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Gesundheit

Cannabidiol: Wirkung und Anwendung bei der Regeneration im Sport

Viele Deutsche treiben nach Feierabend oder am Wochenende Sport. Meist sind der Wunsch nach mehr Fitness und Gesundheitsfürsorge die Hauptgründe. Sport dient aber auch dem Stressausgleich, wozu sich die klassischen Ausdauersportarten und Freizeitsportarten ideal eignen, wie Radfahren, Laufen, Schwimmen oder Nordic Walking.
Manche Freizeitsportler trainieren aber auch intensiver als Marathonläufer, Triathleten, im Bodybuilding oder im Leichtathletikbereich. Hier sind wir bereits im Bereich des Kraftsports und ambitionierten Amateursports. Die Grenzen zum Profisportler sind dabei fließend.

Bei Sportlern ist CBD, also Cannabidiol, als regenerationsförderndes, stressminderndes und schlafförderndes Präparat zunehmend gefragt. Das Cannabidiol für die meisten CDB-Produkte wird dabei aus speziellem Industriehanf gewonnen, der einen besonders geringen Gehalt an berauschenden Stoffen hat und somit für eine berauschende Wirkung nicht verwendet werden kann. Grundsätzlich ist aber unabhängig von der angebauten Hanfsorte, das Cannabidiol grundsätzlich anders. Denn dieses Cannabinoid ist jedoch – im Unterschied zum THC – nicht psychoaktiv. Sein Einsatzbereich ist also rein medizinischer Natur. Dennoch wird CBD derzeit hauptsächlich als Nahrungsergänzung angesehen und unterliegt der Novel Food-Verordnung.

Vorteile und Wirkung von Cannabidiol für Sportler

Bekanntlich geschieht die Muskelbildung in der Regenerationsphase. In diesem Sinne ist CBD als schmerzlinderndes, stressminderndes und entzündungshemmendes Präparat durchaus interessant. In den USA sind bereits besonders viele Sportler davon überzeugt, dass das legal erhältliche CBD nützlich für die Regeneration ist. Das gilt insbesondere, weil dieses Cannabinoid weder unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, noch als Dopingmittel gewertet wird. Wichtig ist jedoch die Erkenntnis, dass andere Länder das anders sehen können. Da internationale Sportveranstaltungen, Aktiv-Urlaub oder Wettbewerbe oft im nicht-europäischen Ausland stattfinden, ist also ein wenig Vorsicht geboten.

Die Erklärung für verschiedene CBD-Wirkungen ist simpel: Jeder Mensch weist ein körpereigenes Endocannabinoid-System auf. Der Organismus von Säugetieren stellt selbst geringe Mengen Cannabinoide her. Er setzt diese als Regulationshilfen bei diversen Prozessen ein. Unter anderem werden Drüsentätigkeiten oder Hormonausschüttungen durch Endocannabinoide gesteuert. Möglicherweise beeinflussen körpereigene Cannabinoide auch die Schmerzwahrnehmung oder sorgen für eine Entzündungs­hemmung. Genau ist das derzeit nicht bekannt. Für jedes Krankheitsbild müssen separate Studien stattfinden. Das wird mehrere Jahrzehnte dauern.

Bisher weiß man, dass die natürlichen Inhaltsstoffe von CBD – Cannabidiol, Cannabinol, Cannabigerol, Cannabichromen, Terpene und Flavonoide – Sportlern zu schnellerer Regeneration, tieferem Schlaf oder sanfter Schmerzlinderung verhelfen können. Zudem entstehen bei hohem Trainingspensum oft Faserverletzungen, Muskelschmerzen oder Gelenkprobleme. Neben konventionellen Therapieansätzen wie Schonung, Kühlung, Kompres­sionen und Physiotherapie kommt auch CBD immer öfter zur Anwendung. 

CBD kann als Salbe oder Gel äußerlich angewendet werden. Als Kapsel, Öl, Tablette oder inhalierbares E-Liquid ist CBD innerlich anwendbar. Das eröffnet sowohl eine präventive wie auch eine akute Behandlungsoption. Diese dient der Regeneration, der Schmerzlinderung oder Entzündungshemmung. Da der Organismus an Cannabinoide gewöhnt ist, nimmt er nach kurzer Eingewöhnung von außen zugeführtes CBD gut an. Mit belastenden Nebenwirkungen ist bei langsamer Dosissteigerung nicht zu rechnen. Teils kommt es anfangs zu Verdauungsbeschwerden.

Wie sind CBD-Produkte als Regenerationshilfe?

Da CBD mangels medizinischer Langzeitstudien mit hoher Probandenzahl als Nahrungsergänzung eingestuft wurde, dürfen keine konkreten Heilsversprechen von den Herstellern gemacht werden. Es liegt jedoch im Interesse ehrgeiziger Sportler, die Regenerationsphasen zu verkürzen. Sie stellen Unterbrechungen im Trainingsalltag dar. Ohne ausreichende Regeneration wird mancher seine Ziele aber nicht ohne Verletzungen erreichen. Regeneration findet auf zwei Ebenen statt: der körperlichen und der psychischen Ebene. 

Wer hart trainiert, setzt sich selbst oft unter Druck. Wer Sportwettbewerbe mitmacht, steht ebenfalls unter Leistungsdruck. Definitiv ist CBD auf dieser Ebene sinnvoll einsetzbar. CBD entspannt, beruhigt, mindert Stress und sorgt für tieferen Schlaf. CBD wirkt weder leistungssteigernd noch muskelbildend.
Der Nutzen für das Erreichen bestimmter Trainingsziele ist ein anderer: Mit CBD kann die Regenerationsphase verbessert werden. Cannabidiol lindert Schmerzen und Muskelkater. Es sorgt für ein schnelleres Abheilen von Muskelfaser-Verletzungen und hemmt Entzündungen. Denn während der Regenerationsphase wächst die trainierte Muskelmasse.

WICHTIG: In jedem Land wird es mit CBD unterschiedlich gehandhabt. Die Welt-Anti-Doping-Agentur entfernte CBD zwar 2018 aus der Liste verbotener Substanzen. Das bedeutet aber nicht, dass sich jede Regierung dieser Sichtweise unterwirft. Bei Wettbewerben im Ausland sollte man sich also über die Haltung der Behörden zu CBD erkundigen. Diese Regelungen betreffen aber vor allem Profisportler. Für Freizeitsportler, die an Marathons oder Triathlons teilnehmen, gibt es diesbezüglich keine Regelungen, die überprüft werden.

Hierzulande gilt CBD ohnehin weder als Dopingmittel noch als Betäubungsmittel. Je nach CBD-Präparat kann jedoch ein minimaler Restgehalt von THC enthalten sein.

Der Gesetzgeber schreibt in jedem Staat individuell vor, wie hoch dieser Restgehalt maximal sein darf. In Deutschland darf ein CBD-Produkt nicht mehr als 0,2% THC aufweisen. Schon die Schweiz oder Österreich haben andere Grenzwerte festgesetzt. Diese können sich zudem jederzeit ändern. Einige asiatische Länder sehen auch CBD ohne einen nachweisbaren THC-Restgehalt als Droge an.

Welche CBD-haltigen Präparate nützen Sportlern?

Zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung dienen vor allem CBD-Salbe, CBD-Öl, CBD-Kapseln, CBD-Paste oder inhalierbare CBD-Liquids. Viele Athleten bedienen sich CBD-haltiger Cremes, Gels und Salben. Diese werden sowohl präventiv, als auch zur Behandlung von Muskelkater oder Schmerzen eingesetzt. 

Hartes Training sorgt für winzige inflammatorische Prozesse. Daraus entsteht langfristig die gewünschte Kraftzunahme. Bei entzündlichen Prozessen reagiert der Organismus mit Zytokin-Ausschüttungen. Zytokine sind regulatorische Proteine, die der Signalweiterleitung dienen. Sie melden entzündliche Prozesse. Daraufhin wird das Immunsystem aktiv. Es sorgt für die Muskelreparatur und initiiert bei regelmäßigen Trainingseinheiten Muskelwachstum. CBD unterstützt das Immunsystem durch seine entzündungshemmenden Eigenschaften.

Zu beachten ist der Unterschied zwischen einem Vollspektrum-CBD und einem chemisch reinen CBD-Isolat. Zunächst fällt der geschmackliche Unterschied auf: Vollspektrum CBD schmeckt intensiv nach Hanf. Ein CBD-Isolat ist geschmacksneutral. Sämtliche Terpene, Flavonoide oder Cannabinoide wurden entfernt. Isolate gelten jedoch als minderwertiger in der Wirkung. Die natürlichen Inhaltsstoffe von Vollspektrum-CBD-Produkten unterstützen die CBD-Aufnahme im Organismus.

Zur Stressminderung und Druckentlastung dienen die innerlich einnehmbaren oder inhalierbaren CBD-Präparate. Auch CBD-haltiger Tee wäre eine Option. Bei Sportlern ist insbesondere der oxidative Stress ein wichtiger Faktor. CBD ist ein natürliches Antioxidans. Für die physiologischen, psychischen oder biologischen Regenerationsprozesse ist außerdem guter, tiefer und ausreichend langer Schlaf optimal. Er ist zudem motivationsfördernd. Wer wenig oder schlecht geschlafen hat, sieht dem Training mit Missmut entgegen. Die gute Laune ist dahin. Der angestrebte Regenerationsprozess verlief zudem nicht optimal. 

Hilfreich zur Verbesserung der Schlafqualität sind Produkte, die das Schlafhormon Melatonin und CBD enthalten. Melatonin wird von Natur aus beim Einsetzen der Dunkelheit im Organismus gebildet. Die Menge an Melatonin nimmt aber mit dem Alter ab. Zudem leben Sportler oft in hell erleuchteten Städten. Sie nutzen PCs, Smartphones, Tablets und Fernseher. Deren Strahlung kann noch bis zu 40 Minuten nach dem Abschalten nachwirken. Sie hält einen daher noch länger wach. Wer vor dem nächsten Training gut schlafen möchte, sollte sein Schlafzimmer abdunkeln und immer zur selben Zeit zu Bett gehen.

Da CBD einen beruhigenden Effekt hat, ist die Einnahme von CBD-Präparaten nach dem Training empfehlenswerter als vor dem Training. Zu beachten ist, dass die Unterstützung von CBD sehr individuell ausfallen kann. Manchen Sportlern helfen bereits kleine CBD-Dosen. Andere Sporttreibende benötigen vergleichsweise hohe CBD-Dosen. Das kann auf Dauer ziemlich teuer werden. Die Krankenkassen übernehmen keine Kosten für rezeptfrei erhältliche Nahrungsergänzung.

Neu auf dem Markt sind mit CBD angereicherte Cookies, Nussmuse oder Proteinriegel. Diese können als Pausensnacks der Regeneration dienen. Gleiches gilt für mit CBD versetzte „Power Sleep“-Fruchtgummis. Auch CBD-Kaugummi wäre eine Option. Zuckerfrei sollten alle süßen Sportler-Produkte mit CBD aber sein.

Fazit zur Anwendung und Wirkung von Cannabidiol im Sport

Auch wenn es bisher nicht allzu viele Langzeitstudien zu den detaillierten Wirkungen von CBD gibt, lässt sich bereits einiges feststellen. Die Erfahrung zeigt, dass viele sportlich aktive Menschen CBD sehr schätzen. Hätte es keine Wirkung, würden sie kein Geld dafür ausgeben. Ob das CBD als Monopräparat – beispielsweise als CBD-Salbe oder CBD-Öl – eingesetzt wird, oder als Bestandteil eines Präparates aus mehreren Zutaten genutzt wird, ist unterschiedlich.

Auch wenn CBD nicht bei jedem Sportler den gleichen Effekt hat, ist das Finden der individuellen Dosis und der wirklich nützlichen CBD-Präparate sinnvoll und es gibt inzwischen viele gute Berichte von Anwendern und deren CBD-Öl Erfahrungen. Die individuelle Dosis CBD gewährleistet nämlich mehr Entspanntheit, besseren Schlaf, weniger Stressfolgen sowie bessere muskuläre Regeneration. Oxidativer wie psychischer oder muskulärer Stress können durch CBD abgemildert werden. CBD wird von vielen Bodybuildern und Athleten als Salbe oder Gel zur Schmerzlinderung eingesetzt. 

Zudem dient CBD der Entzündungshemmung und der Vermeidung von ernsthafteren Verletzungen an der strapazierten Muskulatur. Wer sich nicht ausreichend lange regeneriert hat, erlebt umso schneller Verletzungs-Ausfälle. Diese wirken sich letztlich schlimmer aus als eine ausreichend lange Regenerationsphase. Alles, was die regenerative Phase unterstützt, hat für Sportler einen hohen Nutzen.

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