Schuss ging nach hinten los: Adidas muss Verkauf „sexistischer“ WM-Shirts stoppen

Nur wenige Stunden, nachdem Adidas den Verkauf seiner limitierten WM-Shirts mit den Aufdrucken „Lookin‘ to Score“ und „I (heart) Brazil“ in den USA gestartet hatte, musste der WM-Sponsor ihn auch schon wieder stoppen. Zu sexistisch, befand die Regierung und ließ eine offizielle Beschwerde über die brasilianische Tourismusbehörde laut werden.

Die Shirts zeigen das Motiv einer Frau im Bikini vor dem Schriftzug „Brazil“ sowie das eines Herzes, in dem sich sowohl ein Stringtanga als auch der Zuckerhut erkennen lassen. Die Zweideutigkeit der WM-Botschaften und die Sicht anderer Länder auf die „Wahrzeichen“ des Landes hat die Regierung offensichtlich verärgert. Der Schuss ging eindeutig nach hinten los.

In der Beschwerde der Tourismusbehörde hieß es, dass die Regierung „vehement gegen alles“ sei, das Brasiliens Image mit dem Sex Appeal der Frauen des Landes in Verbindung bringt. Es werde hart gegen Sextourismus während der WM angekämpft. „Wir möchten deutlich machen, dass diese Form der Kriminalität hierzulande nicht toleriert wird“, betonte Flavio Dino, Präsident des brasilianischen Fremdenverkehrsamts.

Kurz darauf twitterte sogar die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff, dass der „Kampf gegen Sextorismus“ sehr ernst genommen werde. Der Hersteller, der auch den offiziellen WM-Ball designt hat, ist um Schadensbegrenzung bemüht und veröffentlichte folgendes Statement: „Adidas ist die Meinung seiner Konsumenten und Partner sehr wichtig. Aus dem Grunde werden wir diese Produkte aus dem Verkauf nehmen.“

 

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