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So effektiv sind Trainings-Booster wirklich

Um beim Sport die beste Leistung bringen zu können, braucht der Körper Energie. Steht ein besonders hartes Training bevor, bei dem man sich beweisen möchte, ist es umso mehr der Fall. Das gilt nicht nur für die körperliche Fitness – auch die geistige Einstellung spielt hierbei eine große Rolle. Doch während es an manchen Tagen leicht fällt, volle Kraft zu geben und konzentriert zu bleiben, gestaltet sich das an anderen wiederum schwieriger. Ob Alltagsstress, Müdigkeit oder einfach nur ein Trainings-Plateau durch konsequentes Training: Mögliche Gründe gibt es viele. Den Fokus zu behalten und volle Power zu geben – dabei sollen die sogenannten Trainings-Booster helfen. Aber wie wirken diese? Funktionieren sie tatsächlich? Und was gibt es beim Kauf und Einnahme zu beachten?

Wie funktionieren Trainings-Booster?

Bei Trainings-Boostern handelt es sich um Supplements, die unterschiedlich zusammengesetzt sind und somit auch unterschiedlich wirken können. In der Regel unterscheidet man zwischen Pump Boostern und Fokus Boostern.

Pump Booster

Pump Booster erzeugen eine erhöhte Durchblutung in den beanspruchten Muskelgruppen, helfen diese besser mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen und pushen damit deren Leistung. Dazu können Aminosäuren wie Arginin, Citrullin und Norvalin beitragen. Sie weiten Gefäße, fördern freien Blutfluss, verbessern die Muskelversorgung und stärken somit das Leistungsvermögen. Eine ähnliche Wirkung hat Oxystorm, ein Amaranthus-Extrakt. Als reichhaltige Nitratquelle erhöht es den Stickstoffmonoxidspiegel im Körper und hilft dabei, Erschöpfung zu reduzieren, Muskelfunktion zu optimieren und Ausdauer zu steigern.

Fokus Booster

Während Pump Booster die körperliche Leistung steigern sollen, setzen Fokus Booster an der Steigerung der mentalen Kraft an. Schließlich entscheidet auch der geistige Fokus über den Erfolg einer Trainings-Session. Um diesen zu schärfen, wird oft hochdosiertes Koffein eingesetzt. Es liefert Energie, stimuliert das zentrale Nervensystem und verbessert die Wachsamkeit. Auch Guarana oder Taurin, die muntermachende Substanzen enthalten, kommen zum Einsatz. Kombiniert werden diese gelegentlich mit Ashwagandha, auch Schlafbeere genannt. Dieser Bestandteil soll vor allem die Regeneration verbessern.

Kombinierte Booster

Neben Trainings-Boostern, die eher die körperliche oder die geistige Leistung unterstützen, gibt es auch Varianten, die Bestandteile beider Trainings-Booster-Arten kombinieren und somit in beide Richtungen wirken.

Trainings-Booster – ja oder nein?

Das Nahrungsergänzungsmittel kann definitiv einen positiven Effekt auf das Training haben. Gerade beim Krafttraining, bei dem der Fokus auf dem Muskelaufbau liegt, kann es sinnvoll sein. Durch die Einnahme wird es möglich, die Leistung zu steigern und längere sowie intensivere Trainingseinheiten durchzuführen: ideal für Tage, an denen man sich etwas müde fühlt oder den Trainingseffekt unterstützen möchte.

Andererseits darf man nicht außer Acht lassen, dass sich der Körper an die Inhaltsstoffe der Trainings-Booster gewöhnen kann. Dadurch kann der Effekt mit der Zeit nachlassen, wenn die Mittel zu häufig oder zu hoch dosiert eingenommen werden. Um dies zu verhindern, sollte der Konsum verantwortungsbewusst erfolgen und an Tagen, an denen man sich fit und fokussiert fühlt, pausiert werden.

Worauf sollte beim Kauf von Trainings-Boostern geachtet werden?

Um von Trainings-Boostern zu profitieren, sollte die Wahl eines geeigneten Anbieters bewusst getroffen werden. Auch wenn sie viel versprechen: Aus dem Ausland importierte Pulver oder Kapseln mit unpräzisen Angaben über die Inhaltsstoffe sollten unbedingt gemieden werden. Diese könnten auch illegale Stoffe enthalten, die süchtig machen und gefährlich für die Gesundheit sein könnten. Stattdessen sollte auf Anbieter gesetzt werden, die hochwertige Rohstoffe verwenden, nachweislich nach deutschen Qualitätsstandards arbeiten und ihre Produkte idealerweise auch in Deutschland herstellen.

Wie und wann sollen Trainings-Booster eingenommen werden?

Die genauen Einnahme-Empfehlungen können sich von Hersteller zu Hersteller unterscheiden. Die meisten Trainings-Booster sollen ca. 20 bis 30 Minuten vor dem Training eingenommen werden, um ihre Wirkung voll entfalten zu können. Wichtig ist hierbei auch, wann der Sport stattfindet. So empfiehlt es sich bei der abendlichen Session auf Pump Booster ohne Koffein oder andere wachmachende Substanzen zu setzen – insbesondere, wenn man sensibel auf diese reagiert. Fokus Booster können hingegen auch tagsüber eingenommen werden.

Einen Unterschied macht zudem die Art der Einnahme. Während Booster in Kapselform länger brauchen, um zu wirken, werden im Wasser aufgelöste Pulver viel schneller vom Körper aufgenommen und gelangen schneller ins Blut. Bei der Dosierung gilt: immer die Angaben des Herstellers beachten. Wer Trainings-Booster zum ersten Mal einsetzt, sollte etwas weniger nehmen, um die Wirkung auszutesten und sich eine Steigerungsmöglichkeit zu lassen. Auch das Gewicht des Trainierenden kann hier eine Rolle spielen und aus diesem Grund eine von Person zu Person unterschiedliche Dosierung erfordern.

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