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Längste Sommerrodelbahn der Welt: Alpine Coaster Imst

Ein absolutes Action-Highlight, daß man in Imst keinesfalls verpassen darf, ist der Alpine Coaster. Mit einer Streckenlänge von 3.535m handelt es sich dabei um die längste Sommerrodelbahn der Welt.

Um mit dem Alpine Coaster zu fahren, muss man zunächst von Hoch-Imst mit der Bergbahn bis zur Mittelstation hochfahren, dem Startpunkt des Alpine Coasters. Tickets kann man sowohl an der Talstation im Hoch-Imst oder auch an der Mittelstation kaufen.
Und wer den Ferien(s)pass von Imst hat, kann die Bergbahn sogar einmal täglich kostenlos benutzen, sofern man mindestens drei Nächte in der Region verbringt. So braucht man dann nur das Ticket für den Coaster, bei dem man als Erwachsener mit 8,80€ an den Start geht und Kinder für 6,20€ pro Fahrt. Wer gleich mehrere Fahrten bucht, bekommt auch noch einen kleinen Rabatt.

Gestartet wird dann auf einer Höhe von 1.500m über dem Meeresspiegel und auf dem Weg ins Tal werden mehr als 500 Höhenmeter zurückgelegt. Der Coaster kann allein oder zu zweit gefahren werden. Kids dürfen ab 8 Jahren und einer Größe 1,25m dann auch alleine fahren. Vorher muss eine ältere Begleitung mit dabei sein.

Die Steuerung des Coasters ist denkbar einfach. Auf beiden Seiten des Coasters befindet sich mit einander verbundene Hebel, die die Bremse lösen. Sobald man also diesen Hebel nicht mehr komplett durchdrückt, bremst der Coaster und kommt im Notfall sogar von selbst komplett zum stehen. Gerade für kleinere Kinder kann es etwas schwierig sein, den Hebel über die gesamte Fahrt komplett nach unten zu drücken. Aber ehrlich gesagt, ist das auch besser so, denn sonst würde zumindest mein Junior Nr. 2 komplett im Vollgas ins Tal brettern.

Grundsätzlich ist der Alpine Coaster aber so sicher konzipiert, daß auch selbst dann nichts passieren kann. Gerade bei den Wellen und Steilkurven spürt man aber die Fliehkräfte und die Schwerkraft schon ordentlich, gerade wenn man etwas mehr Masse mit auf die Strecke nimmt.

Deswegen empfehle ich, unbedingt mehrmals zu fahren, vielleicht auch an unterschiedlichen Tagen. Denn gerade bei der ersten Fahrt, hat man noch ordentlich Respekt vor der Strecke und bremst natürlich ziemlich viel. Mit der Zeit kennt man die Kurven dann aber besser und kann entsprechend schneller fahren und noch mehr genießen, wie man in den Kurven in den Sitz gepresst wird.

Wenn man sportich-rasant fahren will, sollte man aber am Start schon Bescheid sagen, daß man schneller fahren will, damit etwas mehr Abstand zum Vordermann gelassen wird. Sonst kann es vorkommen, daß man im Streckenverlauf den Vordermann einholt und dann abbremsen und langsam weiterfahren muss, um nicht aufzufahren.

Wenn man schnell fahren will, sollte man am besten gleich morgens um 10:00 Uhr fahren oder am Abend kurz vor 17:00 Uhr, wenn die Bergbahnen schließen. Bei unseren besten Versuchen haben wir die Strecke in weniger als 6 Minuten geschafft, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 35km/h entspricht. Gerade bei den schnellen Streckenabschnitten dürfte die Geschwindigkeit sogar über 40km/h gelegen haben.

Aber auch wenn man nicht auf der Suche nach dem maximalen Adrenalin-Kick ist, macht der Alpine Coaster richtig Spaß. Denn die Bremse kann man ja auch zum Benutzen da.

Titelfoto: Imster Bergbahnen / Gerhard Berger

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