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Outdoor Reisen

Die besten Mikroabenteuer in Berlin und Umland – Diese Orte kennen sogar viele Berliner nicht

Eben mal schnell aus dem Alltag entfliehen. Genau dieses kleine Outdoor-Abenteuer als kleine Pause zwischen Home Office und der Alltagsroutine versprechen Mikroabenteuer. Und wenn die Zeit eben nicht für die große Backpacking-Tour reicht, dann haben wir hier eine Sammlung der besten Abenteuer-Erlebnisse und Entdeckungstouren direkt vor der Haustür in Berlin, Potsdam und dem Berliner Umland.

Welche der aktuell insgesamt 12 Berliner Bezirke nun nicht mehr zum Zentrum, sondern bereits zur Peripherie zählen, ist selbstverständlich unter deren jeweiligen Einwohnern, oftmals und gelegentlich sogar heftig umstritten. Unabhängig von derart lokalpatriotischen Be- und Empfindlichkeiten wählen wir der Einfachheit halber den S-Bahnring als recht praktische, in fast jedem Reiseführer und Stadtplan verzeichnete sowie deshalb zwecks Orientierung bestens geeignete Bezugsgröße.
Unsere Tipps für Mikroabenteuer in Berlin rücken dabei speziell die außerhalb dieses Rings gelegenen Orte in den Mittelpunkt des Interesses, die aber durch das engmaschige und weitverzweigte Netz des öffentlichen Nahverkehrs oder auch per pedes sowie mit dem Pkw, Fahr- und Motorrad bequem, einfach und schnell und fast rund um die Uhr bestens erreicht werden können.

Bezirk Pankow: In Richtung Norden wird es immer grüner, ruhiger und ländlicher

13 Ortsteile zählt der Bezirk im Osten und Nordosten der Stadt. Mit Abstand am meisten Renommee und Reputation dürfte der schön legendäre Prenzlauer Berg in dessen Süden mit besonders viel Kultur und Nachtleben besitzen. In Berlin, bundesweit und überregional bekannt sind mitunter auch Weißensee mit dem gleichnamigen gemütlichen Badesee, das namensgebende Pankow mit dem „Kissingenviertel“ samt historischen Wohnhäusern aus den 1920er- und 1930-Jahren sowie Niederschönhausen, wo bis 1960 zahlreiche Politiker der DDR lebten. Unsere Geheimtipps für Abenteuer im Alltag in Pankow sind hingegen der Naturlehrpfad durch den ca. 35 Hektar großen Volkspark Schönholzer Heide, das fast 130 Hektar große Naturschutzgebiet Karower Teiche als Heimat vieler Wasservögel sowie der 13 Hektar große Schlosspark Buch mit dem Sowjetischen Ehrenmal.

Bezirk Lichtenberg: Gleich hinter den Hochhäusern fängt vielerorts die Wildnis an

Lichtenberg gilt in Berlin und Umgebung teils zu Unrecht als vorrangig grau, öde und nur wenig sehenswert, das Klischee von dem bis zum Horizont reichenden Moloch aus kaum voneinander unterscheidbaren Plattenbauten entbehrt aber nahezu jeder Grundlage. Zwar ragen in den Ortsteilen Fennpfuhl, Neu-Hohenschönhausen und Wartenberg durchaus die nur vermeintlich für den ganzen Bezirk typischen sechs- oder elfgeschossigen Wohntürme in den Himmel über Berlin.
Du wirst aber sicherlich staunen, wie authentisch dörflich sich manche Gebiete von Falkenberg, Lichtenberg selbst, Rummelsburg, Malchow, Karlshorst sowie Friedrichsfelde und Alt-Hohenschönhausen bis heute präsentieren. Wie aus der Zeit gefallen wirken etwa das frühklassizistische Schloss Friedrichsfelde im Tierpark Berlin, der im Rahmen von Führungen zu besichtigende „Schrotkugelturm“ im „Kiez“ Victoriastadt von Rummelsburg sowie die malerischen Feuchtwiesen und Erlenbruchwälder im 22 Hektar großen Naturschutzgebiet Malchower Aue.

Foto: Grün Berlin

Bezirk Marzahn-Hellersdorf: Beispiele fernöstlicher Gartenkunst und grüne Natur

Auch das im äußersten oder „fernen Osten“ der Hauptstadt gelegene Marzahn-Hellersdorf steht häufig stellvertretend für Vorurteile von anonymen und tristen Mehrgeschossern mit nur wenig bis keinerlei Grün zwischen den Gebäuden. Doch nichts könnte von der Realität des Bezirks weiter entfernt sein. Denn alleine die weit über die Grenzen Berlins bekannten Marzahner und Hellersdorfer Attraktionen wie die samt Kienberg sowie Wuhletal über 100 Hektar großen und asiatisch inspirierten „Gärten der Welt“ sind schon eine Reise wert. Für kleine Fluchten nach Feierabend sowie Abenteuer im Alltag empfehlen wir Dir außerdem die örtlichen Abschnitte des gut 15 Kilometer langen Wuhletal-Wanderwegs durch den Eichepark und über die Ahrensfelder Berge, das benachbarte Gewässer Weidengrund und das Laichbiotop „Weiher Friedrichsfelde Nord“ an der Rhinstraße, an dem diverse Frosch- und Krötenarten in der Dämmerung um die Wette quaken.

Bezirk Treptow-Köpenick: Den Hauptmann und 1. FC Union kennt heute fast jeder

Ganz im Südosten liegt der mit 168 km² Fläche größte und nicht nur unserer Einschätzung zufolge auch grünste Berliner Bezirk. Weitere Superlative sind der Müggelsee als das mit über 7 km² Fläche größte Gewässer, Köpenick als der mit fast 40 km² größte Ortsteil, der 1. FC Union als populärster Fußballverein der östlichen Stadthälfte und der weltberühmte Hauptmann von Köpenick mit seinem spektakulären Raub der Rathauskasse 1906. Der Bezirk verfügt mit dem Treptower Park, Müggelturm und Modellpark Berlin-Brandenburg sowie der traditionsreichen Regattastrecke Berlin-Grünau an der Dahme über eine ganze Reihe interessanter Ausflugsziele und Naherholungsgebiete. Uns und wahrscheinlich auch Dir gefällt es in der von kleinen Kanälen durchzogenen Wochenendsiedlung Neu-Venedig in Rahnsdorf sowie am Krossiner und Zeuthener See in Schmöckwitz sehr gut.

Bezirk Neukölln: Im Norden tobt das Nachtleben, im Süden lebt es sich beschaulich

Das eigentliche, im Norden sowie an der Grenze zum global ebenso bekannten Kreuzberg gelegene Neukölln kommt genau genommen schon seit über 100 Jahren nicht mehr aus den Schlagzeilen. Bereits zur Jahrhundertwende 1900 galt die Gegend als „Sündenpfuhl“ und wegen unzähliger Vergnügungsstätten mit halbseidenem bis kriminellem Publikum als recht gefährlich. Um den schlechten Ruf des damaligen „Rixdorf“ zu verbessern, erfolgte 1912 die Umbenennung, als erfolgreich erwies sich dies eher nicht. Heute ist Nordneukölln jedoch als kosmopolitische Partyzone bei Touristen legendär, mancherorts aber sehr zum Leidwesen der lärmgeplagten Anwohner. Im Kontrast hierzu ist der Süden des Bezirks samt seiner vier Ortsteile Britz, Buckow, Rudow und Gropiusstadt deutlich unaufgeregter. Im 90 Hektar großen Britzer Garten, auf dem über 200.000 Hektar großen Parkfriedhof Neukölln, an der mittelalterlichen Feldstein- und Dorfkirche Buckow sowie am Rudower Fließ und Wäldchen wirst Du vom Trubel im Norden garantiert nichts hören und sehen.

Bezirk Tempelhof-Schöneberg: Wo früher Flugzeuge flogen, treibt man heute Sport

Der ehemalige, 2008 stillgelegte Flughafen Tempelhof ist seither dank der ca. 355 Hektar großen Park und Freizeitfläche Tempelhofer Feld die bundes-, europa- und weltweit größte innerstädtische Freifläche. Bei gutem Wetter treffen sich hier Sportler sowie Spaziergänger aller Altersklassen und Nationalitäten. Die Pläne für die Randbebauung mit Wohnhäusern liegen seit dem Volksentscheid von 2014 (vorübergehend) auf Eis. Im Sommer finden hier auch Musikfestivals statt, wenn es Dir dann zu voll sein sollte, kannst Du gut auf die vielen weiteren Parks und Grünanlagen im Bezirk ausweichen. Wir mögen den 18 Hektar großen Natur-Park Südgelände und über 31 Hektar großen Park am Gleisdreieck ganz besonders gerne und es ist inzwischen ein Klassiker um das Tempelhofer Feld zu joggen. Auch der „Insulaner“ auf einem einstigen Trümmerberg in Schöneberg und der gut 40 Hektar große Hektar Freizeitpark Marienfelde sind schön grüne Berliner Oasen.

Bezirk Steglitz-Zehlendorf: Die Residenzen im Südwesten sind meist repräsentativ

Der Bezirk im Südwesten ist eine der begehrtesten und damit teuersten Wohngegenden der Stadt. Speziell die „vornehmen“ Ortsteile Dahlem, Nikolas-, Schlachten- und Wannsee sowie Lichterfelde in bzw. bei Zehlendorf beherbergen viele historische Villen und Häuser aus der Gründerzeit zwischen 1870 und 1914. Der Reichtum an Gewässern, Parks und Grünanlagen machen das Gebiet noch immer äußerst attraktiv für Abstecher, Ausflüge und Abenteuer abseits der Trampelpfade. Im Museumsdorf Düppel in Nikolassee überraschen Dich täuschend echt gemachte Nachbauten mittelalterlicher Gebäude. Der seit 1968 für Bestattungen geschlossene Friedhof Schönow begeistert mit vielen verwitterten Gräbern. Die Ortslage Steinstücken (Wannsee) war von 1961 bis 1989 als Exklave komplett von der Berliner Mauer umschlossen. Die 25 Hektar große Insel Schwanenwerder (Nikolassee) in der Havel war einst bevorzugter Wohnort der Naziprominenz, besichtigt werden kann noch immer ein Bunker auf dem früheren Grundstück von NS-Propagandaminister Goebbels.

Bezirk Spandau: Wer im tiefsten Westen wohnt, den zieht es nicht oft ins Zentrum

Der folkloristische Zusatz „bei Berlin“ wird insbesondere von manchen älteren Spandauern noch immer gerne halb scherzhaft zur Abgrenzung vom weit entfernten sowie mitunter nur wenig geliebten Berlin verwendet. Das große Selbstbewusstsein des westlichsten Berliner Bezirks speist sich vor allem aus dem höheren Alter der über lange Zeit eigenständigen Stadt „Spandow“, die bereits um 1200 und damit gut 100 Jahre vor Berlin das Stadtrecht besaß. Stolz ist man hier an der Havel auch auf die weiten Wald- und Wasserflächen, die sich für Mikroabenteuer unter freiem Himmel hervorragend anbieten. Der Spandauer Forst bedeckt fast 1.350 Hektar Fläche im Ortsteil Hakenfelde, das dortige Naturschutzgebiet Eiskeller gilt als kältester Ort Berlins. Idyllisch, grün und ruhig ist es auch am Grimnitzsee und in der ehemaligen Auenlandschaft Tiefwerder-Wiesen im Ortsteil Wilhelmstadt, auf der benachbarten kleinen Insel Pichelswerder und rund um das ehemalige preußische Fort Hahneberg in Staaken, das heute ein bedeutendes Schutzquartier für Fledermäuse ist.

Bezirk Reinickendorf: Im hohen Norden Berlins warten sieben kleine Inseln auf Dich

Mit dem knapp 2.200 Hektar großen Tegeler Forst sowie dem mit gut 450 Hektar Fläche zweitgrößten Berliner Gewässer Tegeler See liegen gleich zwei interessante Gebiete für Mikroabenteuer im recht vielseitigen Bezirk Reinickendorf im Nordwesten. Auf „Schusters Rappen“ kannst Du Dich auf den Weg zum Naturdenkmal „Dicke Marie“ machen: Die bis zu 800 Jahre alte Stieleiche an der Bucht Große Malche sowie nahe dem Freizeitpark und Beachvolleyballplatz Tegel soll der älteste Baum Berlins sein. Im Tegeler See selbst sind die sieben Inseln beliebte Ziele für Boots- und Fährfahrten. Baum-, Hassel-, Maien-, Lind-, Reis- und Valentinswerder sowie Scharfenberg gehören allesamt zum gleichen Natur- und Landschaftsschutzgebiet. Der nur 1,4 Hektar große Hubertussee im Ortsteil Frohnau ist der nördlichste See der Stadt und grenzt unmittelbar an Hohen Neuendorf-Bergfelde und Mühlenbecker Land-Schönfließ im Brandenburger Landkreis Oberhavel.

Raus ins Berliner Umland. Die besten Erlebnisse im Brandenburg

Alle Möglichkeiten und Orte für tolle Outdoor- und Mikroabenteuer in der über 30.000 km² großen Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg können wir Dir hier natürlich alleine schon aus Platzgründen nicht aufzeigen. Nichtsdestotrotz halten wir unsere folgende Auswahl an Ausflugszielen gleich hinter der Stadtgrenze für gut geeignet, damit Du einen ersten sowie hoffentlich spannenden Eindruck von den zahlreichen zauberhaften Regionen rund um die deutsche Hauptstadt erhältst.

Landkreis Barnim: Bäume und Tiere erobern sich das Manövergelände zurück

Fast 50 Prozent der knapp 1.500 km² Fläche des Landkreises Barnim sind von Wald und Wasser bedeckt, geprägt wird die Landschaft von den in der letzten Eiszeit entstandenen Urstromtälern. Gerne von Besuchern genutzt werden etwa die beiden Rundwanderwege durch das über 530 große Naturschutzgebiet Schönower Heide bei Bernau. Das gesamte Areal war vom frühen 20. Jahrhundert bis 1991 militärisches Sperrgebiet. Die sich seitdem wieder langsam erholende Fauna und Flora besteht aus Birken und Kiefern sowie über 60 teils seltene Brutvogelarten.

Landkreis Märkisch-Oderland: Schön wie die Schweiz und weit bis zum Horizont

Mit dem Anfang Dezember 1990 gegründeten und lediglich 205 km² großen Naturpark Märkische Schweiz beherbergt der Landkreis nordöstlich von Berlin sowohl das älteste als auch kleinste Schutzgebiet im Bundesland Brandenburg. Um das Freizeitparadies des ca. 137 Hektar großen Schermützelsees bei Buckow führt ein 7,5 Kilometer langer Rund- und Panoramaweg. Insgesamt umfasst das Wanderwegenetz durch das Gebiet 150 Kilometer. Durch die märchenhafte Gegend verlaufen auch Abschnitte des Europaradwegs R1 sowie die gut 41 Kilometer lange Oberbarnimer Feldsteinroute ab dem Bahnhof Strausberg-Nord (Linie S5 der S-Bahn Berlin).

Landkreis Oder-Spree: Die geologische Geschichte der Gegend ist stets präsent

Südöstlich von Berlin erstreckt sich der Landkreis über gut 2.200 km² Fläche bis zur deutsch-polnischen Grenze. Größte Städte sind Fürstenwalde/Spree, Eisenhüttenstadt sowie Erkner, Storkow (Mark) und Beeskow. Einige Bekanntheit genießen auch der Kurort Bad Saarow am schon vom Heimatdichter Theodor Fontane in Schriften häufig gerühmten Scharmützelsee, der staatlich anerkannte Erholungsort Neuzelle mit der gleichnamigen Klosterbrauerei und der fast 230 km² große Naturpark Schlaubetal. Hier kannst Du den Findlingspark bei Henzendorf mit bis zu 1,8 Millionen Jahre alten Steinen besichtigen, zu sehenswerten historischen Mühlen oder durch den Urwald „Fünfeichen“ wandern.

Landkreis Dahme-Spreewald: Die Essiggurken sind ein von der EU geschütztes Gut

Biosphärenreservat sowie Kulturlandschaft Spreewald sind zweifellos eines der schönsten Ausflugsgebiete im Süden Brandenburgs. Fast 1.000 Kilometer Länge umfassen die seit Jahrhunderten angelegten Kanäle durch das Niederungsgebiet bei Lübben und Lübbenau, in dem schon seit Generationen traditionell die heute geografisch geschützten Gurken von den regional ansässigen Sorben angebaut werden. Voll wird es hier meist ab Anfang Mai, wenn die Kahntouren von Reisegruppen aus Berlin schnell ausgebucht sind. Aber auch mit dem Kanu oder dem SUP kann man die Spreewaldkanäle erobern und dort die Nutrias beobachten, die sich dort angesiedelt haben. Alternativ zu den dann oftmals überlaufenen Spreewalddörfern bieten Dir dann aber die über 100 Seen im Naturpark Dahme-Heideseen bei Storkow wohltuende Ruhe.

Landkreis Teltow-Fläming: Weil früher fast nichts wuchs, ist es heute schön ruhig

Als unfruchtbar, weil zu trocken war die als „märkische Streusandbüchse“ titulierte Gegend im heutigen, gut 2.100 km² großen Landkreis südlich von Berlin lange Zeit verrufen. In der deshalb nur dünn besiedelten Gegend zwischen Jüterbog, Luckenwalde und Ludwigsfelde sowie Trebbin und Zossen kannst Du aber somit in fast menschenleeren Gebieten einige tolle Mikroabenteuer erleben. Sportlich lässt sich die recht raue Region mit dem Rad oder Inlineskates auf dem 230 Kilometer langen Wegesystem „Flaeming-Skate“ erkunden, das an überregionale Strecken wie die Elsterradtour und den Dahme-Radweg angebunden ist.

Landkreis Potsdam-Mittelmark: Wandern und Wassersport zwischen Obstbäumen

Der Große Seddiner und Große Zernsee sowie Schwielowsee und Templiner See sind jeweils ganzjährig gut besuchte Freizeitparadiese mit Angeboten für Angler, Badegäste, Schiffsausflüge und Wassersportler. Landschaftlich reizvolle Wanderwege führen durch die Naturparks Hoher Fläming, Nuthe-Nieplitz und Westhavelland und die Naturschutzgebiete Belziger Landschaftswiesen, Untere Havel Süd, Marzahner Fenn und Dünenheide sowie Pritzerber Laake. In den sandigen Böden gedeihen Obst und Spargel gut, seit 2013 rühmt sich Beelitz mit der offiziellen Zusatzbezeichnung „Spargelstadt“.

Potsdam: Weltberühmte Residenzstadt von Kaisern und Königen

Die prachtvollen Potsdamer Schloss- und Parkanlagen sind das größte Ensemble aller deutschen UNESCO-Welterbestätten und ziehen jedes Jahr ungefähr die Hälfte der eine Million Besucher der Stadt an. Alljährlich um die 300.000 Gäste verzeichnen auch die Führungen durch den Film- und Freizeitpark Babelsberg, bei denen Du viel Wissenswertes über die lange Geschichte des weltweit ältesten Filmstudios und heute größten Filmstudio Europas erfährst. Der mit über 100 Elementen auf sieben Parcours größte Kletterwald Brandenburgs befindet sich auf dem Telegrafenberg (Nuthetal-Saarmund). Im Tropenhaus der Biosphäre Potsdam im Volkspark Potsdam auf dem Bornstedter Feld erwarten Dich gut 20.000 Pflanzen aus etwa 350 Arten und zahlreiche exotische Tiere.

Landkreis Havelland: Die vielen Arme der Havel versorgen Fauna und Flora bestens

Wasser ist allgegenwärtig im nach der Havel benannten, gut 1.700 km² großen Landkreis westlich von Berlin. Rund um die regional größten Städte Falkensee, Rathenow, Nauen, Brieselang, Dallgow-Döberitz sowie Schönwalde-Glien und Premnitz stehen Dir über zwei Dutzend Naturschutzgebiete für Streifzüge durch die traumhafte Natur zur Verfügung. Als charakteristisch für das Gebiet gelten die vielen Feuchtgebiete, die zahlreichen Vogelarten als Brut- und Rastplatz dienen. Hierbei hervorzuheben ist speziell das ca. 30.000 Hektar große Havelländische Luch bei Nauen, wo Du saisonal Enten sowie Kraniche und Trappen zu Gesicht bekommen kannst.

Landkreis Oberhavel: Uralte Moore und riesige Seen warten hier auf Deinen Besuch

Nördlich der Berliner Stadtgrenze reicht der Landkreis über gut 1.800 km² Fläche bis nach Mecklenburg-Vorpommern. An sehenswerten Naherholungsgebieten ist die Gegend in der Tat überreich gesegnet: Geradezu berühmt sind etwa der über 400 Hektar große „Stechlin“ (Große Stechlinsee) mit exzellenter Wasserqualität für Badespaß sowie Tauchgänge, die vielen weiteren sauberen Gewässer im Rheinsberger Seengebiet bei Fürstenberg/Havel, das weitgehend naturbelassene Wald- und Wandergebiet Himmelpforter Heide sowie das gleichermaßen für unvergessliche Wanderungen zu empfehlende Ruppiner Land rund um Gransee, Neuruppin und Rheinsberg. Näher an Berlin und bei Bergfelde liegt das bis zu 11.000 Jahre Herthamoor als eines der letzten Niedermoore der Gegend, das mit seinen Rad- und Wanderwegen eine attraktive Erholungslandschaft darstellt.

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2 Kommentare

  • Antworten Oliver Hammerschmidt 8. Mai 2021 um 20:46

    Hey Daniel,
    eine wundervolle Idee! Den Leuten fällt langsam die Decke auf den Kopf und ihre alltäglichen „Runden“ kennen die meisten auch schon in- und auswendig!
    Daher finde ich erscheine echt coole Idee von dir den Menschen zu zeigen was noch so in nahen Umkreis liegt!

    Sehr sehr schöner Beitrag!
    LG
    Olli

    • Antworten Daniel 9. Mai 2021 um 09:53

      Danke für das nette Feedback, Oliver!

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