Laufen

Checkpoint Ultramarathon. Das lief im Mai 2019

Die Rechnung bitte! Besser gesagt, die Abrechnung. Seit Januar war ich auf dem Weg, und spätestens seit März auch wirklich mit der notwendigen Ernsthaftigkeit und nun im Mai war es also soweit. Mein erster Ultramarathon. 73,9 Kilometer durch den Thüringer Wald und damit auch die Beantwortung der Frage, ob meine Trainingsstrategie sich auszahlen würde. Aber fangen wir mal vorne an.

Denn gestartet ist mein Mai mit einem absoluten Klassiker. Inzwischen schon zum fünften Mal fand mitten in Potsdam unter freiem Himmel Free Happy Yoga statt, eine kostenlose Open Air Yogastunde. In diesem Jahr kreierte der neu dazugekommene Chris Zippel mit seinen Live-Sounds noch einige ganz besonders intensive Momente. Das war echt ein toller Auftakt und Start in den Mai!

Aber natürlich wurde auch gelaufen – und nicht zu knapp. Stolze 315 Laufkilometer kamen im Mai zusammen und damit fiel auch die 1.000 Kilometermarke für das Jahr 2019 schon frühzeitig. 

Als schöne Abwechslung zu meinen Trainingsläufen für den Rennsteiglauf kam dann mein erster Einsatz als Pacemaker gerade richtig. Denn ich hatte mich für das Racing Team von Suunto und Salomon beworben und durfte beim Wings for Life München die 20km-Distanz übernehmen und nun endlich auch mal in München laufen. Bisher war ich ja zwei mal in Poznan gestartet – jetzt also endlich mal beim einzigen, offiziellen Lauf in Deutschland.

Wie schwer es ist, in Berlin und Potsdam ein paar Höhenmeter zusammenzukriegen zeigte sich dann am nächsten Wochenende bei der Run your local Mountain Challenge von ON.
Nur 200 Höhenmeter musste man als Mindestanforderung für die Challenge laufen, doch auch nach mehr als 10 Kilometern hatte ich kaum Höhendifferenz erreicht. Also musste ich 15 mal einen kleinen Anstieg auf- und ab laufen, damit ich endlich die 200 Meter schaffe. Wer also noch tolle, steile Trainingsstrecken in Berlin kennt – bitte Tipps an mich!

Weiter ging es dann mit dem S25 Berlin, den ich wie schon im Vorjahr als reinen Trainingslauf gestaltete – denn der Rennsteiglauf rückte näher. Gerade das ruhige Laufen in Wettkämpfen kann ich wirklich empfehlen, weil man viel mehr von der Atmosphäre und den schönen Strecken durch die Stadt mitnimmt, als wenn man auf Vollgas mit Tunnelblick über die Strecke ballert. Natürlich macht das auch Spaß, aber es ist interessant beide Perspektiven des gleichen Rennens zu kennen.

In der Woche vor dem Rennsteiglauf ging es für mich dann noch einmal beruflich für ein paar Tage in die Nähe von Barcelona in das schöne Städtchen Altafulla. Die Meeresluft und das tolle Essen haben sicherlich auch noch einmal gut getan, auch wenn es schwerfiel bei den abentlichen Events, nicht zuviele Drinks mitzunehmen und rechtzeitig die Reißleine zu ziehen.

Viel gelaufen wurde in den letzten Tagen vor dem Wettkampf ja nicht mehr, aber dafür gab es bei meinen kleinen Runden viel zu entdecken. Denn Altafulla ist eine Triathlon-Hochburg, in der schon mehrfach Championships ausgetragen wurden.

Nach der Abschiedsparty in Altafulla wurde es dann ernst. Denn am nächsten Morgen ging es zurück nach Berlin und ich versuchte unterwegs noch Schlaf nachzuholen so gut es ging. Denn am Flughafen wartete schon mein Auto mit gepackter Wettkampftasche, um mich sofort nach der Landung auf den Weg zum Rennsteig zu machen.


Das klappte auch sehr gut und so erreichte ich am frühen Abend Eisenach, holte meine Startunterlagen, genoss die klassische Rennsteig-Rennmahlzeit in Form von Klößen, Rotkohl und Gulasch und machte mich zeitig auf den Weg ins Hotel. Denn der Start am nächsten Tag war schon um 6:00 Uhr und ich wollte möglichst früh schlafen.
Am nächsten Morgen lief dann dank der gründlichen Vorbereitung vom Vorabend alles wie am Schnürchen und ich startete kurz nach 6 zu meinem ersten Ultramarathon.

Konzentriert laufen und unbedingt auf die Herzfrequenz achten, war mein Plan und ich kam überraschend gut durch das Rennen und hatte am Ende sogar noch Luft für einen kleinen Endspurt. Das reichte dann für eine Zielzeit von knapp unter 8 Stunden und eine Platzierung in den vorderen 20% des Teilnehmerfeldes. Mehr als ich jemals erwartet hätte!
Aber wie das alles genau war, erzähle ich auch noch ganz ausführlich in meinem Erfahrungsbericht zum Rennsteig Supermarathon.

In den Tagen danach fiel es wirklich schwer die Ruhe zu bewahren. Denn die Beine waren weit weniger zerstört, als ich erwartet hatte. Meinen Plan, den Berliner Firmenlauf ganz ruhig zu laufen, hatte ich dann schon beim Einlaufen in Frage gestellt, denn die Beine fühlten sich ganz gut an und so schrammte ich nur knapp unter der 21-Minuten Marke mit neuer Bestzeit ins Ziel am Brandenburger Tor.

Das nächste Highlight liess auch nicht lange auf sich warten, denn nach dem Rennen ist vor dem Rennen und das nächste Trailrace kommt langsam näher. Dank unserer Freunde aus dem Zillertal und Mayrhofen, die uns schon beim Trailbloggercamp unterstützt hatten, konnten wir schon ein wenig auf der Strecke des Mayrhofen Ultraks trainieren und zusammen mit Lokalmatador Markus Kröll und dem Streckenchef Alex Ganster die Aufstiege testen. Hier beim Trailrunningcamp hatte ich dann auch zwei Tage ordentlichen Muskelkater, denn diese Berganstiege sind dann doch noch einmal eine ganz andere Liga als die kleinen Hügelchen beim Rennsteiglauf. Wie es beim Trailrunningcamp mit Florian Reiter so war, erzähle ich in meinem Bericht auch nochmal ganz genau. Jedenfalls gibt es doch noch Einiges zu trainieren bis zum Start über die 54km.

Jetzt hatte ich aber endlich die Chance, mal drei Tage Sportpause einzubauen, um dem Körper doch nochmal etwas Ruhe zu geben, bevor ich die nächsten harten Trainingseinheiten für den Ultraks angehe.

Und so hatte ich dann an meinem Geburtstag auch wieder richtig Lust zu laufen und nach dem Büro ein schönes Doppelevent-Programm auf dem Zettel. Erst ging es nämlich durch Kreuzberg zu einem ersten Test der District Race App, die im September mit einem großen Event in Berlin durchstarten wird.
Schon jetzt kann man damit aber die virtuellen Urban Races spielen und die verschiedenen Challenges knacken. Bei meinem ersten Test schaffte ich es immerhin auf Platz 14 im Leaderboard. Mit etwas mehr Übung ist da bestimmt noch mehr drin!

Danach ging es dann zurück zu den Wurzeln des urbanen Laufens beim SAYSKY Sub Rosa Race. Komplett offline und ohne helfende Handys, mussten wir uns laufend unseren Weg durch die Stadt bahnen – am besten auf dem kürzesten Weg – immer zum nächsten Check-Point, wo dann immer jemand mit Informationen zum als nächstes zu erreichenden Checkpoint wartete. Ein supersimples Rennformat, aber gerade wegen der Kombination aus Ortskenntnissen und Laufleistung, wirklich interessant. Denn auch die schnellsten Läufer sind nicht zwangsläufig die ersten im Ziel, wenn sie den ein oder anderen Extrakilometer laufen, den sich smarte Locals durch Abkürzungen gespart haben. Die Tour ist noch weiter unterwegs, also schaut unbedingt, ob Ihr nicht noch in Eurer Stadt mit an den Start gehen könnt!

Aber auch abseits vom Laufgeschehen hat sich im Blog wieder Einiges getan. Ich habe nämlich meine Erfolge, die ich mit dem Abnehmen durch Intervallfasten hatte, jetzt auch mal in einem Beitrag zusammengefasst und auch das Thema Essen vor dem Laufen intensiver abgearbeitet.

Wie man den Büroalltag gesünder gestalten kann, war ebenfalls ein Thema im Mai, weil ich endlich einen günstigen höhenverstellbaren Schreibtisch gefunden habe und nun im Büro auch mal im Stehen arbeiten kann.

Ansonsten schiele ich auch schon nach neuen Optionen für die Wettkampfsaison 2020. Denn nach den Ausflügen in die Trailrunning-Welt, möchte ich auch mal bei einem SwimRun starten! Denn gerade die Kombination von Schwimmen und Laufen ist ideal für Ausdauersportler.

Im Juni wandert bei mir dann auch das Thema pendeln wieder hoch auf die Agenda. Denn einerseits tritt ja nun endlich das Gesetzt in Kraft, durch das man auch Elektro-Tretroller zum Pendeln verwenden kann. Andererseits kommt das tolle Wetter auch dem Pendeln mit dem Fahrrad und dem Einsatz als Turnschuhpendler entgegen. Für das passende Outfit haben Chrome mit der Urbanwear Kollektion und ON mit den ersten veganen Sneakers schon mal gesorgt.

Es stehen für den Juni aber auch schon wieder spektakuläre Projekte auf dem Kalender. Zunächst geht es weiter zum Trailrunning-Training nach Italien, bevor dann der große Kick-Off zum Run for the Oceans 2019 stattfindet, wo wir wieder Kilometer für den Meeresschutz sammeln, um weltweit eine Spendensumme von 1,5 Millionen Dollar zusammen zu erlaufen.

Danach startet dann bei mir die Wassersportsaison und es geht mit der Schorchelmaske und dem SUP in den Spreewald. Dort teste ich dann die neuesten Modelle von Indiana SUP und stelle Euch verschiedene SUP-Touren durch den Spreewald vor.

Aber auch einige neue, spannende Schuhe warten auf den Laufschuh Test und werden dann meine Liste erweitern. Und auch zum Thema Radsport wird es im Juni wieder mehr geben, denn ich habe ein reinrassiges Planet X Triathlonrad adoptiert und bereite mit damit auf die Reise zum Tour de France Auftakt vor. Mit dabei ist dann auch das neue Equipment vom Rudy Project, daß ich Euch bald genauer vorstellen darf.

Vielen Dank übrigens an alle, die ihre Laufkilometer bei der Laufen für den Wald-Challenge zur Aufforstung des Harz gespendet haben. Macht weiter so! Danke.

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Hier findet Ihr übrigens auch die Beiträge zu den Monatsrückblicken vom September, Oktober, November und Dezember, den Jahresrückblick von 2018 und auch schon das Neueste vom Januar, Februar, März und April.

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