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Laufen

Langsam laufen macht schnell, nicht laufen macht schneller! Das lief im Juli 2022.

Stell Dir vor es ist Sommer und Du läufst nicht! So kann man wahrscheinlich große Teile meines Juli in diesem Jahr zusammenfassen. Aber im Gegensatz zum Juni, habe ich inzwischen meinen Frieden damit gemacht, daß ich nicht in der üblichen Höchstform bin, die zu dieser Jahreszeit eigentlich angesagt ist.
Vielmehr ist die Erkenntnis gewachsen, daß man Erschöpfung eben nicht wegtrainieren kann, sondern nur mit Schlaf und einem kräftigen Tritt auf die Bremse behandeln kann. Also war auch der Juli noch einmal ein Monat des Durchatmens, Analysierens und des Ziele ausrichtens. Und wo kann man bitte besser Nachdenken, als auf dem Wasser?

Es gab etwas zu Feiern in der Familie, und zwar ein Zeugnis als einer der zehn Jahrgangsbesten. Also rauf auf die Segelyacht zu einem Törn über den Wannsee. Und dann Anker setzen und Arschbomben-Contest! Und das sind genau die Momente, die dann wieder Kraft geben für ein hartes Training, bevor man hinaus in die Welt zieht zum nächsten Marathon.

Natürlich habe ich das Laufen nicht komplett eingestellt, aber wenn man kein klares Ziel vor den Augen hat, setzt man zumindest beim Intervalltraining in der Sommerhitze auch einmal aus – oder zweimal, dreimal…


Ein guter Anlass für ein kleines Streakrunning kam dann mit der RUN ON NITRO Aktion, zu der mich Brooks eingeladen hatte. Dabei durfte ich verschiedene Laufschuhe testen, die mit den neuen Dämpfungsschäumen mit Stickstoff-Infusion ausgerüstet sind. Danke übrigens für das Feedback zu meinen kurzen Vorstellungsvideos bei Instagram – vielleicht mache ich das ja jetzt wirklich öfters.

Und dann ging es endlich ab in den Urlaub. Auf nach Griechenland zum Laufen auf Rhodos und natürlich zur Tiefenentspannung. Ein großer Applaus geht von mir übrigens an das Team vom BER. Denn entgegen aller Horrorszenarien sind wir super schnell durch den Flughafen zu unserem Flieger gekommen und haben unterwegs sogar noch ein paar Geschenke von der Flughafen-Crew bekommen, die wohl die Nerven beruhigen sollten. Auch bei der Rückreise lief alles ganz normal, nur dass wir ein wenig auf die Koffer warten mussten. Aber man darf ja nicht vergessen, daß auch vor Covid in der Sommerferien-Reisezeit die Flughäfen auf Maximalbetrieb laufen und da Wartezeiten einfach üblich sind. Und Viele immer nur meckern, wollte ich mit diesem kleinen Gruß auch mal Danke sagen, wenn einfach ein guter Job gemacht wird.

In Griechenland zeigte mir vor allem mein Whoop 4.0 Armband schnell, wie groß der Einfluss von ausreichend Schlaf auf die Kondition ist. Während ich im Alltag maximal 6 Stunden schlafe und nicht mehr als 70% der benötigten Erholung erreiche, schaffte ich nun eine ganze Serie von 100% Erholung. Und obwohl ich im Urlaub relativ wenig gelaufen bin, zeigte mir Garmin beim nächsten Lauf eine +7 bei der Kondition und ich fühlte mich auch läuferisch stark.

Deswegen habe ich dann auch Zuhause begonnen, mehr auf meinen Schlaf zu achten. Ich habe meinen Koffein-Konsum deutlich heruntergefahren und mir vor allem eine zeitliche rote Linie gesetzt. Meistens trinke ich den letzten Kaffee zum Mittagessen und die absolute Schmerzgrenze liegt bei 15:00 Uhr. Denn obwohl ich mich nach den späten Espressi nicht unbedingt knallwach fühle, ist später beim Schlafen deutlich in den Daten zu sehen, wie es Wachphasen verstärkt und den erholsamen Tiefschlaf beinflusst. Und es geht ja nicht nur darum, Zeit im Bett zu verbringen, sondern in dieser Zeit auch maximal zu regenerieren.
Auch meine Lichtsensibilität habe ich wieder deutlicher auf dem Schirm und endlich etwas unternommen. Ich reagiere nämlich schlaftechnisch sehr gut auf Tageslicht und sobald auch nur ein kleiner Spalt in der Gardine Licht ins Schlafzimmer lässt, wache ich um sechs Uhr oder früher auf. Also habe ich mir jetzt die angeblich beste Schlafbrille der Welt besorgt und ziehe mir dann einfach schnell die Brille auf und kann so meinen Schlaf noch weiter verlängern. Den Preis für die Brille finde ich zwar immer noch krass, aber dafür ist sie wirklich sehr komfortabel zu tragen und wirklich viel besser als die günstigen Stoffbrillen, die man sonst so kennt. Vielleicht schreibe ich ja auch nochmal einen Review dazu.

Aber nicht nur beim Laufen habe ich mir den selbst auferlegten Druck genommen, sondern auch beim Thema Gewicht. Zur kompletten Entspannung gehört auch einfach das Genießen und im Urlaub sollte man einfach keine Kalorien zählen. Natürlich ist man leichter schneller, aber damit eine Diät effektiv anschlägt, müssen eben auch alle Dinge im Leben geordnet sein, inklusive der Erholung. Zu deutlich hat mir meine Fastenwoche im Juni gezeigt, was passiert, wenn man ohnehin schon wenig erholt ist und dann zusätzlichen Stress bei der Ernährung erzeugt: Es ist eine Einladung an den Jojo-Effekt.

In Rhodos führte mich mein täglicher Heimweg vom Elli Beach Club aber an der RuBisCo Saftbar vorbei, wo ich mir meine tägliche Extra-Infusion an Vitaminen abholte. Gerade Ingwer-Shots sind der Hammer, sodass ich beschlossen habe in der kommenen Erkältungssaison auch mal zu versuchen meine eigenen Shots herzustellen. Also habe ich mir bei Hyrom einen Slow Juicer bestellt und warte nun sehnlichst auf den Paketboten, um mit meiner Saftproduktion zu starten. Ich werde dann berichten, wie es so läuft mit meinem eigenen DIY-Saftladen.

Zurück in Potsdam und Berlin habe ich dann gut erholt und mit meinen Verbesserungen beim Schlaf und Kaffeekonsum auch endlich begonnen, ernsthaft ins Marathontraining einzusteigen. Schließlich soll es ja die Krönung meiner „Straight to the Jubilee Club“ Serie werden, bei der ich also seit zehn Jahren hintereinander beim Berlin-Marathon gelaufen bin und somit nun meine ewige Startnummer und mein ewiges Startrecht bekomme. Damit bekomme ich dann immer einen garantierten Startplatz und laufe fortan bei allen SCC-Events mit der gleichen Startnummer. Aber damit dieser Plan aufgeht, muss ich auch den zehnten Berlin-Marathon finishen. Und auch wenn es wohl nicht unter 3:30h wird, möchte ich wenigstens unter den 4 Stunden bleiben.

Und das mich das Zusatzgewicht und die Laufpause garnicht so wahnsinnig langsam gemacht hat, zeigte sich dann auch bei der Adidas Runners City Night. Klar ist eine 48:09min über die 10km deutlich näher an der 50 als an der 40, die ich sonst so gelaufen bin, aber nach einem morgentlichen 25km Longrun und mit meinem aktuellen Gewicht, bin ich schon zufrieden damit. Denn es zeigt, daß da durchaus noch Potential ist, auf das man aufbauen kann in den verbleibenden sieben Wochen bis zum Berlin-Marathon. Dabei kann ich dann gleich mal meine eigenen Tipps für eine bessere Pace beim Laufen austesten!

Es ist auch fast schon etwas peinlich. Aber ich habe tatsächlich erst im Juli das erste mal meine Rennradschuhe angezogen und eine richtige Ausfahrt mit meinem Gravel Bike gemacht. Mit dem Fixie Bike kommt man ja nicht soweit, obwohl ich im August auch mal damit ins Büro pendeln will.

Ein schönes Highlight im Juli war auch die Nominierung als Sportexperte des Jahres beim RED FOX AWARD. Es hat zwar nur für den Sieger der Herzen gereicht, aber trotzdem habe ich mich mächtig über die vielen Stimmen und den Support von Euch gefreut. Vielen Dank dafür!

Aber schauen wir nach vorn! Denn der August wird also wieder ein intensiver Laufmonat, aber ich freue mich nicht nur auf viele Schritte und Kilometer im Training, sondern auch auf einen vollgepackten Terminkalender. Denn ich werde wieder in einer Staffel beim Mauerweglauf starten und auch die Berliner Generalprobe ist endlich zurück und gerade für die Marathonläufer ein letzter Formtest auf dem Laufkalender.

In München werde ich auch bei der Leichtathletik-EM, der „Leichtathletik – European Championships Munich 2022“, werde ich für ein paar Tage vorbeischauen. Nach den durchwachsenen Ergebnissen bei der EM, sind die Athleten garantiert heiß doch nochmal zu zeigen, was geht und sich eben doch ein paar Medaillen zu schnappen. Da feuere ich doch gerne an!

Und vielleicht schaffe ich es ja auch noch, im neuen VEJA Store Berlin vorbeizuschauen, der nicht nur wegen der Sneaker interessant ist, sondern auch architektonisch.

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Hier findest Du übrigens auch den Jahresrückblick 2021. In diesem Jahr habe ich zuletzt auf den April, Mai und Juni zurückgeblickt.

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