Supplementierung von Mineralien und Vitaminen bei Sportlern

Eine ausgeprägte Leistungsfähigkeit ist der Grundstein für den Erfolg jedes Sportlers. Um sie zu erreichen, benötigt er aber eine ausreichende Versorgung mit wichtigen Inhaltsstoffen wie Vitaminen, Mineralien oder Spurenelementen. Gerade eine ausdauernde sportliche Betätigung erfordert zudem eine verstärkte Nährstoffzufuhr, damit der erhöhte Energiebedarf gedeckt wird und die Mineralien, die durch das Schwitzen verloren gehen, ersetzt werden.

Die Lebensmittelindustrie nutzt diesen Ansatz, um mit diversen Nahrungsergänzungsmitteln zu werben, die dem Körper die Nährstoffe bieten, die er angeblich durch eine gesunde Ernährung nicht bekommt. Allerdings ist eine derartige Supplementierung nicht zwangsläufig der einzige Weg zu einem exzellenten Leistungsvermögen. Viel eher lässt sich durch keine wissenschaftliche Studie belegen, dass Mineralien und Vitamine künstlichen Ursprungs tatsächlich einen positiven Einfluss auf die Kondition und Gesundheit haben. Stattdessen sollten Sportler großen Wert auf ihre Ernährung legen, denn sie ist der natürliche Lieferant lebensnotwendiger Stoffe.

Ausgewogene Ernährung – Basis der optimalen Nährstoffversorgung
Zwar ist der Körper fähig, einige notwendige Nährstoffe selbst zu produzieren, doch viele dieser essenziellen Bausteine müssen ihm zugeführt werden. Dazu zählen verschiedene Aminosäuren, ungesättigte Fettsäuren, Vitamine und Mineralien. In dem Zusammenhang werden Mineralien und Vitamine als Mikronährstoffe bezeichnet und haben mehrere Aufgaben. Während die Mineralien das Immunsystem und den Knochenbau stärken sowie Impulse der Nerven an die Muskeln weiterreichen, sorgen Vitamine für einen aktiven Stoffwechsel.

Für gewöhnlich kann eine abwechslungsreiche Ernährung mit Vollkorn- sowie Milchprodukten, Fisch, Fleisch, viel frischem Obst und Gemüse, sämtliche dieser Stoffe zur Verfügung stellen, weshalb auch ausdauerndes Training keinen Mangel hervorrufen sollte. Es kommt jedoch nicht allein auf die Produkte an, sondern auch auf ihr harmonisches Zusammenspiel.

Die Lebensmittel und ihre Inhalte müssen in dem richtigen Verhältnis zueinander stehen und korrekt zubereitet werden. Demnach empfiehlt sich eine schonende Dampfgarung für Rohkost, denn sie bewahrt über 50 % mehr Vitamine und fördert die ideale Nährstoffdichte. Ein weiteres Kriterium ist die Bio-Verfügbarkeit, weil sich nicht jeder Inhaltsstoff im selben Maße von dem Organismus verarbeiten lässt. Oftmals sind daher weitere Nährstoffe unverzichtbar, um eine bessere Aufnahme der Mikronährstoffe zu garantieren. Sekundärpflanzenstoffe sind ebenfalls erforderlich, damit das Gleichgewicht zwischen den Nährstoffen erzeugt werden kann.
Manchmal ist die Einnahme von Nahrungsergänzungspräparaten jedoch unumgänglich.

Nahrungsergänzungsmittel – individuelle Supplementierung statt unkontrollierter Zufuhr
Auch wenn eine gesunde Ernährung alle notwendigen Nährstoffe liefert, können in Einzelfällen Mangelerscheinungen auftreten. Bei Sportlern führen sie schnell zu einer verminderten Leistungsfähigkeit. Die Ursachen für diese Problematik sind vielfältig. So lässt sich ein Eisenmangel beispielsweise auf die Menstruation bei Frauen zurückführen oder tritt bei Vegetariern auf, weil sie keine tierischen Eisenlieferanten nutzen und pflanzliche Quellen nicht schnell genug verwertet werden können. Selbstverständlich wären auch vorherige Erkrankungen ein potenzieller Auslöser für den Nährstoffmangel. Dann ist es häufig schwierig, ohne die Hilfe von Nahrungsergänzungspräparten das eigene Gleichgewicht wiederherzustellen.

Trotzdem sollte keine selbstständige Supplementierung erfolgen, denn die würde die Problematik vielleicht sogar verschlechtern. Insbesondere bei der Verwendung komplexer Mineral- oder Vitaminprodukte. Schließlich begünstigen jene eine Überdosierung und es kommt zu Vergiftungserscheinungen wie Kopfschmerzen oder körperliche Veränderungen. Daher gilt, bei den ersten Anzeichen einer verminderten Nährstoffversorgung, darunter Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Infektanfälligkeit, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Er kann mithilfe der gründlichen Untersuchung und einem großen Blutbild herausfinden, welche Mineralstoffe oder Vitamine dem Körper fehlen.
Darauf aufbauend lässt sich eine gezielte Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln starten, welche die körperliche Balance wahrt und exakt auf die Bedürfnisse des jeweiligen Sportlers ausgerichtet ist. Es wäre folglich sinnvoll, nur bei einem erwiesenen Mangel davon Gebrauch zu machen. Außerdem ist es ratsam, die Anwendung solcher Mittel an den Voraussetzungen des Sportlers zu messen. Hierbei müssen Faktoren wie Körpergewicht, Intensität des Trainings, Geschlecht oder Dauer des Sportprogramms berücksichtigt werden. Daher würde ich auch nicht einfach im Supermarkt zu solchen Supplements greifen, sondern eher eine professionelle Apotheke oder Online-Apotheke nutzen. Einer der größten Anbieter in diesem Bereich ist beispielsweise die Europa-Apotheek. Letztendlich sollte die Hauptversorgung des Körpers mit essenziellen Nährstoffen aber stets auf einer gesunden und aufeinander abgestimmten Ernährung beruhen.

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Kommentare
2 Antworten zu “Supplementierung von Mineralien und Vitaminen bei Sportlern”
  1. Jan Scholich sagt:

    Lieber Daniel,
    vielen Dank für Deinen schönen Artikel. Die Supplementierung von Vitaminen und Mineralien durch Präparate ist sicherlich die zweite Wahl, wenn man guten Zugang zu ausreichend Nahrung hat. Das ist aber auch bei uns in Europa nicht immer der Fall. Gut, aber das ist vielleicht ein anderes Thema. Bitte denke aber auch an Menschen, die Ihre Nahrung nicht mehr gut kauen oder schlucken können, die tun sich schwer mit dem Verzehr von vielen gesunden Äpfeln usw. Für Sportler gelten hier natürlich andere Maßstäbe und andere Ziele. Kondition kommt immer noch von guten Training. Am Beispiel der „Selen Supplementierung“ kann man sehr gut sehen, wie schmal der Grat zwischen zu wenig und zu viel ist. Die empfohlene Menge pro Tag liegt hier bei wenigen Mikrogramm, in manchen Präparaten sind aber Milligramm Mengen vorhanden. Ein Zuviel an Selen kann zu Lähmungserscheinungen führen, also ganz das Gegenteil von Kondition und Ausdauer. Daher auch mein Rat: Lasst euch gut beraten bevor die Pillen wahllos eingeworfen werden.

  2. Daniel sagt:

    Hi Jan, ja das stimmt was Du sagst. Aber wir richten uns hier beim Sports-Insider natürlich hauptsächlich an Leute die gesund sind und ihren Sport voll ausleben können. Beste Grüße aus Potsdam!

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