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Browserverlauf: Was ich im August 22 noch so gelesen habe

Ich bin mal wieder spät dran mit meinem Rückblick, auf die Themen, mit denen ich mit im August sonst noch so beschäftigt habe. Aber auch, wenn das Training für den Berlin-Marathon viel Zeit einfordert gibt es heute einen Blick in meinen Browserverlauf und interessanten Lesestoff, den ich entdeckt habe.

Einen schönen Beitrag über den Sinn im Arbeitsleben habe ich bei TED gefunden. Ich habe selbst lange gebraucht, um mir ein Konstrukt zu bauen, daß mir ermöglicht meine Leidenschaften für Sport, Reisen, Internet und Journalismus miteinander zu vereinen. Und zu der Erkenntnis zu kommen, daß eine gewisse Karrierestufe für mich ausreichend ist, da eine höhere Stufe zwar einen Sportwagen bedeuten könnte, aber eben auch meine Freiheit zu Reisen und Sport zu treiben deutlich einschränken würde. Und meine Leidenschaften leben zu können ist mir unendlich viel mehr Wert, als mehr Geld oder Besitz. Bei Aha-Retreats gibt es übrigens auch noch einen schönen Leitfaden, um sich aus einer festgefahrenen Karriere zu befreien!

Und wo wir gerade bei der Arbeitswelt sind. Es wird ja gerne abfällig über Influencer gesprochen und selbstverständlich gibt es genügend Ansatzpunkte für Kritik. Häufig werden aber die Leistung und auch die Schattenseiten des Berufes so gut beleuchtet, wie hier. Es ist eben nicht nur schnell ein paar Bildchen machen und mit Schleichwerbung tausende Euros einstreichen!

Ziemlich überraschend sind übrigens die Top Marken im Sport, die von Influencern getaggt werden. Wer gedacht hat, daß hier Nike und adidas ganz oben bei den beliebtesten Sportmarken stehen, hat sich getäuscht, wie dieses Ranking der Top Instagram Sportmarken von Storyclash zeigt.

Damit kommen wir zu einem Thema, daß mich wirklich aufregt. Und zwar das Thema Haltung im Marketing. Inzwischen gehört es ja selbst bei den langweiligsten Banken und Industrieunternehmen ganz klar dazu, zum Pride Month das Firmenlogo entsprechend einzufärben. Daran ist ja grundsätzlich nichts verkehrt, auch wenn ich meine Zweifel habe, wie die wirklichen Arbeits- und Karrierebedingungen in einigen dieser Unternehmen WIRKLICH für die LGBTQ+ Community sind. Mit dem Thema Pinkwashing haben sich ja schon einige auseinandergesetzt, wie hier Basic Thinking.

Worauf ich hinaus will, ist der FIFA World Cup Qatar 2022, also die Fußball-Weltmeisterschaft, die Ende November beginnt. Es ist also an der Zeit, sich selbst mal zu überlegen, wie man sich zu dieser WM verhält und auch, wie man sich als Konsument zu den Marken aufstellt, die dort als Sponsoren aktiv sind. Viele davon stellen sich in Deutschland für Female Empowerement, Rechte und Inklusion von Migrantinnen und LGBTQ+ auf und natürlich für Nachhaltigkeit, kommen aber gleichzeitig ziemlich gut damit klar, die WM in einem Land zu unterstützen, indem Gefängnisstrafen oder Schlimmeres für die LGBTQ+ Community droht. Ich habe mich auch selbst nicht final entschieden, ob ich die Spiele, wie Rainer anregt, einfach komplett ignoriere, oder ob man die Aufmerksamkeit nutzt, um die Zustände öffentlich zu machen und zu einer möglichen Änderung beizutragen. Auf jeden Fall ist es Zeit, sich zu entscheiden, wie man dazu steht.

Wie verkrampft sich aber nicht nur die Fußball-Welt gibt, sondern auch die Laufszene, konnte man gerade in den Kommentarspalten bei Facebook entdecken. Denn der Boston-Marathon hatte angekündigt, daß es ab 2023 auch eine eigene Marathonqualifikation für Non-Binäre Personen geben wird. Und auch London folgt nun Boston und New York mit dieser neuen Registrierungsoption. Nun gibt es natürlich die üblichen Hater, die sich jeder Neuerung wiedersetzten, aber möglicher Weise auch berechtigte Kritik. Denn die Qualifikationszeiten für die neue Kategorie entsprechen genau denen der Frauen. Da der genetisch männliche Körper aber leistungsfähiger ist, sind die Qualifikationszeiten entsprechend angepasst. Einige Kritiker haben Sorge, daß gentisch männliche nun als Non-Binäre unfaire Bedingungen hätten, da für sie ja die leichteren Frauenkriterien gelten. Da nicht klar ist, wie sich die Startplatzkontingente verteilen, gibt es die Befürchtung, daß es weniger Startplätze für Frauen gibt, um Startplätze für die neue Kategorie bereitzustellen oder dass sich Männer absichtlich falsch als Non-Binär ausgeben, nur um von den einfacheren Qualifikationskriterien zu profitieren.

Wahrscheinlich ist aber die ganze Diskussion nur unnötig aufgebauscht, da ich ehrlich gesagt nicht glaube, daß nun plötzlich ein gigantischer Anteil der mehr als 30.000 Laufenden bei den Majors Non-Binär sind und damit zu einem relevanten Faktor bei der Chance werden, einen Startplatz zu bekommen.

Aber anderes Thema. Das zunehmende Egoverhalten beim Reisen ist mir bei meinen letzten Reisen auch schon aufgefallen. Während des Lockdowns scheinen viele die guten Manieren in Flugzeugen oder in der Bahn vergessen zu haben und rammeln auf Teufel komm raus über alles, was im Weg steht – so wie es auch die NZZ bemerkt hat. Im Flugzeug habe ich es nun schon erlebt, daß die Crew noch beim Landeanflug darauf hinweist, daß es nichts bringt, sofort nach vorne zu stürmen, da die Türen sowieso noch geschlossen sind und das im Übrigen die Menschen in den anderen Sitzreihen auch aussteigen möchten. Einen interessanten Beitrag dazu habe ich auch hier gelesen.

Aus der Kategorie Kopfschütteln ist übrigens auch die große strategische Neuausrichtung von Jack Wolfskin mit neuem Logo. Solche Beiträge klickt man doch erstmal gespannt an, denn schon 2013 gab es eine „gigantische“ Anpassung des Logos. Und wie sich herausstellt, geht man auch knapp zehn Jahre später den total wilden Schritt, die Tatze an die Seite des Schriftzuges zu setzen und die Schriftart noch schnörkelloser zu machen. Ob das gegen die Rufschädigung hilft, die sich die Marke durch die regelrechte Abmahnwut, gegen alles Tatzenhafte selbst zugefügt hat?

Zu guter Letzt bin ich immer noch auf der Suche nach Rezepten und Futter für meinen neuen Hurom Slow Juicer. Interessanter Weise bin ich dabei auch auf einen Beitrag gestoßen, daß Saft gar nicht so gesund ist, wie ich gedacht habe. Insbesondere Kinder sollten lieber Wasser trinken, aber auch im Supermarkt müssen Erwachsene aufpassen, was für einen „Saft“ sie da erwischen. Total interessant, aber leider mangels Früchten hier Zuhause nicht umsetzbar, fand ich den Bericht über Säfte in Brasilien. Das macht doch gleich wieder Reiselust und solange bleibe ich also erstmal beim selbstgemachten Apfelsaft vom Brandenburger Alleeapfel.

Aber abwarten, was ich noch so an Saft-Kreationen zaubere in den kommenden Wochen. Ich verrate es Euch dann im nächsten Browserverlauf!

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