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Ernährung

Eier sind ein Nährstoffwunder

Eier hatten lange Zeit bei ernährungsbewussten Menschen keinen guten Ruf. Sie galten als Risikofaktoren für Arteriosklerose und Herzinfarkte. Doch entgegen der bisher bekannten Studien zeigen neue Untersuchungen interessanterweise genau das Gegenteil. So sollen Eier sogar davor schützen.

Ernährung sollte also immer ausgewogen sein. Gemeinsam mit regelmäßigem Sport hat man damit eine gute Grundlage für ein gesundes Leben gelegt. Übertreibungen bringen hier wenig. Da sieht auch der amerikanische Personal-Trainer Mike Vacanti ähnlich. Er transformierte in einem wahren Gewaltakt vor einigen Jahren die Brüder Staples. Die wollten ein annähernd gleiches Körpergewicht erreichen. Das Problem dabei war, dass sie 77 Kilogramm auseinander lagen.

Gesundes Essen ist die perfekte Basis

Vacanti gestaltete einen Trainings- und Ernährungsplan, mit dem ein Bruder zunahm, während der andere massiv an Kilos verlor. Eier spielten dabei eine gewichtige Rolle. Am Ende gelang die verrückte Herausforderung, doch Vacanti selbst hat andere Vorstellungen von einem gesunden Leben. Er rät dazu auf die Kalorien zu achten und an den Wochenenden nicht über die Stränge zu schlagen. Gesundes Essen ist seiner Meinung nach die perfekte Basis, um sein Gewicht zu halten.

Fünf Eier pro Woche sind das Limit

Schuld am schlechten Image der Eier waren bisher jene Studien, die Eier als bedenklich einstuften. Der Grund dafür lag in ihrem hohen Gehalt an Cholesterin. Dieses führt bekanntlich zu Ablagerungen in den Gefäßen und kann so zu Schlaganfällen oder Herzinfarkten führen. Doch diese Untersuchungen waren offenbar nicht umfassend genug.

Wie neue Forschungen zeigen, hängt das Risiko für diese Krankheiten davon ab, wie viele Eier wir pro Woche essen. Wer bis zu fünf Eier pro Woche zu sich nimmt, hat demnach ein geringeres Risiko an einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall zu erkranken. Ganz anders sieht es bei Menschen aus, die selten Eier zu sich nehmen. Damit hätten ältere Untersuchungen ironischerweise genau jenes Risiko unterstützt, das sie eigentlich vermeiden wollten.

Sport, Obst und Gemüse sorgen für den Ausgleich

Jetzt fragt Ihr Euch wahrscheinlich wie es zu so grundlegenden Fehlinterpretationen kommen konnte? Nun das scheint an den zu kurz gegriffenen Studien selbst zu liegen. Einige Wissenschaftler haben offenbar in ihrer Forschung die sportliche Betätigung und die restliche Ernährungsweise ihrer Studienobjekte zu wenig berücksichtigt. Schließlich ist es nicht erst seit gestern bekannt, dass regelmäßiger Sport und eine gesunde Ernährung mit Obst, Gemüse und ausreichend Ballaststoffen den Cholesterinspiegel sinken lässt.

Dazu kommt noch die erbliche Veranlagung der Betroffenen. Ob ein Mensch die Blutfette rasch wieder abbaut, oder dazu neigt diese im Körper abzulagern, hängt auch von den Genen ab. Offenbar spielt die Ernährung beim Cholesterinspiegel nicht eine so große Rolle, wie bisher angenommen. Blutfette entstehen in der Leber, Lebensmittel können die Höhe der Werte nur zu rund einem Viertel beeinflussen.

Weich gekocht, statt gebraten mit Speck

Daher gehen die Ernährungswissenschaftler nun davon aus, dass Eier grundsätzlich nicht schlecht sein müssen. Damit feiern die köstlichen Frühstückseier ihre Rehabilitation. Selbst die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat sich mittlerweile dieser Sichtweise angeschlossen. Wer gesund ist, kann durchaus drei bis vier Eier pro Woche essen, ohne ein Problem zu bekommen. Negative Folgen hat lediglich ein höherer Eierkonsum, der regelmäßig auf diesem Niveau stattfindet. Für uns bedeutet das ein genussvolles Osterfest.

Allerdings kommt es auch darauf an, wie wir die Eier zu uns nehmen. Besonders zu empfehlen sind weich gekochte Eier. Brät man ein Ei jedoch in Schmalz und genehmigt sich dazu auch noch gebratenen Speck, dann kann man dem Cholesterinspiegel förmlich dabei zusehen, wie er ansteigt. Es kommt also wie immer auf das Gesamtkonzept an.

Jede Menge wertvolle Inhaltsstoffe

Denn Eier sind gesünder als gedacht. Sie haben zwischen 70 und 90 Kilokalorien pro Stück. Sie sättigen und bieten gleichzeitig eine Menge an wertvollen Vitalstoffen. Dazu zählen etwa sieben bis acht Gramm hochwertiges Eiweiß, die Vitamine A, B2, D und E, Antioxidantien, sowie Eisen, Zink, Kalzium, Natrium, Selen, Lutein und Kalium.

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, sollte beim Einkauf darauf achten, dass er zu hochwertigen Produkten greift. Auf jedem Ei befindet sich ein Code. Die Zahl 0 steht dabei für Bioeier, die Zahl 1 für Freilandeier und die Zahl 2 für Eier aus Bodenhaltung. Diese Nummern zeigen uns an, wie das Tier gehalten wird. Immerhin ist bereits seit dem Jahr 2010 die Haltung in Legebatterien verboten. Wer Wert auf beste Qualität und eine artgerechte Haltung legt, sollte daher zu Bioeiern mit der Zahl 0 greifen. So tun wir uns und den Hühnern Gutes.

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