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Browserverlauf: Was ich im Juli 22 noch so gelesen habe

Auch im Reisemonat Juli habe ich wieder ein Stück über den Tellerrand geschaut und dabei einige gute Beiträge gefunden, die ich gerne in meinem Browserverlauf für den Juli 2022 mit Euch teilen will.

Und los geht es genau mit dem Thema Reisen. Denn auch ich als Jemand, der Reiseberichte verfasst und bei Instagram darüber berichtet, habe natürlich auch eine Mitverantwortung für Schäden, due durch den Übertourismus ausgelöst werden. Im Gegensatz zu anderen versuche ich aber zumindest, alle Regeln einzuhalten, mich im Einklang mit der Natur zu verhalten und auch keine gesperrten Orte zu promoten. Schon länger gibt es ja auch in Deutschland in einigen Regionen eine Influencer und Reiseblogger Plage, wo die Leute Schlange stehen, um alle das eine, gleiche Foto zu machen und dabei die Umwelt leidet. Nun ist es in Nepal noch einen Schritt weiter gegangen, da dort an heiligen Orten zu viele TikToks gedreht werden. Mal sehen, wann bei uns die ersten „No Tiktok“ Schilder aufgestellt werden.

Aber natürlich freue ich mich genauso über Inspiration von Reisebloggern und habe auch wieder für meinen Sommerurlaub viele schöne Inspirationen beim Reiselurch, bei Bianca von der Sonne hinterher, bei WorldTravlr, Urlaubshappen und Bildraum gefunden und dadurch ein tolles Programm mit Ausflügen, Restaurants und Erlebnissen zusammenbekommen. Es kommt halt immer auf die Dosis an und die Verantwortung, die man für die Orte übernimmt, die man besucht.

Passend zum Thema Nachhaltigkeit war auch das Plastikrecycling. Denn ein ziemlich großes Echo hinterliess die Dokumentation „Die Recyclinglüge“ der ARD, die aufzeigt, daß aus dem Inhalt des schön sortierten gelben Müllsacks eben meistens keine neuen Produkte gewonnen werden – zumindest keine wirklich sinnvollen. Das findet man im Kunststoffblog natürlich nicht so gut. Dabei gibt es bei andersLeben schöne Beispiele, wie man auch ganz ohne Plastik gut durchs Leben kommt. Übrigens gibt es hier auch eine übersichtliche Infografik über die Folgen von Plastik.

Zu schön um wahr zu sein, fand ich dann auch den Body Neutrality Report von Pinterest. Dort fasst man die Studienergebnisse wie folgt zusammen.

Der Body Neutrality Report von Pinterest zeigt, dass Suchanfragen mit dem Inhalt „Gewichtsverlust“ seit Einführung des Verbots von Anzeigen zum Thema Gewichtsverlust um 20 % gesunken sind

Pinterest Body Neutrality Report

Aus meine Wahrnehmung trifft das aber überhaupt nicht zu. Vielleicht gibt es eine minimale Tendenz, aber in Foren und Instagram-Channels oder Facebook-Gruppen zum Thema Fitness und Sport sind die „Wie kann ich schnell abnehmen“, die „Vorher/Nachher Abnehmfotos“ und „Hilfe ich nehme nicht weiter ab“ – Posts immer noch sehr häufig und meist mit außergewöhnlich hohen Interaktionsraten.

Schaut man sich mal den Verlauf des Suchvolumens für „Abnehmen“ bei Google an, so hatte das Suchwort im Januar 2021 sogar den Höchststand der letzten 5 Jahre. Und im traditionell krassesten Monat, dem Januar, lag das Volumen in diesem Jahr nur 13% darunter, mit dem verbundenen Hinweis, daß Google die Art der Datenerfassung genau im Januar geändert hat.

Pinterest selbst verwendet allerdings interne Daten, wobei auch da eigenartig ist, daß nicht der gleiche Monat beider Jahre verglichen wird, sondern es wird ermittelt „dass globale Suchanfragen mit dem Suchbegriff „Gewichtsverlust“ im Mai 2022 im Vergleich zu Juli 2021 um 20 % gesunken sind“. Also ein Monat im Sommerreisezeitraum, wo zumindest das Thema „Beach Body“ schon vorbei ist, mit dem Mai, wo die Reisesaison gerade beginnt. Vergleicht man bei Google mal den Mai 2021 mit dem Mai 2022 miteinander, sieht man die von Pinterest verkündeten Effekte zumindest für Deutschland nicht. So sehr ich es mir auch wünschen würde, daß Body Positivity wirklich deutlich vorangeht, bestätigen die Google-Daten meine Wahrnehmung, daß wir noch sehr viel Arbeit vor uns haben.

Interessant fand ich übrigens auch die Fußball-Europameisterschaft der Frauen, wo ich mich gewundert habe, daß es selbst in einer aufgeschlossenen Stadt wie Berlin kaum nennenswerte Public Viewing Angebote gab. Wir standen schließlich im Finale und es gab keine Sportmarke, die das auf die Reihe bekommen hat? Und wo waren denn die ganzen Aktivistinnen, die sich sonst für Equal Pay im Sport einsetzen?

Es hinterlässt wirklich einen komischen Beigeschmack, daß sich die Leute im Internet die Finger wundtippen und es dann bei so einer Gelegenheit für mehr Sichtbarkeit für das Thema Frauenfußball keine Offline-Aktionen gibt?

Überhaupt entsteht ja das Einkommen im Sport durch Aufmerksamkeit. Um so mehr Menschen einen Sport ausüben oder sich Spiele im Stadion oder im Fernsehen ansehen, um so wertvoller wird die Sportart und somit deren beste AthletInnen für Werbepartner und Vermarkter von Fernsehrechten. Interessanter Weise, schauen aber vor allem Ältere und überwiegend Männer die Frauenfussballspiele, wie kress berichtet.

Alles in allem lag der Männeranteil im Publikum am Mittwoch beim EM-Spiel von Deutschland gegen Frankreich bei 56,5 Prozent, der Frauenanteil bei 43,5 Prozent (jeweils ab 14 Jahre). 72,6 Prozent der Zuschauer waren 50 Jahre und älter.

kress

Vielleicht sollten wir uns alle einfach auch mal auf den Weg ins Stadion machen und bei den Veranstaltern die Türen einrennen, damit die Einnahmen direkt bei den Vereinen steigen und es hoffentlich bei der Frauen-WM dann eine Fanmeile gibt!

Und obwohl ich sehr skeptisch gegenüber dem Metaversum bin, wie übrigens die meisten Deutschen, habe ich mir eine Oculus Quest 2 zugelegt und mache gerade meine ersten Schritte in dieser Parallelwelt. Ein paar Tipps für Spiele habe ich schon hier gefunden und Beyond Pixels hat da auch ein paar gute Ideen. Wenn hier aber andere VR-Experten unter euch sind, freue ich mich über Tipps, was man unbedingt mal ausprobieren muss an Spielen, Apps und Anwendungen.

Aber zurück in die echte Welt. Inspiriert von den Saftbars in meinem Urlaub, habe ich nun auch einen eigenen Slow Juicer von Hurom und freestyle mich gerade noch überwiegend durch verschiedene Saftmischungen, die ich nach Lust und Laune fabriziere. Selleriesaft habe ich schon entdeckt und Paules Kitchen empfielt auch Rote Bete-Saft. Aber vielleicht gibt ja auch hier noch Tipps für Rezepteblogs oder auch für Saft-Rezeptbücher?

Der Berlin-Marathon rückt für mich ja immer näher und da sind vor allem auch Saftrezepte für Sportler für mich wichtig, die bei der Regeneration helfen. Wie es so läuft in meinem „Saftladen“, schreibe ich dann einfach in meinem nächsten Monatsrückblick und teile hier auch wieder meine Fundstücke. Kommt gut durch den August!

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