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Outdoor Reisen

Mountaincarts: Mit dem Zirbencart-Dreirad den Hochzeiger herunterbrettern!

Bei meiner Erkundungstour nach neuen Outdoor-Erlebnissen in Tirol habe ich wieder einmal etwas Neues entdeckt. Und zwar die Zirbencarts! Bei diesem auch als Mountaincart bekannten Gefährt, handelt es sich um eine Art Dreirad, daß allerdings statt Pedalen lediglich zwei Fußstützen, und somit keinen eigenen Antrieb hat.
Den braucht es auch nicht, da man mit dem Mountaincart perfekt über Bergwege hinab ins Tal fahren kann und deshalb im Zweifelsfall die Bremsen viel mehr benötigt, als einen Antrieb. Zu den Besonderheiten eines Mountaincarts gehören auch die besonders breiten Reifen, die für einen guten Grip auf den Bergpisten sorgen.
Grundsätzlich sind die Zirbenkarts für alle geeignet, da man ja seine Fahrweise selbst anpassen kann. Kleine Kinder können auch auf dem Schoß von Erwachsenen mitfahren und ab 12 Jahren und einer Größe von mindestens 150cm, gehts auch schon mit einem eigenen Zirbencart den Berg hinunter.

Zirbencarts – Mountaincart fahren in Österreich im Pitztal

Eine schöne Strecke, um die Fahrt mit dem Mountaincart in Österreich auszuprobieren, befindet sich im Zirbenpark am Hochzeiger im Pitztal. Deshalb heißen die Mountaincarts dort auch passender Weise Zirbencarts.

Von unserem Quartier in Imst waren wir in knapp einer halben Stunde an der Talstation der Bergzeiger Bergbahn, wo man das Auto bequem auf dem riesigen Parkplatz abstellen kann. Um mit der Zirbencart-Tour zu starten, braucht man zunächst ein Ticket für die Berg- und Talfahrt zur Mittelstation. Für unsere Familie mit 2 Kids wurden schon mal 52€ dafür fällig. Dann geht es also mit der Gondel hoch auf 2.000 Höhenmeter zur Mittelstation, wo sich übrigens auch der Zirbenpark befindet.
Dort läuft man dann ein paar Meter zum Sessellift, wo sich der Check-In für die Zirbencarts befindet. Hier bekommt man dann einen Helm und bezahlt 10€ pro Fahrt für jede Person und kann nun mit dem Sessellift weiter nach oben zum Startpunkt fahren. Oben an der Sechszeiger Bergstation auf 2.370 Metern sollte man sich aber nicht gleich in das Mountaincart schwingen, sondern erst einmal den traumhaften Panoramablick genießen. Denn von hier oben hat man bei gutem Wetter einen unglaublichen Rundumblick auf die Gipfel und Täler von halb Tirol und sollte unbedingt etwas Zeit einplanen, um ein wenig hier oben umherzugehen.

Ist man dann startbereit, so füllt man zunächst noch einen Mietvertrag aus und bekommt dann sein Zirbencart in Position gestellt und auch eine kleine Einweisung. Viel gibt es bei den Mountaincarts aber ohnehin nicht zu beachten, außer daß man die zwei separaten Bremsen, die jeweils eines der beiden Hinterrräder einzeln abbremsen, bitte gleichzeitig betätigen soll. Natürlich – Zwinker, Zwinker, Smilie, Smilie!

Und dann rollen wir ganz langsam das erste, flache Stück am Start entlang, bevor die Schwerkraft uns nach der ersten Kurve deutlich stärker beschleunigt. Als Strecke dient die gut befestigte Schotterstraße, die vermutlich im Winter auch als Rodelbahn benutzt wird. Die knapp vier Kilometer lange Strecke ist in kritischen Punkten aber zusätzlich markiert und gesichert, sodass man sich im Laufe der Fahrt auch ein bisschen höhere Geschwindigkeiten zutraut.

Gerade wenn man das Mountaincart mal etwas rollen lässt, beschleunigt man relativ schnell. Und sollte man versehentlich die Bremsen unterschiedlich start betätigen, so kann man auch ein wenig seitlich um die Kurven rutschen und auch auf der geraden Strecke ein wenig mit den Fliehkräften spielen. Wenig überraschend haben die Kids das Spiel mit den Bremsen und der, durch den Schotter perfekt präparierten Strecke schnell raus und fahren, rutschen und sliden zügig zurück zur Mittelstation. Für uns Erwachsene machen sich die physikalischen Gesetze durch das höhere Körpergewicht bemerkbar und man muss doch etwas kontrollierter fahren und die Bremsen vielleicht doch öfter mal zusammen verwenden, da man sonst auf den steileren Streckenabschnitten zu schnell wird. Trotzdem kann man ein gutes Tempo fahren und auch ein paar coole Manöver auf die Piste bringen – die Kids sind durch das Körpergewicht und den niedrigeren Schwerpunkt aber einfach im Vorteil.

Man muss aber die Strecke nicht im Rallye-Racing-Modus hinunterkrachen, sondern kann auch einfach etwas mehr auf der Bremse bleiben und die Strecke und die Fahrt genießen, ohne den Puls auf Anschlag zu bringen. Denn wenn man die Augen nur auf der Strecke hat, verpasst man das wunderbare Bergpanorama, daß sich abseits der Piste präsentiert.

Für welchen Fahrstil auch immer man sich entscheidet – Spaß macht so eine Tour mit dem Zirbencarts auf jeden Fall und wir sind nur aus Zeitmangel nicht gleich noch ein zweites Mal gefahren, da wir für den Nachmittag noch eine Verabredung zum Geocaching hatten.

Ein spezieller Tipp für alle, die nicht genug bekommen können, sind die geführten Zirbencarts-Touren, die es am Nachmittag gibt. Denn dann geht es für 20€ pro Person mit den Zirbenkarts von der Sechszeiger Bergstation bis ganz hinunter zur Talstation und nicht nur bis zur Mittelstation, wie bei uns.

Falls Ihr jetzt auch Lust auf die Zirbencarts bekommen habt – hier die Adresse fürs Navi.
Zirbencarts: Hochzeiger Bergbahnen, Liß 270, 6474 Jerzens, Österreich

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