Parkour Training – ohne Umwege durchs Leben

Parkour

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Beim Parkour Training geht es darum, den kürzesten Weg von A nach B zu finden. Der Traceur muss dabei sämtliche Hindernisse überwinden, die auf diesem Weg liegen. Der wichtigste Gedanke ist es, das Hindernis mit minimalem Aufwand, schnell und flüssig zu überwinden. Jede überflüssige Bewegung soll unterlassen werden. Dabei kommt außer einem Paar Turnschuhen keine Ausrüstung zum Einsatz. Diese aber sollten robust sein, einen guten Grip und eine Fersendämpfung haben und vor allem gut am Fuß sitzen. Radfahrhandschuhe können die Hände vor Verletzungen an scharfen Kanten und rauen Wänden schützen.

Jeder Traceur setzt bestimmte Grundtechniken ein, die er jedoch individuell an seinen Stil und die auftretenden Hindernisse anpasst. Durch die Wiederholung von bestimmten Bewegungsabläufen, zum Beispiel von kleinen Sprüngen, werden diese automatisiert und optimiert. Häufig bringen sich die Traceure gegenseitig Techniken bei.

Anfänger trainieren zunächst die „Roulade“ oder „Rolle“, die eine der wichtigsten Bewegungen im Parkour ist, weil sie Verletzungen vorbeugt. Nach Sprüngen oder einem Fall gleicht die Rollbewegung die Fallenergie aus und setzt sie in eine rasche Vorwärtsbewegung um, was einen kontinuierlichen Bewegungsablauf begünstigt.

Mit einem „Passement Rapide“ wird ein bis zu hüfthohes Hindernis ohne Geschwindigkeitsverlust und im Fluss der Bewegung überwunden. Dazu stößt sich der Traceur vor dem Hindernis aus dem Lauf mit einem Bein ab, um das Hindernis in einer Art Hocksprung mit beiden Beinen gleichzeitig zu überspringen. Die Beine sind dabei seitlich vom Körper angewinkelt, die Hand stützt sich am Hindernis ab und dient der Beschleunigung und der Stabilisierung der Bewegung.

Um eine hohe Mauer mit einer „Passe Muraille“ zu überwinden, springt der Traceur die Mauer mit einem Fuß an und katapultiert sich an der Mauer nach oben. Wenn mit den Armen der nötige Schwung erzeugt wird, unterstützt das diese Bewegung. Schließlich zieht sich der Traceur mit den Händen an der Mauer hoch, um diese zu überwinden.

Obwohl die meisten Traceure allein oder in der lose organisierten Gruppe trainieren, gibt es auch beim Parkour inzwischen Trainingsangebote von Vereinen oder kommerziellen Anbietern. Der erforderliche Zeitaufwand für das Parkour Training und die erhöhten physischen und psychischen Anforderungen übersteigen das für die Ausübung einer konventionellen Sportart übliche Maß erheblich.

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