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Peloton Heart Rate Band im Test: Wie gut ist das neue Herzfrequenzband für den Arm aus 2022?

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Wie viele von Euch wissen, bin ich ja insgesamt ziemlich begeistert von Peloton und vor allem mein Wintertraining hat durch Bike und Laufband eine ganz neue Dynamik bekommen. Aber eines der Peloton-Zubehörteile, die mich absolut enttäuscht haben, war das Peloton Brustband für die Herzfrequenzmessung. Deshalb waren meine Tipps für die 3 besten Pulsmesser für Peloton auch von Garmin und Polar. Gerade der Polar Verity Sense ist auch in der Peloton Community zum beliebtesten Pulsmesser für Peloton Bike und Tread geworden. Nun hat Peloton mit dem neuen Peloton Heart Rate Band ordentlich nachgelegt und hat nun seit diesem Jahr auch ein richtig konkurrenzfähiges Herzfrequenzband im Angebot. Wie gut das neue Gerät sich schlägt, verrate ich gleich.

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Peloton Heart Rate Band im Test. Meine Erfahrungen aus dem Peloton Training

Das neue Peloton Heart Rate Band besteht aus einem, mit 4cm relativ breiten, flexiblen Textilband, welches auf der Unterseite zusätzlich eine gummierte Zone hat, die vor dem Verrutschen schützen soll. Geschlossen wird das Armband dann einfach mit einem Klettverschluss. Im Armband ist dann eine Plastikhalterung eingearbeitet worden, in die man die Sensoreinheit einsetzen kann. Im Lieferumfang ist dann auch ein magnetisches Ladekabel enthalten, daß einen USB-C Strecker hat, aber mit bem beigelegten Adapter auch mit dem klassischen USB-Anschluss verwendet werden kann. Es erinnert ein wenig an die Ladeeinheit der Apple-Watch.
Die Sensoreinheit selbst hat auf der Unterseite, die auf der Haut aufliegt, drei Sensoren und auf der Oberseite fünf kleine Leuchtanzeigen. Grundsätzlich ist das Peloton Heart Rate Band also auf den ersten Blick erstmal relativ ähnlich zu anderen Herzfequenzbändern, die man am Arm trägt.

Doch man merkt schnell, daß das neue Peloton Heart Rate Band speziell für die Peloton-Produkte entwickelt wurde und der Ansporn bestand, bei dieser neuen Version wirklich ein überzeugendes Produkt abzuliefern. Und das ist Peloton auch gelungen. Denn in einigen Details übertrifft es sogar den von mir sehr gern empfohlenen Verity Sense.

Es sind viele kleine Dinge, die das Peloton Heart Rate Band zu meiner neuen Empfehlung für das Peloton-Training machen. Aber es gibt auch einen großen Unterschied.

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Und zwar zeigen die fünf kleinen LEDs auf der Oberseite des Peloton Heart Rate Band die Herzfrequenzzonen an, die bei Peloton ja auch für die Power Zones Trainings und die Ermittlung des Strive Score verwendet werden. Trägt man das Peloton Heart Rate Band nun also wie vorgeschlagen ein paar Zentimeter unterhalb des Ellenbogens am Unterarm, so kann man auch am Heart Rate Band jederzeit ablesen, in welcher Belastungszone man sich gerade befindet. Das mag für das Training am Peloton Bike oder Tread jetzt nicht so spannend sein, da man ja alles auch auf dem großen Bildschirm sieht, aber gerade wenn man ein Fitnesstraining mit der App oder auf einem kleineren Bildschirm macht, wo man vielleicht auch etwas weiter entfernt ist, ist das sehr hilfreich. Spannend wird auch zu sehen, wie dieses Feature dann beim neuen Peloton Guide Fitnesssystem eingesetzt wird, in dessen Lieferumfang das Heart Rate Band enthalten ist.

Man kann das Heart Rate Band übrigens auch am Oberarm tragen, wenn man das komfortabler findet. Bei Rides auf dem Peloton Bike finde ich das angenehmer. Für die Datenerfassung hat das keine Bedeutung – nur kann man eben die Powerzones auf dem Pulsmesser nicht mehr erkennen – aber die hat man ja auch auf dem Bildschirm vor sich.

Der Gurt macht insgesamt auch einen sehr hochwertigen, langlebigen Eindruck und kann durch das Gurtsystem auch viel schneller angelegt werden – und war an jeder Stelle des Arms. Durch die Breite des Gurts und die Gummierung verrutscht auch beim heftigsten HIIT-Workout nichts. Aber man muss erstmal die richtige Verschlusshärte herausfinden, wie sehr man den Gurt zuzieht, um zwischen Blutabschnürung und Herumrutschen, die richtige Dosierung zu finden. Aber keine Sorge, denn die Heausforderung besteht vor allem in der Tendenz das Band unnötig festzuziehen und sich dabei nicht den Arm zu zerquetschen. Übrigens auch ein Tipp für die Fahrradschuhe: Fest ist gut aber zu fest, lässt dem Fuß keinen Platz zum Arbeiten und man muss sich nicht über taube, „eingeschlafene“ Füße wundern.

Das beste am Heart Rate Band ist aber die Integration in die Peloton Software. Sowohl auf dem Bike und Tread, als auch in der App wurde ich mit meinem aktivierten Heart Rate Band sofort großflächig als Heart Rate Band-Nutzer begrüßt und durch einen idiotensicheren Kopplungsprozess geschleust. Es wird auch vor jedem Training der Ladezustand des Pulsmessers auf dem Bildschirm angezeigt – übrigens auch beim Einschalten des Messgerätes über die Leuchtdioden. Beim Verity Sense ist mir leider nicht nur einmal passiert, daß dann mittem im Workout oder Ride plötzlich die Batterie alle war – weil man eben den Ladezustand nicht kannte.

Übrigens ist das Heart Rate Band personalisert und hat dann in den Bluetooth Menüs auch den Leaderboard-Namen des Besitzers. Sollte man also mehrere Geräte im Haus haben, kann man sofort erkennen, welchen Gurt man koppeln muss.

Das Peloton Heart Rate Band ist natürlich speziell auf das Training im Peloton-Universum ausgerichtet, funktioniert aber trotzdem mit anderen Apps und Geräten. So wurde das Peloton Heart Rate Band in meinem Test sofort erkannt und liess sich in einem Sekundenbruchteil koppeln.

Das neue Peloton Heart Rate Band ist ein zwei Größen verfügbar. Bei einem Armumfang von 19-27cm sollte man die kleine Variante wählen und von 27-34cm die große Version. Das neue Peloton Heart Rate Band kostet 90€ direkt im Peloton Zubehörshop und damit quasi genau soviel wie Polar Verity Sense, daß offiziell für 89,90€ zu bekommen ist. Den Verity Sense findet man aber in vielen Shops auch schon für knapp unter 80€.

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Vergleich Polar Verity Sense vs. Peloton Heart Rate Band

Das Peloton Heart Rate Band ist speziell für die Peloton-Experience entwickelt worden und arbeitet perfekt mit allen Peloton-Geräten und der App zusammen. Zudem ist es sehr solide gebaut und hat eine lange Akkulaufzeit und kann flexibel an verschiedenen Stellen am Arm getragen werden. Durch die Anzeige auf der Oberseite hat man jederzeit seine Herzfrequenzzonen bzw. seinen Strive Score im Blick. Das Peloton Heart Rate Band ist auch mit anderen Apps und Fitnessgeräten kompatibel.

Der Polar Verity Sense Herzfrequenzmesser ist deutlich kleiner und leichter und viel filigraner aufgebaut. Gerade wer sehr zierlich ist, findet das vielleicht angenehmer als den breiten Gurt des Peloton Pulsmessers. Nachteile des Verity Sense sind, daß sich Ladezustand und Strive Score nicht am Gerät ablesen lassen und der Akku auch weniger lange hält. Die Kopplung, Erfassung und Übermittlung der Herzfrequenz an die Peloton-Geräte ist bei beiden Geräten exzellent.
Der Verity Sense kann aber im Gegensatz zum Peloton Gerät auch an der Schläfe getragen werden, was für Schwimmer interessant sein dürfte. Zudem hat der Verity Sense einen eingebauten Speicher und kann Trainingsaten aufzeichnen, sodass man diese erst nach dem Training auslesen und synchronisieren kann. Man kann also komplett ohne Smartphone damit trainieren und die Trainingsdaten werden gespeichert. Aufgrund der leichteren Bauart könnte der Verity Sense auch bei Outdoor-Läufen und Trainings, gerade im Sommer, etwas angenehmer sein.

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Fazit zum Peloton Heart Rate Band Test

Wer wirklich sinnvoll trainieren will, braucht auf jeden Fall einen Herzfrequenzmesser, um die individuelle Belastung zu steuern. Wer ohnehin hauptsächlich Indoor und mit Peloton-Geräten und der Peloton-App trainiert, kommt am neuen Peloton Heart Rate Band nicht vorbei. Es ist robust und funktioniert einfach optimal mit allem, was von Peloton ist, lässt sich aber auch mit anderen Apps koppelt.

Wer hingegen auch viel Outdoor trainiert, andere Trainings-Apps oder Trainingsgeräte verwendet, häufig schwimmen geht oder die Aufzeichnung der Trainingsdaten auf dem Herzfrequenzmesser benötigt, ist weitehin beim Verity Sense an der richtigen Adresse.

Bei mir wird zukünftig nur noch der Peloton Heart Rate Band zum Einsatz kommen, da ich Indoor eigentlich ausschließlich in der Peloton-Welt trainiere und bei meinen Outdoor-Trainings den integrierten Pulsmesser meiner Garmin Fenix verwende.

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2 Kommentare

  • Benutzerbild von Alex
    Antworten Alex 24. März 2022 um 20:18

    Danke für den tollen Test, Daniel. Kurze Rückfrage: Da ich mit der Peloton App und „Fremdbike“ ja keine Power Zones angezeigt bekomme, zeigen die fünf farbigen LEDs also die fünf Power-Zone-Bereiche so an, wie ich sie sonst am Bike oder Bike+ auf dem Display sehen würde? Ich kann also ohne Peleton-Bike die PowerZone-Trainings absolvieren? Oder klappt das nicht, weil die individuellen PowerZone-Bereiche nur über die FTP-Trainings am Bike selbst eingeregelt werden können?!

    • Benutzerbild von Daniel
      Antworten Daniel 25. März 2022 um 16:13

      Hey Alex, sehr interessante Frage. Aber eigentlich hast Du recht. Das ist also ein Vorteil des neuen Pulsmessers, den ich so noch garnicht gesehen habe! Probier es mal aus. Aber von der Logik her, müsste das passen. LG, Daniel

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