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Speed Hiking: Neuer Park mit 3 Routen in Imst

Die Tiroler Ferienregion Imst setzt mit dem neuen Speed Hiking Park ein tolles neues Angebot für Schnellwanderer um. Denn beim Speed Hiking geht es um die sportliche Variante des Wanderns, bei der man versucht, so schnell wie möglich, aber immer noch im Wanderschritt, eine Route zu absolvieren. Vom Tempo liegt man also deutlich über dem normalen Wandertempo, ist aber noch nicht beim Trailrunning-Speed, sodass Speed Hiking gerade auch für uns Flachland-Sportler mit einer durchschnittlichen Fitness ein tolles Erlebnis ist.
Denn gerade aufgrund der fehlenden Trainingsberge und der Sauerstoffveränderung, kommt man beim Trailrunning ziemlich schnell an seine Grenzen, wenn man so wie ich, nur knapp über dem Meeresspiegel in Potsdam wohnt. Mit dem Speed Hiking, bekommt man eine tolle Alternative zum gemütlichen Wandern und kann Naturerlebnis und Sport optimal verbinden.

Speed Hiking Park Imst “City to mountain!”

Beim neuen Speed Hiking Park in Imst war das Motto “City to mountain!” ausschlaggebend für die drei Hiking-Routen, die allesamt vom Stadt-Zentrum aus über Hoch-Imst bis zur Bergstation Alpjoch auf 2050 m in die Berge führen. Je nachdem, wie intensiv man sich sportlich betätigen will, kann man zwischen moderaten, leichten und einem anspruchsvollen Hike wählen. Diese unterscheiden sich dann sowohl in Distanz und zuückgelegten Höhenmetern, aber auch darin, wie anspruchsvoll das Gelände und der Trail sind, daß man bezwingen muss.
Beim Ursprung-Hike, der sich eher an Einsteiger wendet, legt man 7,2km ab dem Stadtzentrum zurück und über windet 1.250 Höhenmeter. Steigt man nicht im Stadtzentrum ein, sondern erst in Hoch-Imst, so verkürzt sich die Strecke auf 4,9km und 1.000 Höhenmeter. Auch bei den anderen Routen ist übrigend dieser spätere Einstieg möglich.
Für die sportlicheren Hiker, eignet sich der Alpine-Coaster-Hike, bei dem man über 10,1km und 1.280 Höhenmeter unterwegs ist und wer die Herausforderung sucht, kann beim Opferstock-Hike mit 11,2km und 1.415 Höhenmetern ein paar Extra-Kalorien verbrennen.
Alle Hikes im Speed Hiking Park Imst sind so ausgezeichnet, daß man stets genau orientiert ist, wo man sich auf dem Hike befindet und wie viel Strecke noch zurückzulegen ist. Und natürlich sind die Routen auch so gewählt, daß man an schönen Berghütten auch mal eine kleine Stärkung und Rast halten kann.

Für den Rückweg ins Tal, hat sich die Ferienregion Imst ebenfalls etwas Besonderes ausgedacht. Denn es geht nicht durch den Speed-Hiking Park zurück ins Tal, sondern entweder mit dem Alpine-Coaster, der actionreichen Sommerrodelbahn, oder mit der Bergbahn.

Ab 19. Juni ist der neue Speed Hiking Park geöffnet und ich werde versuchen in dieser Saison auch einmal dieses Abenteuer selbst zu testen. Mehr Informationen zum Park gibt es hier.

Erfahrungen vom Speed Hiking in Imst
Tja, wie ich schon gehofft habe, konnte ich mich während meines Tirol-Urlaubs in Imst auch für einen kleinen Testlauf in den Speed Hiking Park wagen. Ich hatte mich für die blaue Strecke, den Opferjoch-Hike entschieden, mit der längsten Distanz und den meisten Höhenmetern.

Gestartet bin ich direkt beim Tourismusbüro in Imst, von wo es auf direktem Weg in die Hachleschlucht und in Richtung Berge geht. Und gerade dieser erste Teil der Strecke, der neben der Hachleschlucht nach Hoch-Imst führt, hat es in sich. Es geht durch eine Art ausgetrocknetes Flußbett geradlinig nach oben, in Richtung Gipfel. Schnell ist klar, daß bei dieser Steigung für meine Flachlandkondition kein Trailrunning in Frage kommt – aber auch im schnellen Wanderschritt, also im Speed Hiking Stil, ist Willenskraft gefragt, um durchzuziehen und das Tempo zu halten und die Pausen zu minimieren. Es war aber natürlich auch nicht die smarteste Idee, im Sommer um 11:00 Uhr auf solch eine Tour zu starten – besonders wenn man sportliche Ambitionen hat. Wer also wirklich schnell sein will, sollte lieber früh losgehen, bevor die Sommerhitze startet.

Aber man ist ja auch frei in der Entscheidung, wie agressiv man diese Herausforderung angeht. Ich hatte Lust auf eine Challenge und habe daher auch versucht, mich schnellstmöglich über die Strecke zu manövrieren. Das Schöne ist aber, daß sich die Strecke deutlich entspannt, sobald man Hoch-Imst erreicht hat. Denn dann geht es zunächst über einen längeren, flacheren Streckenabschnitt weiter zur Untermarkter Alm.
Nun ist auch das Ziel schon deutlich sichtbar und auch das nächste Zwischenziel, die Muttekopfhütte. Bis dahin geht es über einen schmalen Wanderweg wieder etwas steiler nach oben. Aber der weite Blick ins Tal, ein kühlerer Wind und die Aussicht auf das Ziel, machen diesen Aufstieg viel leichter, als den ersten Teil durch die Hachleschlucht.

Von der Muttekopfhütte geht es dann über einen wirklich schönen, teils schmalen Steig weiter nach oben, bis man letztlich hinter einer Biegung die Aussichtsplatform des Adlerhorst Imst erreicht. Noch ein Stückchen weiter und schon ist man an der Bergbahnstation Alpjoch und hat sein Ziel erreicht.

Gleich hinter der Bergbahnstation befindet sich praktischer Weise auch das SunOrama, daß mit bequemen Liegen und einem spektakulären Blick erstmal zum Ausruhen und Verweilen einlädt. Nach 2h 19min habe ich es also geschafft, auch wenn ich 13 Minuten für Fotos und kleine Pausen investiert habe. Man kann sich natürlich auch mehr Zeit lassen oder bei besserer Form sollte die 2-Stunden Grenze locker zu knacken sein.

Auch wenn es sportlich herausfordernd war, hat mir die Tour wirklich gut gefallen, da sie sehr abwechslungsreich ist und mit den drei Hütten, dem Gipfelblick und dem SunOrama einen wirklich schönen Abschluss findet. Und genauso schön ist es, bei der Abfahrt mit der Seilbahn noch einmal von oben den Weg anzuschauen, den man sich gerade hochgekämpft hat.

Fotos: © STORYTELLER LABS / SECEDA, SALEWA FACES

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