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Browserverlauf: Was ich im Februar 22 noch so gelesen habe

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Nach meiner etwas düsteren Leseliste im Januar hatte ich ja Besserung gelobt. Aber angesichts der weltweiten Ereignisse wird es wohl auch für den Februar wieder kompliziert, so richtig gute Laune zu verbreiten.

Ganz klar, steht das Thema Ukraine ganz dick in meinem Browserverlauf. Dabei ist es gerade als Blogger und Social Media Mensch auch wichtig darüber nachzudenken, wie man sich in so einer Situation verhält. Muss man sich mit seiner Unterstützung wirklich groß auf seinen Kanälen brüsten oder hilft man einfach diskret und aus reiner Ehrlichkeit – auch damit man nicht in den Verdacht gerät, „nur wegen der Likes“ an Supporter-Aktionen teilzunehmen. Außerdem ist es wichtig zwischen echter Hilfe und reinem Aktionismus zu unterscheiden. Einfach unkoordiniert mit seinem Kombi oder Van zur Grenze zu fahren, ist gut gemeint, führt aber nicht immer zum Ziel. Die Straßen sind ohnehin schon überlastet und Spenden ohne konkreten Bedarf zu kennen oder einen konkreten Empfänger zu haben und dann einfach irgendwo abzuladen, kann dazu führen, daß die gut geglaubte Aktion verpufft. Und dann bleibt da die große Frage nach dem Banalen. Kann ich in so einer Situation wirklich weiter meine Läufe posten oder auch die neuen Laufschuhe, die ich gerade teste – während es ein paar huntert Kilometer weiter Bomben auf Zivilisten hagelt?

Spannend finde ich, daß sich einige Blogger-Kolleginnen auch mit diesen Fragen beschäftigt haben und ihre eigene Antwort auch meist schon gefunden haben. Daher kann ich hier nur noch einmal auf die Meinungen von Texterella, Luiza, Conny, Claudia, Joanna und Nicole hinweisen, während ich noch so vor mich hinschliddere und meine eigene Antwort suche.

Überhaupt ist mir aufgefallen, daß man so wenig von unserem so nahen Nachbarn kennt. Michael hat daher ein paar interessante Auswahl an Büchern von ukrainischen Autor:innen zusammengestellt, die helfen, daß Land besser kennenzulernen. Aber auch bei Firstlife und Meetinghalfway kann man persönliche Eindrücke gewinnen, von Jenen, die das Land bereits mehrfach bereist haben oder sogar dort gelebt haben.

Neben der Hilfe, die nun immens wichtig ist, muss man aber auch beginnen, sich mit den Auswirkungen, die eine Abschaltung von Apple Pay, die Abkopplung von Swift und andere Sanktionen auf uns haben werde. Nach einer Blitzumfrage von Springer Professional sind nämlich 64% der deutschen Unternehmen von den Sanktionen betroffen, was wir sicher noch deutlicher spüren werden als nur an den Tankstellen.

Wahrscheinlich werden diese Unsicherheiten auch dazu beitragen, daß sich das Nesting weiter fortsetzt. Also der Trend, daß man es sich Zuhause gemütlich macht und letztlich die Arbeit durch das Home Office Zuhause erledigen kann, aber eben auch zunehmend den Sport. Nach einer Studie des DIFG-Verbandes setzt sich der Home Fitness Boom nämlich in diesem Jahr massiv fort und beeindruckende 12 Millionen Haushalte planen die Anschaffungen von Fitnessgeräten für Zuhause. Auch wenn Peloton gerade ein wenig schlingert, scheint der Hype real, wie auch Prophet in seiner Markenstudie belegt.

Ein ganz neuer, spannender Trend im eCommerce ist übrigens „Consumer to Manufacturer„, bei dem also ein Produkt erst tatsächlich hergestellt wird, wenn es sich bei der Community bewährt und für entsprechende Nachfrage gesorgt hat. Das Spannende daran ist, daß ja dann eigentlich nur noch Produkte hergestellt werden, die auch wirklich jemand haben möchte – Überproduktion sollte damit also weitgehend hinfällig sein.

Richtig interessant finde ich auch diesen Artikel der NZZ, der sich mit Body Positivity auseinandersetzt und dem schmalen Grat zwischen einem guten Körpergefühl und der Propagierung von Übergewicht. Ähnliche Überlegungen hatte ich ja auch schonmal mit dem Thema Self-Love angestellt.

Aber kommen wir mal zum wirklich Positiven. Da ja anscheinend die Covid-Beschränkungen bald wieder fallen, kann man sich auch wieder intensiver mit dem Thema Sommerurlaub beschäftigen. Nach zwei Sommern an der Ostsee und in Tirol, kann es in diesem Jahr gerne mal wieder woanders hingehen. Ich schaue also gerade nach Reiseinspirationen. Aber was ich alles als Optionen gefunden habe, verrate ich erst im nächsten Browserverlauf.

Hoffen wir, daß wir bis dahin wieder Frieden haben oder zumindest einen Waffenstillstand erreichen konnten. Bleibt gesund oder wie ich bei Twitter gelesen habe: Werdet nicht verrückt!

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2 Kommentare

  • Benutzerbild von annemarie@escape
    Antworten annemarie@escape 6. März 2022 um 18:34

    Hallo Daniel, Deine Monatsrückblicke lese ich immer sehr gerne und entdecke auch immer neue spannende Blogs dabei. Wir wahrscheinlich alle beschäftigt auch mich die Frage wie man im Blog mit der aktuellen Situation umgeht. Dein Artikel und die verlinkten Artikel der Bloggerinnen kamen da genau zur rechten Zeit. Liebe Grüße Annemarie .

    • Benutzerbild von Daniel
      Antworten Daniel 7. März 2022 um 07:34

      Danke für das Feedback. Ich bin da noch etwas zwiegespalten. Einerseits ist einem natürlich nicht nach „heile Welt“ in so einer Situation. Aber alles anzuhalten und auf alles zu verzichten, was Freude macht – selbst wenn es etwas eher Banales ist – ist wahrscheinlich auch nicht der richtige Weg. Ich grübele da noch ein bisschen weiter…. LG, Daniel

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