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MyFitnessPal vs. MyNetDiary: Welche ist die beste App zum Kalorien-Tracking?

Viele Menschen setzen inzwischen für alle Bereiche ihres Lebens auf Apps. Einen großen Platz nehmen Gesundheit und Ernährung ein. Apps helfen nicht nur, die tägliche Schrittanzahl zu tracken, oder wie lange man am Tag gestanden hat, sondern sie unterstützen auch beim Zählen von Kalorien.

Zwei große Anbieter sind dabei MyFitnessPal und MyNetDiary. Es folgt eine Vorstellung der beiden Apps und ein Fokus auf die Sicherheit der eigenen Daten, wenn man solche Apps verwendet. Eins kann man vorwegnehmen: es lohnt sich, ein VPN zu benutzen.

Gemeinsamkeiten von MyFitnessPal und MyNetDiary

  • Bei beiden Apps kann der Nutzer sich hinsichtlich seiner täglichen Kalorienzufuhr und der Nährstoffaufnahme ein persönliches Tagesziel setzen.
  • Man kann per Smartphone-Kamera die Barcodes der Produkte scannen und so alle wichtigen Informationen erhalten.
  • Die Apps merken sich die Lebensmittel, die man regelmäßig konsumiert, und erstellen anhand dessen Ideen für Gerichte.
  • Man kann sich in der Online-Community mit Gleichgesinnten austauschen.

Vorteile, Nachteile und Unterschiede bei MyFitnessPal und MyNetDiary

MyFitnessPal

  • Die Datenbank hat manchmal mit Verbindungsproblemen zu kämpfen und ist dann nicht erreichbar.
  • Es poppen immer mal wieder Werbeanzeigen auf; MyNetDiary ist hingegen werbefrei, sowohl in der gratis wie auch in der Premiumversion.

MyNetDiary

  • Auch hier kann man die Datenbank manchmal aufgrund von Verbindungsproblemen nicht erreichen.
  • Die Auswahl an sportlichen Übungen ist begrenzt.
  • Die App eignet sich nur für Menschen, die Gewicht verlieren oder halten wollen; wer Gewicht zunehmen möchte, kann mit der App leider nicht arbeiten.

Die Datenbanken der Kalorienzähler-Apps

Die Datenbanken sind die wichtigste Grundlage beider Apps. Doch deren Aufbau und Pflege handhabt jede App anders:

MyFitnessPal

MyFitnessPal besitzt eine riesige Datenbank mit über 11 Millionen Lebensmitteln, so dass man praktisch jedes Lebensmittel in der Datenbank finden kann. Die immense Anzahl an Lebensmittel basiert vor allem auf den Einträgen von Nutzern, denn jeder kann der Datenbank etwas hinzufügen.

Das führt allerdings dazu, dass viele Einträge falsch oder unvollständig sind; manche Lebensmittel finden sich auch doppelt in der Datenbank oder sind schlicht veraltet.

MyFitnessPal erfasst bei den Lebensmitteln 20 Nährstoffe und Mineralien.

MyNetDiary

MyNetDiary verfügt dagegen über ca. 950.000 professionell erfasste Lebensmittel mit genauen Angaben zu den Portionen. Es deckt die Märkte in den USA, Kanada, Großbritannien und Australien ab.

Damit ist die Datenbank deutlich zuverlässiger, und Duplikate sind seltener vorhanden. Die Mitarbeiter prüfen die Lebensmittel, bevor sie überhaupt eingetragen werden. Das verhindert, dass ein und dasselbe Lebensmittel mehrfach und mit unterschiedlichen Informationen auftaucht.

Bei MyNetDiary kann man auch Restaurants in die Datenbank aufnehmen lassen. Dafür sendet man ein Foto des Essens oder die URL des Restaurants an die App, und der Anbieter pflegt das Restaurant in die Datenbank ein. 

MyNetDiary erfasst 37 Nährstoffe und bietet damit insgesamt detailliertere Informationen.

Sicherheit der Apps zum Kalorien-Tracking

Bei beiden Apps muss der Nutzer sensible Daten über sich weitergeben. Dazu gehören Größe, Gewicht und andere Gesundheitsdaten. Darüber hinaus kann man die Apps mit anderen Gesundheitsapps verknüpfen, so dass diese Daten untereinander austauschen können.

Um die Sicherheit zu gewährleisten, bietet es sich an, dass der Nutzer ein VPN (Virtual Private Network) verwendet. Damit werden die Daten zunächst verschlüsselt an einen VPN-Server übermittelt, bevor sie dort entschlüsselt und an die Server von MyFitnessPal oder MyNetDiary gesandt werden.

Der Nutzer geht so sicher, dass Dritte die Daten nicht abfangen. Vor allem, wenn man über öffentliche und meist ungeschützte Netzwerke mit dem Internet verbunden ist, bietet sich diese Lösung an.

Design

Vergleicht man die Benutzeroberflächen der beiden Apps, fällt auf, dass MyNetDiary übersichtlicher und intuitiver aufgebaut ist.

Die Übersicht bei den Lebensmitteln wird bei MyNetDiary zum Beispiel mit einem Foto abgerundet. Zudem erhält der Nutzer anhand eines Tortendiagramms einen unmittelbaren Eindruck über die wichtigsten Nährstoffbestandteile eines Lebensmittels.

Beide Apps legen dagegen Wert darauf, dass die Kalorieneingabe – um die es ja hauptsächlich geht – einfach zugänglich ist. Mit wenigen Berührungen wählt man die Menge aus, die man gegessen hat, und die App ermittelt automatisch die Kalorienzahl und addiert diese zum Gesamtergebnis.

Auch bei der graphischen Darstellung der Menüs liegt MyNetDiary vorne. Kalorien und Einheiten sind optisch mehr hervorgehoben, und es gibt bei den verschiedenen Menübestandteilen kleine Grafiken. Eine Erdbeere als Vorschlag für das Frühstück wird zum Beispiel auch durch eine kleine Erdbeere illustriert.

Fazit zum Vergleich der Apps zum Kalorien-Tracking und Alternativen zu MyFitnessPal und MyNetDiary

Welche App letztlich am besten ist, hängt stark von den eigenen Vorlieben und Ansprüchen ab. Das Grundprinzip der beiden bekannten Apps ist dasselbe.

Möchte man als Nutzer zum Wachstum der Datenbank beitragen, legt aber eher weniger Wert auf das Design einer App, ist MyFitnessPal die richtige Wahl. MyNetDiary ist grafisch etwas ansprechender, filtert aber von vornherein Einträge für die Datenbank. Bei dem Thema Datensicherheit sollte man bei beiden Apps vorsichtig sein und auf ein VPN setzen.

Eine neue, aufstrebende App für die Themen Kalorienzählen, Abnehmen und gesunde Ernährung ist übrigens UPfit. Ein Ausführliches Review dieser Alternative zu MyFitnessPal und MyNetDiary stellen wir Euch in Kürze vor.

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