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7 Etappen Wanderweg vom Fernpass nach Landeck – Starkenberger Panoramaweg

Wer in der Ferienregion Imst seinen Urlaub verbringt, sollte den Starkenberger Panoramaweg nicht verpassen. Über sieben einfach zu bewältigende Etappen führt dieser wunderschöne Weitwanderweg über insgesamt 57 Kilometer vom Fernpass bis nach Nassereith und streift dabei immer wieder die Via Claudia Augusta, einen hunderte Jahre alten Pfad, den die Römer dann im Jahr 15 vor Christus zu einer antiken Fernstraße ausbauten.

Bevor man sich allerdings auf den Weg macht, empfiehlt es sich, einmal im Tourismusbüro in Imst vorbeizuschauen und sich bei seinem Hotel den Urlaub(s)pass aushändigen zu lassen, den man dort kostenlos als Tourist erhält. Denn mit diesem Urlaub(s)pass kann man den Postbus kostenlos benutzen, um damit zu den Einstiegsstellen auf den Starkenberger Panoramaweg zu kommen oder auch nach der Wanderung wieder zurück ins Hotel. Wer es gemütlicher mag, kann ebenfalls den Bummelbär kostenlos benutzen, einen kleinen Zug auf Rädern, der dann gemütlich neben der Straße durch das Tal fährt.
Im Tourismusbüro kann man sich neben den Wanderkarten auch ein kostenloses Stempelheft für den Starkenberger Panoramaweg bekommen und dann an den jeweiligen Kontrollpunkten auf dem Panoramaweg abstempeln. So kann man sich dann das Wanderabzeichen des Starkenberger Panoramawegs in Bronze, Silber oder Gold im Tourismusbüro aushändigen lassen, wenn man zwei, vier oder sechs Stempel in seinem Heft hat.

Starkenberger Panoramaweg: Abschnitt 1 (Fernpass – Nassereith)
Wir haben uns gleich am ersten Tag unserer Reise auf die erste Etappe des Panoramawegs gewagt. Da wir morgens leider etwas zu sehr gebummelt haben, wurden wir netter Weise vom Hotel direkt zum Fernpass gebracht, damit wir nicht auf den nächsten Postbus warten müssen. Vielen Dank nochmal, an dieser Stelle!

Los ging es also gleich mit dem ersten Stempel in unser Heft und dann ab auf die Strecke. Schon gleich vom Beginn an, bietet sich ein schöner, weiter Blick ins Tal, während man sich an der Felswand entlang weiter hinab in Richtung Tal schlängelt. Gerade für unseren Wandereinstieg in den Urlaub war die Strecke perfekt, da es fast ausschließlich bergab ging und es damit auch für die Kids nicht zu anstrengend wurde.

Nach einer Weile beginnt dann auch das erste Mal der Fernsteinsee durch die Bäume durchzublitzen und auch schon aus der Ferne leuchtet das türkise Wasser mit einer magischen Anziehungskraft. Und immer wenn man sich denkt, wie beeindruckend schön der Blick gerade ist, biegt man um die nächste Kurve und es wird noch einmal schöner. Und so setzt sich der Weg fort, bis man schließlich an den Spuren der römischen Wagen, die sich in den Stein geschliffen haben vorbei ist, und zum Schloss Fernstein gelangt.

Von dort hat man auch wieder einen atemberaubenden Blick über den See, aber so wie die Römer hier schon rasteten und die Pferde wechselten, kehrten auch wir erstmal für eine kleine Erfrischung in das Schlosscafe ein, bevor wir uns auf den Weg machten, den Fernsteinsee zu Fuß zu umrunden. Diese Umrundung ist zwar nicht teil der offiziellen Strecke des Starkenberger Panoramawegs, aber wenn Ihr erstmal in der Nähe seid, werdet ihr verstehen, daß man an so einem Naturkunstwerk nicht einfach vorbeiläuft.

Ich habe mich dann auch noch dazu hinreißen lassen, die Wassertemperatur bei einem kleinen Schwimmversuch zu testen und kann Euch versichern, daß der Fernsteinseh zu den kältesten Bergseen der Region Imst gehört und daher maximal erfrischend wirkt. Jedenfalls fiel meine Schwimmrunde etwas kürzer aus und wir entschieden uns, den See noch einmal per Ruderboot zu erkunden. Diese kann man im Cafe ausleihen und auch das ist ein Tipp, für den man sich unbedingt die Zeit nehmen sollte. Denn vom Wasser aus ergeben sich noch einmal ganz neue, wundervolle Blicke auf den See und die Berge.

Nach diesem etwas längeren Zwischenstopp ging es dann weiter Richtung Nassereit. Dieser zweite Abschnitt der ersten Etappe ist leider nicht ganz so spektakulär, aber man ist ja ohnehin noch vollgesogen mit den Eindrücken vom Abstieg vom Fernsteinsee.

In Nassereith angekommen, haben wir leider ein wenig Pech. Denn der Bummelbär, der uns von Nassereith zurück ins Hotel bringen sollte, hat ausgerechnet an diesem Tag einen platten Reifen und fällt daher aus. Also haben wir uns ganz umsonst im Sturmschritt beeilt, um rechtzeitig zur Abfahrtszeit anzukommen. Aber kein Problem, denn wir nutzen die Zeit bis der nächste Postbus kommt einfach für eine kleine Pause und erfrischen uns im Platzhirsch Cafe am Postplatz.


Die Fahrt mit dem Postbus ist dafür aber auch deutlich schneller und nach nur 15 Minuten sind wir wieder zurück am Hotel. Mit unserer Extrarunde um den Fernsteinsee haben wir den ersten Abschnitt des Starkenberger Panoramawegs auf knapp 13km verlängert und sind insgesamt 3 Stunden gelaufen.
Wenn man das Bootfahren und die Pausen dazurechnet, waren wir insgesamt 5 Stunden unterwegs.

Wenn man sich aber an die Originalstrecke hält, ist man auch als weniger schneller Wanderer leicht unter 2,5 Stunden im Ziel. Ich würde eher von 2 Stunden ausgehen. Wer also fit ist und früh losgeht, kann locker auch 2 Abschnitte an einem Tag wandern, da jeder Abschnitt maximal 10km Distanz hat.

Die weiteren Abschnitte sind:

  • Abschnitt 2 (Nassereith – Obtarrenz) – 10.1km
  • Abschnitt 3 (Obtarrenz – Tarrenz) – 4.3km
  • Abschnitt 4 (Tarrenz – Imst) – 8.5km
  • Abschnitt 5 (Imst – Imsterberg) – 10.4km
  • Abschnitt 6 (Imsterberg – Kronburg) – 9.8km
  • Abschnitt 7 (Kronburg – Landeck) – 7.4km

Leider haben wir die anderen Streckenabschnitte des Starkenberger Panoramawegs dann nur noch angeschnitten, da wir so viele andere Erlebnisse und Wanderungen für unseren Aktivurlaub in Imst auf dem Programm hatten. Aber bei unserem nächsten Aufenthalt schaffen wir sicher auch noch die anderen Etappen – für Trailrunner und Ultraläufer dürfte es auch möglich sein, den gesamten Weg in einem Tag zu laufen, wenn man ausreichend gut trainiert ist.

Alle Infos zum Starkenberger Panoramaweg findet Ihr hier oder in den Tourismusbüros der Ferienregion Imst.

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