Marathon: 5 überraschende Fehler bei Training und Taktik und wie man sie vermeidet

Es steht Dein erster Marathon vor der Tür und Du bist Dir nicht mehr sicher, ob die geplante Strategie auch die richtige ist? Vermeiden die folgenden fünf Fehler auf Deinem Weg in das Ziel und Du wist feststellen, dass das Abenteuer Marathon keine Hexerei ist.

Du verkennst Dein Tempo
Sicherlich hast Du bereits eine Menge über Marathons gelesen oder gehört und Deine Trainingsvorbereitungen ist gut verlaufen. Das Wichtigste beim Wettkampf selbst ist aber, sein Tempo zu kennen und dieses auch konsequent zu laufen. Die meisten Erst-Marathonis lassen sich von den Massen mitziehen oder von der tollen Stimmung dazu hinreißen nicht das eigene Tempo zu laufen und brechen daher in der zweiten Hälfte ein. Es wird sich toll anfühlen, leicht, locker, dynamisch, aber dieses zu schnelle Tempo wird sich rächen. Laufe Dein Tempo von Anfang an und höre auf die Signale Deines Körpers. Es gibt nichts schönere, als wenn man nach der Hälfte des Rennens immer noch fit ist und für die zweite Hälfte das Tempo leicht anziehen kann. Mal abgesehen davon, daß man sich so unnötiges Leiden erspart, wird man genau in dieser Phase in der man noch Reserven hat, die meisten Übermütigen aus dem Startblock galant und locker überholen, während die anderen im Schleichgang unterwegs oder sogar schon als Spaziergänger unterwegs sind.

Zu viel oder zu wenig trinken
Wenn Du im Training Deine langen Läufe absolviert hast, hattest Du immer etwas zu trinken dabei? Warum sollte man im Wettkampf nicht auch trinken? Auch wenn man an der Verpflegungsstelle noch keinen Durst verspürt, sollte man immer trinken. Ihr Körper benötigt es, auch wenn er es noch nicht deutlich zeigt. Denn wenn sich das Durstgefühl erst einmal einstellt, ist es meist schon zu spät, da es immer eine gewisse Zeit dauert, bis das Wasser dem Körper dann tatsächlich zur Verfügung steht. Trinkt man also erst, wenn man Durst hat, entseht eine Versorgungslücke, in der der Körper weniger leistungsbereit ist. Aus diesem Grund sollte man jede der angebotenen Verpflegungsstellen nutzen und etwas trinken. Dein Körper wird es Dir danken. Besonders am Anfang des Rennens ist es wichtig nicht nur einen Schluck zu nehmen. Gönnen Dir sich ruhig einen Becher Wasser – allerdings nicht zu kurz vor dem Rennen, da man sonst wertvolle Zeit bei einer Toilettenpause verliert.
Achte unbedingt darauf, während des Rennens keine Getränke zu verwenden, die im Vorfeld noch nicht bei einem Lauf getestet wurden. Es kommt ziemlich häufig vor, daß spezielle Getränke, Gels in Kombination mit der Aufregung zu Magenbeschwerden oder Durchfall führen und Grund für ein frühzeitiges Aussscheiden aus dem Rennen sein können.

Nicht die richtige Ausrüstung
Wenn man an der Startlinie steht sollte die Kleidung und besonders die Schuhe nicht das erste Mal getragen werden. Auch wenn immer wieder darauf hingewiesen wird, es ist schon bemerkenswert, wie viele Menschen diesen Fehler begehen. Wahrscheinlich soll das tolle, neue Outfit zusätzlich motivieren. Die Schuhe, aber auch die Strümpfe und die sonstige Kleidung sollten bereits bei einigen Läufen getragen worden sein und besonders auch auf längeren Distanzen getestet worden sein. Hiermit vermeidet man unliebsame Scheuerstellen und Blasen an den Füßen, Achseln und anderen unangenehmen Körperpartien, die einem das Leben auf den 42,195 km sonst schwer machen können. Und bitte nicht vergessen, die Brustwarzen mit Pflaster abzukleben.

Die falsche Kleidung für das Wetter
Die Temperaturen am Wettkampftag sind entscheidend dafür, welche Kleidung man tragen sollte. Man sollte sich darauf einrichten, dass man am Start einige Zeit mit Warten verbringen muss, bevor es dann endlich losgeht. Hier ist es besonders wichtig, sich entsprechend warm zu halten. Empfehlenswert ist hier beispielsweise ein Pullover, den man nach dem Start oder kurz bevor es richtig losgeht, einfach entsorgen kann und nicht vermissen wird. Wenn man dann nach dem Start die entsprechende Temperatur erreicht hat, zieht man sich einfach den Pullover aus und entsorgt ihn. Grundsätzlich ist es auch eine Typfrage, ob man lieber friert oder lieber schwitzt. Tendenziell ziehen sich die meisten Läufer zu warm an und schwitzen sich dann tot. Gerade bei den Frühjahrsmarathons kann es morgens vor dem Start noch sehr kühl sein, wenn dann aber gegen Mittag die Frühjahrssonne auf der Strecke steht, kann es schnell richtig warm werden. Beim Wien-Marathon habe ich beispielsweise beim Start 5 Grad gehabt und später waren es 15 Grad. Wer dann noch mit langen Winterlaufhosen, Jacke, Schal und Mütze unterwegs ist, kocht im eigenen Saft.

Die wichtigste Mahlzeit am Tag
Nicht umsonst gibt es den Spruch, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit am Tag ist. Und das gilt auch für den Marathon. Hier tankt man zum letzten mal die benötigte Kraft für den anstrengenden Wettkampf und legt aber auch eine Grundlage, um de Magen und den Verdauungsapparat auf den Marathon vorzubereiten. Auch hier ist es besonders wichtig, dass man die Produkte bereits im Vorfeld einmal vor einem Lauf getestet hat, so dass man sicher sein kann, dass es nicht zu Problemen führen wird. Am besten isst man das Gleiche, was man auch sonst vor den Läufen gegessen hat und macht keine Experimente. Das gilt auch für Kaffee. Nicht mehr als man sonst zu sich nehmen würden. Und auch wenn man vor lauter Aufregung keinen Hunger verspüren sollte, der Körper benötigt die Energie aus dem Frühstück und wird es danken. Außerdem kann ein leerer Magen ungemützlicher auf Gels oder isotinische Getränke reagieren, als er es normaler Weise tun wurde.

Wenn man diese kleinen und einfach Tipps beherzigt, wird der Marathon vielleicht ein wenig einfacher von der Hand gehen. Ansonsten liegt in der Ruhe die Kraft und darin, den Lauf auch einfach zu genießen.

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