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Die besten Blogs Deutschlands: Goldene Blogger – Nominierung als Bestes Sportblog

Da schreibe ich so mir nichts, dir nichts an meinem Sportblog vor mich hin und zack! – kommt nach zwölf Jahren Bloggerei plötzlich diese Nominierungs-E-Mail in meinem Postfach an: Nominiert als bestes Sportblog Deutschlands!

Passender Weise trägt die E-Mail die Ergänzung “Kein Witz” mit im Titel. Nach mehr als einer Dekade des Blogger-Awards GOLDENE BLOGGER, kennen die Verantwortlichen also schon die Reaktion der Nominierten. Für mich aber ist allein die Nominierung schon eine große Anerkennung. Nicht nur für die unzähligen Stunden, die in den letzten Jahren in mein Laufblog geflossen sind, sondern auch dafür, daß man sich noch die Zeit für das ausführliche, statische Schreiben nimmt.

In einer Zeit, in der zumindest Subjektiv alle Aufmerksamkeit in Richtung schnell vergänglicher Videoschnipsel und “Look at me!” Posts bei Instagram und anderen Plattformen geht, ist es wahres Balsam auf die Bloggerseele, wenn die eigene Arbeit heraussticht und sich eine Nominierung verdient. Und mit der Nominierung bin ich ja auch zumindest schon mal mindestens das drittbeste Sportblog Deutschlands.

Das sich die Goldenen Blogger anderen Kategorien geöffnet haben, ist sowohl an den Mitnominierten abzulesen, als auch an den Kategorien. Positiv aufgefallen sind der Jury neben mir auch der FRÜF-Podcast und Coach Esume.

Bei Ersteren handelt es sich um ein ganzes Kollektiv von mehreren Dutzend fußballbegeisterter Frauen, die mit ihrem Anfang letzten Jahres gestarteten Podcast „Frauen reden über Fußball“ einen ganz eigenen, weiblichen Blick auf die Fußballlandschaft werfen und sich auch Themen abseits des Mainstream widmen.

Coach Esume hingegen ist American Football. Er war selbst professioneller Spieler und Coach und ist nun als TV-Host und Speaker quasi das Gesicht, daß medial für American Football in Deutschland steht. Sowohl FrüF als auch Coach Esume beitreiben kleine klassischen Blogs, sondern nutzen andere Medienformate, um Inhalte zu kommunizieren und sich mit ihren Communities zu vernetzen.

Und dann also ich. Der Kilometerfresser und das zwölf Jahre alte Laufblog. Insofern treffen in gewisser Weise Tradition und Moderne aufeinander in der Kategorie Bestes Sportblog.

Ja, aber was ist denn nun das beste Sportblog Deutschlands?
Erstmal heisst es abwarten, denn zwischen Nominierung und dem großen Gala-Event liegen fast zwei Monate. Und dann am letzten Montag ist es soweit und Nominierte, Vorjahressiege und allerlei Prominente und Gäste sind zur großen Award-Gala zur schicken Microsoft-Residenz in Berlin, Unter den Linden, geladen.

Wie immer war es ein harter, innerer Kampf, ob ich an der Veranstaltung teilnehmen soll oder nicht. Es wäre der sechste Tag meiner Wasserfastenkur. Das heisst seit sechs Tagen keine einzige Kalorien verzehrt, ein Energielevel wie eine Weinbergschnecke und definitiv nicht kompatibel zum Gesamtkonzept eines Sektempfangs.
Auch wenn man es mir meist nicht anmerkt, bin ich doch ein eher introvertierter Typ mit einer ausgeprägten Bühnenphobie. Aber wenn ich etwas vom Laufen gelernt habe, ist es daß man seinen Schwächen nicht nachgeben darf und sich umso energischer dafür entscheiden muss.
Aber das ist ganz nebenbei auch einer der Gründe, warum ich eben Blogger bin und nicht Bühnenkomiker, Youtuber oder Pressesprecher.

Also auf zu Microsoft, wo es zunächst in ein oberes Stockwerk zu einem Vorabempfang für alle Nominierten geht. Es wird ein bisschen genetworkt, viele kennen sich wohl schon. Ich trinke stilles Wasser. Ich bin stilles Wasser.

Dann geht es endlich los mit der Hauptveranstaltung, in der es in insgesamt achtzehn Kategorien die Sieger zu küren gilt. Und den Einblick, den man an diesem Abend in die unabhängige Medienlandschaft bekommt, ist allein schon eine Empfehlung wert. Denn unter den Nominierten sind unglaublich Viele, die teils sehr innovative Projekte und Themenbereiche mit viel Herzblut vorantreiben – teils auch mit unternehmerischem Kalkül, aber Ruhm zahlt eben auch keine Rechnungen.
Viele dieser Namen und Gesichter kennt man aus den Mediennewslettern, Empfehlungslisten oder ist schon selbst durch Zufall darüber gestolpert – aber wenn man dann die Leute mal persönlich trifft, die beispielsweise hinter dem Business-Lion stehen oder hinter dem Volksverpetzer, ist das schon eine Inspiration. Auch profashionals einmal live und in Farbe zu sehen, war sehr interessant, denn meinen ersten Blog, den Fashion-Insider, habe ich ungefähr zur gleichen Zeit gestartet und seitdem immer weiter verfolgt.
Auf die Merkliste für nächstes Jahr kommt also schon mal, daß ich mir ein Ticket besorge für das Event, sofern mich nicht wieder das Nominerungsglück ereilt.

„Kommen wir zur Kategorie bestes Sportblog“ heisst es von der Bühne und Spot on, Pulsschlag auf Anschlag. Es passiert jetzt!
Zunächst werden die Nominierten vorgestellt und auf die Bühne gebeten. Coach Esume ist leider nicht da, aber dafür füllt das großzügig besetzte Team von FrüF die Bühne ausreichend und ich, der einsame Laufblogger suche mir ein Plätzchen, umringt von den Fußballmädels.
Es handelt sich bei unserer Kategorie um ein Juryvoting, wo also eine Expertenjury aus den Vorjahressiegern, die Gewinner bereits im Vorfeld ermittelte. Also ist der Goldene Umschlag auch schnell zur Stelle, schnelle geöffnet und…..

BESTES SPORTBLOG DES JAHRES ist der Podcast von Früf. Gratulation und Schwamm drüber, denn ich stand gerade das erste mal in meiner Sportlerlaufbahn auf dem Podium!
Jetzt ist nur die Frage, ob ich zweitbester oder drittbester Sportblog geworden bin? Auf jeden Fall schon mal der beste Laufblog des Jahres, in Ermangelung weiterer laufender Nominierter.

Aber auch ich bekomme noch meine Aufmerksamkeit in Form eines kleinen Interviews über mich und meinen Blog. Mein rechtes Bein schlottert beim sprechen, aber Kiefer und Hirn scheinen einigermaßen zu funktionieren. Vielleicht wäre das ohne die Wasserdiät doch etwas lustiger geworden – aber so sind wir Sportler eben. No Pain, no Gain! Wobei, in diesem Fall geht es ja um den Verlust an Gewicht. Renngewicht herstellen mit der Holzhammermethode.

Nur die Frage nach dem Zeitaufwand kann ich nicht so richtig beantworten, denn eigentlich ist es jede freie Minute, die in den Blog fliesst. Wenn ich also gerade nicht in meinem Hauptjob arbeite, laufe, schlafe oder mit meiner Familie unterwegs bin, tippe ich an meinem Blog vor mich hin. Zuviel Zeit also, wenn man sich ansieht, was ich als Stundenlohn bekommen würde. Aber darum geht es nicht, sondern es geht um Leidenschaft.

Und diese Leidenschaft lässt sich in fast 5.000 Blogbeiträgen, unzähligen Medaillen und Posts bei Instagram und Facebook ablesen. Wenn man beispielsweise nur eine Stunde für jeden Blogpost als Zeitaufwand bereichnet, bedeutet das, daß ich schon einhundertfünfundzwanzig 40-Stunden-Wochen an diesem Blog gearbeitet habe. Also fast drei Jahre Vollzeit – obwohl ich immer einen Hauptberuf hatte und den Blog nur nebenbei betreibe. Die Augenringe im Spiegel haben somit auch ihre Erklärung gefunden, denn meist blogge ich, wenn die anderen Zuhause noch schlafen.



Natürlich hätte ich gern gewonnen, aber so oder so, fühle ich mich durch diese Nominierung und auch durch das Feedback der Jury, der Mitnominieren und natürlich von Euch Freunden und Lesern sehr geehrt. Mein Laufblog ist nicht umsatzoptimiert (und soll es auch nicht werden) und eine echte Leidenschaft, die ich mit viel Zeit als Hobby betreibe. Also vielen Dank für die Aufmerksamkeit und Unterstützung, die ich von Euch bekomme, sei des durch die Teilnahme an solchen Awards oder auch einfach nur, wenn Ihr den Sports-Insider an Freunde weiterempfehlt oder meine Beiträge mal bei Facebook oder in einem Diskussionsforum etc. teilt.

Jetzt brauche ich nur noch Eure Hilfe bei der Entwicklung eines neuen Untertitels. Wie wäre es zum Beispiel mit:

  • Sports-Insider: Fast bestes Sportblog Deutschlands
  • Sports-Insider: Bestes Laufblog der Kategorie Sportblogs
  • Sports-Insider: Sieger der Herzen Sportblog Award Gewinner
  • Sports-Insider: Goldenes Sportblog des Jahres in Silber

    …andere Vorschläge?

Weitere Berichte über DIE GOLDENEN BLOGGER findet Ihr unter anderem bei zwei der drei Veranstaltern, also bei Franziska Bluhm und Thomas Knüwer. Aber auch GWUP, Alzheimerundwir, Groschenphilosophin und Halbtagsblog haben über ihre Nominierung und den Award-Abend geschrieben. Ein Statement zum Abend gibt es dann aber auch noch von den Veranstaltern selbst, per Video.

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