Strava Strava
Laufen Sport

Trainiere schwer, laufe leicht. Das lief im Januar 2022

Das war´s jetzt schon wieder?! Weihnachten und Silvester fühlen sich unglaublich weit zurückliegend an und selbst der New York Marathon vom November fühlt sich an, wie aus einem anderen Leben.
Es mag wohl daran liegen, daß mein Jahr genau so terminlich angespannt gestartet ist, wie es auch geendet ist. Aber immerhin vergeht die für Outdoor-Sportler leicht gruselige Winterzeit und damit auch die nächste Covid-Welle ebenfalls etwas schneller. Und endlich kann ich auch schon wieder Tageslicht sehen, während ich diese Zeilen schreibe und mich darüber wundere, wo der Januar abgeblieben ist.

Aber erfreuen wir uns doch einfach daran, daß das Leben in der ewigen Dunkelheit überstanden ist und wir schon wieder 9 Stunden am Tag mit Naturlicht verbringen können. Nach vorne schauen ist also das große Thema und sich freuen auf das, was hoffentlich im Frühling wieder kommt: Ein gut gefüllter Laufkalender!

Also startete der Januar wieder einmal mit einem klassischen Neujahrslauf und der offiziellen Beendigung der Offseason. Es hatte gut getan, den Körper einfach mal ein bisschen in Ruhe zu lassen – doch jetzt zeigte meine Sportapp „100 Tage bis Boston“ an – höchste Zeit um wieder strukturiert loszulegen.

Und dabei konnte ich gerade jetzt zur Aufbauphase mal richtig aus dem Vollen schöpfen, was die Trainingsmöglichkeiten angeht. Während der zwei Pandemie-Jahre hatte ich mir ja ein richtiges Home Gym aufgebaut und kann so je nach Wetterlage und Motivation entweder Zuhause auf das Peloton Bike oder das Peloton Laufband steigen oder eben doch Draußen trainieren. Gerade während des ersten Wintersturms hat sich das gut bewährt und mein innerer Schweinehund hat noch nicht einen Sieg eingefahren im Januar. Gerade der „Ist schon so spät, ist ja auch schon dunkel – Training hole ich morgen nach“ Gedankengang entfällt halt komplett. Weil es für ein Ganzkörpertraining so effizient ist, werde ich meinen Gerätepark aber wahrscheinlich noch um ein Rudergerät erweitern.

Jedenfalls hat mein häufiges Indoor-Training dazu geführt, daß ich im Januar mit 250 Läufen bei Peloton auch wieder einen neuen Meilenstein erreicht habe. Ich bin auch gespannt, wie mir das Laufband helfen wird, eine größere Verträglichkeit von Erhebungen zu entwickeln. Als Flachlandläufer sind vor allem langgezogene Anstiege eine Herausforderung, die man aber auf dem Laufband gut trainieren kann.

Grundsätzlich bin ich aber erst einmal mit der gleichen Trainings-Strategie ins Jahr gestartet, wie auch schon 2021, habe dann aber relativ schnell ein paar Anpassungen vorgenommen. Meist ging ja mein Januar nicht nur mit intensiviertem Training, sondern auch mit einer Gewichtskorrektur einher. Das Intervallfasten und das anhaltende Kaloriendefizit haben dann aber auch zur Folge, daß man seine Immunabwehr schwächt. Gleichzeitig ist man im Winter häufiger dem Open Window Effekt ausgesetzt. Deswegen ist bei vielen zu beobachten, daß nach einem sehr aktionistischem Start ins neue Jahr, dann erstmal eine Erkältungspause kommt. Obwohl ich das eigentlich seid Jahren kenne, hat es bis zu diesem Januar genauert, um dann auch mal die richtigen Schlüsse zu ziehen und das Handeln umzustellen.

Aber ich verstehe das schon. Denn in der Trainingspause denkt man sich immer „Im Januar gehts wieder richtig los“ und dann will man natürlich auch schnell loslegen und schnelle Fortschritte erzielen und wird durch die Jubelposts in den sozialen Medien natürlich auch mitgerissen. Ich bin ja selbst so ein Anstifter.

Jedenfalls habe ich mich entschieden in diesem Jahr lieber erst einmal sauber zu trainieren und das Gewicht dann in einer späteren Phase anzugehen, wenn die Kondition sich verbessert hat, aber vielleicht auch schon die große, allgemeine Infektionswelle etwas weiter abgeflacht ist. Und irgendwie sehe ich die 10kg, die mir zum Wettkampfgewicht fehlen auch gerade wie eine Art Gewichtsweste. Sie intensiviert mein Training und wenn ich sie dann ablege bekomme ich nochmal einen Leistungsschub von bis zu 30 Sekunden pro Kilometer – einfach nur durch die Diät. Nur das ich in diesem Jahr diesen Turbo eben erst später im Marathontraining zünden werde. Natürlich versuche ich trotzdem, mich halbwegs gesund zu ernähren und bin wahrscheinlich weiter einer der Topkunden bei EVERY, aber ich mache eben keine bewusste Diät und vermeide ein starkes Kaloriendefizit.


Außerdem trage ich nun schon seit 2 Wochen einen Glukose-Biosensor von Supersapiens, mit dem ich meinen Blutzucker überwachen und damit mehr über meine Trainings- und Regenerationsernährung lernen kann. Sobald ich damit weiter im Test vorangekommen bin, gibt es auch noch einen langen Beitrag dazu.

Im Januar war aber auch noch einmal ein kurzes Entspannungswochenende angesagt. Und auch dieses Mal hat die Ostsee-Therapie bei mir funktioniert. Ein paar Strandspaziergänge und ein paar entspannte Abende im Ahlbecker Hof und die Akkus waren wenigstens wieder ein bisschen nachgetankt. Und die Laufstrecken an der Küste entlang sind natürlich ein Traum.

Ich konnte aber auch schon die erste Medaille des Jahres nach Hause bringen. Ganz entspannt ging es über die 30km beim Frostwiesenlauf und ich war richtig zufrieden damit, wie geschmeidig ich durchgekommen bin. Damit habe ich mir vor allem ein eigenes Motivationszeichen gesetzt, da eben erkennbar ist, daß noch ausreichend Grundlage vorhanden ist, um darauf weiter aufzubauen.
Und mal abgesehen davon, war es wirklich wieder wunderschön. Auch wenn das Wetter regnerisch war, sind diese Weite und die Stille in der Natur des Spreewaldes etwas ganz Besonderes. Und auch ein großer Dank an die Helfer, die mit der herzlichen Stimmung an den Verpflegungspunkten auch wieder für große Freude gesorgt haben!

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.strava.com zu laden.

Inhalt laden

Ein weiterer Motivationskick für 2022 kam dann aus Berlin mit der Nachricht, daß ich auch in diesem Jahr am Berlin-Marathon teilnehmen darf. Und wenn alles klappt wie geplant, dann ziehe ich damit als Krönung meiner „10 Jahre, 10 mal Berlin-Marathon“ – Serie in den Jubilee-Club ein. Nach elf Jahren – dank Corona!

Im Blog habe ich aber auch wieder Einiges verbloggt, mit dem ich mich in den letzten Wochen beschäftigt habe. Eine große Überraschung waren die Erfahrungen mit der Therapiedecke. Ich hatte ja auch schon viel Positives darüber gehört, aber das die Wirkung auch bei mir so deutlich sein würde, hatte ich nicht erwartet.

Und für alle Freunde des datengesteuerten Trainings, dürfte die neue Garmin Fenix 7 Serie besonders spanennd sein, die mit einer krassen Batterieleistung und einem Touch-Display lockt.

Die Peloton-Freunde duften sich übrigens mit Iréne Scholz über ihr Baby freuen. Wer also noch nicht gratuliert hat, lässt ihr am besten über Instagram ein paar positive Sprüche zukommen.

Und ansonsten läuft der Countdown für den Trainingseinstieg für den Boston-Marathon bei mir fleissig weiter und vielleicht sehen wir uns ja mal bei einem der Laufevents in der Region!

Wie immer nehme ich Dich bei Instagram mit auf meine Abenteuer und damit Du nichts verpasst, lass Dich am besten sofort per E-Mail informieren, sobald es neue Beiträge gibt, hole Dir den wöchentlichen Newsletter, die ganz neue, kostenlose App oder folge mir bei Facebook , TikTok oder Instagram.

Hier findest Du übrigens auch die Beiträge zu den Monatsrückblicken vom September, Oktober, November und Dezember, aber auch den Jahresrückblick 2021!

Das könnte dir auch gefallen

Keine Kommentare

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Bekannt aus: