Es kann sinnvoll sein, Sport alleine zu betreiben und viele Läufer schätzen es auch, die Zeit beim Lauftraining ganz für sich selbst zu genuießen. Besser ist es aber, sich dafür einer Gruppe an Gleichgesinnten anzuschließen. Zu diesem Ergebnis kommt die Laufmarke Brooks, die gemeinsam mit dem Umfrageinstitut YouGov eine Studie unter mehr als 1.200 Läuferinnen und Läufern im Alter zwischen 18 und 35 Jahren auf dem gesamten europäischen Kontinent durchgeführt und dabei die wohltuenden Effekte der Laufgruppen für Körper und Seele bewiesen hat.
Runing Crew, Laufverein oder Lauftreff: Das Laufen muss nicht alleine betrieben werden
Vielleicht gehörst auch Du zu jenen Freizeitathleten, die beim Sport gerne die Ruhe genießen – und die beim Schwimmen, Radfahren oder Laufen ganz bewusst auf Distanz zu ihren Mitmenschen gehen. Und das ist durchaus verständlich, immerhin gelingt es uns so am besten, ein wenig den eigenen Gedanken nachzuhängen, die Natur zu genießen und letztlich auch die individuelle Leistungsfähigkeit auszuloten. Wenn Du tatsächlich zu jenen Menschen zählst, dann weißt Du aber sicherlich bereits, dass das Alleinsein nicht nur positive Effekte haben, sondern zur Last werden kann. Meist natürlich genau dann, wenn die Muskeln brennen, sich die Kniegelenke schmerzhaft melden und die innere Stimme darum fleht, doch endlich aufzugeben. Wäre es dann nicht toll, jemanden an Deiner Seite zu haben, der Dich motiviert? Genau diesen Effekt, bei dem man sich gegenseitig zum an die Grenzen gehen motiviert, erreichen Run Clubs.
Ein lockerer Zusammenschluss an Gleichgesinnten
Vor allem im Laufsport hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Die Teilnahme an einer Laufgemeinschaft ist für Dich jederzeit möglich. Einerseits steht Dir die Anmeldung in jedem Laufsportverein frei. Das wäre für Dich insbesondere dann die richtige Entscheidung, wenn Du künftig an sportlichen Wettkämpfen teilnehmen, gezielt dafür trainieren und vielleicht sogar offizielle Titel gewinnen möchtest. Doch das dort geforderte Maß an Disziplin ist nicht jedermanns Sache. Schließlich soll das Laufen ja auch Spaß bereiten und der Entspannung dienen, statt allzu verbissen und ehrgeizig betrieben zu werden. Andererseits bieten sich Dir somit die modernen Running Clubs als sinnvolle Alternative an. Bei ihnen handelt es sich um eine locker aufgebaute Gemeinschaft an Hobbysportlern, die sich regelmäßig treffen und die gemeinsam ihre Liebe zum Joggen ausleben. Meist sind diese Running Crews von anderen Läufern selbst organisiert und können kostenlos absolviert werden.
Es ist kein Problem mehr, eine Laufgemeinschaft zu finden
Derlei Zusammenschlüsse an Läufern haben sich in den letzten Jahren bundesweit in jeder größeren Stadt etabliert – eine Entwicklung, die sich immer weiter fortsetzt und die längst auch kleinere Orte erreicht hat. Schau daher gerne an den Aushängen der Sportvereine und der Volkshochschulen oder such im Internet ganz gezielt nach Running Clubs, die in Deiner Nähe entstanden sind. Die Grundsätze dort sind meist gleich. Heißt zunächst, dass jeder willkommen ist. Es ist somit egal, ob es sich bei Dir um einen Neueinsteiger handelt, der seine ersten Runden drehen will – oder ob Du bereits ein höheres Niveau erreicht hast und in der Gemeinschaft für Wettkämpfe trainieren möchtest. Je nach Alters- und Leistungsklasse triffst Du Dich dann mit Gleichgesinnten.
Der Spaß steht im Vordergrund
Die Mitglieder der Running Clubs wollen gemeinsam besser werden. Sie verfolgen in der Regel aber keine allzu ambitionierten Ziele. Du musst also nicht fürchten, dass Dir ein Coach ständig Deine Zwischenzeiten beim Laufen entgegenbrüllt oder dass Dich beim Training ein harter Drill erwartet. Was hier passiert, dient vielmehr dem eigenen Spaß. Das offenbar sogar so sehr, dass 97 Prozent aller durch Brooks und YouGov befragten Teilnehmer der Studie angaben, das gemeinsame Laufen unterstütze das Wohlbefinden. Und das ist kein Zufall, immerhin kommst Du bei bequemem Tempo schnell mit den Menschen neben Dir in Kontakt. Du führst Unterhaltungen, sprichst Dir manches von der Seele und bekommst gute Tipps. Running Clubs stärken nicht nur Deinen Körper, sondern auch Deine Psyche.
Die Erfahrungen der anderen Teilnehmer nutzen
Die Gemeinschaft gibt Dir das gute Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Denn Du wirst Menschen treffen, die bereits seit vielen Jahren laufen. Und die auf alle sich Dir stellenden Fragen eine Antwort sowie auf sämtliche für Dich relevanten Probleme schon eine Lösung gefunden haben. Das alles hilft Dir, Dich bald zu jenem Sportler zu entwickeln, der Du sein möchtest. So profitierst Du etwa von Ratschlägen zum Equipment, zur Lauftechnik sowie zu Ernährung und Regeneration. Als Neueinsteiger kannst Du auf einen Wissensschatz zurückgreifen, der Dich kontinuierlich besser werden lässt. Und wenn ihr dann gemeinsam ein Ziel erreicht, für das ihr lange trainiert habt, ist das die beste Bestätigung, dass ihr als Gruppe stärker seid als jeder Einzelne für sich genommen.
Und die Erfahrung muss nicht nur auf das Laufen selbst beschränkt sein. Auch in anderen Fragen des Lebens kann man sich von den Mitläufern Rat holen. Oft ist ja auch ein gemeinschaftliches Interesse an anderen Sportarten vorhanden und man kann gemeinsam Sportwetten Online platzieren und auf den Lieblingsverein im Fußball, die Formel 1 oder eben den nächsten Gewinner vom Boston Marathon tippen.
Mit Motivation zu neuen Bestzeiten
Je nach Größe und Zusammensetzung treffen sich Running Clubs etwa ein oder zwei Mal in der Woche. Die zu absolvierenden Läufe werden so angesetzt, dass sie den Teilnehmern in jeder Leistungsklasse dabei helfen, besser zu werden. Klar ist aber auch, dass dort die Grenzen der Leistungsfähigkeit ausgelotet werden und Du früher oder später an einen Punkt gelangen wirst, bei dem sich die innere Stimme wieder meldet und Dir das Aufgeben schmackhaft macht. Genau dann kommt aber die Stärke der Gemeinschaft ins Spiel – so zeigt die Umfrage, dass die gegenseitige Motivation für die meisten Teilnehmer einer der wesentlichen Gründe war, einem Running Club beizutreten. Denn viele Läufer wissen, wie wohltuend eine ermutigende Ansprache und eine tatkräftige Unterstützung zur rechten Zeit sein können.
Du profitierst von einer festen Struktur beim Training
Gerade die Regelmäßigkeit wird von den meisten Mitgliedern der Laufgemeinschaften als positiv empfunden. Denn wer alleine trainiert, muss häufig zunächst den inneren Schweinehund überwinden – doch geben wir ihm nur einmal nach, wird er immer mächtiger. Vor allem die eigene Motivation steht vielen Betroffenen bei dem Vorhaben im Wege, künftig mehr Sport zu treiben. Beim Running Clubs integrierst Du Dich jedoch in feste und bereits bestehende Strukturen. Du weißt, dass Du erwartet wirst – und dass Du selbst als Neueinsteiger eine wichtige Funktion innerhalb der Gruppe einnehmen kannst, indem Du der stets nette und hilfsbereite Läufer bist, der für andere immer ein motivierendes Wort parat hat. Langfristig ist es diese Regelmäßigkeit, die als starkes Fundament auch Deinen Sport auf ein höheres Niveau hebt.
Eine Gemeinschaft über das Laufen hinaus
Doch bei den vorgenannten positiven Effekten bleibt es nicht. Denn im Gegensatz zu den normalen Laufsportvereinen ist bei solchen Running Clubs vielfach auch der Wunsch der Teilnehmer vorhanden, nicht nur auf der Laufstrecke gemeinsam die Zeit zu verbringen. YouGov und Brooksrunning beziffern den Anteil jener Sportler auf 58 Prozent, die sich neben dem Joggen zu anderen sportlichen Aktivitäten treffen. Aber das ist noch nicht alles, denn 87 Prozent der Mitglieder der Laufgemeinschaften gaben an, sogar über den Sport hinaus in Kontakt zu bleiben. So haben sich aus den nebeneinander absolvierten Läufen bereits gute Freundschaften und sogar feste Liebesbeziehungen ergeben. Das Joggen bringt die Menschen zusammen, die gemeinsam gemachten Erfahrungen und die gesammelten Erinnerungen stärken die gegenseitigen Verbindungen.
Gemeinsam zu besseren Leistungen
Aber zugegeben, wer Sport treibt, will irgendwann einmal auch auf schnellere Zeiten blicken. So fragst Du Dich vielleicht schon, welche Wirkung das Laufen in der Gruppe denn eigentlich auf Deine Leistungsfähigkeit auslösen kann. Die Antworten in der Umfrage darauf sind jedoch eindeutig: 97 Prozent aller Läuferinnen und Läufer bestätigten, dass sie dauerhaft ein höheres Tempo erreichen. Und das sogar in kürzerer Zeit, als ihnen das beim Training gelungen war, das sie alleine absolviert haben. Hierbei hilft Dir ein psychologischer Effekt: Agieren Menschen in einer Gemeinschaft, will niemand der Schlechteste, der Langsamste oder der Letzte in der Wertung sein. Automatisch werden damit ein paar zusätzliche Prozente an Leistung freigesetzt, die Dir dabei helfen, künftig besser zu werden.
Du bist nicht mehr alleine
Es sind allerdings nicht nur die positiven Effekte auf Physis und Psyche, die die Teilnahme an einem Running Club sinnvoll machen. Denn dass Du bald schon bessere Zeiten bei Deinen Läufen erreichen, Du häufiger und härter trainieren oder Deine Leistungsfähigkeit Stück für Stück verbessern wirst, sind nur die hauptsächlichen Erfolge, die sich nicht leugnen lassen. Und das Beste daran: Bei alledem wirst Du Dich wohlfühlen und künftig kaum noch Probleme haben, den inneren Schweinehund an die Leine zu legen. Vielleicht fällt es Dir daneben nicht recht auf, aber auch Dein Sozialleben wird sich verbessern. Du wirst neue Kontakte knüpfen, feste Freundschaften schließen, Verantwortung übernehmen – und Dir damit ein Netzwerk aus Gleichgesinnten und Menschen aufbauen, auf die Du Dich verlassen kannst.














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