Strava Strava
Laufen

Wetterbericht? Interessiert mich nicht! Das lief im März 2022.

Und natürlich ist das eine Lüge. Aber ich mache meine Läufe nicht vom Wetter abhängig! Und während ich diesen Monatsrückblick beginne, sitze ich im Flugzeug und die Sonne strahlt mir durch den blauen Himmel hindurch ins Gesicht. Und wieder einmal haben wir den nächsten Corona-Winter überstanden und hoffen wir, daß es endlich auch der Letzte war. Vorbei sind damit auch die Zeiten der frostigen Morgenläufe und riesigen Wäscheberge, die eine Marathonvorbereitung mit Läufen im Zwiebellook so produzieren. Denn endlich kann man wieder klassisch kurz-kurz laufen, auch wenn mein Körper sich erstmal wieder an dieses unbekleidete Gefühl gewöhnen musste. Aber ich bin ja schon gedanklich fast im April. Also einmal Kommando zurück! Und beim März beginnen.

Denn der startete mit einer schönen Überraschung in Form einer Einladung von The North Face, um gemeinsam mit ein paar anderen Redakteuren in Annecy den neuen Vectiv Enduris II Trailrunning-Schuh auszuprobieren und das Innovationslabor und deren Macher kennenzulernen, die die Vectiv-Serie für The North Face entwickelt haben. Ich habe wahrscheinlich noch nie so viel über die Entwicklung und Produktion von Laufschuhen gelernt, wie bei dieser Reise. Insbesondere noch mehr Hintergrundwissen zum immer noch brandaktuellen Carbon-Laufschuh Hype zu bekommen, war toll. Denn wie man am Erfolg oder Misserfolg verschiedener Carbonschuhe sieht, erfordert es eben deutlich mehr, als nur eine Carbonplatte in den Schuh einzupflanzen, damit die entsprechende Performance erreicht wird.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.strava.com zu laden.

Inhalt laden

In die Berge oder um den See? Das war die Frage für meinen zweiten Tag in Annecy. Und ich entschied mich in Hinblick auf meine Marathon-Vorbereitung für Boston dann für eine Runde um den Lac d’Annecy. Ein traumhafter Blick folgte auf den nächsten und mit einer kleinen Bonusschleife hatte ich die Seerunde dann auch auf die Marathondistanz verlängert und einen schönen Trainingslauf in der unvergleichlichen Naturkulisse geschafft. Mit einem großen Eis in der Hand und der Sonne im Gesicht, war ich dann am Nachmittag rundum glücklich und zufrieden mit mir und der Welt, auf meiner kleinen Parkbank am Lac d’Annecy.

Kaum zurück in Berlin, widmete ich dann auch meinem nächsten Home Improvement Projekt, mit dem dann meine heimische Trainingsausstattung noch einmal aufgewertet wurde. Denn Fitnessgeräte haben leider den Nebeneffekt, viel Platz zu verbrauchen und mit meinem Peloton Bike, Peloton Tread Laufband und dem Skandika Rudergerät habe ich wirklich schon ziemlich viel Fläche für meine Trainings investiert und war daher auf der Suche nach einer platzsparenden Option für eine Sprossenwand und eine Bank für Situps, Bankdrücken und andere Übungen. Mit der Heimholz Sprossenwand für den Türrahmen habe ich nun endlich auch dafür eine optimale Lösung gefunden.

Richtig emotional wurde es dann beim Womxn’s Day Run, der in diesem Jahr im Zeichen der Solidarität mit der Ukraine stand, aber auch zum ersten Mal als Nachtlauf am Abend stattfand. Denn damit sollte darauf hingewiesen werden, wie häufig noch immer allein laufende Frauen durch Catcalling und andere Verhaltensweisen belästigt werden oder sogar Opfer von sexuellen Übergriffen werden. Als Mann, der rund um die Uhr, ohne sich große Gedanken machen zu müssen, wann, wo und wie man läuft, kann man sich nur schwer vorstellen, wie das ist, wenn man Abends eben nicht mehr laufen gehen kann, weil man sonst allein durch diesen Park müsste. Gerade die vielen Beispiele aus persönlichen Erlebnissen, die von einigen Sprecherinnen geteilt wurden, haben mich schockiert. Gerade wir Männer müssen uns solchem Fehlverhalten noch viel stärker entgegenstellen. Denn das sind eben keine witzigen Sprüche, sondern Belästigungen und Übergriffe, wenn man Frauen oder Mädchen hinterherruft.

Ansonsten war für mich der März geprägt von der intensivsten Phase der Marathonvorbereitung, wo die Tage ohne Trainingseinheit zur Seltenheit werden und die Wochenenden fest für lange Läufe reserviert sind. Trotzdem hat mich selbst überrascht, daß ich doch noch ein paar andere Projekte voranbringen konnte, neben meinem Job, Training und Familie. Denn mit dem Frühlingsbeginn und der baldigen Rückkehr ins echte Büro, war es Zeit, sich mal um den Fuhrpark zu kümmern. Fast zwei Jahre war meine Vespa in der Bürotiefgarage im Corona-Winterschlaf und weigerte sich nun auch konsistent, mich wieder auf meinen Wegen zu begleiten. Mit etwas Zuwendung schnurrt sie nun aber wieder und zaubert wie in alten Zeiten ein Lächeln auf mein Gesicht.

Es steht aber schon wieder neuer Streit zwischen den Beförderungsmitteln ins Haus, denn an der benzinlosen Front, hat sich das Santafixie Raval aus der kleinen Fixie-Schmiede in Barcelona zu mir gesellt. Für die kleinen Rides ohne viel Drama, geht es nun also mit dem Singlespeed-Bike auf die Piste. Jetzt fehlt mir nur noch das passende T-Shirt mit dem Spruch: „Meine Beine sind meine Schaltung.“

Auch im Blog habe ich aber wieder ein paar Themenbereiche erweitern können. Schon im Februar hatte ich ja begonnen, meinen Blutzuckerspiegel zu überwachen, um so bessere Einblicke zu bekommen, wie sich meine Ernährung auf das Training und die Wettkampf-Energieversorgung auswirken. Mit meinem Beitrag über die Bedeutung des Blutzuckerspiegel im Sport sind nun meine ersten Erkenntnisse niedergeschrieben und auch, welche Erfahrungen ich mit der Supersapiens-App und dem Glucose-Sensor gemacht habe.

Und da die Reisezeit ja bald wieder startet, habe ich ein paar praktische Reise-Apps für Sportler herausgesucht und in einem Beitrag zusammengestellt. Und die dort genannte Timeshifter-App kann man übrigens nicht nur für den Jetlag bei Langstreckenflügen verwenden, sondern auch bei der Zeitumstellung, falls man besonders sensibel darauf reagiert.

Interessant war für mich aber auch der Test der Theragun Massagepistole. Ein paar günstige Alternativen hatte ich ja schon vor längerer Zeit einmal vorgestellt. Nun das fast doppelt so teure Gerät noch einmal im Direktvergleich zu erleben, war schon interessant. Und gerade durch die automatischen Massageprogramme, bin ich nun doch ein Fan der teureren Variante geworden.

Ohne Frage war aber meine Reise nach Israel das Highlight des Monats. Zusammen mit einer Gruppe von Journalisten ging es nach Jerusalem und ich durfte beim dortigen Marathon starten. Dort durch die Altstadt und über Wege zu laufen, über die schon Generationen von verschiedensten Völkern zuvor gelaufen sind, war ein ganz besonderes Erlebnis. Und sich am Tag nach dem Marathon im toten Meer schwerelos treiben zu lassen, gehört wohl zu den besten Dingen, die ich je an einem Regenerationstag gemacht habe. Aber auch die im Home Office ausgehungerte Entdeckerseele wurde bei unseren Sightseeing-Spaziergängen in Jerusalem ordentlich gefüttert. Absolut klar, daß ich nach noch einmal mit mehr Zeit nach Jerusalem zurückkehren werde. Aber wie es alles ganz genau war, schreibe ich auch wieder in einem ausführlichen Erfahrungsbericht vom Jerusalem-Marathon auf. Ein paar Einblicke gibt es schon bei Instagram.

Aber jetzt starte ich erst einmal auf die Zielgerade im Training für den Boston-Marathon und freue mich auch auf die ersten großen Läufe in Berlin. Der Laufkalender füllt sich ja nun wieder üppig mit Laufveranstaltungen und die Medaillenjagd 2022 beginnt für mich beim Berliner Halbmarathon, den ich wohl als Trainingslauf mit ruhigem Tempo nehmen werde. Und so ein sommerliches Bild, wie im letzten Jahr werde ich wohl jetzt nicht bekommen. Aber vielleicht sehen wir uns ja – etwas mehr eingemummelt, als 2021.

Wie immer nehme ich Dich bei Instagram mit auf meine Abenteuer und damit Du nichts verpasst, lass Dich am besten sofort per E-Mail informieren, sobald es neue Beiträge gibt, hole Dir den wöchentlichen Newsletter, die ganz neue, kostenlose App oder folge mir bei Facebook , TikTok oder Instagram.

Hier findest Du übrigens auch die Beiträge zu den Monatsrückblicken vom Oktober, November und Dezember, aber auch den Jahresrückblick 2021! In diesem Jahr habe ich auch schon auf den Januar und Februar zurückgeblickt.

Das könnte dir auch gefallen

Keine Kommentare

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Bekannt aus: