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Entzündungshemmende Lebensmittel: Top 10 Hausmittel gegen Entzündungen

Entzündungen vorbeugen und behandeln – bei jeder Mahlzeit!
Unsere moderne Lebensweise und Ernährungsgewohnheiten führen dazu, dass der Körper oft eine Vielzahl an schädlichen Stoffen verarbeiten muss. Nicht alle können schnell entgiftet und ausgeschieden werden, manche lagern sich im Körper an und sind ständige Entzündungsherde.

Chronische Entzündungen entwickeln sich zu einer Volkskrankheit, deren Symptome jedoch so vielfältig sind, dass sie oft nicht auf die Ernährung zurück geführt werden. Transfette, verarbeitetes Fleisch, Industriezucker und Auszugsmehl liefern dem Körper nicht nur wenig bis keine Nährstoffe, sondern belasten ihn etwa durch verstopfte Arterien, eine zerstörte Darmkultur und extrem schwankende Blutzuckerwerte.

Wer dagegen vorgehen möchte, sollte nicht nur schlechte Lebensmittel weglassen, sondern sie durch entzündungshemmende Lebensmittel ersetzen. Der tägliche Genuss dieser 10 Lebensmittel kann einen großen Unterschied machen und bekämpft effektiv bekannte und unbekannte Entzündungen im Körper. Gerade, wer intensiv Sport treibt, kann mit einer entzündungshemmenden Ernährungsweise auch die Regeneration beschleunigen und Verletzungen vorbeugen.

Leinsamen und Leinöl
Omega-3 Fettsäuren sind in den besonders gesunden Fetten enthalten, die jeder Körper benötigt. Sie unterliegen leider in vielen Fettarten den Omega-6 Fettsäuren, wobei es genau anders herum sein sollte. Als pflanzlicher Lieferant der wertvollen Omega-3 Fettsäuren eignet sich besonders der Leinsamen. Er enthält nicht nur die essentielle Alpha-Linolensäure, sondern auch das wertvolle EPA (Eicosapentaen) und DHA (Docosahexaensäure).
Zwar kommen diese Stoffe auch in Fisch vor, doch dieser ist zusätzlich meist auch mit Giftstoffen belastet, welche die positive Wirkung direkt wieder entkräften. Durch Leinsamen oder Leinöl ist die tägliche Aufnahme von Omega-3 problemlos und unbelastet möglich.
Wichtig: Leinsamen sollten frisch geschrotet verzehrte werden (etwa im Müsli oder im Smoothie). Leinöl sollte ebenfalls frisch über Salate gegeben werden, oder erst nach dem anrichten zum Beispiel in Suppen gegeben werden. Denn Leinöl ist nicht sehr hitzebeständig, sollte daher nicht mitgekocht werden.

Beeren in allen Farben
Alle Beeren enthalten besonders viel Vitamin C und Flavonoide, die freie Radikale im Körper bekämpfen. Jede Beere ist eine gute Wahl, besonders Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren und Johannisbeeren. Einen besonderen Bonus bringen jedoch die Blaubeere und die Aroniabeere noch zusätzlich mit: Anthocyane. Dieser Stoff gibt den Beeren ihre dunkle Farbe und wirkt am besten als Antioxidant. Das bedeutet, dass oxidative Prozesse gestoppt und die Zellen gestärkt werden. Alle Beeren sollten am besten frisch oder gefroren gekauft werden.
Einkochen oder verarbeiten in Backwaren zerstört einen Großteil der Antioxidantien. Aroniabeeren sind sehr bitter und daher nicht für alle Menschen ein Genuss. Sie sind daher als Saft sehr beliebt, den man als täglichen Vitamin-Shot trinken kann.

Ingwerwurzel
In der gelben Wurzel steckt besonders viel gutes. Zum einen Ätherische Öle, die sich positiv auf das Verdauungssystem und Hals und Rachen auswirken. Zum anderen ist Gingerol enthalten, welches zu den stärksten Antioxidantien zählt. Außerdem ist viel Vitamin C und diverse Mineralstoffe enthalten. Ingwer wirkt antibakteriell und trägt so zu einer gesunden Darmflora bei, in der schlechte Bakterien weniger Chancen haben, sich zu vermehren.
Der Darm kann dann effektiver arbeiten und Giftstoffe binden, bevor sie in den Blutkreislauf gelangen und zu Entzündungsherden werden. Darmgesundheit spielt also eine große Rolle in der Vermeidung von Entzündungen. Ingwer ist dafür am besten frisch zu verzehren, er kann in asiatische Gerichte als Gewürz geschnitten oder gerieben werden. Auch als Teeaufguss kann er seine volle Wirkung entfalten.

Grünes Blattgemüse
In grünen Blättern ist viel Chlorophyll enthalten, welches ein optimaler Hilfsstoff ist, um den Körper beim entgiften zu unterstützen. Dieser pflanzliche Farbstoff hilft der Leber bei ihren Prozessen und entzündungsfördernde Stoffe werden so schneller aus dem Körper ausgeschieden. Außerdem sind besonders viele verschiedene Vitamine und Mineralstoffe enthalten, die zusätzlich helfen, die Gesundheit aufrecht zu erhalten. Zu grünem Blattgemüse zählen vor allem Spinat, Mangold, und Kohlsorten wie etwa Grünkohl.
Je nach Sorte können sie roh gegessen werden (so bleiben alle Vitamine erhalten). Kohlsorten sind jedoch besser verdaulich, wenn sie gekocht oder gebraten werden. Übrigens sind auch die Blätter von Gemüsesorte wie zum Beispiel Kohlrabi und rote Beete essbar und zählen zum Blattgemüse.

Kurkuma-Gewürz
Diese leuchtend gelbe Wurzel ist vor allem als Gewürz in Pulverform bekannt. Es gibt sie jedoch auf frisch zu kaufen, wobei die Zubereitung wegen ihrer färbenden Wirkung etwas riskant sein kann. Am besten greift man auf Kurkuma in Gewürzform zurück, denn darin ist der so wichtige Farbstoff Curcumin genauso enthalten. Dieser ist schon seit Jahrhunderten für seine entzündungshemmende Wirkung bekannt. Curcumin stärkt die Zellmembran und sorgt so für widerstandsfähigere Zellen. Das Gewürz kann in Gerichten wie Currys oder Eintöpfen verwendet, oder zu Smoothies hinzugefügt werden. Beliebt ist auch die sogenannte “Golden Milk”, bei der Kurkuma in einem Heißgetränk zubereitet wird. Hier ein Rezept von Coconut & Cucumber.
Egal in welcher Form – der tägliche Genuss von Kurkuma kann gegen chronische Entzündungen sehr hilfreich sein.

Probiotische Produkte
Wie wichtig die Darmgesundheit für den Körper ist, um Entzündungen zu bekämpfen, wurde bereits erwähnt. Im Darm werden Giftstoffe und Schadstoffe aus der Nahrung heraus gefiltert und zu den Entgiftungsorganen weiter geleitet oder direkt ausgeschieden. Wenn also der Darm nicht gut genug arbeiten kann, verbleiben diese Stoffe zu lange im Körper. Eine gesunde Darmflora ist daher essentiell und diese besteht aus unzähligen Mikro-Organismen und gesunden Darmbakterien. Damit die guten Darmbakterien immer die Oberhand haben, muss diese Darmflora geschützt und genährt werden. Das geht mit probiotischen Lebensmitteln wie etwa fermentierten Produkten (Sauerkraut, Kimchi, Joghurt oder Kefir) oder dem fermentierten Getränk Kombucha. Täglich sollte mindestens ein probiotisches Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen.

Senföl aus Kresse, Radieschen, Rucola
In vielen scharfen Lebensmitteln stecken Senfölglycoside, die nicht nur einen positiven Einfluss auf den Blutzuckerspiegel haben. Auch gegen Entzündungen im Körper gehen sie vor und bekämpfen diese bei regelmäßigem Genuss sehr effektiv. Der begehrte Wirkstoff steckt zum Beispiel in Radieschen und Meerrettich, aber auch in bitteren Blattgewächsen wie dem Rucola. Auch viele Kressesorten enthalten das Senföl, hier ist darauf zu achten, aus welchen Samen und Bohnen die Kresse bzw. Sprossen gezogen wurden. Am besten werden diese Powerpflanzen roh verzehrt, um die volle Wirkung zu entfalten und zusätzlich alle enthaltenen Vitamine zu bekommen.

Hagebutten und Hagebuttenpulver
Die Früchte der Heckenrose sind vor allem dafür bekannt, dass ihre feinen Haare ganz fies jucken und brennen. Davon abgesehen steckt die kleine rote Frucht aber so voller Vitamin C, wie kaum eine andere. Ein weiterer nützlicher Inhaltsstoff sind die Galaktolipide, die entzündungshemmende Wirkung haben. Diese dürfen aber nicht über 40 Grad erhitzt werden, da sie sonst zerfallen.

Hagebutten werden daher am besten als ganze, frische Früchte verzehrt, oder als Hagebuttenpulver in Smoothies, Müsli oder in selbstgemachtes Fruchteis gerührt. Besonders gerne wird die Hagebutte gegen rheumatische Erkrankungen und andere entzündliche Gelenkprobleme eingesetzt. Aber Vorsicht: In Hagebuttentee sind die wertvollen Wirkstoffe nicht enthalten.

Olivenöl
Die Italiener wissen es schon lange: Ein gutes Olivenöl kann viel mehr als nur gute Küche, sondern ist ein richtiges Heilmittel. Grund dafür ist das enthaltene Vitamin E, welches nicht nur für die Hautpflege wichtig ist. Auch dem Verdauungssystem tut reichlich Vitamin E (auch Tocopherole genannt) gut, denn es ist eines der stärksten Antioxidantien und wirkt damit genauso gut gegen freie Radikale, wie Vitamin C. Leider wird das Vitamin E jedoch oft vernachlässigt, obwohl es wesentlich praktischer in der Zubereitung ist, denn es ist im Gegensatz zum Vitamin C hitzebeständig. Allzu heiß sollte Olivenöl jedoch dennoch nicht erhitzt werden, denn wenn es den Rauchpunkt überschreitet, verbrennt es und entwickelt krebserregende Stoffe.

Knoblauch und Zwiebeln
Für die meisten Menschen sind diese beiden Lebensmittel aus der Küche nicht wegzudenken und in beinahe jedem Gericht steckt eines davon oder sogar beide. Was jedoch nicht jeder weiß: Zwiebeln und Knoblauch sind nicht nur perfekt zum würzen und für intensiven Geschmack beim kochen, sondern sie sind auch wahre Wunderwaffen gegen Entzündungen. Man kennt vielleicht die Wirkung von roher Zwiebel beim Zwiebelwickel gegen Ohrenschmerzen oder beim Zwiebelhonig gegen Halsschmerzen.
Auch bei einem Bienenstich bekämpft die rohe Zwiebel das Gift. Quercetin und Allicin heißen die Stoffe, die in Zwiebeln und Knoblauch stecken und eine stark entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung haben. AM besten können sie diese in rohem Zustand entfalten, also (auch wenn der Atmen darunter leidet), öfter mal frisch verzehren.

Ich hoffe, Ihr konntet ein paar entzündungshemmende Lebensmittel finden, die ihr vielleicht sowie so schon als Hausmittel Zuhause in der Küche habt. Viele dieser Lebensmittel lassen sich nämlich ganz ohne großen Aufwand beim Kochen verwenden und leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Regeneration. Wenn Du noch Tipps für einfache Lebensmittel hast, mit denen man Entzündungen ausheilen kann, dann lass gern einen Kommentar hier unter dem Beitrag.

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