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Vorsicht: Die 5 schlechtesten Nahrungsmittel für die Gehirn-Gesundheit

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Die 5 schlechtesten Nahrungsmittel für die Gehirn-Gesundheit

Die Lebenserwartung steigt. Eine tolle Sache, aber was passiert, wenn wir etwa an Alzheimer erkranken? Auch mit Demenz ist nicht zu spaßen – ungefähr 8,6 % der Bevölkerung ab 65 Jahren leidet an der Gehirnstörung. Vielleicht ist dir dies bereits bekannt und du versuchst aktiv gegenzusteuern und mit Brainfood Dein Gehirn zu trainieren. Gut so!
Denn eine gesunde Ernährung und ein aktiver Lifestyle kann dabei helfen, auch im Kopf fit zu bleiben. Wenn es dir aber wirklich Ernst ist mit der Gehirngesundheit, dann versuchst du besser, die folgenden 5 Lebensmittel zu vermeiden. Warum? Weil sie wahres Gift für deine Synapsen sind …

1. Snacks aus dem Backshop

Es gehört für die meisten von uns zur Routine – am Morgen noch mal schnell beim Bäcker oder Supermarkt ein paar Brötchen mitzunehmen. Ganz besonders lachen uns Croissants, Franzbrötchen und vielleicht sogar Pfannkuchen an.
Eine ganz schlechte Idee – aus verschiedenen Gründen! Zum einen enthalten Backwaren Gluten, was von vielen Leuten nicht vertragen wird. Aber mehr noch: Das natürlich vorkommende Bindemittel kann den Darm durchlässiger machen und dafür sorgen, dass Giftstoffe in die Blutbahn gelangen. In der Folge kann es zu Entzündungsprozessen im ganzen Körper, inklusive dem Gehirn, kommen. Wie gut dies für deine kognitive Leistungsfähigkeit ist, kannst du dir selber denken …

Richtig gefährlich wird es jedoch, wenn die süßen Teilchen in Transfetten ausgebacken wurden. Das Gehirn ist auf gesunde Omega Fettsäuren angewiesen, um richtig zu funktionieren. Nehmen wir Transfette zu uns, werden diese vom Gehirn aufgenommen und behindern die Kommunikation zwischen den Neuronen. Mittlerweile wird sogar vermutet, dass auch das Entstehen von Depressionen und sogar Alzheimer begünstigt wird. Gerade wenn du einen Job hast, der dich kognitiv voll fordert, solltest du die Route zur Bäckerei aus deinem Navi löschen! 

2. Lebensmittel mit hohem glykämischen Index (GI)

Was haben Pfannkuchen mit Pflaumenmus und Reis gemeinsam? Klar, sie treiben Blutzucker in die Höhe! Beim Training mag es angebracht sein, schnell verfügbare Energie bereitzustellen. Gesund ist es aber nicht, Lebensmittel mit einem hohen GI zu sich zu nehmen. In manchen Fällen meinen es wir ja nur gut. Ein bekanntes Beispiel ist der Fruchtsaft am Morgen. Und sorry: Auch die Smoothie-Bowl die du im Baliurlaub kennengelernt hast katapultiert dein Insulin in die Höhe. Versteh mich nicht falsch: Obst und Gemüse ist natürlich reich an Nährstoffen, welche deinem Körper helfen, sich selbst zu heilen. Trotzdem macht es Sinn, zu häufige Blutzuckerexplosionen in der Blutbahn zu vermeiden. Dies hat einen einfachen Grund:

Es besteht ein Zusammenhang zwischen einer hochglykämischen Diät und Depressionen. Gerade ältere Frauen müssen aufpassen! Depressionen werden generell unterschätzt und oft überhaupt nicht in Verbindung mit kognitivem Verfall in Verbindung gebracht. Fakt ist aber, dass die Krankheit das Gehirn auch physisch schädigen kann. So kann etwa der Hypocampus schrumpfen. Das Risiko, später an Demenz zu erkranken, erhöht sich.

Generell macht es Sinn, weniger Zucker zu sich zu nehmen. Warum? Weil Zucker die Insulinausschüttung anregt. Paradoxerweise sorgt dies aber auch zu einem Insulinmangel im Gehirn. Eine schlechte Nachricht, wenn man weiß, dass das Gehirn von Insulin abhängig ist, um sich vor der Entstehung von Alzheimer-Ablagerungen zu schützen. Darüber hinaus begünstigt Zucker Entzündungsprozesse im Körper und kann auch eine gesunde Darmflora in ein Brache verwandeln. All dies schadet deinem Gehirn! Deshalb achte immer auf einen niedrigen glykämischen Index – wenn du schon Kohlenhydrate konsumierst.

Wer die Effekte von Zucker auf den Körper einmal genauer kennenlernen möchte, kann sich beispielsweise an der Zuckerfrei Challenge versuchen. Ich habe das auch schon ausprobiert und die Effekte sind wirklich überraschend.

3. Alkohol

Was ist eigentlich dran an der Aussage, Alkohol in Maßen wäre gut für das Gehirn? Ist dies nur eine Ausrede von Leuten, die gern mal einen über den Durst trinken? Jein. In der Tat gibt es zahlreiche Studien, die sich mit den Auswirkungen von Alkohol auf die Hirngesundheit auseinandersetzen. Zu diesen lässt sich sagen, dass moderater Konsum alkoholischer Getränke im mittleren Alter (35-55) in der Tat das Risiko an Demenz zu erkranken senkt. So wurde eine Gruppe von über 9.000 Menschen 23 Jahre lang wissenschaftlich begleitet. Das Resultat: Wer komplett abstinent lebte, hatte ein höheres Risiko, dement zu werden!

Doch bevor du jetzt deine Freunde anrufst, um die nächste Kneipentour zu planen, muss ich dich enttäuschen. Exzessives bechern ist nämlich sehr schlecht für das Gehirn. Das Limit lag in der Studie bei 14 Einheiten Alkohol in der Woche, bevor es schädlich wird. Eine Einheit umfasst dabei 8 g Alkohol. Mehr als 5 große Bier in 7 Tagen darf es daher nicht sein. 

Natürlich ist auch an einem Vollrausch nichts „gepflegt“. Kann deine Leber Alkohol nicht mehr schnell genug abbauen, steigt die Konzentration von Ammoniak in der Blutbahn und du kannst deinen Gehirnzellen Lebewohl sagen … 

4. Lebensmittelfarbe und Zusatzstoffe

Du achtest auf deine Ernährung? Sehr gut, aber wie schaut es bei deinen Kindern aus? Viele Süßigkeiten sind voll von E-Zusätzen und synthetischen Lebensmittelfarben. Klar, das sieht wild aus, aber ist ganz und gar nicht gut für das Gehirn. In den USA, wo E-Stoffe noch wesentlich verbreiteter sind als hier, geht die Anzahl der verhaltensgestörten Kinder durch die Decke. Unter anderem werden auch jene teils umstrittene Zusätze dafür verantwortlich gemacht. Dabei existieren gute Alternativen. Rote Beete erzeugt ein leuchtendes Rot und Spirulina ein tolles Grün. Wer sich optimal ernähren möchte, sollte von Süßigkeiten nicht nur wegen des Zuckergehalts Abstand nehmen!

5. Vegane Fleischersatzprodukte

Selbst wer nicht vegetarisch lebt, weiß wahrscheinlich, dass rotes Fleisch nicht besonders gesund ist, wenn es im Übermaß genossen wird. Auf Fleischersatz wie etwa vegane Burger umzusteigen ist aber auch keine gute Idee. Der Grund hierfür liegt nicht unbedingt in den Inhaltsstoffen. Es gibt keine Belege, dass „falsches Fleisch“ die kognitive Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. Was jedoch stimmt, ist, dass die Textur solcher Produkte nur durch eine hochgradig maschinelle Verarbeitung der Zutaten erreicht werden kann. Manche Ernährungswissenschaftler sind der Meinung, dass man sich mit dem Verzehr von industriellem Fleischersatz in falscher Sicherheit wiegt. Schnell kann es so passieren, dass du ein ungesundes Lebensmittel durch ein anderes noch ungesünderes ersetzt.

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Worauf kommt bei einer optimalen Ernährung für das Gehirn an?

Wenn du auf deine Gesundheit großen Wert legst, solltest du deine Ernährung umstellen. Dies bedeutet nicht, dass du dir jede Freude im Leben versagen musst. Es ist normal, seinen Gelüsten manchmal nachzugeben. Schließlich sind wir biologisch darauf ausgerichtet, fettige und süße Lebensmittel zu bevorzugen. In Zeiten des Überflusses ist es jedoch wichtig geworden, sich zu beschränken, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Ein kleines Stück rotes Fleisch, ein Stück Schokolade oder ab und zu ein süßes Teilchen zum Kaffee sind durchaus vertretbar. Die Dosis macht das Gift. Aber wenn dir deine geistige Leistungsfähigkeit ins hohe Alter erhalten möchtest, kann es sinnvoll sein, auf schädliche Lebensmittel großteils zu verzichten.

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