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Irène Kaymer im Comeback-Interview. Was sich bei Peloton geändert hat und wo wir mit ihr trainieren können!

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Irène Kaymer aka Irène Scholz ist wahrscheinlich DAS Gesicht des Fitnessunternehmens Peloton in Deutschland. Als erste deutsche Peloton-Trainerin führte sie vor vier Jahren zum ersten Mal in deutscher Sprache durch einen Peloton Ride und eroberte nicht nur mit den Werbekampagnen zum Peloton-Launch, sondern vor allem mit ihrem Humor und ihrer inspirierenden Persönlichkeit, die Herzen der deutschen Peloton Community. Entsprechend groß war dann auch der Schock, als sie 2021 ihren Ausstieg bei Peloton verkündete. Aber zum Glück konnten wir uns dann im vergangenen Jahr über die Ankündigung ihrer Rückkehr freuen. Nach ihrem neuen, ersten Ride im Februar, konnte ich nun Irène Kaymer anlässlich des ersten Live-Rides zum London Calling Member-Weekend im Peloton Studio London für ein Interview treffen:

Irène, wie schwer fiel Dir damals der Abschied von Peloton?

Natürlich war das nicht leicht und ich hatte auch viele, die mir davon abrieten. Es war natürlich auch eine krasse Entscheidung, weil es der bisherige Höhepunkt in meiner Trainerkarriere war und die Peloton-Welle ging ja auch gerade erst richtig los. Aber hat sich richtig angefühlt, sich vollkommen für die Familie zu entscheiden

Wie hat es sich angefühlt, dann „von außen“ auf die Community zu schauen? Hast Du in dieser Zeit noch mit Peloton trainiert?

Das war schwierig und ich brauchte dann auch erstmal Abstand von Peloton und habe anders trainiert. Ich war viel im Gym und habe mit meinem Personal Trainer gearbeitet. Auch bei Social Media musste ich die Peloton-Welt erst einmal ausblenden. Insgesamt war das aber ziemlich schwierig weil Martin (Irènes Ehemann) mein größter Fan ist und alle meine Rides fährt und zwar meistens ohne Kopfhörer. Das ist ziemlich strange, wenn ich mich dann selbst höre, aber auch unser Sohn Sam schaut sich dann um, wenn Mama über das Bike zu hören ist.

Ich habe nach einiger Zeit dann aber schon wieder mit dem Peloton Training begonnen. Ich habe ja noch einen anderen Account, mit dem ich dann privat meine Rides fahre.


Der Wechsel in die Elternrolle stellt ja für Viele eine große Herausforderung dar, sodass Sport, gesunde Ernährung und andere Themen erstmal zurückgestellt werden. Wie war das bei Dir?

Das ist vor allem eine Frage des Zeitmanagements. Wer vor der Schwangerschaft nicht gut im Planen ist, wird natürlich dann auch später damit Schwierigkeiten haben. Ich bin da glücklicherweise schon immer ganz gut aufgestellt und mache mir immer sonntags einen Plan für die komplette Woche. Da sind dann auch die Freiräume für den Sport ganz fest mit eingeplant. Meistens trainiere ich Morgens, damit der Nachmittag dann Sam und der Familie gehört. Ich habe während der Schwangerschaft aber auch deutlich anders trainiert. Ich habe viel mehr Workouts und Fitness gemacht, dafür aber kaum Cardio. Auch lange Spaziergänge habe ich in dieser Zeit für mich entdeckt.
Wir haben aber auch das Privileg, dass wir Unterstützung bei der Kinderbetreuung bekommen. Es ist wichtig, sich auch als Eltern Freiräume zu schaffen, damit man mal Zeit für sich allein oder als Paar hat.

Trainierst Du jetzt auch noch anders als vorher?

Den größten Unterschied merke ich beim Laufen. Ich laufe inzwischen aus Spaß und nicht mehr als Training, dass fest auf dem Plan steht. Daher laufe ich auch nur, wenn es sich an diesem Tag nach Laufen anfühlt. Sonst mache ich eben einen Spaziergang oder ein anderes Training.

Kannst Du etwas dazu erzählen, wie Deine Rückkehr ablief? Musstest Du erst wieder trainieren einen Peloton Ride als Trainerin zu geben oder Augen zu und durch?

Ich habe mal Zuhause ein kleines Training gemacht und mich dabei selbst gefilmt. Und ich war selbst ganz überrascht, weil alles gleich wieder da war – samt Anglizismen und falsch ausgesprochenen Leaderboard-Namen.
Es war dann ein richtig tolles Gefühl heute hier wieder mit der Peloton-Community einen Live-Ride zu feiern.

Du warst ja bei der Geburtsstunde von Peloton in Deutschland dabei. Was für Veränderungen nimmst Du jetzt wahr?

Vor allem ist alles viel professioneller geworden – das merkt man gerade hier im neuen Peloton Studio. Das ist schon ein ganz anderes Level als im alten Studio. Viele Leute von früher sind immer noch da, sowohl im Peloton-Team als auch auf dem Leaderboard. Es gibt aber auch jede Menge Leute in der Community, die man nicht kennt und die mit den anderen Trainer:innnen trainieren. Inzwischen haben wir 12 deutschsprachige und weltweit über 50 Peloton-Trainer:innen.

Wie häufig und mit welchen Kursen werden wir Dich denn in Zukunft bei Peloton sehen?

Mein Fokus bleibt beim Peloton Bike und den Strength-Kursen. Ich werde immer ab und zu in London sein und dann viele Kurse aufzeichnen, die dann Stück für Stück online gehen. Es wird also immer wieder etwas Neues von mir geben, aber eben nicht die festen Termine in jeder Woche, an denen dann Live-Kurse stattfinden. Das wäre mit der Golfkarriere von meinem Mann Martin schwer zu organisieren.

Du trainierst ja gerade mit einer Influencerin für den Berliner Halbmarathon. Sehen wir Dich dann bald auch auf dem Peloton Tread?

Ich liebe das Laufen und ich kann mir das gut vorstellen. Gerade die entspannte Just For-Fun Einstellung kann sicher das Kursangebot auf dem Tread gut ergänzen. Aber schauen wir mal, denn das ist vor allem auch eine Zeitfrage. Erstmal laufe ich mit Polly ganz entspannt in Berlin.

Viel Erfolg und wir sehen uns dann im Ziel in Berlin oder bald wieder auf dem Leaderboard.

P.S. Hier könnt Ihr Irénes Live Ride vom Member Weekend in London selbst erleben.

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