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Die 9 wichtigsten Aminosäuren und deren Wirkung!

Aminsosäuren sind ein wichtiger Bestandteil unseres Körpers. Durch sie finden wichtige Prozesse statt, wie die Herstellung von Proteinen und andere Körpergeweben. Diese werden zum Beispiel für den Aufbau von Haut und Haaren benötigt. Außerdem sind die Aminosäuren am Stofftransport beteiligt und bilden Enzyme und Hormone.
Es gibt viele verschiedene Arten von Aminosäuren, von denen neun besonders wichtig für euch sind. Du solltest sie dir merken, welche positiven Einflüsse sie auf dich und deinen Körper haben und welche Menge du von ihnen täglich benötigst.

Arginin
Arginin gilt als eine der am besten erforschten Aminosäuren und ist dafür bekannt, dass es den höchsten Stickstoffanteil unter ihnen aufweist. Dieser Stickstoff ist für den menschlichen Körper sehr wichtig, da andere Bestandteile der Nahrung, wie Fette und Kohlenhydrate keinen Stickstoff enthalten.
Arginin ist wichtig, wenn du krank bist. Dann sollte darauf geachtet werden, dass diese Aminosäure dem Körper durch die Nahrung ausreichend zugeführt wird. Es befindet sich in großen Menschen in verschiedenen Nüssen und Kernen, wie Kürbiskernen und Wallnüssen. Unter Anderem ist die Aminosäure an der Regulierung des Blutzuckers wichtig, da sie an der Produktion des Insulins beteiligt ist. Dies spielt vor allem für Diabetiker eine große Rolle. Auch den Blutdruck kann sie regulieren, da sie bewirkt, dass die Blutgefäße des Körpers flexiebler werden. Des Weiteren unterstützt Argenin das Immunsystem und ist bei den Männern an der Produktion des Spermas beteiligt. Aufgrund seiner wichtigen Aufgaben wird es auch essentielle Aminosäure genannt, also eine, die der Körper nicht selbst herstellen kann und die durch die Nahrung aufgenommen werden muss.

Carnitin
Carnitin ist besonders für Sportler besonders wichtig. Es ist an der Energiebereitstellung und der Fettverbrennung beteiligt. Durch das Carnitin können Fettsäuren in das Zellinnere gelangen, wo sie in Energie umgewandelt werden. Du solltest dir merken, dass dein Körper am Tag circa 300 mg dieser Aminosäure benötigt. In besonderen Situationen, wie zum Beispiel einer Schwangerschaft oder einer ausgiebigen, sportlichen Aktivität steigt der Bedarf. Etwa neunzig Prozent des Carnitins muss der Körper durch die Nahrung aufnehmen. Die Aminosäure befindet sich hauptsächlich im Fleisch.
Des Weiteren wirkt sich das Carnitin positiv auf die Fruchtbarkeit von Männern aus. Durch die Aminosäure werden die Spermien beweglicher und schneller, wodurch die Befruchtung der weiblichen Eizelle wahrscheinlicher ist. Das Carnitin sorgt dafür, dass geügend Fettsäuren in das Zellinnere des Spermiums gelangen, wo sie anschließend in Energie umgewandelt werden.
Auch die Immunfähigkeit der Zellen stärkt Carnitin und spielt ebenfalls für Diabetiker eine wichtige Rolle, da es den Glucosestoffwechsel verbessert.

Lysin
Lysin solltest du am Tag circa einen Gramm durch deine Nahrung zu dir nehmen. Auch diese Aminosäure kann hauptsächlich aus tierischen Quellen gewonnen werden. Allerdings gehören hier neben dem Fleisch auch Eier und Milch dazu.
Da Lysin an der Produktion des Carnitins beteiligt ist, spielt es ebenfalls indirekt eine wichtige Rolle bei der Energiebereitstellung und der Fettverbrennung. Des Weiteren wird Lysin hauptsächlich zur Behandlung von Herpes eingesetzt. Es verkürzt die Reaktionsdauer und kann außerdem verhindern, dass sich der Herpes weiter aubreitet.
Auch für stabile Knochen ist es wichtig. Es fördert die Kalziumaufnahme des Körpers und kann so einen Schutz gegen Osteoporose darstellen. Einige Studien sagen der Aminosäure nach, dass sie bei Stress und Angstzuständen helfen soll. Allerdings wird sie in diesem Bereich noch nicht zu therapeutischen Zwecken benutzt.

Cystein
Cystein ist bekannt für seine Beteiligung an der Herstellung von Haarkaretin und Kollagen. So ist es sehr wichtig für die Bildung von Haaren, Haut und Nägeln. Aus diesem Grund wird diese Aminosäure oft bei Menschen eingesetzt, die unter Haarausfall leiden. Schon nach kurzer Dauer der Anwednung ließ sich in verschiedenen Studien ein deutlich gesteigertes Haarwachstum erkennen.
Cystein ist ein Bestandteil der Verbindung Glutathion. Neben Cystein besteht es aus Glycin und Glutaminsäure. Diese Verbindung hat einen positiven Einfluss auf die Samenqualität und schützt die menschlichen Zellen vor negativen Veränderungen, die durch Stress verursacht werden können. Auch das Immunsystem unterstützt das Cystein und es beschleunigt den Heilungsprozess von Wunden und Entzündungen. Es ist des Weiteren ein häufiger Bestandteil von Hustensaft, da seine schleimlösenden Wirkungen gut erforscht sind.

BCAA
BCAA ist eine englische Abkürzung für den Ausdruck Branched Chain Amino Acids. Diese Aminosäurenkette besteht aus Valin, Leucin und Isoleucin und ist bei den Sportlern sehr beliebt. Sie ist am Muskelaufbau beteiligt und ein wichtiger Energieträger. Besonders in Muskelaufbauphasen solltest du diese Verbindung ausreichend zu dir nehmen. Neben der unterstützenden Wirkung beim Muskelaufbau reduziert er bei älteren Menschen den Muskelschwund. Dadurch werden gleichzeitig Beschwerden durch Osteoporose und Arthrose reduziert. Es wird empfohlen, circa 5000 mg BCAA täglich zu sich zu nehmen, damit es seine positiven Wirkungen entfalten kann. Wichtig zu wissen ist dabei, dass der Körper zur Verarbeitung des BCAA Vitamin B5, B6 und B7 benötigt. Im Falle eines Mangels einer dieser Vitamine kann auch die Wirkung des BCAA gehemmt werden.

Kreatin
Auch Kreatin ist für Sportler wichtig, da es an der Energieversorgung beteiligt ist. In den Organen kann der Körper das Kreatin aus anderen Aminosäuren selbst herstellen, allerdings wird empfohlen, es bei hoher sportlicher Aktivität zusätzlich einzunehmen. Der Körper gewinnt aus dem Stoff ATP die nötige Energie für alle Bewegungs- und Herstellungsprozesse. Das ATP, das in den Muskeln gespeichert ist, reicht nicht lange, um alle Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Dann kommt das Kreatin zum Einsatz, das in den Muskeln zu ATP umgewandelt wird. Kreatin solltest du bis zu drei Gramm täglich zu dir nehmen. Es befindet sich hauptsächlich in Fleisch. Bei Milchproduktion wurde nur eine geringe Menge der Aminosäure festgestellt.

Glutamin
Glutamin befindet sich in zahlreichen Produkten, die aus Weizen- oder Dinkelmehl bestehen. Auch in Hülsenfrüchten und Erdnüssen ist es angereichert. Es wird im Gehirn, der Lunge und der Skelettmuskulatur gebildet. Das Glutamin ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt, bei denen es zum Beispiel Glucose-Kohlenstoffketten synthetisiert und Proteine herstellt.
Wie viele andere Aminosäuren ist auch Glutamin im Sport sehr wichtig. Es ist unter Anderem am Muskelaufbau beteiligt. Bei starker, sportlicher Aktivität musst du darauf achten, dass du keinen Glutaminmangel bekommst. Das kann negative Folgen für den Körper haben und bis zum Stoppen der Proteinsynthese führen.

Tryptophan
Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure, der Körper kann sie also nicht eigenständig herstellen. Sie zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie an der Bildung von Proteinen beteiligt und eine Vorstufe des Hormons Melatonin ist. Deshalb wird das Tryptophan oft bei Menschen mit Schlafstörungen eingesetzt, da das Melatonin den Schlaf reguliert.
Auch bei der Bildung von Seratonin ist das Tryptophan beteiligt. Serotonin ist ein Hormon, das zum Beispiel Einfluss auf die Verdauung hat. Aber auch deine Stimmung reguliert es. Es entspannt dich und macht dich gelassener. Serotoninmangel kann im schlimmsten Falle sogar zu Depressionen führen. Deshalb ist es wichtig, dass du deinen Körper ausreichend mit der Aminosäure versorgst. Auch bei Diäten hilft das Serotonin, da es den Hunger hemmt. Pro Kilogramm Körpergewicht solltest du deinem Körper täglich etwa fünf Milligramm Tryptophan zuführen. Zu den Nahrungsmitteln mit einem hohen Tryptophangehalt zählen vor allem verschiedene Käsesorten, Nüsse, Samen und Fleisch.

Taurin
Die letzte der wichtigsten Aminosäuren ist das Taurin. Kleinkinder und Babys müssen sie durch die Nahrung aufnehmen, ältere Menschen können es selbst produzieren. Das Taurin findet man im Körper vor allem in den Zellflüssigkeiten in hohen Konzentrationen. Es ist im Körper an der Reizübertragung im Nervensystem, der Stabilisierung der Zellmembranen und der Unterstützung des Immunsystems beteiligt. Des Weiteren unterstützt es die Funktion unseres Auges und der Photorezeptoren, da es die Zerstörung der enthaltenen gesättigten Fettsäuren reduziert.
Auch für das Immunsystem spielt Taurin eine wichtige Rolle. Es ist in zahlreichen Bestandteilen des menschlichen Körpers, die mit den Abwehrkräften zu tun haben, enthalten. Dazu zählen unter Anderem die Leucozyten (weiße Blutkörperchen) und Thrombozyten (die Blutplättchen). Der Bedarf dieser Aminosäure liegt bei normalen Menschen etwa bei 200 und 500 mg täglich. Im Falle einer Krankheit wie Diabetes werden höhere Dosierungen benötigt. Die Menge kann hier bis zu 4000 mg am Tag betragen.

Wenn Du noch mehr über Aminosäuren und deren Vorteile und Nachteile, insbesondere für Sportler erfahren möchtest, empfehle ich die Aminosäuren im Überblick, wobei dort weitaus mehr, als die wichtigsten neun Aminosäuren aufgeführt werden.

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