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Browserverlauf: Was ich im November 21 noch so gelesen habe

Man soll sich nicht selbst loben, aber mit meinem Projektstart für den Ausbau eines Home Office, lag ich dann wohl doch nicht so falsch. Denn inzwischen ist wohl ziemlich klar, daß uns Omicron einen weiteren sehr eingeschränkten Winter beschert und sich die Rückkehr zum „so wie es früher einmal war“, noch etwas verschiebt. Aber egal, was kommt, nehme ich Euch wieder mit zu einem Einblick in meinen Browserverlauf und damit zu Themen und interessanten Beiträgen, die ich im letzten Monat gefunden habe.

Ein erster, großer Themenkomplex, mit dem ich mich beschäftigt hatte, war wieder einmal die Ernährung. Das ich aus drei Richtungen immer wieder auf einen gleichen Nenner kommen würde, war dabei das Spannendste. Das Diabetes auf dem Weg zur Volkskrankheit ist, ist ja nun keine Überraschung mehr, aber wie wichtig der Insulinspiegel auch in Bezug auf den Fettaufbau ist, kann man hier gut nachlesen. Eigentlich wollte ich ja mehr über Insulin in Hinsicht auf meine Wettkampfernährung bei Marathons erfahren, aber es sieht wohl so aus, daß meine Süßigkeitensnackattacken über Stress und die damit bedingte Cortisol-Ausschüttung begünstigt wird.
Ich werde das bestimmt mal mit einem Glukose-Sensor genauer beobachten, auch um meine Marathonernährung besser zu steuern. Interessanter Weise hatte ich mit meinem Zahnarzt auch ein Gespräch darüber, wie Insulinresistenzen und Covid zu einer höheren Sterberate führen. Ein weiterer Grund also, sich langfristig mal mit dem eigenen Blutzuckerspiegel und Zucker in der Nahrung auseinanderzusetzen.

Etwas überrascht war ich auch bei den Zahlen, die neu zum Thema CO2-Ausstoß und Streaming erschienen sind. Natürlich habe auch ich Netflix und streame auch Musik über verschiedene Dienste. Und dabei schickt man dann eben immer Datenpakete rund um den Erdball und erzeugt ordentlich Wärme auf den Servern, die dann wiederum gekühlt werden müssen. Wie gigantisch diese Datacenter sind, kann man anhand älterer Beiträge wie bei Basic Thinking oder hier nur erahnen. Für Brandenburg wurden ja die Pläne für neue Google Rechenzentren gerade verworfen, wohl aus Wassermangel. Jedenfalls gingen gerade die Headlines durch die Medien, daß inzwischen Streaming mehr CO2 ausstößt, als der gesamte globale Flugverkehr. So clean, wie sich das Digitale immer gibt, ist es eben doch nicht. Ein paar Tipps, wie man umweltfreundlicher streamen kann, gibt es übrigens hier.

Und dann doch noch einmal Corona. Wahrscheinlich habt ihr auch die Aktion #zusammengegencorona von vielen Unternehmen mitbekommen, die ihre Markenlogos so geändert haben, daß das Wort „Impfen“ darin vorkommt. Zunächst habe ich das auch abgefeiert, bin aber inzwischen doch eher kritisch eingestellt. Denn letzlich sehe ich drei große Probleme mit der Kampagne.

Erstens liefert sie absolut ZERO, NULL Argumente, womit Impfunwillige nun umgestimmt werden könnten. Lässt sich Jemand, der aus irgendwelchen Gründen Angst vor der Impfung hat, nun impfen, weil Porsche und andere ihr Logo ändern? Ich glaube kaum.

Zweitens sind an der Kampagne auch diverse Unternehmen beteiligt, die in der Vergangenkeit ja besonders herausragend NICHT für ihr Interesse an der Volksgesundheit aufgefallen sind. McDonals insbesondere, aber auch die Autohersteller Porsche, BMW und Mercedes kann man kritisch sehen. Glaubwürdiger macht es gerade McDonalds jedenfalls nicht.

Drittens und damit der Hauptpunkt, ist der tatsächliche Aufwand der Unternehmen. Soweit mir bekannt ist, leisten die beteiligten Unternehmen keinen Beitrag, außer ihre kommunikative Reichweite. Man ändert also schnell das Logo, schiebt es durch den Applausometer im Social Media, wo dann andere Marketingleute und Impfbefürworter abfeiern, wie krass man sein Logo geändert hat. Das produziert jede Menge Lärm, aber ich sehe nicht, wie auch nur eine Impfdosis mehr verimpft wird oder ein Impfgegner überzeugt wird. Effekthascherei in der Pro-Impfbubble, würde ich sagen. Und selbst bei den Impfwilligen liegen die Herausforderungen heute oft in der Logistik. Zu wenig oder der falsche Impfstoff an der falschen Stelle, zu wenig Impfkapazitäten, lange Wartezeiten, schlechte Versorgung im ländlichen Raum.

Man stelle sich also mal vor, daß #zusammengegencorona die mehr als 1.000 McDonalds Fillialen, die Autohäuser von Porsche, BMW und Mercedes und deren Fahrzeug- und Teilelogistik, kombiniere das Ganze mit den Sportärzten von adidas und deren gesponserten Sportvereinen, sowie den Betriebsärzten der beteiligten Unternehmen…. Ja, klar – es ist unrealistisch, das alles zu koordinieren. Aber so hätte man tatsächlich auch mehr Impfungen bekommen können.

Jetzt ist es halt wieder so eine „Oh mein Gott, jemand müsste mal etwas tun“ Kampagne, wo der Absender in der Regel fordert, daß andere etwas tun. Und es beim reinen Fordern und Fingerzeigen auf das Problem belässt. Aber Schwamm drüber. Ich hoffe jedenfalls, daß es trotzdem zu zusätzlichen Impfungen führt, wobei sich mir nicht erschließt, wie man die Herausforderungen der aktuellen Impfkampagne damit ernsthaft verbessert.

Aber Themenwechsel. Denn ich muss so langsam mal mit meinem Training für den Treppenmarathon beginnen und arbeite mich daher gerade in das Treppentraining ein. Den wahrscheinlich umfangreichsten Trainingsplan dazu, habe ich bei Nadin gefunden, aber was mir am meisten fehlt, sind Treppen. Wer also noch Tipps für möglichst lange, gleichmäßige Treppen hat, immer her damit. Denn mehr als 8.000 Höhenmeter sind im Wettkampf über Treppen zu bewältigen – da trainiere ich lieber nicht auf einer 10-Meter-Treppe.

Wir lesen uns dann wieder im Januar mit meinen Entdeckungen aus dem Dezember. Habt eine schöne Zeit und kommt gut ins neue Jahr!

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