe und Mikroplastik enthalten, die Allergien und Hautreizungen auslösen können. In vielen herkömmlichen Produkten stecken Inhaltsstoffe, die der Umwelt und vor allem der Haut schaden können. Neben Wasser besteht ein Duschgeld aus Tensiden und Alkohol Glycerin. Alkohol Glycerin ist für die Konsistenz im Duschgel verantwortlich. Zusätzlich sind in den meisten Duschprodukten Farb- und Duftstoffe enthalten. Du findest die genauen Angaben auf der Verpackung. Je nachdem, wie empfindlich deine Haut ist, können diese Stoffe Allergien auslösen. Besser ist es, auf unparfümierte Naturkosmetik zu setzen. Sie ist frei von Mikroplastik und synthetischen Chemikalien. Das schont auch die Umwelt. Das Mikroplastik in normalen Duschgels gelangt in das Abwasser.

11. Mit zu hohem Wasserdruck duschen
Der Wasserdruck ist meistens zu hoch eingestellt. Je höher er ist, desto mehr Wasser fließt pro Minute aus dem Duschkopf. In Deutschland sind das durchschnittlich pro Minute 15 Liter Wasser. Wer mit einem geringeren Druck duscht, spart warmes Wasser und damit auch wieder Geld. Inzwischen gibt es im Fachhandel sogenannte Sparköpfe, bei denen man den Druck manuell einstellen kann. 

12. Das Bad nicht richtig lüften
Nach dem Duschen ist es wichtig, das Badezimmer richtig zu lüften. Nach dem Duschen solltest du das Fenster etwa 10 Minuten aufreißen, denn im Bad ist es feucht. Das nennt man Stoßlüftung. Hast du kein Fenster im Bad, hilft ein sogenannter Ablufttrockner. Feuchte Luft kann die Schimmelbildung im Bad begünstigen. Es reicht nicht, das Fenster den ganzen Tag auf Kipp zu stellen, denn die Luft muss richtig zirkulieren können. Die Heizung solltest du im Winter beim Lüften natürlich zudrehen.

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