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GZSZ – Gute Zeiten, Schlechte Zeiten. Das lief im Februar 2026.

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Es war schon ein paar Tage vor dem Monatsende, als ich den Titel „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ für meinen Rückblick auf den Februar 2026 für ziemlich passend erachtete. Aber jetzt, wo ich gerade noch einmal genauer hinschaue, um diesen Beitrag zu schreiben, bin ich doch sehr zufrieden mit der Entwicklung der letzten Monate. Auch wenn es sich um einen Monatsrückblick handelt, der ganz klar auch die Höhen und Tiefen des Februar behandelt, habe ich bisher völlig übersehen, was in den letzten Monate in der großflächigen Betrachtung passiert ist.

Meine gesunden Gewohnheiten waren durch ständige Erkältungen, Stress und ungesunde Ernährung in den Monaten vor dem Jahreswechsel ziemlich zum erliegen gekommen und hatten zum niedrigsten Fitnesswert bei Strava der letzten zwei Jahre geführt. Auch wenn der Februar durchwachsen war, habe ich es in den ersten zwei Monaten des Jahres geschafft, meine Fitness wieder auf ein Niveau zu bringen, daß ich auch im Herbst im Marathontraining kurz vor dem Berlin-Marathon habe. Und das trotz einiger spezieller Herausforderungen im Februar.

Die größte Challenge im Februar war auf jeden Fall das Glatteis. Grundsätzlich hat man als Ganzjahresläufer ja kein Problem mit dem Winter und mit dem richtigen Layering-Look kann man eigentlich fast allen Temperaturen trotzen. Aber die Besonderheit dieses Winters war die großflächige Glatteisbildung, die auf mangelhaften Winterdienst traf. Meine Morgenrunde auf dem Tempelhofer Feld glich einer Eislaufbahn und auch die meisten anderen Laufstrecken waren kaum zu gebrauchen – an Tempotraining oder richtiges Intervalltraining war auf solchem Untergrund nicht zu denken. Wie gut, daß ich ab und zu auf das Peloton Laufband ausweichen kann.

Fast 200 Laufkilometer sind trotz der herausfordernden Wetterlage so zusammengekommen. Den größten Unterschied hat im Februar aber das Krafttraining gemacht, daß ich wieder einmal meinem Peloton Guide anvertraut habe. Auch wenn es wirklich schwer fällt, sich nach einem langen Tag noch einmal aufzuraffen, bildet das Krafttraining das perfekte Gegenstück zum Ausdauertraining und legt die Grundlage für schnelle Rennen im Frühling. Und auch wenn im Februar mal das ein oder andere Training ausgefallen ist, zeigt die Entwicklung vom absoluten Tiefpunkt im Dezember zu einer soliden Grundfitness Ende Februar, daß die eingeschlagene Richtung stimmt.

Das klirrende Winterkälte kein optimales Umfeld für eine Fastenkur sind, hatte ich ja schon im Januar festgestellt und daher meine Fastenkur in diesem Jahr verkürzt. Leider fiel mir der anschließende Wiedereinstieg in eine gesunde Ernährung dieses Jahr extrem schwer und einige ungesunde Routinen waren schneller wieder da, als gewünscht. Ein hohes Stresslevel und unzureichender Schlaf schwächen die Willenskraft und die anziehende Wirkung von Snacks aller Art. Und genau hier trifft der Titel „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ dann eben doch wieder. Weil es in der Gesamtheit wohl doch mehr gute Tage gab, als schlechte.

Ich habe zwar etwas von meinen Januar-Erfolgen beim Körperfettanteil eingebüsst, sehe aber dafür deutliche Erfolge im Muskelaufbau. Mit einem Quartalsergebnis von +3,8% bei der Muskelmasse und -5,3% beim Körperfettanteil kann ich März hoffentlich die finale Transformation schaffen, um beim Berliner Halbmarathon eine gute Zeit zu laufen.

Dazu werde ich aber mein Ernährungskonzept weiter anpassen – und ich rede hier nicht von der Selbstverständlichkeit die Snack zu ignorieren. Im Januar und Februar hatte ich mich vor allem darauf fokussiert, täglich meine Mindestmenge an Proteinen zu erreichen. Daher habe ich meinen Tag meistens schon mit einem Proteinshake gestartet und meinen Vorrat an veganem Protein von Vetain ordentlich reduziert. Mittags und Abends gab es dann die proteinreichen Sorten von EVERY.
Allerdings scheint diese Methode nicht wirklich zum gewünschten Abbau von Körperfett zu führen oder zumindest nicht mit der erwarteten Geschwindigkeit. Also werde ich im Mürz zwar die grundsätzliche Strategie beibehalten, also das Ziel meine täglichen Proteinmengen, möglichst mit pflanzlichem Protein zu erreichen, dabei aber auf Intervallfasten umstellen. Statt also mit einem Proteinshake in den Tag zu starten werde ich Abends möglichst frühzeitig essen und dann von etwa 18:00 Uhr bis etwa 12:00 Uhr am kommenden Tag keine Kalorien aufnehmen. Durch diesen 18h:6h Rhytmus bin ich fast drei Viertel des Tages in der Fettverbrennung und kann hoffentlich weiter Muskelmasse aufbauen, obwohl gleichzeitig der Abbau von Körperfett beschleunigt wird. Sicherlich wird es bedingt durch den Tagesablauf auch einmal 16:8h Phasen geben, aber das wichtigste beim Intervallfasten ist, deutlich länger am Tag nichts zu Essen.

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Soweit jedenfalls der akuelle Stand meiner sportlichen Entwicklung. Aber es gab ja auch noch ein paar schöne Erlebnisse im Februar, die ich erwähnen möchte – wie etwa mein kleiner Wochenendausflug ins Hilton Resort und Spa an der Ostsee. Schon in vergangenen Jahren hatte sich diese Miniauszeit bewährt, um nach dem Stress zum Jahreswechsel einmal kurz aus dem gewohnten Trott herauszukommen. Und in diesem Jahr habe ich zum ersten Mal auch die zugefrorene Ostsee erlebt – ein wirklich beeindruckendes Naturspektakel. Obwohl ich wirklich schon mein ganzes Leben regelmäßig an der Ostsee unterwegs bin, war es wirklich das erste Mal, daß ich die dicken Eisschollen selbst erleben konnte und man von den Seebrücken nicht als Eis sehen konnte.


Aber auch sonst haben diese Wintertrips an die Ostsee ihren Reiz. Es ist weniger überlaufen und speziell im Hilton gibt es nicht nur den hoteleigenen Wellnessbereich, sondern man bekommt auch über eine Verbindung unter dem Hotel direkten Zugang zum Baltic Park Molo Aquapark, einem riesigen Spaßbad mit Rutschen, Whirlpools und einem abgetrennten Saunabereich, mit vielen verschiedenen Saunas, Dampfbädern und allem, was man zum Entspannen braucht. Und auch kulinarisch kann man es sich gut gehen lassen und ein Besuch im Strandcasino Heringsdorf – im O’Room oder dem O’ne ist absolut zu empfehlen.

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Und für die Läufer ist die lange Strandpromenade, die von Bansin bis nach Swinoujcie führt, perfekt zum trainieren. Also eigentlich – denn auch hier war in diesem Jahr eine üppige Eiskruste vorhanden. Wer es also mal richtig auskosten will, läuft die Strecke einfach beim Usedom Marathon im Spätsommer.

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Für einen kleinen Ausflug zog es mich im Februar auch nach Madrid. Einmal den Schnee und das Glatteis vergessen und zum Morgenlauf durch die wunderschönen Parks der Stadt. Der Hauptgrund für die Reise war aber die Vorstellung einer neuen Laufuhr, die Huawei zusammen mit Eliud Kipchoge entwickelt hat und die einige spannende Innovationen bereithält. Was die neue Huawei Watch GT Runner 2 alles kann, erkläre ich dann bald in einem Testbericht. Aber erstmal war es für mich das Größte, diese Lauflegende zu treffen und persönlich zu erleben.

Und neben der neuen Laufuhr hat der noch imer wachsende Laufboom nun zu jeder Menge neuer Laufveranstaltungen geführt, sodass diese Laufsaison wirklich spannend werden könnte. Denn jetzt treffen die großen und etablierten Laufevents in Berlin und Brandenburg auf neue Herausforderer mit teils sehr interessanten, neuen Laufkonzepten. Da wäre zum einen der Berlinathon, der Kunst, Kultur, Genuss und Laufen verbindet und dazu einlädt, die Stadt läuferisch zu erkunden. Beim neuen Gravel Run Berlin treffen Trailrunning-Elemente auf den Straßenlauf mit innovativen Segmentwertungen. Und beim PACE RACE geht es darum eine 1000-Meter-Strecke immer wieder zu laufen, bei ständig höheren Tempovorgaben. Und wer es lieber klassisch mag, kann am Tag vor dem Berliner Halbmarathon die neue BERLIN MILE laufen oder den BLN10k auf dem Tempelhofer Feld laufen, wo ja auch der SportScheck Run Berlin im Herbst wieder Station macht. Und für alle Frauen gibt es nun den neuen „Women who run in the Dark“ Laufclub. Um wem das alles noch nicht genug ist – auch der Fußballclub Paris Saint-Germain startet nun einen eigenen Laufclub, bei dem man weltweit virtuell mitlaufen kann und auch bei einem Highlight-Rennen in Paris.

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Das die neue Laufsaison entgültig angebochen ist, merkt man auch an der Frequenz an Neuheiten, die von den Laufmarken vorgestellt werden. Mit dem Keen Sleek verstärkt der amerkanische Hersteller sein Portfolio an Trailrunning-Schuhen, Vivobarefoot verpasst dem Trainingsschuh Motus Strenght II ein Update und auch aus der Schweiz gibt es neues Material. Ganz neu sind hier der On Cloudrunner 3 und einer meiner Lieblingsschuhe, der On Cloudultra 3 ist auch neu im Handel. Und mit dem Karhu Mestari Run 2.0 steht nun auch der erste Laufschuh aus Finnland auf meiner Liste der Test Laufschuhe.

Im März sind die Augen dann ganz auf die weitere Formverbesserung für den Berliner Halbmarathon gerichtet. Schließlich soll auf der schönen Medaille zum 45. Halbmarathon auch eine schöne Zahl eingraviert werden. Mit etwas Glück kann ich mir auch die Zeit freischaufeln, um am 7. März den International Womens+ Day Protest Run zu supporten. Aber bevor es in Berlin an den Start geht, mache ich mich auch dieses Jahr wieder auf den Weg nach Los Angeles und kann es kaum erwarten meine Morgenläufe mit Ozeankulisse an der Strandpromenade von Manhattan Beach zu laufen.

Auch mein Bastelprojekt an meinem Arbeitszimmer ist noch nicht wirklich vorangekommen. Nach einer Neumöblierung mit den Tchibo CN3 Regalen im USM Haller Stil will ich ja noch mit Akustikpaneelen aus Echtholz am Schallschutz und der Gemütlichkeit arbeiten. Da bin ich im Februar aber nur minimal vorangekommen.

Und auch für den längeren Ausblick gibt es schon Updates. Denn ich habe mich nun auch für ein Saisonabschlussrennen entschieden und werde beim Palma Marathon in Mallorca an den Start gehen und damit meinen Bericht zum Laufen auf Mallorca um eine persönliche Erfahrung erweitern. Und wenn es um noch längerfristige Ziele geht, dann schiele ich auf die neue Medaille der European Marathon Classics!

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Zuletzt habe ich übrigens auf November, Dezember und Januar zurückgeblickt. Und hier findest Du auch den Jahresrückblick 2024 und hier den Jahresrückblick 2025.

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