Mit dem aufblasbaren Campingzelt Quechua Air Seconds Family zum Test an der Ostsee

Wie Ihr wisst, liebe ich Innovationen und liebe es, neue Ideen und Konzepte auszuprobieren. Als mich Decathlon gefragt hat, ob ich eine spannende Neuheit im Bereich der Campingzelte testen möchte, war ich sofort Feuer und Flamme, denn das Campingzelt Air Seconds Family 4.2 XL Fresh&Black verspricht gleich mehrere Probleme zu lösen, die normaler Weise beim Zelten extrem nervig sind – Aufbau/Abbau und Backofenklima im Zeltinneren. Also habe ich mir meine zwei Jungs geschnappt und wir sind mit unserem aufblasbaren Campingzelt für ein paar Tage ins Regenbogencamp Boltenhagen an die Ostsee gefahren.

Mit fast 17kg Gewicht und Maßen von etwa 75x40cm ist schon die Tragetasche, in die das Quechua Air Seconds Family 4.2 XL Fresh&Black verpackt ist, ziemlich gigantisch und nimmt im Kofferraum unseres Kombis einen ordentlichen Platz des Stauraums ein, wie bei den meisten großen Familienzelten üblich. Aber es blieb immernoch genug Platz, um alle restlichen Campingutensilien nebst dem umfangreichen Strandequipment meiner Jungs inkl. Schlauchboot und Strandwagen im Auto unterzubringen.

Zum Glück waren wir früh aufgestanden und kamen so komplett staufrei, ganz entspannt schon nach 2,5 Stunden beim Regenbogen Campingplatz in Boltenhagen an und überbrückten die Wartezeit bis unser Standplatz frei wurde mit einem ersten Strandspaziergang zur Seebrücke von Boltenhagen.

Dann kamen wir dem großen und mit Spannung erwarteten Moment näher, als wir unseren Platz auf dem Campingplatz übernehmen durften und die große Zelttasche aus dem Kofferraum entladen hatten – der erste Zeltaufbau! Vor der Abreise hatten wir übrigens noch eine kleine Panikattacke, da das Zelt ja nur mit einer Pumpe aufgebaut werden kann, die aber leider nicht im Lieferumfang enthalten ist. Quechua gibt ausdrücklich an, daß keine elektrischen Pumpen (wie wir sie im Auto für Reifenprobleme haben) verwendet werden dürfen und eine Handpumpe mit Luftdruckanzeige erforderlich ist. Wir hatten dann kurzerhand unsere normale Pumpe ohne Messfunktion eingepackt und bibberten nun ein wenig, ob das wohl alles funktionieren würde und hofften für den Notfall auf das Equipment der anderen Camper.

Also los mit dem Aufbau und zur ersten großen Begeisterungswelle für das Zelt. Das Zelt wird zunächst flach auf dem Boden entfaltet und der Boden mit Heringen fixiert. Danach steckt man die Pumpe an die nach einander an die Ventile der vier aufblasbaren Trägerbalken, die aus einem festen Textilmaterial bestehen, an und beginnt zu pumpen. Schon nach wenigen Sekunden beginnt sich dann der Trägerbalken aufzurichten und damit auch das Zelt seine normale Form anzunehmen. Wenn man das bei allen vier Balken erledigt hat, ist das Zelt im Prinzip schon fertig aufgebaut. Wir hatten die Balken wie gesagt ohne Messgerät nach Gefühl aufgepumpt, so daß es zwar prall und stabil gefüllt war, aber eben auch nicht auf Maximum, damit sich die Luft in den Trägern bei Sonneneinstrahlung auch noch ausdehnen kann und nicht gleich die Träger beschädigt werden, wenn der Druck zu hoch wird.
Anschliessend befestigt man noch zwei klassische, kurze Zeltstangen auf beiden Seiten des Mittelteils über dem Fenster bzw. dem Eingang und eine weitere Stange quer zur Stabilisierung in der Mitte der Decke des Mittelteils. Nun werden noch einige der Zeltleinen rings um das Zelt gespannt, um den Regenschutz zu verbessern und die Lüftungsöffnungen besser freizulegen und schon ist man fertig. Der gesamte Vorgang hat maximal 10 Minuten gedauert und ist absolut idiotensicher. Wir haben ehrlich gesagt erwartet, daß es viel komplizierter ist, so ein großes Zelt aufzubauen und deswegen ständig auf die in der Zelttasche eingenähte Anleitung geschaut. Jetzt wo wir wissen, daß es nur wenige Handgriffe zu erledigen gibt, und das man quasi nichts falsch machen kann, würden wir es bestimmt auch in 5 Minuten schaffen. Das beste aber ist, daß man den Aufbau sogar allein schaffen würde, was bei herkömmlichen Zelten mit Gestängekonstruktion unmöglich ist. Daher gibt es für den Aufbau ein gigantisches Lob, denn ich hätte nie gedacht, daß man so ein großes Zelt so schnell und stressfrei aufbauen kann.

Das Quechua Campingzelt Air Seconds Family 4.2 XL Fresh&Black zeigt sich also schnell in seinen wahren Dimensionen und hat uns auch dabei schnell überzeugt. Das Zelt besteht aus einem sehr hohen Wohnraum mit 5,8 m² mit Bodenschürze, in dem ich aufrecht stehen kann, und den wir als Gepäcklager und Wohnzimmer benutzt haben. Dazu kommen dann zwei abgetrennte Kabinen mit je 260 x 140 cm, die bei uns quasi die Schlafzimmer waren. Sowohl im Mittelteil als auch in den Seitenkabinen gibt es diverse Ablagefächer in den Seitenwänden, in denen man allerlei Kleinigkeiten verstauen kann. Die Seitenkabinen haben außerdem eine kleinere Lüftungsöffnung in bodennähe, die für einen angenehmen Luftzug im Zelt sorgen und mithelfen, daß das Zelt tagsüber frisch und angenehm kühl bleibt, aber auch die Feuchtigkeit der Nacht über den Tag ausgelüftet wird. Die Seitenkabinen sind auch komplett insektensicher und komplett verschließbar, so daß man sehr gut und mückenfrei schlafen kann. Leider ist das beim Mittelteil nicht der Fall, da es zwischen der Bodenplatte und der Zeltwand kleinere Öffnungen gibt durch die sich scheinbar die Mücken im Tagesverlauf hindurchzwängen. Wir haben dann Abends also immer eine kurze Mückenjagd veranstaltet, um alle Übeltäter zu eliminieren. Andererseits kann man auch damit leben, weil ja die Schlafkabinen abgetrennt und isoliert sind und wir uns eigentlich nicht im Hauptraum aufgehalten haben. Wenn es mal regnet, wo man dann vielleicht dort sitzen und spielen würde, sind auch keine Mücken unterwegs, also sollte das eigentlich auch sonst keine großen Probleme bereiten.

Sehr gut gefallen hat mir auch das große Fenster im Hauptraum, durch das man ein natürliches Licht und eine sehr angenehme Atmosphäre im Hauptraum bekommt. Neben dem Aufbau und dem üppigen Platzkomfort, ist aber die Fresh & Black Ausstattung des Zeltes hervorzuheben, die ein abolutes Muss ist, wenn man viel im Sommer zeltet. Ich habe schlimme Erinnerungen an meine Jugend, sowohl als Kind aber auch als jugendlicher Festivalgänger, wenn man in einem Zelt versucht tagsüber an einem sonnigen Tag zu schlafen, denn es ist auch im Zelt normaler Weise gleißend hell und man fühlt sicht wie ein Brathähnchen im Backofen. Was Quechua hier aber mit dem Fresh&Black-System hinbekommt ist wirklich beeindruckend. Es ist in den Schlafkabinen auch tagsüber angenehm dunkel, so daß man richtig gut schlafen kann. Natürlich ist es nicht stockfinster, so wie man es mit einer professionellen Verdunklung Zuhause hinbekommen würde, aber es ist schon angenehm dunkel. Vielleicht ist es am besten verleichbar mit der Helligkeit am späten Abend, wenn es eigentlich schon dunkel ist, man aber noch keine Lampe braucht, um den Weg zu finden.
Durch diese Lichtverhältnisse hatte ich auch zum ersten Mal das Vergnügen, beim Zelten ausschlafen zu können. Ich bin relativ Lichtempfindlich und wache, wenn es hell wird dann auch schnell auf. Bei unserem Campingtrip habe ich tatsächlich bis 8 Uhr und teilweise sogar bis 9 Uhr geschlafen, was für Campingverhältnisse ungeahnte Dimensionen für mich sind, da ich normaler Weise um 5 oder 6 aufwachen würde, wegen der Helligkeit.

Die Isolierung der Zelthaut funktioniert übrigens auch beidseitig, so daß man von außen nicht sieht, wenn noch Licht in einer der Schlafkabinen ist. Das hat den Vorteil, daß Abends keine Insekten angelockt werden. Neben dem Licht isoliert das Zelt auch die Wärme und hat ein cleveres Durchlüftungskonzept. Ich hatte leider kein Termometer dabei, aber gefühlt hatten wir auch in der prallen Mittagshitze nicht mehr als 23 Grad, was wirklich angenehm ist und zum Verweilen im Zelt einlädt. Gerade wer noch Kinder hat, die ihren Mittagsschlaf brauchen oder selbst zur Mittagsruhe tendiert, wird hier viel Freude am Fresh&Black-System haben, weil die angenehme Kühle und Dunkelheit besonders in den Schlafkabinen eine ganztägige Nutzung des Zeltes möglich machen, während ja bei klassischen Zelten die Mittags- und Nachmittagsstunden im Zelt unerträglich sind.

Ich bin wirklich überrascht, wie gut diese Technologie sich im Praxistest darstellt. Wir waren jetzt bei unserem Test natürlich auch an der Ostsee und haben Erfahrungen mit dem Zelt an sonnigen Tagen mit Temperaturen von knapp unter 30 Grad gesammelt. Wie es bei knapp 40 Grad in Spanien oder Frankreich mit dem Kühleffekt aussieht, kann ich daher nicht sagen, aber für unsere Breitengrade hat sich das System exzellent bewährt.

Nach vier Tagen Campingleben mit dem aufblasbaren Zelt an der Ostsee ging es dann auch wieder ans zusammenpacken und wir waren gespannt, ob das ähnlich gut funktionieren würde. Das laute Zischen der aufgeschaubten Ventile der Trägerbalken zog dann einiges an Aufmerksamkeit der anderen Camper auf uns und um so erstaunter waren diese, als das Zelt nach 5 Minuten und wenigen Handgriffen, zusammengefaltet auf dem Boden lag. Das beste war aber, daß das Zelt sogar problemlos wieder in die Tragetasche gepasst hat. Ich weiss nicht, wie es Euch geht, aber bei Zelten, Schlafsäcken, Yogamatten etc. habe ich die Erfahrung gemacht, daß es wenn man es kauft alles supertoll, superklein verpackt ist, aber wenn man es dann nach dem ersten Verwenden wieder genauso einpacken will, es nahezu unmöglich ist, es wieder so klein zu falten oder rollen, daß es wieder in die Originalverpackung passt. Daher ein großes Lob an Quechua, daß das so gut funktioniert hat.

Mein Fazit zu den Erfahrungen vom Test des Quechua Campingzelt Air Seconds Family 4.2 XL Fresh&Black
Das aufblasbare Campingzelt und insbesondere die neuen Technologien des Zeltes, haben durchweg begeistert. Durch das aufblasbare Trägersystem lässt sich das Zelt sehr schnell und sehr einfach aufbauen und wieder abbauen und die Fesh&Black Technologie, sorgt für ein kühles Klima und eine dunkle Atmosphäre in den Schlafbereichen, so daß man morgens gut ausschlafen kann, aber auch mittags gut im Zelt relaxen kann. Etwas störend ist, daß der Wohnzimmerbereich nicht mückendicht ist. Insgesamt ist aber die Raumaufteilung sehr angenehm, so daß vier Personen dort gut zurechtkommen und die große Höhe im Mittelteil, die ein aufrechtes Stehen ermöglicht, ist ebenfalls sehr angenehm. Das aufblasbare Campingzelt Air Seconds Family 4.2 XL Fresh&Black können wir daher besonders für Familien empfehlen, da die Kinder licht- und temperaturgeschützt zu jeder Tageszeit im Zelt spielen oder schlafen können.

Das Campingzelt Air Seconds Family 4.2 XL Fresh&Black ist unter anderem bei Decathlon erhältlich und kostet aktuell 399€. Die benötigte Pumpe ist separat für 15,99€ erhätlich.

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Kommentare
2 Antworten zu “Mit dem aufblasbaren Campingzelt Quechua Air Seconds Family zum Test an der Ostsee”
  1. Hallo liebe Familie an der Ostsee

    Die Bilder sind sehr schön und sehr gut gelungen. An der Ostsee ist es mit der passenden Witterung im Sommer und im Winter genauso schön wie an der Südsee. Lange Spaziergänge am Ostseestrand oder auf der Seebrücke schaffen Raum für neue Gedanken oder schlichtweg einmal ohne Verpflichtungen den Tag genießen.

    Hallo liebe Familie an der Ostsee,

    Zelten ist die Reinform vom Urlaubsglück. Draußen in freier Natur ist es einsam und ruhig – auf dem Camping-Platz in Boltenhagen zwar etwas lauter, aber das Zelt ist hier eine preisgünstige Unterkunft.
    Viele scheuen sich, zu zelten. Dabei bietet das Zelt mit dem richtigen Equipment durchaus Bequemlichkeit.
    Und ganz nebenbei ist man der Natur so nahe, wie sonst nie. Der Test mit dem aufblasbaren Campingzelt Quechua Air ist sicherlich ein wertvoller Artikel für alle Camper.

    Viele Grüße von Karin aus dem Ostseebad Boltenhagen

  2. Daniel sagt:

    Danke Karin, die Kids waren so begeistert, daß sie gleich nochmal mit dem Zelt unterwegs sind. Jetzt allerdings bei und in Brandenburg.

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