Testbericht: Epson Pulsense PS-500

Das japanische Unternehmen Epson, vor allem bekannt als führender Druckerhersteller, steigt mit der Epson PS Reihe in den Wearable Markt ein und bringt gleich mehrere Fitness Tracker auf den Markt.

Dabei gibt es zwei Produktfamilien von Epson. Zum einen die Runsense-Modelle als vollwertige GPS-Sportuhren und die Pulsense-Modelle, die in die Kategorie der Activity-Tracker fallen. Bei den Pulsense-Modellen gibt es die PS-100er-Serie, die als schmales Fitnessarmband konzipiert ist, so wie wir es inzwischen von allen großen Herstellern kennen. Bei der PS-500er-Serie handelt es sich um einen erweiterten Fitnesstracker, der mehr im Stil einer Armbanduhr aufgemacht ist und den ich daher für besonders interessant halte. Und so habe ich mir ein Testgerät besorgt und die letzten vier Wochen mit der Epson Pulsense PS-500 am Handgelenk verbracht.

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Beim Pulsense PS-500 handelt es sich um eine innovative Kombination von Sportuhr und Activity Tracker, die mithilfe eines optischen Herzfreqzuenzsensors und eines Beschleunigungsmessers, Herzschlag, Kalorienverbrauch, Schlafrhythmus und Aktivitätslevel erfasst und aufzeichnet. Die Pulsense PS-500 bietet ein Display, das Herzfrequenz, Schritte, Datum und Uhrzeit sowie Kalorien anzeigt. Darüber hinaus benachrichtigt die Uhr per Vibrationen über eingehende Anrufe, Kalendertermine oder Emails. Um diese Funktion zu nutzen kann die Pulsense View App aus dem Apple oder Google Play Store heruntergeladen und auf dem Smartphone installiert werden. Über die App lassen sich Ziele festlegen und Fortschritte nachverfolgen. Auch eine Echtzeitmessung der Daten ist möglich. Darüber hinaus erkennt die Uhr automatisch, wann man schläft und analysiert das Schlafverhalten. Eine Weckfunktion ist ebenso integriert. Die Uhr wiegt 44 Gramm und die Akkulaufzeit beträgt 36 Stunden. Der biometrische Sensor zur Erfassung der Daten befindet sich auf der Unterseite.

Verarbeitung und Haptik
Die Uhr ist solide verarbeitet und sitzt und gut am Handgelenk und auch das Armband ist sehr bequem. Durch das geringe Gewicht merkt man kaum, dass man eine Uhr trägt. Das ist auch wichtig, da ein Fitness Tracker nur dann wirklich Sinn macht, wenn er möglichst lange am Handgelenk sitzt. Da der Akku offiziell etwa 36 Stunden hält, ist das jedoch unproblematisch und ich hatte im Test auch den Eindruck, daß der Akku deutlich länger hält. Das Design ist sicherlich Geschmackssache – mir als Freund von cleanem, nordischen Design ist dieses dynamisch-diagonale Design ein bisschen „too much“.

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Testlauf
Die Uhr wurde auf einer Strecke von zehn Kilometern getestet. Gleich nach dem Anlegen erscheint die Herzrate auf dem Display und hier liegt auch der große Vorteil der Epson-Uhr. Während bei anderen Uhren erst vom Anwender die Pulsmessung aktiviert werden muss, misst die Pulsense wenn man es will, dauerhaft den Puls, was besonders für die Activity-Tracker Funktion spannend ist, da man ein Tagesprofil mit dem Puls und den verschiedenen Phasen der Anspannung und Entspannung bekommt.
Doch zurück zum Lauftest. Unter dem Display befinden sich fünf kleine Quadrate, welche die Belastungszonen darstellen. Diese fünf LEDs sind ziemlich hilfreich und sind selbst bei extremer Sonneneinstrahlung sehr gut zu erkennen, so dass man sich voll und ganz auf das Training konzentrieren kann.

Während des Laufs zeigt die Uhr konstant die erforderlichen Daten an, ohne dass es dabei zu irgendwelchen Unstimmigkeiten kommt. Wie bei den meisten Aktivitätstrackern wurde die gelaufene Strecke jedoch nicht einwandfrei erfasst. Der GPS Tracker zeigte die kompletten 10 Kilometer, während die Uhr eine kürzere Strecke anzeigte. Man muss aber einräumen, dass dieses Problem bei Aktivitätstrackern ohne GPS sehr weit verbreitet ist und in der Natur der Sache liegt – ohne GPS kann die Strecke einfach nur nach einem Algorhytmus kalkuliert bzw. geschätzt werden, während GPS-Uhren die tatsächlich zurückgelegte Strecke messen können. Nach dem Lauf zeigt die Uhr zusätzlich zum Kalorienverbauch dann auch die Zeiten an, die man in den verschiedenen Zonen verbracht hat.

Die Pulsense View App
Die Pulsense View App ist sehr übersichtlich gehalten und sehr eingängig in der Bedienung. Sie lässt kaum Wünsche offen und zeigt so ziemlich alles an, was von Relevanz ist. Dazu gehören etwa verbrauchte Kalorien, gelaufene Schritte, Ruhezeiten, Belastungszeiten, Schlafzeiten, aktiv und inaktiv verbrauchte Kalorien und Vieles mehr. Gerade das bereits erwähnte Stresslevel, kenne ich so von anderen Apps oder Activity Trackern noch nicht.

Fazit
Vor allem die Activity-Tracker Funktionen überzeugen, da durch die konstante Pulsmessung bessere Daten vorliegen als bei anderen Geräten und sich dank Schlafmessung und der anderen Datenpunkte ein wirklich gutes Bild des persönlichen Befindens und Gesundheitslevels erstellen lässt. Die von mir lange erwartete Kombination aus Activity Tracker und professioneller Sportuhr ist auch die Pulsense nicht, da die Erfassung echter Laufdaten für ambitionierte Läufer zu ungenau ist.
Hobbysportler, die nur im geringen Umfang joggen und keine Wettkampftrainingspläne abarbeiten müssen, werden aber in der Tat viel Freude mit der Uhr haben, da man alle Sport- und Gesundheitsdaten in einer App und einem Gerät erfassen kann.

epson-pulsense-ps500-ladestation

Für eine erste Modellgeneration liefert die Pulsense PS-500 ein gutes Ergebnis ab, auch wenn an einigen Punkten noch Möglichkeiten zur Verbesserung bestehen. Bisher arbeitet die Uhr zum Beispiel nicht mit dem Apple Health-Kit zusammen, was sich aber sicher durch ein Softwareupdate noch beheben lässt. Der Designer des Ladesystems der Pulsense hat auf jeden Fall den Preis für das merkwürdigste Ladekonzept und Design aller Zeiten verdient. Warum man die Uhr so umständlich in eine Art riesigen Plastikschraubstock einklemmen muss, um sie zu laden und warum Epson das dann tatsächlich so auf den Markt schickt, kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Das Ladesystem funktioniert aber einwandfrei und stört auch den positiven Gesamteindruck nicht weiter – das Konzept ist eben nur komplett anders als bei allen anderen Trackern und Sportuhren und wirft die Frage auf warum so und nicht wie bei den anderen?
Nachgebessert werden kann auch bei der Bedienung, die nicht immer intuitiv ist und auch eine aussagekräftigere Bedienungsanleitung wäre in diesem Fall hilfreich.

Insgesamt überzeugt mich auch das generelle Konzept, den Tracker wirklich als Uhr auszulegen, denn so hat man sofort mit einem Blick immer aktuelle Daten zur Verfügung ohne erst ein Armband oder Display aktivieren zu müssen – so wie es bei anderen Geräten der Fall ist. Allerdings kann es dann auch sein, daß die Kollegen im Meeting auch mal auf die Pulsanzeige schielen – man muss also ein wenig darauf achten, welche der verschiedenen Anzeigeversionen man gerade aktiviert hat, denn nicht immer sind alle Daten gleichzeitig eingeblendet. Wer also die Allgemeinheit nicht sofort an seinen Daten auf dem Display teilhaben lassen will, findet auch dafür entsprechende Anzeigeeinstellungen.

Mit 199€ als unverbindliche Preisempfehlung liegt die Epson Pulsense PS-500 genau zwischen den klassischen Activity Trackern die in der Regel zwischen 100-150€ kosten und den vollwertigen GPS-Sportuhren, die um 300€ kosten, aber dann kein ganztägiges Activity Tracking zulassen. Mehr Infos zu den neuen Wearables von Epson gibt es hier.

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