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Kündigung Fitnessstudio: Darf man wegen Corona kündigen?

Eine Frage, die sich wahrscheinlich gerade Viele angesichts der geschlossenen Fitnessstudios stellen. Wie verhält es sich mit Abonnements und Verträgen während der Corona-Krise?

Muss man sein Fitnessstudio weiterzahlen und darf man wegen Corona kündigen?
Natürlich kann man hier nicht ohne Weiteres verallgemeinern und sollte zunächst einmal in den Vertrag schauen, den man mit dem Fitnessstudio unterzeichnet hat.
Grundsätzlich ist es aber so, daß sich das Fitnessstudio zur Erbringung einer Leistung verpflichtet – nämlich der Bereitstellung von Fitnessgeräten, dem Fitnessraum und ggf. auch Kursen. Diese Leistung wird aktuell natürlich nicht erbracht, weshalb man auch von der Zahlungspflicht befreit wird.
Am besten sollte man daher dem Fitnessstudio mitteilen, daß man den Vertrag für die Zeit der Schließung ruhen lässt und idealer Weise auch den Lastschriftauftrag widerrufen. Denn, ob man die sonst abgebuchten Mitgliedsbeträge nach der Krise wiederbekommt ist fraglich.

Für eine komplette Kündigung des Vertrages reicht Corona als Grund allerdings nicht aus, da das Studio ja sehr wahrscheinlich nach der Corona-Krise wieder ganz normal öffnet und damit wieder den Mitgliedsvertrag erfüllt.

Soll man sein Fitnessstudio wegen Corona kündigen?
Bevor man sich entschließt den Fitnessstudiovertrag ruhen zu lassen oder zu kündigen, sollte man sich aber über die Konsequenzen bewusst sein und sich aus solidarischen Gründen lieber dagegen entscheiden. Denn auch für die Studios und deren Angestellte und Trainer, ist Corona eine existenzbedrohende Situation. Denn Miete und Gehälter laufen weiter, und gerade freie Fitnesstrainer und Personal Trainer, die für unterrichtete Kurse oder Trainerstunden bezahlt werden, stehen mitten in einem riesigen Umsatzeinbruch. Wenn ihr also mithelfen wollt, daß Eure Trainer und Euer Studio nach der Krise tatsächlich wieder aufmachen kann, dann lasst den Vertrag vielleicht doch lieber laufen und zeigt Euch solidarisch mit Eurem Fitnessstudio.

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2 Kommentare

  • Antworten Julius 25. April 2020 um 19:46

    Zeigt euch solidarisch, kann ich als angestellter Trainer und im Sinne aller MItarbeiter sagen. Irgendwann sind wohl alle Home-Workouts eingestellt und durchgepowert.
    Bestimmt gibt es auch in deinem Studio Angebote/Gutscheine nach der Coronia-Sperrzeit um wieder fit ins Training zu starten.
    sportliche und gesunde Grüße
    Julius

  • Antworten Peter 14. Mai 2020 um 21:45

    Ich kann das verstehen bei inhabergeführten Fitnessstudios. Aber einem Laden wie McFit braucht man sich nicht solidarisch erklären. Das ist ein riesen Konzern mit ca. 313 Mio € Umsatz. Das McFit sich „mittelständisch“ auf der eigenen Homepage bezeichnet ist eine Farce! Dem soll ich als Fließbandarbeiter also mein Geld spenden? Ist ja wohl ein Witz.

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