Ernährung

Rotwein – Wundermittel für Herz und Kreislauf

Fotos: Rotwein

Schon im Altertum galt Wein als ein ganz besonderer Tropfen als Zeichen von Eleganz und unverfälschter Reinheit. Doch erst in heutiger Zeit wurden seine positiven Eigenschaften auf Herz und Kreislauf wissenschaftlich nachgewiesen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem Rotwein zu.

Die Studien beweisen es
Inzwischen ist das Wissen um die herzstärkende Wirkung von Rotwein fast zum Allgemeingut geworden. Natürlich wird sich manch einer fragen, ob diese Wirkung tatsächlich vorhanden und belegbar ist. Und tatsächlich: Mehrere wissenschaftliche Studien haben die positive Wirkung von Rotwein nachgewiesen.

Da wäre zuerst einmal das “French Paradoxon” zu nennen. Dieses beruht auf statistischen Erhebungen. Es wurde festgestellt, dass das Sterberisiko der als Rotweintrinker bekannten Franzosen in Bezug auf Herzerkrankungen auffallend gering ist. Wir sprechen dabei von einer immerhin 50% niedrigerer Sterblichkeitsrate gegenüber Deutschland. Hier bekommt der Trinkspruch der Franzosen “Auf die Gesundheit” eine ganz neue Bedeutung. Daraufhin durchgeführte, wissenschaftlich begleitete Kontrollstudien an hunderttausenden von Teilnehmern bestätigten den herzschützenden Mechanismus von Rotwein.

Die Inhaltstoffe des Rotwein als wahre Wundertäter
Nun galt es nachzuweisen, welche im Rotwein enthaltenen Stoffe für diese Wirkung verantwortlich sind. Und die erste Fragestellung lautete: “Warum nur bei Rotwein?” Eine Antwort erhält man, wenn man den Herstellungsprozess betrachtet. Im Gegensatz zu Weißwein werden beim Rotwein die Trauben als Ganzes, also mit der Schale, vergoren. Und eben diese enthält gleich mehrere Wirkstoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften.

Da wären die Phenole. Bei diesen konnte eine positive Wirkung auf den Cholesterinhaushalt nachgewiesen werden. Sie helfen auf diese Weise, schädliche Ablagerungen an den Arterien zu unterdrücken, die ihrerseits das Herzinfarktrisiko ansteigen lassen. Gleichzeitig bekämpfen Phenole die sog. Freien Radikale und tragen zur Stärkung des Immunsystems bei. Die beim Gärungsprozess entstehenden Flavonoide wiederum wirken direkt auf die Gefäßwände, stärken diese und halten sie geschmeidig.

Und schließlich ist der im Rotwein enthaltene Alkohol selbst an dessen positiver Wirkung auf Herz und Kreislauf beteiligt. Er fungiert einerseits bei der Gärung als Auszugsmittel und hat die Eigenschaft, dass Blut zu verdünnen. Damit verbessert sich die Durchblutung der Gefäße und auch die Gefahr einer Thrombose kann hierdurch verringert werden.

Genuss ohne Reue
Nun ist Alkohol in hohen Mengen genossen natürlich ein Gift mit all seinen bekannten Wirkungen. Hier gilt der alte medizinische Leitspruch “Die Dosis macht das Gift”. Um die positive Wirkung auf Herz und Kreislauf voll auszuschöpfen, wird das Trinken von einem Glas Rotwein täglich empfohlen.

Bei dieser geringen Menge an Alkohol kann der Rotwein seine Wunder vollbringen. Hält man sich an diese Regel, kann man seinen Rotwein genießen mit dem sicheren Gefühl, etwas für seine Gesundheit getan zu haben.

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Keine Kommentare

  • Antworten Dr. Störmer 12. Mai 2012 um 12:41

    Hallo,
    Den Satz, dass Alkohol das Herz schützt kann man so allgemein nicht stehen lassen. Auch die Überschrift ist (wie immer) so undifferenziert, dass sie zum Rotwein trinken einlädt. Dass die Dosis bei nur einem Glas täglich liegt, verraten Sie irgendwo im Kleingedruckten.
    Nun einige Fakten:
    In einer sehr großen prospektiven Britischen Studie von drei Gruppen wurde die o. a. positive Wirkung von einem Glas Rotwein auf Herz, Kreislauf, übrige Gesundheit und intellektuelle Leistungsfähigkeit belegt. Dasselbe ließt sich auch mit einem rotem Traubensaft erzielen!!! Wo bleibt da der angebliche Alkoholeffekt.

    Und nun aber die wirkliche Krux. Die dritte Gruppe erhielt nur die im Rotwein enthaltene Menge reinen Alkohol. Sie schnitt in allen untersuchten Parametern, einschließlich Überlebensrate,deutlich am schlechtesten ab.

    Alkohol ist kardiotoxisch (giftig fürs Herz) und bei einem Glas bleibt es in Deutschland häufig nicht.

    Beste Grüße
    Dr. STörmer

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