Kinesio-Tapes: Seit Olympia in London der Renner

Bereits seit einigen Jahren sieht man Sportler bei großen Wettkämpfen immer mehr mit bunten Klebestreifen auf der Haut. Selten waren sie jedoch so oft zu sehen, wie bei den Olympischen Spielen in London in diesem Monat. Ihnen werden zahlreiche Wirkungen zugeschrieben, auf die nun auch immer mehr Freizeitsportler schwören. Doch was ist dran an der Wirkung der sogenannten Kinesio-Tapes?

Erfunden wurden die Tapes vom japanischen Chiropraktiker Kenzo Kase in den 1970er Jahren, der im Grunde bisherige Taping-Verfahren weiterentwickelte und dabei starre Methoden ablöste. Die Originalstreifen sind aus Baumwolle und werden mit einem Acrylkleber auf die Haut aufgebracht. Haltbar sind sie laut Hersteller drei bis fünf Tage.

Durch die Kinesio-Tapes sollen Verspannungen gelöst, die Körperwahrnehmung soll gesteigert, Schmerzen gelindert und die Leistung gesteigert werden. Nicht alle dieser Versprechen werden jedoch laut Wissenschaftlern erfüllt. Was wohl stimmt ist, dass die Tapes die Gelenke stützen und das Wahrnehmungssystem verbessern. Auch entspannend können sie angeblich, richtig angebracht, wirken. Die Leistung wird jedoch nicht durch sie gesteigert. Dazu gibt es bis jetzt keine einzige aussagekräftige Studie, die dies belegt. Der Placebo-Effekt spielt hier laut den Kritikern eine große Rolle. Also, ob man nun tapt oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen, für den Freizeitsport sind sie jedoch in der Regel wirklich nicht nötig.

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