Marathontraining am Elbufer im Hotel Moritz an der Elbe bei Riesa

In diesem Sommer ging es wieder einmal ziemlich spontan bei unseren Reisen zu. Hektische Termine und meine verletzungsbedingte Zwangspause in der Laufsaison und im Marathontraining für den Berlin-Marathon hatten dafür gesorgt, daß wir die großen Reiseideen erst einmal hinten angestellt haben und uns stattdessen wieder auf kleine Entdeckungstouren im deutschsprachigen Raum konzentriert haben. Schon im Frühjahr hatten wir ja einen tollen, sportlichen Ausflug in die Dolomiten unternommen und auch mein Campingtrip nach Boltenhagen hatten uns begeistert und so starteten wir dieses mal für einen kleinen Abstecher ins Elbland und das Elbe-Röder-Dreieck in die Nähe von Riesa.

Das beschauliche Hotel Moritz an der Elbe, in dem wir untergekommen sind, liegt direkt hinter dem Deich am Elberadweg, der sich über 1.200 Kilometer von Cuxhafen bis nach Bad Schandau erstreckt und für meine Trainingseinheiten ideal geeignet ist. Die überwiegend asphaltierte Deichkrone kann bestens für lange Laufeinheiten genutzt werden, aber auch Radtouren entlang der bezaubernden Elblandschaft sind eine schöne Abwechslung zum hektischen Großstadtalltag. Das Hotel ist nur wenige Kilometer von Riesa entfernt und mit den Rädern, die man sich im Hotel für die ganze Familie leihen kann, in etwa zwanzig Minuten direkt über den Elberadweg erreichbar.

Riesa selbst bietet eine große Fußgängerzone mit vielen Geschäften, wobei sich die Auswahl eher auf die bekannten Ketten beschränkt, die man aus vielen anderen Städten kennt. Ein interessantes Highlight in Riesa ist aber die Riesaer Teigwarenfabrik, die sich mit verschiedenen Angeboten für Besucher öffnet. Wir sind einfach spontan vorbeigefahren und konnten uns noch für eine wenig später startende Werksführung anmelden, bei der man mehr über die Historie des ostdeutschen Nudelmarktführers lernen kann und anschließend bei laufendem Betrieb durch die echten Produktionshallen geführt wird, wo man jeden Schritt der Nudelherstellung ganz transparent erklärt bekommt.
Zum Abschied bekamen dann alle Besucher noch eine kleine Nudelüberraschung geschenkt und während die eine Hälfte der Besucher nun hungrig in das werkseigene Nudelrestaurant strömte, deckten wir uns im Werksverkauf mit einem anständigen Nudelvorrat ein. Besonders als Ausdauersportler, kann man eigentlich nie zu viele Nudeln Zuhause haben.

Wie schon beschrieben, liegt das Hotel Moritz direkt an der Elbe und bietet für Hotelgäste und vorbeikommende Ausflügler mit dem Restaurant und der Terrasse im Grünen einen schönen Ort zum verschnaufen. Während der Blick durch die Obstwiese in Richtung Elbdeich schweift, können die Kids auf dem Spielplatz herumtollen oder spannende Abenteuer am Elbufer entdecken, wo allerlei Tiere an Land und im Wasser und interessante angespülte Schätze entdeckt werden wollen.
Das Hotel selbst erreicht man entweder über den Elberadweg oder von der Straßenseite, wo sich ein grün bewachsener Innenhof öffnet, der zum Hoteleingang führt. Wir waren in großzügigen Doppelzimmern mit einer Verbindungstür untergebracht, so daß es für die ganze Familie ausreichend Platz gab und man auch bei regnerischem Wetter mal einen Nachmittag im Zimmer verbringen könnte, ohne das man sich zu sehr auf die Pelle rückt.
Ein wenig überrascht hat uns die Dachkonstruktion, da man vom Flur im obersten Stockwerk, über den man die Zimmer erreicht, auch von innen eine Art Wellblechdach erkennt, daß bei Regen auch eine entsprechende Geräuschkulisse erzeugt. In den Zimmern ist davon aber nichts zu bemerken – und mehr noch – die Zimmerausstattung macht einen Vier-Sterne-Eindruck und muss sich nicht verstecken.

Auf der Restaurantkarte sind viele deftige Klassiker zu finden und Schnitzel mit Pommes Frites geht ja eigentlich auch immer mal. Einen Schwedeneisbecher dazu und das Glück ist perfekt. Natürlich würde sich manch einer eine noch regionalere Karte mit mehr lokalen Spezialitäten wünschen, die die Region und deren Eigenheiten noch mehr herausstellt. Für ein Drei-Sterne-Haus passt das Angebot aber allemal und auch beim Frühstücksbuffet findet man alles, was man braucht und sogar ausgefallenere Produkte wie Kokosblütenzucker sind zu finden. Wer möchte, bekommt auch frisch zubereitete Eier in allen erdenklichen Varianten an den Frühstückstisch gebracht.

Für mich war es besonders die Landschaft und die Möglichkeit direkt vor dem Haus am Flußufer entlang zu langen Trainingseinheiten aufzubrechen, was mich bei diesem Kurztrip begeistert hat. Faszinierend waren auch die Gespräche mit dem Hotelteam, da das Hotel bei den großen Elbhochwassern natürlich direkt betroffen war und auch in der Umgegend einige einschneidende Ereignisse in diesen Jahren stattfanden. Insofern ist es schön zu sehen, wie man als Hotelgast von den unvorstellbaren Überschwemmungen nun nur noch Fotos übrig sind und das der Betrieb nun wieder so harmonisch vorangeht. Wer also einen Rückzugsort inmitten der Elblandschaft und mit direkter Anbindung für lange Läufe oder Radtouren sucht, sollte sich einmal im Hotel Moritz umschauen.

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