NRW will Fitness-Tests für Grundschüler einführen

Seit langem ist klar, dass immer mehr Kinder motorische Defizite haben. Bestand die Kindheit früher vor allem aus Toben, Ball spielen und Klettern, so verbringen heute immer mehr Kinder ihre Zeit schon im jungen Alter vor Fernseher, PC und Co. Dies hat zum Teil erschreckende Folgen, worauf Fachleute seit längerem eindringlich hinweisen. In Nordrhein-Westfalen will man daher ab August einen speziellen Fitness-Test für Kinder einführen.

Experten wie Pädagogen erleben seit längerem, dass einige Kinder nicht einmal mehr ein Wasserglas sicher abstellen oder einen Ball fangen können. Ein paar hätten sogar selbst Angst, von einer 40 Zentimeter hohen Turnbank zu springen. Natürlich gebe es auch einige sportliche Kinder, jedoch stelle man bei gut der Hälfte aller Zweitklässler in NRW motorische Defizite fest. In anderen Bundesländern sehen die Zahlen oft nicht besser aus.

So wurde nun in NRW ein Sporttest beschlossen, der zunächst in 25 Kommunen an den Start gehen und zusammen mit Schulen, Vereinen und Sportbund umgesetzt werden soll. Dabei müssen Kinder zum Beispiel rückwärts balancieren, Liegestütz machen, sechs Minuten am Stück laufen oder eine Rumpfbeuge machen. Kritikern geht dies jedoch noch nicht weit genug. Man befürchtet, dass nach dem Test nicht mehr an den festgestellten Defiziten der Kinder gearbeitet wird. Es müsse viel mehr für die sportliche Förderung getan werden.

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