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Rudergerät Test: Skandika Styrke II – Erfahrungen mit dem Wasser Rudergerät aus Holz

Wie wahrscheinlich viele von Euch wissen, hat sich während der Pandemie mein Home Gym stetig erweitert, sodass ich nun zu Jederzeit autark auch mit dem Peloton Laufband und dem Peloton Bike trainieren kann, als Ergänzung zu meinem Outdoor-Lauftraining. Gerade das wechselnde Training aus Radfahren und Laufen, ist ein absoluter Klassiker.

Völlig unterschätzt wird allerdings von Vielen das Rudertraining. Denn das Rudertraining gehört mit zu den effektivsten Trainingsmethoden überhaupt und ist damit nicht nur optimal als zusätzliches Trainingsgerät für das Ausgleichstraining zu anderen Sportarten geeignet, sondern auch als Haupttrainingsgerät für die Fitness Zuhause. Denn der Rudergerät Trainingseffekt ist absolut nicht zu unterschätzen. Stolze 85% der gesamten Körpermuskulatur werden beim Training auf dem Rudergerät angesprochen. Außerdem ist das Rudertraining besonders schonend für die Gelenke und kann sogar bei Knieproblemen helfen, die Produktion von Gelenkschmiere zu aktivieren und somit Knieschmerzen und andere Gelenkprobleme lindern.

Mehr als genug Gründe also, um sich selbst auch einmal intensiver mit dem Rudertraining zu befassen und diese Trainingsoption in meinen Trainingsplan als Ausgleich zum Marathontraining aufzunehmen.

Was muss man beim Kauf eines Rudergerätes beachten?

Bevor man sich für ein Rudergerät entscheidet, sollte man sich zunächst auf die Art des Rudergerätes festlegen. Denn je nach Modell wird der Widerstand unterschiedlich erzeugt. Dabei sind der Luftwiderstand, Magnetwiderstand und Wasserwiderstand am weitesten verbreitet. Ich habe mit mit dem Skandika Styrke II für ein Wasser-Rudergerät mit Wasserwiderstand entschieden, da diese Bauweise das natürlichste Rudergefühl bietet.

Ansonsten sollte man natürlich auf die Optik achten. Da die Geräte ja relativ groß sind, muss man sich überlegen, ob man einen gigantischen Plastikbomber in sein Wohnzimmer stellen will oder lieber etwas mehr Geld in die Hand nimmt, um sich etwas wirklich Schönes zuzulegen.

Als letzten Punkt gibt es die Themenbereiche Entertainment, Trainingsinhalte und Trainingsdaten zu beachten. Wenn man einfach stur auf eine Wand starren muss, während man trainiert, wird sicherlich die Motivation relativ schnell flöten gehen. Trainingsvideos von schönen Landschaften oder geführte Trainingseinheiten mit Fitnesstrainern machen das Training deutlich spannender. Und wer auch wissen will, wieviel trainiert wurde, sollte auch darauf achten, daß die Trainingsdaten vom Rudergerät erfasst und zu den gängigen Apps übertragen werden können. Auch eine Verbindungsmöglichkeit mit einem Herzfrequenzsensor ist sinnvoll.

Skandika Styrke II Wasser-Rudergerät im Test

Bei der Wahl meines Rudergerätes bin ich letztlich beim Skandika Styrke II gelandet. Es handelt sich dabei um ein Wasser-Rudergerät aus Holz, daß schon in der ersten Generation ein echter Bestseller war und nun in der neuen Version sogar noch etwas besser geworden ist.

Lieferung und Aufbau des Skandika Styrke II

Ein wenig überrascht war ich schon, als das Skandika Styrke II Rudergerät geliefert wurde. Denn man hat ja so seine Vorstellung davon, wie groß ein Rudergerät ist und dann kommen da nur eine mittelgroße Kiste und eine weitere flache, lange Kiste per Paketboten nach Hause. Warum erwähne ich das? Weil es eben keine Spedition braucht, sondern mit dem ganz normalen Paketdienst kommt und weil die beiden Kisten auch in ein ganz normales Auto passen würden und auch von einer einzelnen Person transportiert werden können.

Also auf mit den Kisten und los. Die beigelegte Aufbauanleitung für das Skandika Styrke II Rudergerät ist sehr ausführlich und richtig gut sind die nummerierten Teilebeutel, die jeweils dem jeweiligen Arbeitsschritt in der Anleitung zugeordnet sind. Insgesamt ist der Aufbau also auch für weniger handwerklich Begabte, schnell und einfach zu erledigen, sodass man schnell zu den letzten Schritten kommt, bevor man das Gerät in Betrieb nehmen kann.

Schnell die mitgelieferten Akkus aufladen und den Wassertank befüllen – dann kann es losgehen. Bei der Befüllung des Wassertanks bestimmt dann die Füllhöhe den Widerstand und damit auch die grundliegende Trainingsintensität. Mit meinen mehr als 80 Kilogramm und als gut vortrainierter Hobbysportler, entschied ich mich gleich für den maximalen Widerstand mit einer Füllmenge von 16 Litern. Eine entsprechende Markierung am Tank erlaubt dann auch eine genaue Dosierung.

Wir haben für das Befüllen die mitgelieferte Handpumpe benutzt und waren auch mit dieser Methode in knapp fünf Minuten mit diesem letzten Arbeitsschritt fertig. Wer es einfacher mag, kann natürlich auch die mitgelieferte USB-Pumpe verwenden.

Insgesamt haben wir beim Aufbau keine Probleme gehabt, da alles gut erläutert und auch handwerklich nicht besonders kompliziert war. Und somit waren wir nach weniger als 30 Minuten bereit für das Training.

Bauweise des Skandika Styrke II Rudergerätes

Beim Skandika Styrke II handelt es sich um ein Rudergerät, daß nahezu komplett aus Holz hergestellt wurde und bei dessen Design die Entwickler auf eine möglichst elegante und zurückhaltende Optik geachtet haben. Deswegen wurde beispielsweise auch auf ein fest verbautes Display verzichtet. Da die meisten von uns ja auch nicht allein leben, hilft so ein schönes Design natürlich auch dabei, die Freigabe für die Anschaffung eines solchen Gerätes zu bekommen – besonders wenn es dann eben nicht im Sportkeller steht. Dafür wäre das Styrke II auch viel zu schade.

Trotzdem kann man das Rudergerät aber auch senkrecht lagern. Durch die integrierten Rollen und Standfüße kann man es einfach hochklappen und dann sehr platzsparend in eine Ecke stellen. Aber bei uns steht das Styrke II ganz offen im Wohnzimmer und fügt sich mit dem Eichenholz-Design und dem braunen Sitz und Griffen wie ein Möbelstück in die Gesamtoptik der Wohnung ein.

Training mit Kinomap auf dem Skandika Styrke II Rudergerät

Doch kommen wir mal zum Wichtigsten – dem Training mit dem Skandika Styrke II. Doch bevor es richtig losgehen kann, muss man sich noch um das technische Setup kümmern. Zum einen gibt es ein kleines schwarzes Plastikkästchen, daß man mit einem Stecker am Rudergerät befestigen kann. Dabei handelt es sich um die Bluetooth-Sendeeinheit, die die Trainingsdaten vom Skandika Styrke II an die Trainingsapps weitergibt. Es gibt verschiedene Apps für das Rudergerät aber Kinomap hat mich ziemlich schnell überzeugt. Denn die Trainingsapp bietet gleich eine ganze Reihe von überzeugenden Vorteilen.

Als Erstes funktioniert die Datenübertragung einfach wunderbar. Die App erkennt das Rudergerät sofort und auch meine Garmin Fenix wird als zusätzliches Zubehör erkannt, um die Herzfrequenz für das Training zu berücksichtigen. Aber auch andere Uhren und externe Pulsmesser lassen sich koppeln. Gleichzeitig lassen sich die Trainingsdaten dann auch automatisch mit vielen der großen Lauf-Apps und Sport-Apps wie Strava, Trainingpeaks, adidas Running, Runkeeper und weiteren teilen.

Als Zweites und Wichtigstes sind aber die Trainingsinhalte hervorzuheben. Es gibt ein gigantisches Archiv an Videotouren, bei denen man dann also aus der Ego-Perspektive durch wundervolle Landschaften aber auch Städte, wie etwa Venedig rudern kann. Dabei gibt es nicht nur die offiziellen Kinomap-Inhalte, sondern auch Strecken und Videos, die von der Community hochgeladen wurde. Bei vielen dieser Trainings ist es dann auch möglich, die Videogeschwindigkeit mit der Rudergeschwindigkeit zu koppeln, sodass das Video schneller läuft, wenn man schneller rudert.

Neben diesen Scenic Rows bzw. Motion Videos gibt es aber auch viele Trainingseinheiten mit einem Instructor, der dann durch die Trainingseinheit führt. Besonders spannend sind aber auch die Challenges, bei denen man dann gegen andere Ruderer antreten und einen virtuellen Wettkampf rudern kann. Aber auch freie Trainings und strukturierte Trainings, bei denen dann beispielsweise in Trainingszonen anhand der Wattzahlen gefahren wird.

Bei Kinomap bleiben also keine Trainingswünsche offen und übrigens gibt es diese Inhalte nicht nur für das Rudern, sondern auch für Radfahren und Laufen, falls Du also einen Rollentrainer oder ein Laufband Zuhause hast. Kinomap bietet auch eine lange, kostenlose Testphase und kostet anschließend bei monatlicher Zahlweise 11,99€ im Monat oder eben 89,99€ im Jahr.

Die dritte wichtige Funktion von Kinomap ist die Remote-Anzeige. Denn damit kann man sein Training auf andere Bildschirme übertragen. Dabei gibt man einfach eine bestimmte URL auf dem Gerät ein, daß das Training zeigen soll und bestätigt die Verbindung dann, indem man einen Code eingibt oder einen QR-Code fotografiert. So kann man dann entweder die integierte Halterung des Skandika Styrke II verwenden, um das Training dann auf einem Tablet abzuspielen oder man verwendet einen Laptop. Am besten ist es natürlich, wenn ihr einen aktuellen Smart-TV in der Nähe habt. Denn nichts ist genialer, als die Ruderstrecke auf einem riesigen Fernseher vor Euch zu sehen.

Natürlich kann man die Kinomap-App auch gleich auf dem Laptop oder Tablet installieren, aber für mich hat es sich am praktischsten erwiesen die App auf meinem Telefon zu haben, um dann je nach Lust und Laune auf anderen Displays trainieren zu können.

Erfahrungen aus dem Training mit dem Skandika Styrke II Rudergerät

Das Skandika Styrke II ist wirklich sehr hochwertig verarbeitet und funktioniert extrem geräuscharm. Letztlich ist das Plätschern des Wassers, daß einzige Geräusch was man während des Trainings hört. Aber nicht nur wegen dieser Geräuschkulisse, sondern auch wegen des Wasserwiderstands bekommt man ein sehr natürliches Rudergefühl auf dem Skandika Styrke II. Da man ja in der Regel eher gleichmäßig rudert, hat diese Kombination aus der sich flüssig wiederholenden Ruderbewegung und dem Wassergeräusch auch etwas sehr Entspannendes. Man kann also während des Rudertrainings auf dem Skandika Styrke II auch einfach richtig gut abschalten und seinen Gedanken folgen.

Zuerst war ich etwas skeptisch, was die Regulierung des Wasserwiderstands angeht. Denn um den Widerstand zu verstellen, muss man mit der Pumpe den Wasserstand verändern. Es zeigt sich aber, daß für meine Trainingsarten der maximale Widerstand komplett ausreichend ist, da man über seine Bewegungen die Intensität sehr gut steuern kann und daher garnicht mit dem Wasserstand herumhantieren muss. Man kann einfach explosiver in die Zugbewegung gehen, um den Widerstand zu erhöhen oder zusätzlich auch noch das Trainingstempo also quasi den Ruderschlag erhöhen. Beides in Kombination sorgt dafür, daß man sich auch schon in einem 5-Minuten-Training fertigmachen kann.

Mir gefallen aber die längeren, entspannten Trainingseinheiten am besten. Wie schon beschrieben, bietet Kinomap eine riesige Auswahl an wunderschönen Strecken, die man dann begleitet vom Plätschern im Wassertank ruhig und konstant entlanggleiten kann. Aber auch diese eher regenerativen Trainingseinheiten sollte man nicht unterschätzen. Denn durch die vielen beteiligten Muskelgruppen kann man auch so locker 500Kcal pro Stunde verbrauchen – und natürlich entsprechend mehr, wenn man sich richtig reinhängt.

Neben diesem absolut entspannenden und körperschonenden Ausgleichstraining, sehe ich aber auch die Effekte für den Muskelaufbau. Gerade wer es mit dem Stabitraining nicht so genau nimmt, bekommt über das Rudertraining mit dem Skandika Styrke II eine gute Ganzkörperkräftigung. Ich merke, daß es mir gerade bei der Rückenpartie und der Körperhaltung ganz besonders zugute kommt. Als Läufer sind natürlich meine unteren Körperbereiche besonders gut trainiert, während der Oberkörper etwas vernachlässigt und durch das stundenlange Sitzen am Schreibtisch zusätzlich belastet wird. Durch das Rudertraining mit dem Skandika Styrke II Rudergerät wird dieses Trainingsdefizit sehr gut ausgeglichen und gerade bei den ersten Trainings ist der Muskelkater schon fast garantiert.

Fazit zum Skandika Styrke II Rudergeräte Test

Das Skandika Styrke II Rudergerät ist mit seiner sachlichen und eleganten Bauweise in Holz eine wirkliche Augenweide, muss sich über die Verbindung zu Trainingsapps wie Kinomap und der flexiblen Einsatzweise über externe Bildschirme nicht hinter High-Tech-Rudergeräten verstecken. Gerade das fast geräuschlose Training mit dem natürlichen Wassergefühl und Wassersound über den Wasserwiderstand ist sehr entspannend. Trotzdem ist das Rudertraining auf dem Skandika Styrke II Rudergerät sehr effektiv und kann nicht nur für regenerative, sondern auch für herausfordernde, extrem intensive Workouts genutzt werden. Dabei ist das Training nicht nur besonders effektiv durch die vielen beteiligten Muskelgruppen, sondern auch besonders schonend für die Gelenke. Ich bin jedenfalls komplett begeistert würde das Skandika Styrke II Rudergerät auch einem Indoor-Spinning Bike vorziehen, da das Training eben fast den gesamten Körper beinhaltet.

Skandika Styrke II kaufen

Das Skandika Styrke II Rudergerät hat eine Preisempfehlung von 1.499€ und ist unter anderem direkt bei Skandika im Shop zu bekommen. Bei einigen Shops und aktuell auch bei Amazon lassen sich aber immer wieder richtig gute Sonderangebote und Gutschein-Aktionen finden, bei denen man das Skandika Styrke 2 schon für 999€ bekommen kann.

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3 Kommentare

  • Antworten Ralf 29. März 2022 um 17:57

    Hallo Daniel, habe mir auch das Styrke II besorgt. Leider scheinen die angegebenen Werte jenseits der Realität. Zumindest dürfte die Zuglänge pro Meter (dadurch natürlich auch die Gesamtdistanz usw.) nicht stimmen.
    Beispiel: bei einer Ruderzeit von 15 Minuten wird mir eine Distanz von 1876 m angeben bei durchschnittlich 40 Watt (über die App myHomeFit ermittelt, da die Skandika-eigene App absolut unzureichend ist) und einer Pace von 3:40 min/500m.
    Vergleiche ich diese Angaben mit denen anderer stimmt es hinten und vorne nicht. Sicher – solange ich im gleichen Bezugssystem bleibe (sprich, nur meine eigenen Leistungen miteinander vergleiche) scheint es egal zu sein. Aber sobald der Blick über den Tellerrand geht, wird’s nicht mehr nachvollziehbar.
    Mangels anderer Alternativen (habe kein Vergleich zu anderen Rudergeräten) habe ich parallel zumindest die Anzahl der Züge mit der Garminwatch verglichen – spätestens da wurde mir ein Abweichen der Zugzahl pro Minute vor Augen geführt.
    Tja, insofern bin ich ein wenig desillusioniert. Wie sind Deine Erfahrungen?
    Herzlichen Dank für ein Feedback, Ralf

    • Antworten Daniel 30. März 2022 um 06:21

      Hi Ralf, vielen Dank für diesen Hinweis. Das ist mir bisher noch nicht aufgefallen, da ich immer nur „just for fun“ als Ausgleichstraining zu meinem Lauftraining gerudert bin. Ich werde das mal beobachten. Manchmal liegt es an Einstellungen, wenn Meilen und Kilometer durcheinander kommen, aber ich werde mir mal ansehen, ob ich das Phänomen bei mir auch habe. LG, Daniel

  • Antworten Ulf 2. Mai 2022 um 08:47

    Hallo Ralf, das Problem der Datenauswertung ist bei Rudergeräten bekannt.

    Wenn Du „richtige“ Daten mit dem Skandika Geräte möchtest, dann empfehle ich die Smartrow Rolle. Kostet nochmal 250€, aber damit hast Du dann auch korrekte Daten, die mit dem Goldstandard Concept2 gleich auf sind. Strava und Apple Health Export sind damit auch möglich.

    Ich nutze selber das Waterrower Performance Ergometer und habe verschiedene Rudergeräte analysiert. Das größte Problem ist im Grunde genommen der Magnet-Sensor und die anschließende Verarbeitung der Daten. Meine Erfahrung mit der Smartrow Rolle habe ich in dem Blog Artikel https://harder-better-faster-stronger.de/waterrower-bluetooth-verbindung-mit-smartrow-46/ beschrieben, ggf. hilft Dir das weiter?

    Beste Grüße
    Ulf

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