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Trailrunning Camp: Wochenende mit Training in den Alpen mit Markus Kröll, Andreas Eder und Florian Reiter in Mayrhofen

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Nach dem Lauf ist vor dem Lauf und so richtete sich der Blick nach meinem ersten gut gelaufenen Ultramarathon beim Rennsteiglauf Supermarathon nun nach vorn auf den erstmals in Mayrhofen stattfindenden Ultraks, der mit seiner Langdistanz von 54km das nächste Highlight auf dem Trailrunningkalender markiert.

Was lag da näher, als die Gelegenheit zu nutzen, sich beim Trailrunning Camp von Florian Reiter in Mayrhofen mal einen ersten Überblick über die Strecke und das Höhenprofil des Ultraks zu verschaffen und mit gezieltem Trailrunning-Training noch einmal Tipps für die letzten Wochen der Vorbereitung mitzunehmen.

Also ging es am Freitag in den Flieger nach München. Und von dort mit dem Four Season Shuttle ganz gemütlich ins Zillertal, wo Florian Reiter auch schon ganz entspannt auf der Sonnenterrasse vor dem Aktivhotel Neuwirt wartete. Mit einem leckeren Salat, klassischer Frittatensuppe und dem traumhaften Blick auf das Bergpanorama überbrückte ich dann die Zeit bis zum Eintreffen der anderen Campteilnehmer. Markus Kröll, Sebastian Gotzler und Patrick Jeschak kannte ich ja schon vom Trailbloggercamp im letzten Jahr und die anderen Teilnehmer machten auch einen super netten Eindruck.

Mit einer Vorstellungsrunde starteten wir dann offiziell ins Trailrunning Camp Wochenende. Wir hatten ein ziemlich gemischtes Teilnehmerfeld von der Einsteigerin bis zum geübten Bergläufer, aber alle machten einen sehr entspannten Eindruck und wollten vor allem einfach Spaß und ein schönes Trailwochenende in den Alpen haben.

Markus Kröll und Florian Reiter hatten reichlich Testmaterial mitgebracht, sodass man sich vor der ersten Laufrunde auch mit GPS-Sportuhren von Suunto, sowie Trailrunning-Schuhen und Rücksäcken von Salomon eindecken konnte. Für mich eine schöne Option schonmal anzutesten, mit welchem Schuh ich dann beim Ultraks starten würde. Beim TransalpineRun RUN2 war ich ja mit den Salomon Sense Ride und dem Salomon Speedcross gut zurecht gekommen, aber auch der Salomon S/lab Sense Ultra 2 machte einen guten Eindruck. Am meisten interessierte mich aber erstmal der Salomon S/lab Sense 7. Also umziehen und ab in die Berge!

So richtig hoch hinaus ging es leider noch nicht, denn bei unserer kleinen Tour ging es erst einmal für Coach Florian Reiter in den Beoachtungsmodus, um sich mit den verschiedenen Laufstilen und Besonderheiten der Campteilnehmer zu beschäftigen. Wir drehten Laufvideos, die dann später für eine persönliche Laufanalyse für Jeden dienen sollten. Aber auch erste praktische Übungen wurden in den Lauf mit eingebaut.

Im Laufe des Trailrunningcamps probierten wir eine ganze Reihe von Übungen für die Schrittfrequenz, Armhaltung, Körperschwerpunkt und für die Fuß- und Beinstellung beim Laufen aus. Und auch für die mentale Stärke waren praktische Tipps dabei, die ich sogar schon beim Laufen beim Saysky Sub Rosa Race anwenden konnte.

Am nächsten Morgen starteten wir dann nach einem zünftigen Frühstück gegen 9:00 Uhr zu unserer großen Runde auf die Original-Strecken des Mayrhofen Ultraks. Streckenchef Alex Ganster und Markus Kröll starteten voran und schon die ersten Anstiege zeigten mir, daß die Zillertaler Alpen noch einmal ganz andere Anforderungen an die Läufer stellt, als der Rennsteig Supermarathon. Denn die sehr steilen Aufstiege beanspruchen noch einmal ganz spezifisch die Oberschenkel, Waden und die Gesäßmuskulatur – zum Glück gab es zwischendurch immer wieder kleine Einheiten an spezifischem Trailrunning Training.

Die verschiedenen Varianten für den Einsatz der Trailrunning Stöcke hatte ich ja im letzten Jahr schon gut verinnerlicht und brauchte daher nur eine kleine Auffrischung. Aber es war auch interessant zu sehen, wie Trailrunningprofis ohne Stöcke möglichst energiesparend die Berge hinaufkommen – und noch wichtiger – bergab. Denn gerade die langen schnellen Abstiege in schwierigem Gelände stellen für mich noch eine Herausforderung dar, besonders wenn die Beine nach einem langen Lauf schon ausgelaugt sind.


Zum Glück lag aber auf halbem Weg ins Tal noch das Gasthaus Zimmereben, wo wir uns mit Radler und einem Schnaps für den restlichen Talabstieg stärken konnten. Während des Mayrhofen Ultraks wird dann dort eine große Verpflegungsstation mit Musik und viel Publikum sein, worauf ich mich schon freue. Ob ich dann der Verlockung widerstehen kann, dort erstmal wieder so ein Päuschen mit Bierchen und Schnaps einzulegen?
Wahrscheinlich aber nicht, denn von hier oben hat man schon einen schönen Blick auf den Zielbereich im Tal und dürfte auch schon das ausrastende Publikum hören, daß unten im Zentrum von Mayrhofen wartet.

Also drehten auch wir bei unserem Testlauf die große Abschlussrunde durch den Ort mit Zielsprint beim Europahaus. Das passende Segment gibt es auch schon bei Strava und ich genieße die letzten Tage, wo ich mit 45 Sekunden auf den letzten 220 Metern des Ultraks Mayrhofen die Segmentkrone halte. Denn nach 54km durch das Zillertaler Bergpanorama wird der Zieleinlauf wohl etwas langsamer und gegen die Eliteläufer bin ich Flachlandläufer sowieso machtlos.

Also zurück in Richtung Hotel, wo die warme Dusche und Chillen in die Sauna auf meiner Wunschliste standen. Aber vorher setzten wir noch eine kleine Spezialidee um. Denn so wie auch ich schon gute Erfahrungen mit der Kryotherapie zeigte sich auch Markus Kröll von der erfrischenden Wirkung der Kältetherapie begeistert. Also testeten wir mal die Eistonne der Natur, in Form eines eiskalten Gebirgsflusses aus. Wie ich nun weiss, gibt es folgende Temperaturstufen: Es gibt kalt, arschkalt und meine Füße brennen vor Frost!

Danach stand dann die gemeinsame Videoanalyse auf dem Programm, die wirklich extrem hilfreich ist. Selbst für mich als erfahrenen Läufer gibt es noch Hausaufgaben für das Training und kleine Stellschrauben, die die Laufeffizienz noch weiter erhöhen können.

Nach dem gemeinsamen Abendessen teilte Andreas Eder dann Wissen aus seinem umfangreichen Erfahrungsschatz zum Thema Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung mit uns. Für mich ein echtes Highlight, denn hauptsächlich den Anregungen von Andreas ist es zu verdanken, daß ich endlich begonnen habe, meine Grundlagenausdauertrainings vernünftig zu laufen.

Was war ich früher stolz, daß ich 35km in Training in dieser oder jener Pace gelaufen bin. Daß ich oftmals komplett am Trainingsziel vorbei trainiert habe, war mit da noch garnicht so richtig klar und ich habe den Effekt unterschätzt. Heute weiß ich, daß ich mit der richtigen Herzfrequenz ewig laufen kann und aus dieser Grundlage im Wettkampf aber auch sehr schnelle Geschwindigkeiten abrufen kann. Daher Danke Andreas!

Der Sonntag begann dann extrafrüh mit einer Morgenaktivierung noch vor dem Frühstück und dem ersten Kaffee. Und siehe da, auch so kann man in den Tag starten, sich bereit machen für die Aufgaben des Tages und sogar putzmunter werden ganz ohne Koffein. Alles was es braucht sind ein paar leichte Übungen, Dehnungen und tiefe Atemzüge der frischen Bergluft. Einen Kaffee habe ich danach aber trotzdem getrunken. Man weiß ja nie, was noch kommt.

Zumindest ein Lauf kommt, soviel war schon klar. Also rein in die Laufschuhe, denn auch den S/Lab Ultra 2 wollte ich als potentiellen Wettkampfschuh für den Mayrhofen Ultraks noch mal testen. Also noch einmal raus auf die Ultraks-Strecke, das gelernte der letzten Tage verfestigen und erweitern. Als Tour ging es diese Mal auch noch einmal über die Skipiste hinauf zum schönen Ausblick von der Skischanze und auch einen letzten, agressiven Aufstieg bauten wir wieder ein, um ein letztes Radler auf der Hütte zu nehmen.

Im Hotel angekommen, ging es dann ans Zusammenpacken und die Auswertung des Trailrunningcamps. Knapp 46 Kilometer mit fast 2.000 Höhenmetern im Aufstieg sind auf meiner Uhr zusammengekommen und bei einer finalen Diashow konnten wir gemeinsam noch einmal die Highlights von drei Tagen Trailrunning Training in den Zillertaler Alpen genießen.

Fazit zum Trailrunning Training Camp Wochenende Markus Kröll, Andreas Eder und Florian Reiter in Mayrhofen
Meine ursprünglichen Bedenken hinsichtlich des etwas inhomogenen Leistungsniveaus der Teilnehmer haben sich schnell zerstreut. Denn kaum spürbar passten unsere Coaches die Übungen und Strecken so an, daß sowohl die besser Trainierten etwas mehr Kilometer und Intensität bekamen, aber auch die Trailrunning-Einsteiger nicht überforderten.
Trotzdem hatte man nicht das Gefühl, daß die Gruppe wirklich getrennt war, da man immer wieder an entscheidenden Punkten zusammen kam. Daher sollte man sich keine Gedanken machen, ob man schon gut genug ist, um an so einem Camp teilzunehmen. Eher im Gegenteil. Hier kann man gleich wichtige Tipps und Korrekturen erlernen, bevor man sich einen falschen Laufstil verinnerlicht.
Ein großes Plus ist natürlich die Klasse des Trainerteams, denn wo kann man Bitteschön mit einem solchen Kaliber trainieren und Tipps von Experten bekommen, die selbst an der Spitze in Wettkämpfen mitlaufen oder die Athleten der Weltspitze trainieren. Es gibt daher einen ganz konkreten Erfahrungsschatz aus der Praxis, den man hier als Läufer anzapfen kann.

Besonders gut hat mir gefallen, daß es als Ergebnis kein episch-komplexes Paket mit Verbesserungsvorschlägen gibt, sondern ganz spezifisch für mich einige wenige, sehr leicht zu merkende und umzusetzende Punkte als Ergebnis des Trailrunningcamps herausgekommen sind, die ich auch tatsächlich anpacken kann.

Abgesehen vom Lernfaktor für Läufer ist es natürlich auch ein absolutes Vergnügen zusammen mit lokalen Trailrunningexperten aus der Region zu laufen, weil man die schönsten Trails und Spots der ganzen Gegend kennenlernen kann und auch auf die Wünsche der Teilnehmer ganz spontan eingegangen werden kann. Daher ein großer Dank an das Team und einen leicht-leicht-federleichten Gruß nach Mayrhofen!

Wenn Du Dich für ein Trailrunningcamp interessierst, dann findest Du aktuelle Termine und alle Details zu den nächsten Camps direkt bei Florian Reiter.

Vielen Dank auch an das Team von Montane, die mich mit dem neuesten Trailrunning-Equipment versorgt haben. Gerade die extrem leichten und luftigen Materialien des Trailrunning-Shirts und der Trailrunning-Jacke, waren perfekt für die Wetterbedingungen. Die neue Montane-Kollektion und meine Erfahrungen damit, stelle ich Euch aber hier auch noch ausführlich vor!

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